Nienburger Freimaurer vergeben Preisgelder für herausragende Facharbeiten

21. März 2016
Die Preisträger im 2. Logen-Wettbewerb der Gymnasien 2016

Die Preisträger im 2. Logen-Wettbewerb der Gymnasien 2016

Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler der Nienburger Gymnasien und des Gymnasiums Stolzenau haben mit 8 Facharbeiten an dem zum zweiten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb der Freimaurerloge „Georg zum silbernen Einhorn“ teilgenommen. Das Berufliche Gymnasium Wirtschaft der BBS des Landkreises Nienburg war zum ersten Mal dabei.

Die Themen, mit denen sich die Teilnehmer beworben haben, reichen von Untersuchungen des Urknalls über Kinderarbeit im indischen Baumwollanbau bis zur Bewertung des Einsatzes von Cannabis zur Schmerzmedikation oder zur Therapie der Multiplen Sklerose. Alles sehr anspruchsvolle Themen, für deren Ausarbeitung sich die Schülerinnen und Schüler sehr spezielle Kenntnisse angeeignet haben. Dabei mussten die nicht alltäglichen Fragen umfassend recherchiert und analysiert, fachlich korrekt beschrieben und gleichzeitig allgemein verständlich in der Facharbeit aufbereitet werden. Ein Nienburger Unternehmen hat dafür sogar Unterstützung gewährt und sein Labor für besondere Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Extrahierte Zähne waren ebenso Gegenstand verschiedener Versuchsreihen, wie die praxisorientierte Befragung von Kunden eines Unternehmens.

Von den betreuenden Fachlehrern war zu erfahren, dass die Begeisterung und der Einsatz der Schülerinnen und Schüler jeweils überdurchschnittlich gewesen ist und deutlich über das geforderte Maß für eine Facharbeit hinausgehen. Die Freude an einem selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten spiegelt sich eindrucksvoll in allen Arbeiten wider.

Br. (Dr.phil.) Mathias-Simon Schneider bei der Buchvorstellung 2. Logen-Wettbewerb der Gymnasien 2016

Br. (Dr.phil.) Mathias-Simon Schneider bei der Buchvorstellung 2. Logen-Wettbewerb der Gymnasien 2016

„Die Jury der Nienburger Loge hat sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht“, sagte deren Vorsitzender, Dr. med. Wilhelm Cohrs, Stuhlmeister der Loge. „Wir wollten in jedem Fall die Arbeit, die sich diese jungen Menschen gemacht haben, wertschätzen. Ich hoffe, das uns das gelungen ist“. Es gab nicht nur Erstplatzierte, doch letztlich ging kein Teilnehmer mit leeren Händen nach Hause.

Die dreiköpfige Jury aus Mitgliedern der Loge hat bei der Bewertung etwas andere als nur rein schulische Maßstäbe zu Grunde gelegt. Punkten konnten Arbeiten, die neben einem guten Aufbau, einer klaren und logischen Struktur vor allem auf die Bedeutung für die Gesellschaft und für den Leser hinweisen.

„Als ein Bund mit ausgeprägter humanistischer Zielsetzung will die Loge bei jungen Menschen besonders kritisches Denken und die Auseinandersetzung mit negativen Umgangsformen für unser Zusammenleben fördern“, sagte Dr. Cohrs. Dafür öffnen sich die Freimaurerlogen stärker als in der Vergangenheit, denn sie wollen ihre wesentlichen Ziele, wie Toleranz und humanitäres Miteinander einer breiten Öffentlichkeit und eben auch jungen Menschen näher bringen.

Für die Erstplatzierten gab es jeweils 300 Euro und eine Urkunde. Die weiteren Preisträger erhielten Urkunden und Bücher. Einen 1. Platz erreichten: Katja Wizorreck und Jan Klose („Untersuchung zum Einsatz von Cannabis zur Schmerzindikation und zur Therapie der Multiplen Sklerose“, Fachlehrerin E. Winkel, Marion-Dönhoff-Gymnasium), Patricia Meinking („Kinderarbeit im indischen Baumwollanbau. Folge einer globalisierten Welt?“, Fachlehrer S. Toepfer, Albert-Schweitzer-Schule), Lisa Eckert („Der Large Hadron Collider – Wie der LHC zu einem besseren Verständnis des Universums beitragen kann“, Fachlehrer Dr. N. Braun, Gymnasium Stolzenau) sowie Sophie Hoffmeyer, Sarah Schultze, Jana Kohrs, Marian Busch, Kevin Prybitkov, Jenny Dymek und Kai Deibele (Kundendatenanalyse der Firma D. GmbH zur Optimierung der Kundenbeziehungen, Fachlehrer C. Dreyer, Berufliches Gymnasium Wirtschaft BBS Nienburg).

Für eine besondere Überraschung sorgte das Logenmitglied Dr. phil. Mathias-Simon Schneider, der an die Vertreter der Gymnasien je ein Buch seiner Doktorarbeit („Vittorio Hösles Umweltphilosophie im Kontext der Nachhaltigkeitsidee“) überreichte.

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