Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland
Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie am 6. Dezember 2012 im Dresdner Albertinum (Foto: Martin Morgenstern)

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie am 6. Dezember 2012 im Dresdner Albertinum (Foto: Martin Morgenstern)

Kurt Masur, Preisträger der Kulturpreises der Deutschen Freimaurer im Jahre 2012, verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren in Greenwich (Connecticut). Der Zugeordnete Großmeister Peter Doderer erinnert sich an denkwürdige Begegnungen mit dem großen Menschen und Dirigenten.

„Die erste Begegnung mit Kurt Masur fand 2008 im Leipziger Gewandhaus statt und unser letztes persönliches Zusammentreffen sollte auch in Leipzig stattfinden. Im Oktober 2014 diskutierten in der überfüllten Leipziger Peterskirche der Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Peter Maffay und Kurt Masur über das Thema „Die Kraft der Musik“. Anlaß dazu war der genau auf diesen Tag fallende  fünfundzwanzigste Jahrestag der großen Demonstrationen in Leipzig. Hier, bei dieser Veranstaltung, war zu spüren, was sich schlecht mit Worten beschreiben läßt: Kurt Masur war Lepzig und Leipzig war Kurt Masur. Die Verehrung der Leipziger für “ ihren Gewandhauskapellmeister “ dem sie einen großen Anteil an der friedlich verlaufenden Demonstration im Jahre 1989  zuschrieben , war überall zu spüren .

Mitmenschlichkeit, Herzenswärme, die tief empfundene Liebe zu Menschen und Musik, und dieses seine Gesprächspartner auch spüren zu lassen, war Kurt Masur auf eine einmalige Art gegeben.

Schon von seiner Erkrankung gezeichnet, wird allen Gästen und Besuchern, die an der Verleihung des Kulturpreises 2012 unserer Großloge an Maestro Kurt Masur im Leipziger Gewandhaus teilgenommen haben,  die Art und Weise, in der sich Kurt Masur nach der Verleihung bei Altgroßmeister Axel Pohlmann und den Brüdern bedankt hat, unvergessen bleiben.

Als wir  im vergangenen Jahr nach der Veranstaltung in der Kirche noch im kleinen Kreis gegessen haben, kam er noch einmal auf die Verleihung des Kulturpreises zu sprechen. Diese Auszeichnung bedeute ihm sehr, sehr viel. Inzwischen habe er auch in Erfahrung bringen können das sein Vater Freimaurer gewesen sei. Das habe er zwar vermutet, aber nicht gewußt. Und seine Frau Tomoko Masur sagte: „Meinem Mann stehen das Gedankengut und die Ideen der Freimaurer genau so nah wie die Musik „.

Wir trauern um einen großen Menschenfreund, unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Tomoko Masur und seiner Familie.“

Der damalige Großmeister Axel Pohlmann und Prof. Kurt Masur bei der Preisvergabe (Foto: Hartwig Kloevekorn)

Der damalige Großmeister Axel Pohlmann und Prof. Kurt Masur bei der Preisvergabe (Foto: Hartwig Kloevekorn)

Professor Dr. h.c. Kurt Masur erhielt den Kulturpreis Deutscher Freimaurer 2012 in Würdigung seines musikalischen Lebenswerks, seines persönlichen Engagements als Bürger und seiner Verdienste um die Völker verbindende Wirkung der Musik als einem überzeugten Bürger seiner Stadt und seines Landes und als Weltbürger.

Er wirkte nicht nur als musikalischer Leiter der bedeutendsten Orchester, sondern auch als moralische Autorität, als ein Mann, der sich selbst als „Sendbote des Humanismus“ verstand.

In diesem Sinne entspricht Kurt Masur freimaurerischer Geisteshaltung, wir fühlen uns mit ihm verwandt.

Über Internet-Redaktion

Die Redaktion der Internetseite wird betreut von Carlos Urban.

Besuchen Sie seine Website

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Betreff

Ihre Nachricht

Lassen Sie sich über unseren wöchentlichen Newsletter über Neuigkeiten aus der Freimaurerei informieren.