225. Stiftungsfest der Loge “Zum Hellen Licht” in Hamm

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Der Hamas-Offizier Saladin im Verhör mit Nathan - eine Szene aus

Der Hamas-Offizier Saladin im Verhör mit Nathan – eine Szene aus “War Nathan weise?” des Malteser-Fausttheaters. Foto: Sander

Den würdigen Abschluss eines rundum gelungenen Festjahrs zum 225-jährigen Stiftungsjubiläum hat die Hammer Loge “Zum hellen Licht” am 11. und 12. November gefeiert.  Am Freitagabend hatte die Loge zu einer öffentlichen Veranstaltung in das Kurhaus Bad Hamm mit seiner Theaterbühne eingeladen, am Samstag folgte nach einer Tempelarbeit im Lehrlingsgrad eine Festtafel zusammen mit den Schwestern im Hotel Mercure.

Im Mittelpunkt des Freitagabends stand die Premiere des Thaterstücks “War Nathan weise?” durch das Malteser-Fausttheater, die über 300 Zuschaue rerlebten. Regisseur Norbert Hagen hatte Lessings “Nathan der Weise” in die Moderne übertragen und gemeinsam mit Co-Autor und Hauptdarsteller Peter Lüffe temporeich und mit Wortwitz inszeniert: Nathan ist als Angehöriger der israelischen Botschaft in Deutschland stationiert. Als sein Haus in Tel Aviv von Raketen getroffen wird, kehrt er in seine Heimat zurück und findet seine Tochter Rahel zum Glück unverletzt vor. Zu verdanken hat er das dem erzkonservativen Katholiken von Stetten, der sie nicht nur gerettet, sondern sich auch in sie verliebt hat und sie nun heiraten möchte. Nathans sprichwörtliche Toleranz wird auf eine harte Probe gestellt – und erst als ihn der katholische Patriarch von Jerusalem unter Druck setzt, stimmt Nathan am Ende zu. Vorher muss er sich noch im Verhör mit dem Hamas-Offizier Saladin, einem ehemaligen Friedensforscher, bewähren.

Burkhard Lau, zugeordneter Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Zum Hellen Licht“ (von links), der zugeordnete Distriktmeister NRW Hans Rocker und Jürgen Edel, Meister vom Stuhl, hielten am Samstag beim Festmahl zum 225-jährigen Jubiläum der Loge im Hotel Mercure die Festreden. Foto: Sander

Burkhard Lau, zugeordneter Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Zum Hellen Licht“ (von links), der zugeordnete Distriktmeister NRW Hans Rocker und Jürgen Edel, Meister vom Stuhl, hielten am Samstag beim Festmahl zum 225-jährigen Jubiläum der Loge im Hotel Mercure die Festreden. Foto: Sander

Vorher hatte Jürgen Edel, Meister vom Stuhl, kurz die Geschichte der Loge, die Ziele der Freimaurerei und ihre noch heute gültigen Ideale Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz dargestellt. Hamms Bürgermeisterin Ulrike Wäsche bezeichnete es als “Glücksfall”, die Freimaurerloge in Hamm zu haben: “Die Loge steht heute in der Mitte der Hammer Gesellschaft” und habe viele Beiträge zum gesellschaftlichen Miteinander und der Entwicklung der Stadt geleistet.

Rund 60 Brüder der Hammer Bauhütte, zahlreicher befreundeter Logen aus ganz Deutschland und der Partnerloge “Hope” aus Bradford nahmen am Samstag in den Logenräumen an der Festarbeit im I. Grad teil. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, das brüderliche Gespräch bei der anschließenden Festtafel im Hotel Mercure zu vertiefen.