Ausstellung im Hamburger Rathaus

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Rathaus Hamburg

Rathaus Hamburg

In der Stadtgeschichte tauchen seit 1737 zahlreiche Freimaurer auf, nach denen viele Straßen und Plätze in Hamburg benannt sind. Auf neun historischen Stadtspaziergängen kann man an ihre Lebensmittelpunkte gelangen. Neben einigen Bürgermeistern, Kaufleuten und Schauspielern, die sich um Hamburg verdient gemacht haben und Freimaurer waren, war es Gabriel Riesser (1806 -1863), ein einfaches Mitglied der Bürgerschaft und erster jüdischer Richter Deutschlands, der sich zeitlebens für die Glaubensfreiheit aller Menschen einsetzte. Er erreichte die rechtliche Gleichstellung von Juden in der Paulskirchenverfassung, die daraufhin in die Verfassung der Freien und Hansestadt aufgenommen wurde.

Wie kam es dazu, dass Hamburgs Herz schon lange den verschiedenen Kulturen entgegenschlägt und der Hamburger Hafen mit seinen Handelsbeziehungen zu ausgezeichneten Verbindungen in alle Welt führt? Wer weiß schon, dass der Michel, das Wahrzeichen Hamburgs, von dem Freimaurer Ernst Georg Sonnin um 1750 geplant und errichtet wurde? Auf 32 Tafeln und 14 Reliefs in der Rathausdiele bekommt man Auskunft. Man folgt bekannten und vergessenen Persönlichkeiten durch die vergangenen 275 Jahre und erfährt viel über die Geschichte(n) der Freimaurer und ihren Bund. Die Ausstellung offenbart überraschende Beiträge zur Stadtentwicklung Hamburgs und zur Öffnung des “Tors zur Welt” Richtung Osten: Für seinen Beitrag zur friedlichen Revolution mit dem Mauerfall vom November 1989 ist Kurt Masur, Chefdirigent des New York Philharmonic Orchestra (1991 – 2002) in Leipzig mit dem Kulturpreis der Freimaurer ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung würdigt im Jubiläumsjahr seinen Einsatz für die Menschlichkeit und den Brückenbau zwischen den Kulturen.