Ausstellung Sinnsuche und Bildfindung in Bremen

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Enthüllung des

Enthüllung des „Bremer Symbolgemäldes“. Links der Künstler Jens Rusch, rechts Rainer Knoll, Altstuhlmeister der Loge „Anker der Eintracht“

In einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion bestellten die zwölf bremischen Logen beim Künstler Jens Rusch ein Symbolbild und organisierten mit ihm eine Ausstellung mit dem Thema „Sinnsuche und Bildfindung“ in der Bremer Galerie Callas, die bis zum 30. September zu sehen ist.

Der Vorsitzende der freimaurerischen Künstlervereinigung PEGASUS, Bruder Cornelius Rinne,  unterstrich in seiner Laudatio am vergangenen Samstag die wachsende Bedeutung einer unaufdringlichen Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Logen. Hierbei leiste Pegasus einen wertvollen Service, denn die Werke begabter und engagierter Brüder landeten zumeist in öffentlichen Räumen, seien somit „Brückenbauer“ zu den veranstaltenden Logen.

Bilder sagen zwar mehr als tausend Worte, aber sie können auch tausend neue Fragen aufwerfen. Hierfür sind die oft rätselhaften Gemälde des ausstellenden Bruders Jens Rusch ein sehr gutes Beispiel, denn wer Fragen hat, der sucht auch Antworten. Der Künstler selbst wies in einer kleinen Erläuterung darauf hin, daß eine Schulung in Symbolverständnis zum Rüstzeugs eines jeden Freimaurers gehört.

Cornelius Rinne ordnete die in der Bremer Galerie CALLAS noch bis zum Monatsende ausgestellten großformatigen Bilder dem „Phantastischen Realismus“ zu, der sich im Gegensatz zur bekannteren Kunstform „Surrealismus“ weniger an Traumbildern und Phantasien orientiere, als an der Aufschlüsselung unbewusster Wahrnehmungen, die sich aber in einem altmeisterlichen Realismus wiedergeben lassen. Für die Pflege dieser Kunstform hat sich die Galerie Callas in Bremen einen europaweit geschätzten Ruf erworben.

Thorsten Lieder und Peter Pulsfort hatten es unternommen, dem Künstler Material und Informationen über ein treffsicheres Lokalkolorit zuzuarbeiten. So fanden die Bijoux von zwöf Logen der verschiedenen Lehrarten aus „Bremen und umzu“, wie man hier sagt, erstmals einen gemeinsamen Landeplatz auf einer zeitlosen Leinwand. Eine Sonderedition hochwertiger Kunstdrucke in einer Gesamtauflage von 99 Exemplaren ermöglicht es, die Freude an diesem ungewöhnlichen Bild, auch mit Familie und Freunden zu teilen.

Das Bild zeigt neben bremischen Besonderheiten wie Schiffen, einem Leuchtturm und den Bremer Stadtmusikanten an zentraler Position den Bremer Roland, Wahrzeichen der Stadt für Freiheit und eigenes Recht und seit 2005 zum UNESCO Welterbe der Menscheit erklärt. Hinweise auf die Verbindung zur Freimaurerei sind nicht nur die Logenabzeichen der 12 bremischen Logen, sondern auch Säulen, das Sehende Auge und ein Musivisches Pflaster.

Der Beuys-Schüler Br Cornelius Rinne spannte in seiner Laudatio den Bogen zu den zahlreichen karitativen Aktivitäten des ausstellenden Künstlers, wies auch auf dessen Gründung des Online-Lexikons „Freimaurer-Wiki“ hin. Das kreative Happening „Wattolümpiade“, mit dem bereits weit über 330 000.- Euro zugunsten Krebsbetroffener generiert wurden, erfülle die beuyssche Forderung nach einem Gesamtkunstwerk. Galerist Jörg Krumland freute sich über das „spürbare Kraftfeld“ und das ganz besondere Interesse an dieser gut besuchten Vernissage.

Ausstellungskatalog zur Bremer Ausstellung

Die Ausstellung ist bis zum 30. September 2016, jeweils Mittwochs bis Samstags von 14 bis 20 Uhr, im Kunst- und Kulturverein callas-bremen e.V. in der Ansgaritorstraße 1, 28195 Bremen zu sehen.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 29.80 € (plus Porto) bei der Schwester Susanne Rusch bestellt werden kann: susanne.rusch@gmx.de