Lübecker Kinder malen Menschlichkeit

Lübecker Kinder malen Bilder zum Thema "Menschlichkeit"

Im Rahmen des Lübecker "Hanse-Kultur-Festival" engagierten sich Lübecker Logen, öffneten ihre Türen und boten Information und Unterhaltung. Rund 3.000 Besucher nutzten das Angebot.

(Lübeck/em) Nach einer gelungenen Premiere 2016 ging das Hanse-Kultur-Festival in die zweite Runde. Es stand ganz im Zeichen des Stadtjubiläums „875 Jahre Lübeck“ und unter dem Motto „Lübeck hat Geburtstag“ Das gemütliche und historische Wohnviertel um St. Aegidien wurde für drei Tage eine farbenfrohe Kulisse für Kunst und Kultur. Gänge und Höfe wurden zur Bühne für zahlreiche Musiker und Artisten. Über 300 Einzelveranstaltungen fanden rund um und im Viertel statt. 250.000 Besucher nutzten das herrliche sommerliche Wetter während des dreitägigen Events. Auch die Lübecker Kultursenatorin Kathrin Weiher ist begeistert von der Vielfalt: „Interkulturell, vielseitig, Tanz, Literatur und Mode. Die Veranstaltung bringt ein schönes Lebensgefühl hervor. Und das in einem Viertel, in dem die Synagoge, das Logenhaus, die Moschee und die Kirche stehen. Einfach toll.“

Gemeinsam überlegten die Lübecker Logen, welchen Beitrag sie zu diesem Festival leisten können. Immerhin gehen täglich mehrere Touristengruppen am Logenhaus vorbei, ohne dass es eine Erwähnung durch die Stadtführer erfährt. Zu geheimnisvoll ist dieser Ort, an dem die Türen für Außenstehende scheinbar immer verschlossen sind. Die Gelegenheit war günstig, um den Hof zum Logenhaus am Sonnabend zu öffnen. Ein „freimaurerisches Hof-Café“ lud die Besucher zum Verweilen ein. Leider war es nicht möglich, die Arbeiten der anderen Logen so zu verlegen, dass auch an den anderen beiden Tagen das Haus geöffnet werden konnte.

In Kooperation mit dem Hausherrn, der Loge „Zum Füllhorn“, organisierte die Loge „Zur Weltbruderkette“ einen Informationsstand. Brüder der Loge standen für Gespräche zur Verfügung. Informationen über die Freimaurerei wurden über Bildtafeln vermittelt. Interessenten konnten Flyer mitnehmen. Für Kinder standen Spiele zur Verfügung. Viele versuchten sich am „Heißen Draht“-Geschicklichkeitsspiel. Mit viel Fingerfertigkeit musste ein Handstück entlang eines wellenförmig gebogenen dünnen Kupferrohres (Heißer Draht) geführt werden, ohne diesen zu berühren. Wurde mit der Öse das Wellen-Rohr berührt, ertönte eine Klingel. Zu jeder Zeit jedoch war der „Mal-Tisch“ besetzt. Kinder erhielten die Möglichkeit, Bilder zum Thema „Menschlichkeit“ zu malen. Dabei wurde ihnen ein großer Freiraum gelassen. Die entstandenen Bilder zeigen die Vielfalt des Vorstellungsvermögens der Kinder. Bilder von den schönen Bauten der Hansestadt, von ihren Lieblingstieren, von lustigen Clowns, von den Eltern und zu vielen anderen Themen hingen zum Ende der Veranstaltung am Geländer zum Hof-Café.

Schätzungsweise 3.000 Menschen nutzten in der Zeit von 11 bis 18 Uhr die Gelegenheit, sich den Hof des Logenhauses anzusehen. Manche nutzten nur die Gelegenheit einen Blick zu erhaschen. Andere wussten, dass es im Logenhaus einen großen Saal gibt, den man mieten kann. Über die Hälfte der Besucher konnten auf diese Weise das erste Mal mit dem Logenhaus bzw. der Freimaurerei in Kontakt kommen. Etwa 500 Flyer zu den Zielen der Freimaurerei und allgemeinen Informationen konnten verteilt werden. Viele Fragen wurden von den anwesenden Brüdern in teilweise längeren Gesprächen beantwortet.

„Diese Veranstaltung war ein großer Erfolg für die Freimaurerei“ resümierte Egon Milbrod, Vertreter der Loge „Zur Weltbruderkette“. Sven Raub von der Loge „Zum Füllhorn“ ergänzte: „Angeregt vom Erfolg dieser Veranstaltung werden wir ähnliche Aktionen wiederholen!“ Im Logenhaus Lübeck arbeiten insgesamt 3 Johannis-Freimaurerlogen. Darüber hinaus sind hier auch ihre Weiterbildungsstätten vertreten. Auch andere, der Freimaurerei nahestehende Logen sind hier vertreten, so unter anderem Frauenlogen und gemischte Logen.

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Einladung zur Lichteinbringung in Walkenried

Klosterruine Walkenried (Foto: HerrKaiser/AdobeStock)

Am 11. August 2018 findet während der 35. Festarbeit des Walkenried Masonicums die Lichteinbringung der neuen Loge "Porta patet cor magis" statt.

Seit mehr als dreißig Jahren finden im Kloster Walkenried, einem UNESCO Welterbe, sogenannte Masonica der Freimaurer statt, so werden üblicherweise Seminare der Logen bezeichnet. Das Masonicum in Walkenried ist eine rituelle Veranstaltung im ungewöhnlichem Umfeld, die im Kreuzgang der Klosteranlage stattfindet.

In diesem Jahr wird während dieser Zusammenkunft eine Lichteinbringung erfolgen, also der feierliche Start einer weiteren neuen Loge. Sie wird nach einem früheren Motto der Walkenrieder Zusammenkünfte “Porta patet cor magis” heißen, was man mit “Das Tor ist geöffnet, weiter noch das Herz” übersetzen könnte.

Ungewöhnlich ist nicht nur die Örtlichkeit sondern auch der Umstand, dass gleichzeitig eine Festarbeit für männliche und weibliche  Freimaurer, stattfindet, und zwar parallel zueinander. Die Brüder halten ihre rituelle Zusammenkunft im Kreuzgang ab, die Schwestern im Zaubersaal des Klosters. Das dürfte für eine Lichteinbringung bislang einmalig sein. Die Arbeit wird durch den Großmeister und seine Großbeamten durchgeführt.

Das Rahmenprogramm sieht um 10 Uhr des 11. August 2018 eine Führung durch das UNESCO Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft vor, um 13 Uhr ist ein Imbiss im Logenhaus gerichtet. Während Brüder und Schwestern ihre Festarbeiten um 17 Uhr beginnen, können die Partner und Gäste an einer Führung durch die Klosteranlage teilnehmen. Um 21 Uhr gibt es ein gemeinsames warmes Buffet im Refektroium des Klosters.

Anmeldungen und weitere Informationen beim künftigen Meister der Loge Dr. Peter Welke unter welke@teleos-web.de.

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Logenausflug zum Dixieland-Festival Dresden

Zu einem Logenausflug der besonderen Art trafen sich Mitglieder der Loge „Zur Weltbruderkette“ aus Lübeck. Es ging zum Internationalen Dixieland-Festival nach Dresden.

(Lübeck/Dresden) Diese mehrtägige Veranstaltung findet seit 1971 jährlich im Mai statt. Entstanden ist das Festival aufgrund einer Privatinitiative und ist innerhalb von kurzer Zeit zu einem echten Stadtfest geworden. Viele Dresdener Bürger nehmen sich auch heute noch im Mai Urlaub, um unentgeltlich an der Organisation und Durchführung des Festivals mitwirken zu können. Erst 1990 wurde eine Vereinigung gegründet und Sponsoren angeworben. Insgesamt spielen auf dem Festival über 200 Musiker auf einer Vielzahl von Bühnen in der Stadt. Glücklicherweise braucht man heute nicht mehr in einer „Wartegemeinschaft“ nach Karten anzustehen.

Unser Ausflug begann am Donnerstag nach dem Beziehen des Hotels, so wie es Tradition ist. In einer imposanten Dampfer-Parade spielten 22 Bands auf historischen Raddampfern und Salonschiffen. Es ist die jedes Mal die weltgrößte Dampfschiffparade, welche gemeinsam auf der Elbe bis Pillnitz und zurück fährt.

Der Freitag beginnt ab Mittag mit einem Open-Air-Konzert auf dem Altmarkt. Am Abend hat man die Auswahl zwischen 6 Veranstaltungsplätzen. Wir haben uns nicht für das große Konzert im Kulturpalast entschieden, sondern den „Jazz-Club“ im Stammhaus einer lokalen Brauerei besucht. Auf 3 Etagen spielten abwechselnd sehr unterschiedliche Gruppen bzw. Bands. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.

Bereits ab 10.00 Uhr am Sonnabend spielten verschiedene internationale Bands auf einigen Freilichtbühnen in der Fußgängerzone und in den Hotels, bevor es für uns am Abend zur großen Jazznacht in das italienische Dörfchen ging. Insgesamt 5 internationale Bands aus 4 Ländern sorgten für einen stimmungsvollen Abend. Dieser Höhepunkt ließ völlig vergessen, dass auch an weiteren Spielstätten in Dresden hochrangige Bands für Unterhaltung sorgten.

Aber alles wurde durch den Sonntag in den Schatten gestellt. Bei schönem Wetter ging es in die größte Parkanlage Dresdens. Auf der nahezu vollbesetzten Freilichtbühne gab es eine Open-Air-Gala mit 11 Bands aus 10 Ländern. Während sich in der Stadt an jeder Ecke weitere Bands präsentierten, begann für uns ab 16.00 Uhr die legendäre Dixieland-Parade. Wie bei einem Volksfest fuhren verschiedene Wagen im Konvoi durch die Stadt. Wir hatten das Glück, auf einer von 4 Pferden gezogenen Doppeldecker-Kutsche einen Platz zu bekommen. Während oben die Dixieland Band spielte konnten wir den Volksfestzug genießen. Tausende Dresdner und ihre Besucher ließen sich von der fröhlichen Stimmung anstecken. Unter den Zuschauern, die den Weg säumten, befanden sich weitere Jazz-Bands, die für Stimmung sorgten. Für den Ausklang sorgte die nachfolgende Abschluss-Session in der Innenstadt, bei der jede Band auf der Vielzahl der schnell errichteten Open-Air-Bühnen nochmals völlig entspannt ihr Können zeigen konnte.

Die Rückfahrt am Pfingstmontag war entspannt. Zeigte doch die Stadt Dresden und das Festival vielen Brüdern eine andere Seite dieser Region. Die Art, seine Lebensfreude auszudrücken, ist sicher in verschiedenen Regionen Deutschland anders und auch in Dresden speziell. Auch das kulturelle Niveau war anders, als es bei den Festivals hier im Norden Deutschlands ist. Der Glanz der vielen Bauten aus kurfürstlicher und königlicher Zeit in Verbindung mit dem schönen Wetter tat ein Übriges. Es war insgesamt erfrischend, nichts von dem zu entdecken, was in den Massenmedien von dieser Region berichten und in vielen Köpfen an „Wissen“ vorhanden ist. (red/Egon Milbrod)

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Neuer Großkanzler Br. Joachim Kletzin verunglückt

Br. Joachim Kletzin auf dem Großlogentag 2018 in Bamberg

Die Großloge bedauert mitteilen zu müssen, dass ihr Großkanzler Joachim Kletzin am gestrigen Donnerstag in der Folge eines Unfalls verstorben ist.

Die Gedanken der Amtsträger und Mitarbeiter der Großloge sowie den Brüdern seiner Berliner Loge “Zu den Alten Pflichten” sind bei den Angehörigen.

Br. Joachim Kletzin wurde erst am vergangenen Großlogentag im Mai 2018 zum neuen Großkanzler gewählt und hatte seine Amtsgeschäfte gerade übernommen.

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Freimaurerei – nach 300 Jahren erstarrt oder zukunftsfähig?

Prof. Dr. Klenke, Universiät Paderborn

Am Donnerstag, 14. Juni, um 20 Uhr referiert Prof. Dr. Dietmar Klenke von der Universität Paderborn im Osnabrücker Lortzinghaus zum Thema „Freimaurertum – nach 300 Jahren erstarrt oder zukunftsfähig?“.

Sind Freimaurer als verschwiegene Gemeinschaft in einer modernen, offenen Gesellschaft überhaupt noch zukunftsfähig oder braucht im Gegenteil der moderne Mensch im hektischen Smartphone-Zeitalter nicht Rückzugsorte der Selbstbesinnung ? Ist ein hohes Alter von 300 Jahren, ausgehend von den englischen Ursprüngen, nicht eher muffiger Traditionsballast in einer Zeit beschleunigter globaler Vernetzung oder fühlen sich gerade die Freimaurer als internationale Gemeinschaft mit humanitärem Anspruch gefordert, über Fremdheitsgefühle und Feindbilder hinweg Brücken der Verständigung zu schlagen? Im Lichte dieser Fragen lässt ein Vortrag des Paderborner Geschichtsprofessors Dietmar Klenke 300 Jahre Freimauerei Revue passieren und zieht Bilanz mit Blick auf unsere heutigen Herausforderungen.

Herr Prof. Dr. Klenke hat an der Universität Paderborn einen Lehrstuhl für neueste Geschichte inne.

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Großartiger Großlogentag in Bamberg

Der Raue Stein und der Spitzhammer waren in Bamberg nur symbolisch notwendig, denn die gesamte Veranstaltung war vollkommen, auch dank der guten Vorbereitung durch die Bamberger Brüder.

Nachdem wir bereits über die wichtigsten Ergebnisse des Großlogentages in Bamberg berichtet haben, folgt nun ein kleiner Abriss rundum gelungenen der Gesamtveranstaltung.

Wie so oft bei den Großlogentagen und -treffen, die immer um den Himmelfahrtstag herum stattfinden, war auch 2018 in Bamberg wieder einmal das sprichtwörtliche “Großmeisterwetter”. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen trafen sich am Vorabend rund 400 Brüder, Partnerinnen und Gäste in einem Bamburger Traditionslokal, um sich in Saal und Biergarten entspannt auf die anstehenden Tage vorzubereiten. Selbst ein heftiger abendlicher Gewitterschauer konnte die gute Laune nicht trüben. Zu dem Abend hatten die Bamberger Loge “Zur Verbrüderung an der Regnitz” und der Distrikt Bayern alle Teilnehmen eingeladen. Im Verlaufe der Veranstaltung wurde unter den Anwesenden für eine gemeinnützige Einrichtung gesammelt, wobei annähernd 2.000 € zusammenkamen.

Begleitend hatten die Bamberger Brüder ein beeindruckendes Programm zusammengestellt: Nächtliche Führungen “Geister, Sagen und Legenden” oder “Prunk, Pracht und Puder”, ein exklusives Live-Konzert mit der “Capella Antiqua Bambergensis”, die Uraufführung der “Utopia” von Stefan Otteni und Remsi Al Khalisi im E.T.A.-Hoffmann-Theater, “Freimaurer-Mitternachtsblues”, eine “Drei-Flüsse-Kreuzfahrt auf Regnitz, Main und Main-Donau-Kanal”, Geselliger Abend im Ziegelsaal oder abschließend ein Whisky-Tasting. Hier war für jeden Geschmack etwas dabei und so wundert es nicht, dass es insgesamt eine große Menge an Anmeldungen gab und die Bamberger Brüder kurzfristig andere Räumlichkeiten aufttreiben mussten, um dem Ansturm gerecht zu werden. Das alles haben sie mit großer Flexibilität und Umsicht reibungslos bewältigt, ebenso wie die beliebten Führungen im aufwändig restaurierten Bamberger Logenhaus. Und da, wie es heißt, das Glück mit den Tüchtigen sei, spielte auch das Wetter großartig mit. Zumindest meistens.

Die Großlogenversammlung an den folgenden Tagen soll an dieser Stelle wegen der internen Besprechungen nicht Thema sein, einige programmatische Auszüge wurden im Bericht vom 14. Mai bereits veröffentlicht, ebenso die wesentlichen Wahlergebnisse. Über die rituelle Zusammenkunft am Schluss des Großlogentages soll aber dennoch berichtet werden, soweit es die Diskretion dieser Veranstaltung zulässt.

Es ist nicht immer einfach, im nüchternen Ambiente von großen Kongress-Sälen einer Festarbeit zu ausreichendem Charme zu verhelfen. Dies ist jedoch gut gelungen, nicht zuletzt aufgrund der guten Stimmung, für die insbesondere die Bamberger Loge mit ihrer ausgezeichneten Organisation der gesamten Veranstaltung Sorge getragen hat.

Bekannt ist, dass Freimaurer in ihren Zusammenkünften einen sogenannten Arbeitsteppich verwendet, auf denen die bedeutsamen Symbole abgebildet sind. Wenige wissen, dass in der Frühzeit der Freimaurerei die Motive der Arbeitstafel aufgezeichnet wurden, damit sie bei einer Störung der Logenarbeit schnellstens abgewischt werden konnten. An diesen alten Brauch hat man sich in Bamberg erinnert und die Arbeitstafel aufgezeichnet, während der Altgroßmeister sie der Bruderschaft erklärte, wie er es zwei Tage vorher auch dem Bamberger Oberbürgermeister bei der Begrüßung des Großlogenrates im Bamberger Rathaus getan hatte.

"Freimaurerei ist die Idee des sinnvollen Bauens und Gestaltens von Zeit und Raum. Manches von dieser Idee steckt im Arbeitsteppich. Einmal erinnert uns das an die symbolträchtige Welt der mittelalterlichen Bauhütten, und zum anderen meint das 'sinnvolle Bauen und Gestalten' eine Umsetzung auf unser eigenes Leben, unser persönliches Umfeld, aber auch auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Sinnvoll bauen und gestalten heißt: Das Ideale denken, aber auch das Machbare des Idealen tun. Jeder kann und muss die Symbolik für sich selbst frei auslegen. Es gibt keine Festlegung. Es gibt nur ein festes Fundament und eine synonyme Zuversicht. Dazwischen liegt der individuelle Bauplan unseres Lebens."

Br. Jens Oberheide

Die abschließende Festarbeit dient bei einem Großlogentag nicht nur der Kontemplation und dem gemeinschaftlichen Ausklang, sondern hat auch einen wichtigen praktischen Charakter. Zwar sind durch die Wahlen des neuen Vorstandes und weiterer Positionen die vereinsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, für die Freimaurer gelten diese Ämter jedoch erst durch eine feierliche Einsetzung als wirksam. Und so wurden bei der Festarbeit die Funktionsträger, die sogenannten Beamten, in diesem Falle Großbeamten, in ihre gewählten Ämter eingesetzt oder durch den Großmeister Berufungen ausgesprochen. Zudem werden Ehrengäste aus anderen Großlogen, national wie internation, begrüßt und damit die Weltbruderkette der Freimaurerei bekräftigt.

Nach den programmatischen Sätzen nach der vereinsrechtlichen Wahl wurde von der Bruderschaft die Ansprache des wiedergewählten und eingesetzten Großmeisters Br. Stephan Roth-Kleyer mit Spannung erwartet. Und die hatte es durchaus in sich. “Meine Brüder, es ist keine Frage, dass wir der ‘herrlichen Unverbindlichkeit der Freimaurerei’, wie sie sich uns heute und auch schon vorher leider oftmals zeigte und darstellte, entschieden und endgültig eine deutliche Absage erteilen, erteilen müssen.”

"Wenn wir Freimaurer im 21. Jahrhundert noch von unserer Gesellschaft bemerkt werden wollen, müssen wir im täglichen Wirken, jeder an seinem Platz, Fragen stellen, Alternativen und neue Konturen aufzeigen, und so zu einer gesellschaftlichen Kraft werden. Dabei müssen wir uns stets auf unser geistiges Fundament besinnen: Freiheit für alle Menschen, Toleranz als Billigung und Missbilligung der Gegensätze, Humanität, Güte, Menschenfreundlichkeit und Mitmenschlichkeit als Substanz un Methode des täglichen Lebens."

Br. Stephan Roth-Kleyer

Im Hinblick auf die Probleme in Umwelt, Politik und Gesellschaft ermunterte er die Bruderschaft, dass auch “in den kommenden Jahrzehnten Freimaurer gebraucht werden, die starke Persönlichkeiten sind, die Widerstand leisten.” Es brauche Freimaurer, die nicht zurückweichen vor der Auseinandersetzung mit UNmenschlichkeit oder vor der Größe der bedrängenden Konflikte.

"Meine Brüder, vergesst die Kernbotschaft nicht: Freimaurerei muss gelebt werden. Ihr alle, jeder einzelne von uns ist Botschafter in Sachen Freimaurerei. Jeder von uns ist Visitenkarte der Freimaurerei im Allgemeinen und seiner Loge im Besonderen. Vergesst das nie. Seid dessen stets eingedenk."

Br. Stephan Roth-kleyer

Mit diesen Worten im Gepäck beendeten die Brüder einen in jeder Hinsicht gelungenen Großlogentag 2018 in Bamberg. Viele werden wiederkommen.

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Bald wieder mehr Newsletter

In eigener Sache: Die Newsletter der letzten Wochen waren etwas überschaubar. Das hatte seinen Grund. Aber wir geloben Besserung.

Vier Tage Großlogentag in Bamberg mit umfassender Vor- und Nachbereitung, dann zwei Wochen Dauereinsatz wegen der Datenschutz-Grundverordnung, die auch die Großloge und die 280 Logen unserer Großloge und unsere Webseiten betrifft: Das hat viel Zeit gekostet und dazu geführt, dass der Neuigkeitswert auf der Website der Großloge und somit des Newsletters etwas zu kurz gekommen ist. Ab der nächsten Woche sollte es wieder etwas vielfältiger werden.

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