Eine rasante Reiserevue im Fürther Logenhaus

Die Schauspielerin und Sängerin Alexandra Völkl (Foto: Matthias Schäfer

Die Schauspielerin und Sängerin Alexandra Völkl (Foto: Matthias Schäfer

Eine rasante Reise-Revue unter dem Titel „Du hast den Farbfilm vergessen!“ präsentieren Alexandra Völkl (Schauspiel und Gesang) und Budde Thiem (Piano) im Fürther Logenhaus.

In 80 Tagen um die Welt? – Das war gestern! Völlig unbeeinflusst von Staumeldungen oder Bahnstreiks, ganz ohne moderne GPS-Technik und atmungsaktive Multifunktionskleidung verspricht die Reise-Revue binnen weniger Augenblicke Expeditionen und Ausflüge auf die höchsten Gipfel, in die tiefsten Täler, an einsame Strände und in pulsierende Metropolen. Im Reisegepäck führen die beiden Künstler charmante Chansons sowie bewegende Tatsachenberichte rund um Reiselust und Reisefrust, Fernweh und Heimweh.

Prominente Mitreisende sind unter anderem Hildegard Knef, Kurt Tucholsky, Georg Kreisler, Cissy Kraner, Helmut Qualtinger, Helen Vita, Joachim Ringelnatz, Friedrich Hollaender, Ludwig Thoma und Nina Hagen. “Ein musikalischer Kurzurlaub für alle, die reif für die Insel sind – und eine Präventivmaßnahme für alle, die nicht urlaubsreif werden wollen!”, so empfiehlt der Veranstalter, der Logenhaus-Bauverein, das Programm.

Die Sängerin und Schauspielerin Alexandra Völkl hat sich von Kopf bis Fuß den Schlagermelodien der 1920er-1940er Jahre verschrieben. Budde Thiem ist Jazzpianist, Begleiter, Komponist, Arrangeur und Musikpädagoge. Der Kulturpreisträger der Stadt Fürth war musikalischer Leiter am Czurda-Theater und am Schauspielhaus Nürnberg.

Eintritt:  15,-. Kartenreservierung: Familie Organ im Logenhaus (LHS), Tel.: 0911 / 77 01 20. Veranstalter: „Logenhaus-Bauverein“  der Freimaurerloge Fürth.

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Sanierung des Bamberger Tempelhauses

Das Bamberger Logenhaus in voller Pracht

Das Bamberger Logenhaus in voller Pracht

Wenige Wochen vor dem Großlogentag in Bamberg feierten die Bamberger Freimaurer mit vielen Ehrengästen die Tempeleinweihung im kernsanierten Logenhaus. Knapp 130 Jahre nach seinem Bau erstrahlt das Einzeldenkmal wieder im alten Glanz.

(Bamberg/ks) Es ist vollbracht. Nach fast zwei Jahren Umbauzeit wurde mit der offiziellen Tempeleinweihung durch den Großmeister Stefan Roth-Kleyer die Kernsanierung des Bamberger Logenhauses erfolgreich abgeschlossen. Grund genug für die Mitglieder der Bamberger Loge, gemeinsam mit vielen Vertretern befreundeter Logen und in Anwesenheit des Großmeisters Stefan Roth-Kleyer, dem zugeordneten Großmeister Karl Deckart, Großzeremonienmeister Peter Lauber und dem Distriktsmeister für Bayern Wilhelm Glöckel diesen Tag gemeinsam mit vielen Brüdern zu feiern.

Die Gesamtinvestition der Baumaßnahme betrug rund 1,5 Mio. Euro. Wenige Wochen vor dem Großlogentag in Bamberg, erstrahlt das Bamberger Logenhaus im Herzen der Welterbestadt Bamberg wieder im neuen Glanz. Stellvertretend für die Bamberger Brüder bedankte sich Klaus Stieringer, als Meister vom Stuhl der Bamberger Freimaurerloge „Zur Verbrüderung an der Regnitz“, für die große Unterstützung durch die Großloge und die umfangreiche Hilfe befreundeter Logen.

Die Bamberger Freimaurerloge wurde am 20. Mai 1874 gegründet. Bereits wenige Jahre später wurde 1890 der Grundstein für ein eigenes repräsentatives Logenhaus im Herzen Bambergs gelegt. Unter dem Druck der NSDAP wurde die Freimaurerei 1933 verboten und das Logenhaus beschlagnahmt. 1948 wurde das Haus, dank der maßgeblichen Unterstützung von Dr. Thomas Dehler (Bundesjustizminister und Freimaurer) an die Loge zurückgegen und in den vergangenen zwei Jahren saniert. Im Rahmen der Sanierung konnte die ursprüngliche Bausubstanz wieder hergestellt werden, welche teilweise durch die Nazis zerstört wurde.

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Weltbruderkette in Erlangen mit Tradition

Giebel des Erlanger Logenhauses

Giebel des Erlanger Logenhauses

Die Erlanger Loge “Libanon zu den drei Cedern” hatte Besucher aus 11 Nationen und drei Kontinenten und bewies damit eindrücklich die sprichwörtliche Weltbruderkette.

Am 30. Januar 2018 empfingen der Meister vom Stuhl Michael Reck und die Brüder der Erlanger Loge “Libanon zu den 3 Cedern” eine Delegation der Loge „Coroana din Carpați”aus Brașov (Kronstadt), Rumänien, mit deren Meister vom Stuhl und dem persönlichen Repräsentanten des Großmeisters  der Großloge von Rumänien. Ein weiterer Gast war ein Bruder einer Loge aus Istanbul.

Die Tempelarbeit war sehr festlich, unter anderem durch die feierliche Einführung des Zugeordneten Großmeisters Karl Deckart und den Reden und Grüßen der Gastgeber und Gäste. Beim Kettenlied spürte man besonders, dass es eine Weltbruderkette ist. Wie der Stuhlmeister bei seinem Grußwort feststellte, befanden sich Brüder aus 11 Nationen und 3 Kontinenten im Tempel. Ein Versprechen für einen Gegenbesuch in Brasov wurde gegeben und der beiderseitige Wunsch zu einer zukünftigen Logenpartnerschaft formuliert.

Dieser Besuch war ein Teil einer Reihe von gegenseitigen Besuchen von weiteren Logen aus Rumänien, einer Loge aus Italien und einem Austausch mit den Großlogen von Monaco und der Republik Moldavien. Darunter sind auch Besuche der Brüder aus Erlangen bei mindestens drei jährlichen, mehrtägigen Ateliers der rumänischen Logen aus Nordwest-Transsilvanien.

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Die alten Logen der Saalestadt Halle

Die alten Logen und Orden der Saalestadt Halle von Guntram B. Seidler

Mit dem Buch “Die alten Logen und Orden der Saalestadt Halle legt der Autor Guntram B. Seidler einen Einblick in die Vielfalt der ehemaligen Logen und Orden der Stadt vor. Ein kurzer Einblick in die Neuzeit rundet diese historische Schrift ab.

In der Geschichte der Saalestadt Halle haben seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis zu ihrer erzwungenen Auflösung durch die Nationalsozialisten viele freimaurerisch ausgerichtete Logen und Orden im gesellschaftlichen und kulturellen Leben eine wichtige Rolle gespielt. Eine besondere Bedeutung erlangten die fünf Freimaurerlogen mit um das Jahr 1930 ca eintausend Mitgliedern. Über die meisten der freimaurerisch geprägten Logen und Orden ist dagegen heute nichts mehr bekannt. So gab es bereits frühzeitig bedeutende akademische Logen und Studentenorden. Unter dem Deckmantel der Freimaurerei gründeten hier einige Hochstapler und Betrüger ihre meist eigenartigen Vereinigungen. Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts war die Zeit der Irrungen und Wirrungen vorbei und es entstanden seriöse Logen und Orden mit echt humanitären Zielen.

Guntram B. Seidler, Jahrgang 1941, lebt in Halle an der Saale. Seit 1997 ist er Mitglied der halleschen Loge “Zu den fünf Türmen am Salzquell”. Ab 2003 beschäftigte er sich intensiv mit der Geschichte der Freimaurerei, insbesondere der ehemaligen und heutigen halleschen Freimaurerlogen.

Guntram B. Seidler, “Die alten Logen und Orden der Saalestadt Halle”, 114 Seiten, 16,8 x 24,5 cm, Paperback. Erschienen bei druck-zuck, ISBN 978-3-940744-80-7, 15,00 €

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Achte Buchloge in Leipzig mit öffentlicher Matinee

Der Kellerbereich des Völkerschlachtdenkmals

Der Kellerbereich des Völkerschlachtdenkmals

Vom 6. bis 8. April 2018 findet die mittlerweile 8. Buchloge in Leipzig statt. Das inzwischen traditionelle Freimaurertreffen gehört zu den größten seiner Art in Deutschland. Mehr als 200 Brüder kommen jährlich in der sächsischen Metropole zusammen, um gemeinsam eine so genannte Tempelarbeit im Leipziger Völkerschlachtdenkmal zu begehen.

Am Sonntagvormittag laden die Brüder der Leipziger Loge Minerva zu den drei Palmen – wie bereits im vergangenen Jahr – zu einer öffentlichen Matinee in ihr Logenhaus ein. Das wiederum prominent besetzte Podiumsgespräch steht in diesem Jahr unter dem Goethe-Motto: „Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“ Weitere Informationen zur Buchloge in Leipzig und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich im Internet unter www.buchloge.de.

Das Völkerschlachtdenkmal geht übrigens auf die Initiative von Leipziger Freimaurern zurück und wurde 1913 zum Gedenken an eine der größten und opferreichsten Militärschlachten der Weltgeschichte eingeweiht. Die Loge Minerva zu den drei Palmen in Leipzig wurde 1741 gegründet und ist mit seiner Matrikelnummer 7 eine der ältesten Logen Deutschlands. Die Brüder haben ihre Veranstaltung „Buchloge“ genannt, weil Leipzig auch als „Stadt der Bücher“ bekannt wurde und eine spannende Geschichte als Ort der Buchherstellung und Standort namhafter Verlage besitzt. Die Leipziger Buchmesse findet in diesem Jahr übrigens vom 15. bis 18. März statt.

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Neujahrsempfang der Nienburger Freimaurerloge

Von Links: Der Referent Altgroßmeister Jens Oberheide, Vorsitzender der Loge Dr. med. Wilhelm Cohrs

Von Links: Der Referent Altgroßmeister Jens Oberheide, Vorsitzender der Loge Dr. med. Wilhelm Cohrs

Der Saal war prall gefüllt beim Vortrag von Altgroßmeister Jens Oberheide über Freimaurerei und Musik anlässlich des Neujahrsempfanges der Nienburger Freimaurerloge, zu dem der Vorsitzende Dr. med. Wilhelm Cohrs rund 70 Gäste begrüßte, u.a. den Bürgermeister Henning Onkes.

(Nienburg/dh) Cohrs erinnerte an eine Vielzahl von Veranstaltungen in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr anlässlich 300 Jahre Freimaurerei. Es war eine gute Möglichkeit die Freimaurerei in der Öffentlichkeit umfangreich vorzustellen. Wichtiger sei allerdings das Bewusstsein, dass jede Loge vor Ort mit ihren Brüdern Kern und Träger der freimaurerischen Gemeinschaft sind. „Wir arbeiten an uns, für unsere Loge und für unsere Gesellschaft. Freiheit, Brüderlichkeit, Menschlichkeit und Toleranz, sind dabei die bestimmenden freimaurerischen Grundhaltungen“, betonte der Meister vom Stuhl.

Eine gemeinsame Aktivität der Nienburger Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ und der Hoyaer Loge „St. Alban zum Æchten Feuer“ hob Cohrs besonders hervor. Der Wettbewerb der Gymnasien aus Stadt und Kreis Nienburg wurde zum dritten Male ausgeschrieben und war erneut ein voller Erfolg. Die Jury war begeistert vom Niveau der eingereichten Facharbeiten von denen zahlreiche mit Geld- und Buchpreisen belohnt wurden. Cohrs betonte, dass es Mut macht und Veranlassung gibt positiv in die Zukunft zu sehen, wenn sich junge Menschen kritisch und sachlich und in gut verständlicher Sprache mit aktuellen Themen aus der Gesellschaft und den Naturwissenschaften auseinandersetzen.

Der Referent Jens Oberheide ist den meisten Anwesenden kein Unbekannter. Er referierte schon mehrfach in öffentlichen Veranstaltungen in Nienburg. Sein Thema an diesem Tage war die Musik und ihre Rolle in der Freimaurerei, die von Beginn an eine besondere Bedeutung in der Freimaurerei hatte. Schon in den ersten Logen – vor 300 Jahren – wurde gesungen. Sänger, Instrumentalisten, Librettisten und Komponisten haben die rituellen und gesellschaftlichen Zusammenkünfte der Freimaurer mitgestaltet und einige von Ihnen haben mit ihren Werken sogar die Musikgeschichte geprägt. Mozart, Haydn, Liszt, Sibelius oder Lortzing waren ebenso Freimaurer wie Irving Berlin, Count Basie, Duke Ellington, Lionel Hampton oder Nat „King“ Cole. Eine große Bandbreite von der Klassik über den Jazz bis zum Schlager.

Menschen, die dem Erlebnisgehalt von Musik und Freimaurerei anhängen, sind Seelenverwandte. Das hängt wohl damit zusammen, dass sowohl Musik als auch Freimaurerei mit Selbstfindung und Sinnsuche zu tun haben. Sie sind im sensiblen Sinn von „Harmonie“ miteinander innig verbunden. Komponisten, die Freimaurer waren, haben oft auch freimaurerische Stimmungen und Rituale entsprechend übersetzt. Der Freimaurer Mozart hat zum Beispiel von sich gesagt, er könne „Gesinnungen und Gedanken in Tönen ausdrücken“. In diesem Sinn gehören seine freimaurerischen Kompositionen zu den schönsten Beispielen einer fruchtbaren Wechselwirkung von Musik und Freimaurerei. Nicht nur in seiner Oper „Die Zauberflöte“ verarbeitet er freimaurerische Ideen.

Wenn Musik die Kunst ist, durch Töne Empfindungen auszudrücken, dann versteht man leichter, warum sich so viele Musiker zu einem Bund wie dem der Freimaurer hingezogen fühlen. Ein Bund, der Empfindungen sensibel über Symbole ausdrückt oder über Sinnbilder, die zu Denkbildern werden. „Wer sich auskennt, kann Musik auch lesen. Über die Noten. Musik erschließt sich aber erst, wenn man sie erlebt. Auch über Freimaurerei kann man vieles lesen, doch sie erschließt sich erst, wenn man sie selbst erlebt. Und das Erleben von Freimaurerei wird immer auch begleitend unterstützt durch Musik. Zum Beispiel im Erleben eines Rituals“, sagte Oberheide.

Die anwesenden Gäste bedachten den Vortrag mit herzlichem Beifall und der Stuhlmeister bedankte sich bei Altgroßmeister Oberheide mit einer Spende für das Freimaurerische Hilfswerk. Ralf Winkelmann, vielen (musizierenden) Nienburgern ebenfalls kein Unbekannter, begleitete den Empfang auf seiner Gitarre und wurde ebenfalls mit herzlichem Beifall belohnt. Für die jahrelange treue Unterstützung überreichte ihm der Logenvorsitzende ein Buchgeschenk.

Die meisten Gäste nutzten die sich anschließende Möglichkeit, bei einem kleinen Buffet Neujahrsgrüße und Gedanken in den Logenräumen auszutauschen.

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Kabarett mit Werner Brix in Darmstadt

Der Kabarettist Werner Brix (Foto: Ludwig Rusch)

Der Kabarettist Werner Brix (Foto: Ludwig Rusch)

Eine Betrachtung der globalen Gesellschaft und ihres hierarchischen Systems und eine Durchleuchtung der Dimension ZEIT machen Brix’ fünftes Solo zu einem kabarettistischen Theater-Abend der Sonderklasse. Es wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem „Salzburger Stier“ und dem „Passauer Scharfrichterbeil“ und von den wichtigsten Printmedien auf das Höchste gelobt. Am 28. März 2018 ist er mit seinem Programm “Mit Vollgas zum Burnout” im Darmstädter Logenhaus zu Gast.

Sein Tagesablauf ist ein einziger Terminkoller. Seine Hose ist nass. Der Lieferant liefert nie termingerecht, Mutter und Ehefrau machen Telefonterror, der Angestellte ist am Computer eine Null. Und dann muß auch noch die Tochter in die Ballettstunde. Werner Brix, alias gestresster Workaholic, fühlt sich dennoch irgendwie geil, beflügelt, beschleunigt. In seinem Leben gehen sich zwar nur 1,24 Pinkelpausen pro Tag aus, aber die sind terminlich effizient im Notebook festgehalten. “Ich disponiere schlecht, deshalb schiff ich mich an.” Was sein Psychologe dazu sagt? Nicht viel, denn der kommt nicht zu Wort.

“Mit Vollgas zum Burnout” ist eine wegen akuter Zeitnot rasant durchlaufene therapeutische Sitzung. Auf die Schaufel genommen wird alles, was Hast und Eile hat. Nur nicht runter vom Gas! Kurz gesagt: Tempo ist die Brix‘sche Lebensphilosophie! Brix verarbeitet menschliche Sinnfragen mit scharfer Beobachtungsgabe und schauspielerischer Könnerschaft zu einem Solostück, wie es in dieser Qualität im Kabarett selten ist.

“Mitt Vollgas zum Burnout – Slow Food Kabarett mit Werner Brix”. Mittwoch, 28. März 2018 um 19:30 Uhr im Darmstädter Logenhaus, Sandstraße 10. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen. Kartenbestellung unter kontakt@freimaurer-darmstadt.de.

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