“Mein lieber Moses” feierte Premiere

[sws_pullquote_right] “Nach Wahrheit forschen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun — das ist die Bestimmung des Menschen.” (Moses Mendelssohn) [/sws_pullquote_right]

Der Autor Jens Oberheide bei einleitenden Worten

Der Autor Jens Oberheide bei einleitenden Worten

“Laut denken mit dem Freunde”, dieser Satz stammt vom berühmten Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing. Dies muss den Autor Jens Oberheide, Altgroßmeister der Großloßge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland” und Vorsitzender der Vereinigung für freimaurerische Kunst und Kommunikation PEGASUS, offenbar inspiriert haben, das Kammerspiel “Mein lieber Moses” zu schreiben. Lessing und Mendelssohn sollen sich 1754 bei einem Schachspiel kennen und schätzen gelernt haben. Oberheide schuf ein fiktives Gespräch zwischen den beiden großen Literaten, das gekonnt vom Anhaltinischen Theater in Dessau in Szene gesetzt wurde.

Die Rolle des des Moses Mendelssohn übernahm der Intendant André Bücker, Gotthold Ephraim Lessing wurde gespielt von Stephan Korves. Das Stück wurde von Myra van Campen-Balint auf der Violine und Thomas Kluge auf dem Klavier begleitet. Das Kammerspiel wurde mit großem Applaus im vollbesetzten Bauhaus-Saal aufgenommen.

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Wolfgang Bahro: Darum bin ich Freimauer

Die BILD-Zeitung lässt den Schauspieler Wolfgang Bahro erklären, warum er Freimaurer ist und spiegelt ein wenig die Stimmung wider, die Bahro bei den Freimaurern empfindet.

Die WELT Online verrät, dass er das neue prominente Gesicht der Freimaurer sein und die Logen bekannter machen möchte.

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Buch von Prof. Dr. Höhmann über Freimaurerei zum Download

“Freimaurerei. Analysen, Überlegungen, Perspektiven”, so heißt das Buch des aktuellen Vordenkers der deutschen Freimaurerei, Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann aus Köln, der in zahllosen Vorträgen nicht müde wird, die großen Errungenschaften der Freimaurerei, aber auch ihre Defizite und Nachholbedürfnisse aufzuzeigen. Dieses Buch versammelt etliche seiner bemerkenswerten Aufsätze. Verlag und Autor haben sich freundlicherweise entschlossen, dieses Buch neben der Druckausgabe kostenlos zum Download anzubieten

Hans-Hermann Höhmanns neue Publikation stellt einen umfangreichen Sammelband aus Aufsätzen, Artikeln, Reden und Interviews dar, dessen zentralen Themenschwerpunkt der Titel bereits signalisiert: Freimaurerei. Analysen. Überlegungen. Perspektiven. Es ist ein wichtiger Schritt, die zentralen Schriften eines der renommiertesten Freimaurerforscher und vormaligen Vorsitzenden der Forschungsloge „Quatuor Coronati“ in einem Band zu versammeln, der es erstmals erlaubt, das umfangreiche Werk des Autors in chronologischer Kontinuität zu verfolgen. Zwei große Abschnitte gliedern den Band, der insgesamt 26 Beiträge umfasst. Der im Umfang breiter ausgefallene erste Teil widmet sich in aktualisierter und erweiterter Form der neueren Geschichte der Freimaurerei in Deutschland in zwei gründlichen Artikeln, wendet die Methodik der sozialwissenschaftlichen Analyse auf die Freimaurerei an, führt einen Diskurs zum Verhältnis zwischen Freimaurerei, Politik, Kultur und Gesellschaft, um mit Analysen und Überlegungen zum Ritual der Freimaurer abzuschließen.

Als herausragender Beitrag dieses ersten Teils muss Europas verlorener Friede, die national-völkische Orientierung innerhalb der deutschen Freimaurerei gelten. Der Autor räumt mit der mythologisierenden „Erinnerungskultur“ der Logen auf, die sich gerne rückblickend als Opfer und Verfolgte des nationalsozialistischen Unrechtsregimes sehen, sich die Namen Tucholsky und Ossietzky auf die Fahnen schreiben, um zu vergessen, dass es innerhalb der Bruderschaften bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer zunehmenden „völkischen“ Ausrichtung der Freimaurerei kam, die in ihrer extremen Form auch in unkritische Unterstützung Hitlers mündete. Nicht der Gedanke an „Rettung“ scheint allzu oft die Triebfeder der völkischen Ausrichtung gewesen zu sein, auch die Freimaurerei konnte sich der zunehmenden Ideologisierung eines erheblichen Teils der Nation nicht entziehen. Dass diese Tendenzen zu einem Ausschluss der Juden aus den Logen in einigen Bruderschaften führte und der Gedanke der Brüderlichkeit auf europäischer Ebene, auf der Suche nach einer friedvollen Lösung, vernachlässigt wurde, ist nicht nur ein trauriger historischer Aspekt, sondern auch Gegenstand einer unvollkommenen Wahrnehmung. Die noch nicht adäquate Aufarbeitung dieses unrühmlichen Kapitels mahnt deutlich an ausstehende Aufgaben und es zeugt gerade von der freimaurerischen Verantwortung, wenn von „Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz“ nicht leichtfertig gesprochen wird. Aber, resümiert der Verfasser, „es geht nicht um Schuldzuweisungen, es geht darum zu wissen, wie es war, es geht um den Abschied von Legenden, es geht um eine sorgfältig differenzierte Aufarbeitung der Fakten. Es geht für den Freimaurer-Bürger von heute aber auch um die historisch begründete Einsicht, wie nötig es für die Lebensfähigkeit einer Demokratie ist, die breite Mitte der Gesellschaft vor dem Vordringen extremer Vorstellungen zu bewahren.“ (S. 85)

Im folgenden Kapitel Deutsche Freimaurerei nach 1945 – Wiederaufbau zwischen Neuorientierung und alten Strukturen greift Höhmann das Thema noch einmal auf, indem er detailliert aufzeigt, wie die Freimaurerei ihrer Verantwortung im Zuge des Nationalsozialismus nicht gerecht wurde. Er analysiert in historischen Entwicklungslinien die Bemühungen, eine geeinte Freimaurerei im Nachkriegsdeutschland zu schaffen. Er nennt Chancen, interne und externe Einflussnahmen, vergebliche Bemühungen, die bis heute zu einem schwachen Konstrukt führen, nicht ohne Perspektiven nach vorne aufzuzeigen. Einziger Wermutstropfen: Partiell verknappt erscheinen einige Argumentationslinien und historische Analysen mit der Tendenz, der Individualität und Selbstbehauptung der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zu wenig eigene Stimme zu verleihen, womit wir wieder beim Diskurs wären, der an dieser Stelle einer sorgsamen Pflege bedarf.

Einen anderen wissenschaftlichen Ansatz leisten die zwei Beiträge zu sozialwissenschaftlichen Analysen zur Freimaurerei. In ihnen erscheint klar die Notwendigkeit, in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Freimaurerei die „Innenperspektive“ zu verlassen und auch unbeschadet verlassen zu können, um durch Forschungsmethoden aus der Sozialforschung ein helleres Licht auf die Freimaurerei zu werfen. „Freimaurerei hat zuviel Substanz, als dass sie historische Wahrheiten nicht ertragen könnte.“ (S. 86) In seinem Beitrag Habitus, soziales Feld greift der Autor auf den französischen Soziologen Pierre Bourdieu zurück, um mit dessen Instrumenten den „Selbstentwurf“ oder besser „die Ontologie der Freimaurer“ zu analysieren: „Die moderne Sozialwissenschaft ist – so gesehen – ein Spitzhammer am ‚Rauhen Stein‘ der Freimaurerei.“ (S. 131)

Dieser Forschungsansatz erweist sich als notwendiger und zukunftsweisender Schritt für eine gehaltvolle Freimaurerforschung. An diesem Beitrag wird besonders einsichtig, warum es wichtig ist, innerhalb der Freimaurerforschung keine Selbstbeschränkung zu üben, sondern dass eine Kooperation mit externen Freimaurerforschern eine Bereicherung für alle Beteiligten darstellen kann, auch um Substanz- und Vermittlungsprobleme besser zu verstehen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Hans-Hermann Höhmann öffnet mit diesem Ansatz ein weites Feld für neue Denkansätze. Erfreulich ist der Beitrag zur ästhetischen Dimension der Freimaurerei, greift er doch ein Thema auf, welches gerne als „visuelle Randbemerkung“ ein Schattendasein fristet, die visuellen und ästhetischen Komponenten der freimaurerischen Kunst und Tempelausstattungen, die eine stärkere Beachtung verdient haben.

Im zweiten Abschnitt des Buches, tituliert als Begleiter der Zeit, folgt, beginnend mit dem Jahr 1971, eine Sammlung von Artikeln und Reden, die chronologisch gestaffelt bis in das Jahr 2010 reicht. Erfreulicherweise befinden sich darunter zwei Erstveröffentlichungen: Enthusiasmus und Verantwortung – zum 230. Stiftungsfest der Loge »Anna Amalia zu den drei Rosen« in Weimar (1994) sowie Toleranz als politisches Prinzip und persönliche Tugend – die Sicht eines Freimaurers (2000).

Die Lektüre der älteren Beiträge seit 1971 erlaubt es dem Leser, sich noch einmal die Problemfelder und Fragen zu vergegenwärtigen und zu prüfen, ob die Analysen. Überlegungen. Perspektivender Artikel bis heute Bestand haben – im Lichte der vorgestellten Artikel des Bandes fällt die Beurteilung leicht.

Das konsequente Bewusstmachen von Problemstellungen der Freimaurerei, historischen und zukünftigen, ist ein „heilender Schmerz“, aber es handelt sich um kein bloßes Finger-in-die-Wunde-Legen. Die kompromisslose Formulierung von Fragen, das „laute Denken“ ist auch ein Aufzeigen von Perspektiven, ein überaus gelungener und durchaus spannender Brückenschlag. Nicht zuletzt zeigt das Buch den aktuellen Stand der Freimauerforschung in Deutschland, einen historisch-analytischen Rückblick und einen perspektivischen Ausblick auf die Zukunft des Bundes – auf fundiertes Material gegründet und mit präzisen Fragen an die anstehenden Aufgaben formuliert.

Rezensent: Alexander Klein, Karlstadt,
veröffentlicht in: Quatuor Coronati. Jahrbuch für Freimaurerforschung,
Nr. 48 / 2011, S. 262-265.

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Hinweis auf Feierlichkeiten der Dessauer Freimaurer

Artikel über Feierlichkeiten 100 Jahre Freimaurer in DessauGroße Ereignisse werfen, so heißt es, ihre Schatten voraus. So auch in Dessau, wo die dortigen Brüder sehr rührig auf die anstehenden Veranstaltungen hingearbeitet haben. Bereits im Vorfeld hatten sie in der Mitteldeutschen Zeitung einen Blatt zur Seite, dass sich interessert und offen für die Arbeit der Loge gezeigt hat. Gut recherchiert wurde über den anstehenden Festakt berichtet, insbesondere über das Kammerspiel des Autors Jens Oberheide, eine fiktive Schachplauderei zwischen dem in Dessau geborenen Moses Mendelssohn und dem Dichter Gotthold Ephraim Lessing.

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Das geheime Wirken der Logenbrüder

Artikel im TAGESSPIEGEL

Internetausgabe des TAGESSPIEGEL

So titelt Claudia Keller, die Autorin eines Artikels über Freimaurerei im Berliner TAGESSPIEGEL. Sie begleitet den Logenbruder Kenan Yilmaz auf seinem Weg in die Loge und berichtet dabei über seine Hintergründe, die Freimaurerei im Allgemeinen und über Details aus dem Logenleben. Im Vorbeigehen trifft sie auch Tobias Kretschmar, Freimaurer und Mitglied der Shriners, einer in den USA aus den Freimaurern hervorgegangenen karitativen Organisation. Ein farbenreicher, sympathischer Artikel mit vielen interessanten Details.

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Ist Freimaurerei eine Sekte?

Im landläufigen Sprachgebrauch bezeichnet man eine Sekte als eine meist religiöse Gruppe mit einem gefährlichen oder zumindest problematischen Irrglauben, meistens autoritär geführt und von einem Dogma geleitet. All das trifft auf die Freimaurerei nicht zu. Insbesondere die humanitären Logen haben keine eigene Religionsvorstellung, sie sind seit hunderten von Jahren demokratisch organisiert, sie haben keine Heilsbotschaften und Lehren und sie sind frei von Dogmen. Ganz bewusst bemüht sich die Freimaurerei um eigenständig denkende Menschen, die sich und ihre Umwelt kritisch hinterfragen und entsprechend Stellung beziehen.

 

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