Bayrische Polizeistiftung erhält Humanitären Preis 2016

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Den mit 15.000 € dotierten Humanitären Preis verliehen die südbayrischen Freimaurer in diesem Jahr an die Bayerische Polizeistiftung für ihr humanitäres Engagement. Der Festakt fand in München am 12. November im Odeon des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr statt. Die Laudatio hielt der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä.

Die Begrüßungsrede hielt Joachim Oberhoff, Altstuhlmeister der Münchner Loge “Zur Sonne an der Isar” und Organisator der Veranstaltung. Er wies darauf hin, dass Polizeibeamte ihren Auftrag erfüllen müssten, auch unter Einsatz ihrer Gesundheit oder gar ihres Lebens. Die Stiftung trage dazu bei, Beschützer unseres freiheitlichen Staates im Schadensfall angemessen unterstützen zu können. Die Vision dieses aufrechten Tuns, dem Gemeinwohl dienend, ohne soziale religiöse oder politische Wertungen stecke auch im freimaurerischen Symbol des rechten Winkels.

Der Distriktmeisters des Distriktes Bayern, Hannes Brach, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass Freimaurerei nur in einem freien demokratischen System existieren könne. Die Polizeibeamten garantierten diese Freiheit.

Die Laudatio hielt der Präsident des Polizeipräsidiums München, Hubertus Andrä. Er stellte anerkennend fest, dass es der Freimaurerei zu verdanken sei, dass die jahrzehntelange humanistische Leistung der Stiftung gewürdigt wird. Ohne Sicherheit gäbe es keine Freiheit. Polizeibeamte seien aber zunehmenden Risiken ausgesetzt, wie in jüngster Zeit der Amoklauf in München, der Tod eines Polizisten durch einen “Reichsbürger” oder die Gefahren durch internationalen Terrorismus zeigten. Die Stiftung könne erste Kosten für die Geschädigten abfangen und das Gefühl des Alleingelassenseins mildern.

Für die Bayerische Polizeistiftung dankte Udo Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. In seiner berührenden, mit anschaulichen Details aus der Polizeiarbeit versehenen Rede erinnerte er daran, dass ausschließlich die Polizei mit dem Gewaltmonopol legitimiert sei. Leider nähmen Hass gegen Polizeibeamte und tätliche Angriffe mit Waffen, bis zum Mord, zu. Als neues erschreckendes Phänomen käme dazu, dass die Privatsphäre von Polizeibeamten ausgespäht werde und tote Polizisten verhöhnt würden. Und er hatte eine Bitte: “Gehen Sie auf den Polizeibeamten oder die Polizeibeamtin zu und bedanken Sie sich dafür, dass es sie gibt”.

Der Humanitäre Preis der südbayerischen Freimaurer war dieses Jahr dotiert mit 15.000 Euro. Der Betrag wurde von den Freimaurern und Freimaurerinnen der südbayerischen Logen und Ateliers, von der Bruderhilfe e.V. München und dem Freimaurerischen Hilfswerk (FHW), Berlin aufgebracht. Traditionell wurde als Symbol der “Oscar” überreicht, ein in einem Stein eingelassener rechter Winkel. Dazu wurde die Preisurkunde übergeben.

Die Kammermusiker des Polizeiorchesters Bayern unter Leitung von Peter Zimmermann gaben dem Festakt einen feierlichen Rahmen.