Kirchenkreuz versus Winkelmaß

Kirchenkreuz versus Winkelmaß

Der Wiener Autor Jörg Jordan zeigt in seinem Buch, dass dogmatische Religionen und starre politische Ideologien weder moralisch “bessere” noch glücklichere Menschen schaffen. Sie führen eher zu moralisierender Intoleranz und ziehen so nicht nur überflüssige, sondern auch unüberbrückbare Grenzen zwischen Menschen und Gesellschaften.

Um diese künstlichen Trennungen zu überwinden, bedarf es einer herrschaftsfreien Spiritualität, wie sie etwa in der Freimaurerei möglich ist. Dagegen steht die unsinnige Verteufelung des humanitären Bruderbundes, wie sie zum Beispiel von der katholischen Amtskirche seit Jahrhunderten – bis hin zur Exkommunkation – betrieben wird. “Kirchenkreuz und Winkelmaß” wiederlegt lt. Verlag souverän und gut recherchiert auf vielseitige Art und Weise die Argumente der Kirche, die von einer Unvereinbarkeit zwischen Freimaurerei und Kirchenglauben sprechen.

Salier-Verlag, Broschur, 270 Seiten, ISBN 978-3-943539-57-8, 16.90 €

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Freimaurer in Hildburghausen

Bastian Salier: Freimaurer in Hildburghausen

In der kleinen südthüringischen Residenzstadt Hildburghausen wurde bereit 1740 eine der ersten deutschen Freimaurerlogen gegründet. Leider ist über ihr Wirken und ihre Existenz nur sehr wenig überliefert. 1787 jedoch wurde als Nachfolgerin die St. Johannisloge “Karl zum Rautenkranz” installiert.

Ihr berühmtestes Mitglied war der Dichter Friedrich Rückert. Die Hildburghäuser Loge erlebte bis zu ihrer Auflösung 1934 eine bewegte Geschichte. Ihre Entwicklung steht beispielhaft für die deutsche Freimaurerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Salier-Verlag, Broschur, 168 Seiten, ISBN 978-3-939611-80-6, 12,00 €

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Das Ritual in der Humanistischen Freimaurerei

Hans-Hermann Höhmann: Das Ritual in der Humanistischen Freimaurerei

Hans-Hermann Höhmann: Das Ritual in der Humanistischen Freimaurerei

Mit seinem neuen Buch “Das Ritual in der Freimaurerischen Praxis” zeigt der Autor Hans-Hermann Höhmann, dass man sehr wohl über das freimaurerische Ritual, seine Besonderheiten und Wirkungsweisen sprechen kann, auch und gerade mit Außenstehenden, ohne die sogenannte Arkandisziplin, also die Verschwiegenheit über die Inhalte unserer Rituale, zu verletzen. Ganz nebenbei befreit er die Diskussion von mancher verstaubten Sichtweise.

Gerade in seinen Publikationen der letzten Jahre beschäftigt sich Hans-Hermann Höhmann, zurzeit einer der wichtigsten Analysten insbesondere der deutschsprachigen Freimaurerei, konsequent mit einer Anpassung der Freimaurerei an die Veränderungen der Zeit, ohne die die Inhalte und die Traditionen dabei einem flüchtigen Zeitgeist zu opfern. Die Freimaurerei hat sich in ihrer nun etwa dreihundert Jahre währenden Geschichte immer angepasst, anpassen müssen. Zweifellos befinden wir uns derzeit weltweit erneut in einem radikalen Umbruch der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Verhältnisse. Höchste Zeit also, die Freimaurerei zu prüfen und mit Augenmaß zu reformieren, damit ihre Werte auch unter veränderten Rahmenbedingungen überstehen.

Für Hans-Hermann Höhmann ist das Ritual eine wichtige Komponente der Freimaurerei, aber nicht die einzige. Er bezeichnet sie als wichtigen Bestandteil eines Gesamtkonzepts, in der Freundschaft, ethische Orientierung und Ritual gleichermaßen die gesellschaftliche intellektuelle, moralische und emotionale Seite des Menschen erfassen. Er weist jedoch auf das Gleichgewicht dieser Komponenten hin, damit es in der Loge nicht zu Vereinsmaurerei, Event-Geselligkeit kommt, oder sie sich zu einem Debattierklub oder, bei Polarisierung auf das Ritual, zu einer esoterischen Sekte verwandelt. Er hält fest: “Der Humanismus der modernen Freimaurerei ist für mich ein säkularer, ein weltlicher Humanismus”, betont aber “zugleich wäre dieser Humanismus ohne die spirituelle Dimension des freimaurerischen Rituals einseitig, flach und sowohl emotional und intellektuell verkürzt.”

Im Buch werden drei zentrale Bilderwelten des Rituals beschrieben: Die Symbolik des Lichtes, des Wanderns und des Bauens. Licht erlaube “unmittelbare, subjektive und dogmenfreie Zugänge zur Transzendenz”; die Wandersymbolik helfe “erkennen, dass es sich bei den Ritualen der Freimaurer nicht um Verkündigungsrituale handelt […], sondern um Erprobungsrituale oder Rituale der Suche, die schrittweise Erkenntnis und korrigierbares Lernen verdeutlichen”; die Symbolik des Bauens verweist auf die Idee, sich selbst als Baustein zu verstehen, “lebenslang und unabweisbar, aber mit der Hoffnung auf Gelingen und auf der festen Grundlage eines positiv-optimistischen Menschenbildes.”

Er beschäftigt sich mit den Grundfragen des Rituales der Humanistischen Freimaurerei: mit der Spiritualität, der symbolischen Ordnung, Raum und Zeit, mit der allgemeinen Rückkehr des Rituellen, der Sehnsucht nach Ritualen in schnelllebigen und unübersuchtlichen Lebenssituationen und damit verbunden der Kraft der Rituale. Das Buch ist für Freimaurer lesenswert, um Bekanntes zu vertiefen, durch methodische Erkenntnisse abzusichern, aber auch neue Sichtweisen zu betrachten; ganz besonders aber, um zu erkennen, wie man das freimaurerische Ritual auch Außenstehenden zugänglich machen kann, wenn man einmal von der Besonderheit des Erlebens absieht. Insofern ist es auch für Nichtfreimaurer zu empfehlen.

Hans-Hermann Höhmann: “Das Ritual in der Humanistischen Freimaurerei; Funktion, Struktur, Praxis”. 112 Seiten, Taschenbuch, erschienen zum Preis von 9,00 € im Salier-Verlag. ISBN 978-3-943539-42-4

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Müssen Freimaurer Vamire jagen?

Müssen Freimaurer Vampire jagen? – Unterhaltsame Biografien von Dieter Ney

Wer noch in allerletzter Sekunde ein Weihnachtsgeschenk für Freunde der Freimaurerei oder außergewöhnlicher Biografien sucht, der sollte einen Blick auf das Buch “Müssen Freimaurer Vampire jagen” von Dieter Ney werfen.

Dieter Ney, als Freimaurer und Vorstandsvorsitzender des deutschen freimaurerischen Bildungswerkes Akademie forum masonicum e.V. ausgewiesener Kenner der freimaurerischen Szene, hat sich mit außergewöhnlichen Mitgliedern des Bundes beschäftigt, die weit weniger berühmt sind als die sattsam bekannten Dichter, Denker und Musiker wie beispielsweise Lessing, Goethe, Mozart. Er schildert ihre ganz besonderen, teilweise obskuren, Lebenswege, erzählt vom Gewinnen, vom Bewegen, aber auch vom Scheitern.

Es handelt beispielsweise vom jüdischen Unternehmer Theodor Tobler, von seiner berühmten Schokolade, aber auch von seinem Engagement in einem Prozess, in dem es um das verschwörungstheoretische Pamphlet der Protokolle der Weisen von Zion ging, und vom Pazifisten Henri La Fontaine, der von der Idee überzeugt war, dass das Zugänglichmachen des Weltwissens dem Weltfrieden förderlich sein wird, und eine Art Zettelkasten-Google erschaffen hat.

Es erzählt die abenteuerliche Geschichte des Chevalier d’Éon, eines Spions im Dienste des französischen Königs, der weite Teile seines Lebens als Frau lebte, und von Schriftstellern wie Eduard Douwes Dekker alias Multatuli, dessen antikolonialistischer Roman »Max Havelaar« als wichtigster der niederländischen Sprache gilt, oder Felix Salten, der tragischerweise von seinen beiden größten literarischen Erfolgen (»Bambi, eine Geschichte aus dem Walde« und »Josefine Mutzenbacher«) finanziell nicht profitieren konnte. Es ist die Rede von so verschiedenen Medizinern wie Gerard van Swieten, dem aufgeklärten niederländischen Leibarzt von Maria-Theresia, der aufgrund seines Kampfes gegen den Aberglauben des Vampirismus unfreiwillig zum Vorbild für den Vampirjäger Abraham Van Helsing in Bram Stokers »Dracula« wurde, Joseph-Ignace Guillotin, dem Namensgeber der Guillotine, und Friedrich Küchenmeister, dem Pionier im Kampf um die Etablierung der Verbrennung als Bestattungsmethode.

Dieter Ney belässt es nicht bei der fokussierenden Beschreibung seiner Protagonisten, sondern schildert im unterhaltsamen Plauderton das historische Umfeld und viele Details, die die besonderen Leistungen, Höhen und teilweise Tragödien verständlich machen.

Dieter Ney, “Müssen Freimaurer Vampire jagen?”, Wahre Geschichten über Freimaurer-Persönlichkeiten, editionkeiper, broschiert, 224 Seiten, ISBN 978-3-902901-51-4

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Freimaurerei und katholische Kirche

"Freimaurerei und katholische Kirche" von Richard Mathieu

Im Salier-Verlag ist ein Buch des Theologen Richard Mathieu erschienen, das die Geschichte und und kirchenrechtliche Einordnung des 300-jährigen Streits untersucht, ob ein Katholik Freimaurer werden darf oder nicht.

Diese Frage wird verschiedentlich beantwortet: Einerseits wird vielfach die Position vertreten, das Verhältnis zwischen Kirche und Freimaurerei sei inzwischen restlos unproblematisch, andererseits findet sich oft die Behauptung, dass Freimaurerei und Kirche unter keinen Umständen miteinander vereinbar seien und die Mitgliedschaft automatisch zur Exkommunikation führe.

In diesem Buch versucht der Münchner Theologe Richard Mathieu durch die Auswertung der normativen Vorgaben des katholischen Kirchenrechts in ihrer geschichtlichen Genese und aktuellen Ausprägung tragfähige Antworten auf diese Fragen zu finden. Dabei sind neben dem Codex luris Canonici auch die Erklärungen der Glaubenskongregation und der Deutschen Bischofskonferenz auf ihren Inhalt und ihre Stichhaltigkeit hin überprüft worden.

ISBN 978-943539-43-1
Softcover, 12 x 19 cm, 260 Seiten
12,00 €
www.salierverlag.de
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