Lortzings Jubel-Kantate

Die Geschichte einer verloren geglaubten Partitur

Leben und Wirken von Albert Lortzing (1801 — 1851), dem bedeutendsten Komponisten der “komischen deutschen Spieloper”, sind vielfach und vielfältig gewürdigt worden. Es gibt jedoch einen kulturhistorisch interessanten Teilaspekt, den bisher noch niemand näher betrachtet hat.

Erstmals steht die “Jubel-Kantate” (LoWV 49), die Lotzing zum 100. Stiftungsfest der Freimaurerloge “Minerva zu den drei Palmen” in Leipzig im Jahr 1841 komponiert hat, und die damals nur einmal und unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgeführt wurde, im Mittelpunkt einer Recherche.

Neben der Betrachtung der Zeitumstände des Entstehens und Verschwindens der Kantate entschlüsselt der Autor die symbolträchtigen freimaurerischen Kantaten-Texte und gibt einen Einblick in Idee und Wirklichkeit der Freimaurerei zu Lortzings Zeiten. Dabei geht er auch auf Lortzings Wegbegleiter, Freunde, Künstlerkollegen und Freimaurerbrüder ein und betrachtet sie in der Verbindung zum Menschen und Musiker Albert Lortzing.

Die Geschichte der glücklichen Wiederentdeckung der “Jubel-Kantate” erreicht mit der öffentlichen (Welt-) Uraufführung 2014 ihren Höhepunkt.

Lortzings Jubel-Kantate

ISBN 978-3-943539-28-8

Hardcover zellophaniert, 14 x 21 cm, 104 Seiten, Preis 14,80 €

Erschienen im Salier Verlag

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Der alte Lessing neu entdeckt

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), einer der bedeutendsten Dichter der Deutschen Aufklärung, war in seiner Jugend auch einer der „Stars“ der sogenannten Rokokolyrik. Diese seinerzeit äußerst populäre literarische Mode kreiste fast ausschließlich um Wein, Weib und Gesang – vergleichbar mit der heutigen Schlagerdichtung. Kaum ein Dichter konnte sich ihr damals entziehen und so finden sich hier Namen wie Wieland, Klopstock und Mörike, ebenso wie Schiller, Herder und Goethe.

Auch das ist Lessing:

Ein Hurenhaus geriet um Mitternacht in Brand.
Schnell sprang, zum Löschen oder Retten,
Ein Dutzend Mönche von den Betten.
Wo waren die? Sie waren — bei der Hand.
Ein Hurenhaus geriet in Brand.”

Lessings Jugendgedichte fanden fast alle Einzug in die Liederbücher des 18. und 19. Jahrhunderts und übertrafen die seiner Zeitgenossen an Popularität noch bei weitem. Ganz offenbar hatte der lebensfrohe Lessing seine helle Freude an den frechen, ironischen und erotischen Stilmöglichkeiten dieser Mode.

Damit diese unbekanntere Seite von Lessings Schaffen nicht in Vergessenheit gerät, hat der Lessingkenner und Autor des Lessing-Mendelssohn-Stückes „Mein lieber Moses…“ Jens Oberheide das Projekt „Lebenslust & Lessinglieder“ initiiert. Unter seiner Leitung entstanden eine Klassik-Edition mit dem Bassbariton Marek Kalbus und dem Pianisten Maxim Böckelmann sowie eine Jazz-Edition mit Gabrielle Heidelberger und Band.

Herausgeber ist PEGASUS – Freimaurerischer Verein für Kunst, Kultur und Kommunikation e.V. Bayreuth, ein kreatives Netzwerk für Künstler und für die Freunde der Schönen Künste. Freimaurerei hat als Symbolbund und Wertegemeinschaft seit nahezu 300 Jahren eine große Anziehungskraft auf Künstler aller Ausdrucksformen und Sparten ausgeübt.

Gotthold Ephraim Lessing ist 1771 Freimaurer geworden. Bevor sich Lessing den Ideen dieses Weltbundes der Menschlichkeit zuwandte, hat er in einem seiner frühen Lieder die Freimaurer verspottet. Thomas Bierling hat dieses Spottlied erstmalig vertont, das neben 11 jazzigen und chansonesken Neuvertonungen auf der Jazz&Chanson-Edition zu hören ist.



Die meisten der Gedichte Lessings wurden vertont, rund 125 Lieder entstanden bereits im 18. Jahrhundert, aber auch später bis in die heutige Zeit hinein inspirierten Lessings geistreiche und scharfzüngige Verse immer wieder Komponisten zu neuen Vertonungen. Die Zusammenstellung der Klassik-Edition beinhaltet so Lessingvertonungen aus vier Jahrhunderten, von Zeitgenossen Lessings wie Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven über Sigfrid Karg-Elert bis hin zu Komponisten der Gegenwart wie Siegfried Matthus und Franck Adrian Holzkamp. Einige der Lieder wurden dabei als Handschriften und Autographen im persönlichen Nachlass des bedeutenden Musikforschers und Begründers des Lessing-Museums Georg Richard Kruse (1856-1944) entdeckt, für dieses Programm rekonstruiert und liegen hier nun als Weltersteinspielungen vor.


Der Komponist Thomas Bierling hat die Lessing-Lieder konzeptionell völlig neu aufgefasst, auf faszinierende Weise verjazzt oder als Chansons vertont. Das Ausdrucksmittel Jazz hätte einem kämpferischen Aufklärer wie Lessing sicherlich gut gefallen. Aus der afroamerikanischen Wiege ist diese Musik längst entwachsen und universal mündig geworden. Vor allem so, wie ein französisches Wörterbuch von 1860 es aus dem Begriff „jasm“ ableitet, nämlich als „Energie, Dynamik,Vitalität“. Auch der vitale junge Lessing war drängend, herausfordernd, aufmüpfig, und seine Lieder sind vorwiegend aus diesem Geist geschrieben. Er hat sie übermütig mit Satire, Spott und Lebensfreude gewürzt, er hätte sie sicherlich gern auch mit jazzigen Rhythmen anrichten lassen.Alle Lessing-Lieder dieser CD hat Thomas Bierling komponiert und arrangiert. Gabrielle Heidelberger singt sie in ihrer unnachahmlichen Art, vom Jazz-Quintett mit dem Komponisten am Klavier begleitet. „Jazz“, sagt Leonard Bernstein, „ist Freude am Spiel und deshalb Unterhaltung im besten Sinne.“ Genau das vermitteln Thomas Bierling, Gabrielle Heidelberger und ihre Band.

Die CDs sind erhältlich bei www.fidelitas-records.de.

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Neues Buch für Interessenten



Unter dem Titel “Warum gute Leute Freimaurer werden sollen. Und wie” hat der Autor einen Ratgeber für Menschen vorgelegt, die sich für die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge interessieren. Er ergreift begeistert Partei für die humanitäre Freimaurerei, beschreibt die Vorteile, aber auch die Widersprüche, Grenzen und Nachteile, die zu bedenken sind.

Der Autor Carlos Urban hat mit diesem Buch seinen zweiten freimaurerischen Ratgeber vorgelegt, dieses Mal richtet er sich primär an Interessenten. Die Anzahl derer, die sich für Freimaurerei interessieren, nimmt dank der Öffnung gegenüber der Öffentlichkeit deutlich zu. Viele haben allerdings wenig oder verklärte Informationen. Dieses Buch soll eine Hilfe zur Orientierung sein, bringt aber auch für Freimaurer noch den ein oder anderen hilfreichen Gedanken.

Der Autor geht kurz auf die Geschichte der Freimaurerei ein, auf die Unterschiede der Lehrarten sowie auf den organisatorischen Hintergrund. Deutlich mehr Raum nehmen jedoch Themen ein wie warum die Freimaurerei deutlich mehr Mitglieder benötigt oder die Beschreibung des Wesens der Freimaurerei. Er geht auf die Symbolwelt und die Rituale ein, ohne Wesentliches zu verraten, auf den ethischen Bund, den Freundschaftsbund, die Initiationsgemeinschaft.

Großen Raum nehmen die Gründe ein, die nach seiner Meinung für eine Mitgliedschaft sprechen: Wertevermittlung, informelle (nicht berufliche!) Netzwerke, berufliche und gesellschaftliche Vorteile durch Persönlichkeitsverbesserung, Wissens- und Meinungsbildung, die Streitkultur, Geselligkeit, Freundschaften, aber auch Selbsterfahrung, Religiosität und Spiritualität.

In einem Teil des Buches lässt er zahlreiche Freimaurer zu Wort kommen, die er um eine kurze Begründung gebeten hat, warum sie Brüder geworden sind und welche Folgen dies gehabt hat. Er schreibt über die Erwartungshaltung der Interessenten und darüber, was Logen ihnen zu bieten haben – und was nicht.

“Dies ist ein Plädoyer für die Mitgliedschaft in einer humanistischen Loge, keine Werbeschrift”, schreibt der Autor, weshalb er auch bestehenden Widersprüchen in der Freimaurerei Raum gibt und Interessenten mehrfach darauf hinweist, dass sie in einer Loge nur das vorfinden können, was sie sich durch eigenes Zutun erwerben.

Schlussendlich beschreibt er den Weg von der ersten Informationsbeschaffung, über den ersten Kontakt, Gästeabende oder ähnliche Formen des Kennenlernens, die Bürgschaft bis hin zur Aufnahme.

Das Buch ist ab Mitte April 2014 lieferbar und kann beim Autor unter www.carlos-urban.de direkt bestellt werden oder im Buchhandel unter ISBN 9783735792433.

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Aufarbeitung der “völkischen Freimaurerei”

Logen betonen immer wieder das Verbot durch die Nationalsozialisten und ihre Opferrolle. Sie tun sich aber schwer mit der Tatsache, dass nicht wenige Freimaurer mindestens kollaboriert haben. Der Sozialwissenschaftler und Freimaurer Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann bemüht sich um eine Aufarbeitung. Unter dem Titel “Identität und Gedächtnis. Die “völkische Freimaurerei” in Deutschland und wie man sich nach 1945 an sie erinnerte” legt er im Salier-Verlag ein bemerkenswertes Buch vor.

Deutsche Freimaurer tun sich schwer mit dem Kampf des Gedächtnisses gegen das Vergessen. Dies zeigt ihr Umgang mit der eigenen und mit deutscher Geschichte. Sie neigen dazu, unbequeme Wahrheiten über die Vergangenheit zu verdrängen und die Sicht auf die Realität des Gewesenen mit selbstgemachten historischen Kulissen zu verstellen. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in Bezug auf die 1920er und die frühen 1930er Jahre, im Hinblick auf die Zusammenhänge zwischen Freimaurerei, Nationalismus und Nationalsozialismus.

Höhmann — Ehrenvorsitzender der Freimaurerischen Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati und Redner der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland — als sozialwissenschaftlichem Autor und engagiertem Freimaurer hat das kollektive Wegschauen seit langem bedrückt, und empfand es zunehmend als peinlich, unbequeme historische Wahrheiten immer nur von Wissenschaftlern beschrieben und analytisch erörtert zu sehen, die nicht dem Freimaurerbund angehören. Deshalb legt er mit dieser Schrift eine erweiterte Fassung seiner bisherigen Arbeiten zur völkischen Vergangenheit der deutschen Freimaurerei in den Jahren von 1918 bis 1935 und zur freimaurerischen Erinnerungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg vor.

Das Buch ist zum Preis von 9,00 € direkt erhältlich beim Salier-Verlag oder im Buchhandel unter der ISBN 978-3-943539-25-7.

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Wenn ich die Werkzeuge niedergelegt habe

Als Freimaurer versuchen wir uns auf die Stunde des Todes vorzubereiten. Schon im Grad der Lehrlinge werden wir darauf hingewiesen, unsere Lebenszeit mit Weisheit einzuteilen, bei unserer Erhebung zum Meister schließlich begegnen wir zahlreichen Symbolen und Sinnbildern, die uns das Unabwendbare einprägsam vor Augen führen.

Die meisten Menschen verdrängen den Tod, insbesondere den eigenen. Freimaurer sind gehalten, wie obiges Zitat aus der vorzustellenden Broschüre zeigt, sich mit dem Thema und der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Vermutlich gerade deshalb haben die meisten Freimaurer ein entspannteres Verhältnis zum Leben.

Der Autor Ivan Wojnikow hat im Leipziger Freimaurerverlag unter dem Titel “Wenn ich die Werkzeuge aus der Hand niedergelegt habe” ein “Begleitbuch für Freimaurer und ihre Angehörigen” vorgelegt, das sich insbesondere mit den organisatorischen Abläufen rund um das Ableben eines Bruders, die freimaurerische Trauerfeier, die Besonderheit des freimaurerischen Nachlasses und weiteren bedenkenswerten Themen beschäftigt.

Eine hilfreiche Broschüre für Freimaurer und Logen, die in gebotener Sachlichkeit Aufklärung und Hilfestellung leistet. Das Heft ist zum Preis von 3,80 € im Leipziger Freimaurerverlag erhältlich oder im Buchhandel unter der ISBN 978-942947-08-4.

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Rolf Appel — Werkstatt für Freimaurer



Im Salier-Verlag ist ein weiteres Buch des 1920 geborenen Autors Rolf Appel mit dem Titel “Werkstatt für Freimaurer” erschienen. Die unter dem Untertitel “Nicht nur für Meister” veröffentlichten Vorträge sind nur eine kleine Auswahl. Acht Ordner, alle prallvoll mit Manuskripten, enthalten seine vielfältige Gedankenwelt.

In 94 Logen im In- und Ausland war er ein gefragter Redner, darunter auch in den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Lettland und Litauen. Bemerkenswert waren seine Festreden zu den Literaturpreisträgern Max Tau, Lew Kopelew, Reiner Kunze und Arno Surminsky.

Rolf Appel hat bisher 35 Bücher zum Thema Freimaurerei veröffentlicht und erhielt für seine Verdienste zahlreiche Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften.

Das Buch mit 216 Seiten ist zum Preis von 15 € direkt beim Salier-Verlag oder über die ISBN-Nummer 978-3-939611-97-4 in jeder Buchhandlung erhältlich.

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Warum war König Salomon so weise?

“Der Vorstand einer Loge will den Neubau des Logenhauses besprechen. Man einigt sich auf drei Grundsätze. Erstens: Das neue Logenhaus soll auf den Fundamenten des alten errichtet werden. Zweitens: Es soll für den Neubau soviel Material wie möglich des alten Hauses verwendet werden. Und drittens: Das alte Logenhaus soll so lange weitergenutzt werden, bis das neue fertig ist.”

Natürlich ist Freimaurerei eine durchaus ernste Angelegenheit. Das hält die Brüder allerdings nicht davon ab, nach dem Feierlichkeiten Witze zu erzählen — vorzugsweise über sich selbst. Mit einiger Süffisanz wird am Liebsten über die Witze gelacht, die die Schwächen und die Selbstüberschätzungen der Bruderschaft liebevoll aufs Korn nehmen. Wie schön, wenn eine so alt-ehrwürdige Gemeinschaft neben dem nötigen Ernst über sich selbst lachen kann.

Der Salier-Verlag hat einige der schönsten Witze zusammengetragen. Viele stammen aus dem englischen Sprachraum, wo offensichtlich die Selbstironie ausgeprägter ist als hierzulande. Einige der Witze kennt man auch in Abwandlung anderer Gruppierungen, die meisten sind aber doch typisch freimaurerisch und für einige ist ein wenig Hintergrundwissen notwendig, das nichtfreimaurerischen Lesern vielleicht abgeht. Aber auch “profane” Leser sollten ihren Spaß bei der Lektüre haben.

Noch einer zum Abschluss: Kommt ein Altstuhlmeister zum Psychiater. Dieser fragt ihn: “Wo liegt Ihr Problem? Fangen Sie am Besten ganz von vorne an!” Der Altstuhlmeister beginnt: “Also, am Anfang schuf ich Himmel und Erde …”

Viel Spaß mit dem Büchlein. “Warum war König Salomon so weise?” von Bastian Salier, Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-21-9, 9,99 €.

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