Reutlinger Gespräch zur Aufklärung im Islam

Dr. Abdel -Hakim Ourghi signierte nach seinem Vortrag in der Reutlinger Loge sein neues Buch „Reform des Islam“.

Dr. Abdel -Hakim Ourghi signierte nach seinem Vortrag in der Reutlinger Loge sein neues Buch „Reform des Islam“.

Freimaurerlogen haben eine lange Tradition, Gedanken geschützten Raum zu geben und gesellschaftskritische Anregungen zu Fragen der Zeit zuzulassen. Auch die Reutlinger Loge “Glocke am Fuße der Alb” sieht sich als Ort geistiger Auseinandersetzung durch konstruktiven Dialog.

(Reutlingen/ms) Das Zeitalter der Aufklärung und sein Wert für die moderne Gesellschaft waren daher das Thema eines Festabends in der gotischen Kapelle der Reutlinger Loge in dessen Zentrum der Vortrag „Aufklärung im Islam“ des bekannten Islamwissenschaftlers Dr. Abdel-Hakim Ourghi stand. In diesem Rahmen stellte der Festredner Thesen aus seinem neuen Buch „Reform des Islam“ vor. Bei einem anschließenden Empfang konnten die über 70 geladenen Gäste mit dem Referenten ins Gespräch kommen.

Abdel-Hakim Ourghi (* 1968 in Oran, Algerien) ist ein deutsch-algerischer Islamwissenschaftler, Philosoph und Religionspädagoge. Seit 2011 leitet er den Fachbereich Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Abdel-Hakim Ourghi gehört zu den Erstunterzeichnern der Freiburger Deklaration säkularer Muslime aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er plädiert unter anderem für eine Auslegung des Korantextes mit Bezug zur heutigen Lebenswelt, Freitagspredigten in deutscher Sprache, einen Stopp des Imports ausländischer Imame sowie eine Kontrolle ausländischer Finanzierung von Moscheevereinen, Stiftungen und Dachverbänden.

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Jubiläum mit Benefizkonzert in Reutlingen

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Die Reutlinger Loge “Glocke am Fusse der Alb” feiert das 300. Jubiläum der modernen Freimaurerei mit einem Konzert zugunsten der Aktion Sterntaler.

(Reutlingen/ms) Als offizielles „Gründungsdatum“ der modernen Freimaurerei gilt der Zusammenschluß dreier Londoner Logen zur ersten Großloge 1717. In Deutschland gedenken die Logen dieses Datums mit einer Vielzahl besonderer Veranstaltungen. Die Reutlinger Loge, gegründet 1886, beteiligte sich an den Feierlichkeiten mit einem Konzert zugunsten der Aktion Sterntaler der Citykirche.

Gespielt wurden Stücke der Komponisten Josef Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Duke Ellington, die selbst Freimaurer waren und in deren Musik auch immer wieder Bezüge zu freimaurerischer
Geisteshaltung zum Ausdruck kommen. Dargeboten wurde die Musik von Mitgliedern der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Freimaurer K.-D Kübler, Gesang. Über 120 Besucher nahmen teil.

Im Rahmen des öffentlichen Konzertes wurde um eine Spende für die Reutlinger Aktion Sterntaler gebeten. 1800 Euro kamen zusammen und konnten nach der Veranstaltung Pfarrerin Zürn-Steffens
übergeben werden.

Im Anschluß fand ein Empfang mit Imbiss statt, bei dem die Reutlinger Brüder und die Besucherinnen und Besucher über die Freimaurerei ins Gespräch kamen.

Aktion Sterntaler Reutlingen – Kinder fördern, stärken, unterstützen

Freizeitangebote – egal ob im musischen, im sportlichen oder kreativen Bereich – stärken das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen und fördern ihre Talente und Fähigkeiten. Vielen Kindern bleiben solche Angebote aber verschlossen, weil in ihren Familien einfach kein Geld dafür da ist. Die Freimaurerloge Reutlingen hat die Aktion Sterntaler und ihre Zielsetzungen immer wieder unterstützt und möchte auch mit diesem Benefizkonzert einen Beitrag zur Arbeit dieser Initiative leisten.

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Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt

Mannheimer-Erklärung

Während der 300-Jahr-Feierlichkeiten im Mannheimer Schloß wurden die Mannheimer Logen von Bürgermeisterin Frau Dr. Freundlieb eingeladen, sich in die Entwicklung der Stadt einzubringen und die “Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt” zu unterschreiben. Dieses überraschende Angebot fand bereits während des Festaktes eine positive Resonanz. Das zeigte der kräftige Applaus der Brüder nach ihrer Rede.

Die Mannheimer Freimaurer haben das Jubiläum zum dreihundertjährigen Bestehen der modernen Freimaurerei im Jahre 2017 unter das Motto gestellt, das sie von der erste Stunde an motiviert und inspiriert hat: Humanität und Toleranz. Sie stehen damit wie in wohl keiner anderen Stadt Deutschlands so nah an der Gründungsidee Mannheims. Die Stadt ist ihrerseits ein Symbol dieser Werte und sie hat in ihrer jungen Geschichte immer wieder bewiesen, dass sie dann ihre markantesten Phasen erlebte, wenn sie sich dieses Pioniergeistes erinnerte. Mannheim ist eine Stadt, die seit ihrer avantgardistischen Konstruktion die Gründungswerte der bürgerlichen Gesellschaft hochgehalten hat.

Die Mannheimer Erklärung ist aus Sicht der Freimaurer eine hervorragende Initiative des Mannheimer Oberbürgermeisters, um eine Plattform zu schaffen, die diese Werte als Grundlage für die verschiedenen ethnischen, sozialen, religiösen und politischen Gruppierungen, die in dieser Stadt existieren, zu deklarieren und sie als die Bedingung zu kennzeichnen, die für eine gemeinsame, gedeihliche Zukunft unabdingbar ist.

In der “Mannheimer Erklärung” heißt es unter anderem

Auf der Grundlage jener weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen, die für das Wohl, die Achtung und die Freiheit eines jeden Menschen einstehen, besteht die Verpflichtung, ein gelingendes Zusammenleben in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft zu gestalten. Eine notwendige Verantwortung ergibt sich in besonderer Weise durch die historischen Erfahrungen geschehenen Unrechts in unserer Stadt. Aber auch aktuelle Auswüchse gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit fordern eine Positionierung und ein Engagement, das sich gegen die Ausgrenzung und Herabwürdigung von einzelnen Menschen und Gruppen stellt, wie sie beispielsweise in rassistischen, sexistischen und homophoben Diskriminierungen wirksam werden.

Im Einzelnen geht es um Anerkennung der Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten und Lebensentwürfe, um Engagement gegen Diskriminierung, Förderung der Chancengleichheit, gemeinsames Handeln, es werden aber auch die Grenzen der Toleranz definiert: “Auf der Grundlage jener weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen, die für das Wohl, die Achtung und die Freiheit eines jeden Menschen einstehen, besteht die Verpflichtung, ein gelingendes Zusammenleben in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft zu gestalten. Eine notwendige Verantwortung ergibt sich in besonderer Weise durch die historischen Erfahrungen geschehenen Unrechts in unserer Stadt. Aber auch aktuelle Auswüchse gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit fordern eine Positionierung und ein Engagement, das sich gegen die Ausgrenzung und Herabwürdigung von einzelnen Menschen und Gruppen stellt, wie sie beispielsweise in rassistischen, sexistischen und homophoben Diskriminierungen wirksam werden.”

Die sieben Mannheimer Freimaurer-Logen „Carl zur Eintracht“, „KURPFALZ“, „Palatina“, „Pylon zur Leuchte am Rhein“, „UNITAS“, „Zur Sonne im Rechten Winkel“, „Zur Starkenburg“ und die Heidelberger Loge „Alt Heidelberg“ befürworten die „Mannheimer Erklärung“. Sie versichern, sich in der Zukunft für die darin formulierten Ziele mit aller Kraft einzusetzen und gemeinsam mit den anderen Kräften, die diese Erklärung unterstützen, an der positiven Gestaltung unserer Stadt mitwirken zu wollen.

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Stuttgarter Freimaurerausstellung verlängert

Flyer zur Stuttgarter Freimaurer-Ausstellung

Flyer zur Stuttgarter Freimaurer-Ausstellung

(Stuttgart/kd) Die seit dem 24.Mai 2017 laufende Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart wird wegen des großen Interesses bis zum 13. Oktober verlängert.

Die Ausstellung “Gelebte Utopie — Auf den Spuren der Freimaurer in Württemberg” ist montags vo 9.15 bis 17 Uhr, dienstags und mittwochs von 08.30 bis 17.00 Uhr, donnerstags von 08.30 bis 19.00 Uhr und freitags von 08.30 bis 16.00 Uhrgeöffnet. Der Eintritt ist frei. Mittwochs gibt es um 11.30 eine öffentliche Führung, Gruppenführungen nach Vereinbarung.
Zur Ausstellung st eine 158-seitige reich illustrierte Begleitveröffentlichung erschienen.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauerstr. 4, 70173 Stuttgart, Tel. 0711 212-4335, Fax. 0711 212 4360, hstastuttgart@la-bw.de

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Freimaurer Teil der Mannheimer Gesellschaft

Mannheimer Schloss (Bildnachweis: fotolia / CPN)

Mannheimer Schloss (Bildnachweis: fotolia / CPN)

(Mannheim / fr) Im ansprechenden Rahmen und mit vielen Besuchern feierten fünfzehn Logen verschiedener Lehrarten im Rittersaal des Mannheimer Schlosses 300 Jahre Freimaurerei.

Der Rittersaal des kurfürstlichen Mannheimer Schlosses erlebte am 24. Juni 2017 ein historisches Ereignis. Die fünfzehn Logen des Rhein-Neckar-Raumes nahmen die Gründung der modernen Freimaurerei vor dreihundert Jahren in London zum Anlaß, erstmals gemeinsam in ihrer Geschichte, unter der Schirmherrschaft des Mannheimer Oberbürgermeisters, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zum einen, um berichten zu lassen, welch wichtigen Beitrag Mannheimer Brüder zur Entwicklung der Mannheimer Stadtgesellschaft beigetragen haben und zum anderen, um ihre Bereitschaft öffentlich zu bekunden, sich auch heute als ein Teil der Stadtgesellschaft zu verstehen und mit Wort und Tat die aktuelle Entwicklung zu begleiten.

250 Damen und Herren, darunter 80 Vertreter des öffentlichen Lebens, waren der persönlichen Einladung gefolgt. Sie erlebten in dem wunderschönen barocken Rittersaal des Mannheimer Schlosses erhebende, erbauende, Stunden mit historischer und zukunftweisender Dimension.

Der Leiter des Mannheimer Stadtarchivs, Prof. Dr. Ulrich Nieß, warf in seinem Festvortrag einen Blick in die Geschichte der Freimaurer in Mannheim und berichtete detailliert namentlich weitgehend Unbekanntes über das politische Wirken berühmter Mannheimer Freimaurer in ihrer Funktion als städtische Bürgermeister. Die historischen Mitgliederlisten spiegeln das „Who is who?“ der damaligen Gesellschaft wider.

In Mannheim, der ehemaligen Residenz- und Weltkulturstadt, lebten und wirkten die ersten Freimaurer in Deutschland. Zehn Jahre nach der Gründung der Großloge in London gründeten sie bereits 1727 die erste Freimaurerloge in Deutschland „Einigkeit“. Gründung, Leben und Wirken detailliert dokumentiert von Julius Waldkirch in seinem Werk „Geschichte der ersten Freimaurerlogen“, Mannheim 2017.

Die Mannheimer Bürgermeisterin, Frau Dr. Freundlieb, gratulierte den Logen in ihrem Grußwort zu dem Jubiläum und zu dem gemeinsamen ersten Auftritt in der Öffentlichkeit. Sie lud sie mit eindrucksvollen Worten ein, nicht nur in die verdienstvolle Vergangenheit zurück zu schauen, sondern sich auch aktiv in die gegenwärtige Entwicklung der Stadtgesellschaft einzubringen und unsere aktuelle Mitverantwortung für das Gemeinwohl weiter zu vertiefen und uns in den öffentlichen Diskurs in der Gestaltung einer humanen, von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägten, Öffentlichkeit einzubringen. „Jedes Mitglied einer städtischen Gesellschaft könne einen positiven Beitrag zu deren Wohlergehen leisten.“ Grundlage seien die gemeinsamen Werte „Toleranz“, „Respekt“ und „Hilfsbereitschaft“. Eine erste aktuelle Möglichkeit bestünde in der Mitzeichnung der „Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“. In ihr geht es um eine möglichst konfliktfreie Integration von Menschen anderer Kulturen und Religionen in der traditionell weltoffenen Mannheimer Stadtgesellschaft.

Lang anhaltender kräftiger Applaus der Gäste zeigte, dass von der Rede der Bürgermeisterin ein großer Impuls für die Zukunft ausging und ihre Botschaft und ihre Einladung bei den Brüdern angekommen ist. Ermunternde Grußworte des zugeordneten Großmeisters der Großloge, Karl Deckart, bewegten sich in die gleiche Richtung. Auch er appellierte an die Brüder, sich auf Augenhöhe in die Mitte der Gesellschaft zu bewegen.

Initiiert und weitgehend organisiert wurde der Festakt von Brüdern der Mannheimer Loge “Kurpfalz”, unterstützt von Brüdern der Loge „Carl zur Eintracht“, allen voran Michael Heitmann, dem Sprecher der Rhein-Neckar-Logen. Die “Kurpfalz” mit ihrem Vorsitzenden Ranko Pavlovic an der Spitze, feierten einen Tag später in Heidelberg mit vielen Gästen ihr 30-jähriges Bestehen und das Sommer-Johannisfest, traditionell mit einem prächtigen nächtlichen Johannisfeuer im Garten.

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Karlsruher Logen feiern 300 Jahre Freimaurerei

Von links:  OB-Vertreter Parsa Marvi, M.v.St. Evangelos Aneziris (

Von links: OB-Vertreter Parsa Marvi, M.v.St. Evangelos Aneziris (“LzT”) u. M.v.St. Wolfhart Thiel (“FuF”) mit dem Gastgeschenk der Stadt an die Logen (Foto: R. Weller

(Karlsruhe/dm) Die Karlsruher Logen “Leopold zur Treue” und “Friede und Freiheit” (Großloge A.F.u.A.M.v.D.) gingen gemeinsam mit der Loge “Zur Pyramide” (G.L.L.v.D.) an die Öffentlichkeit. Sie luden mit großem Programm zum Festakt am 24. Juni, genau zum Jubiläumstag, ins Karlsruher Schloss. Sie feierten zusammen nicht zuletzt mit vielen geladenen Gästen, Vertretern und Repräsentanten der Gesellschaft aus der Region Karlsruhe und darüber hinaus.

Im Mittelpunkt stand das Angebot zur ausführlichen, objektiven Information und zum Dialog. Am Vorabend trafen sich die Brüder im Karlsruher Logenhaus zu einer gemeinsamen rituellen Arbeit unter Mitwirkung der Vorsitzenden und Beamten der drei beteiligten Logen. Zahlreiche Brüder aus Nah und Fern standen im voll besetzten Tempel in der Kette. Unter ihnen der Zugeordnete Großmeister Arnim Schneider, Großredner Wolfgang Kreis, Distriktmeister Baden-Württemberg Till Neumann und der Zugeordnete Distriktmeister Baden-Württemberg Ralph Meixner.

Der Festakt am Samstagabend im schmucken Gartensaal des Schlosses fand große Resonanz. Die drei Vorsitzenden führten durch das Programm. In einem ambitionierten Grußwort betonte der Vertreter des Karlsruher Oberbürgermeisters, Stadtrat, Kreis- und Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi die traditionell engen Verbindungen zwischen der Stadt und ihren Freimaurern, mindestens seit 1785. Schon wenige Jahre nach der Residenz- und Stadtgründung durch den badischen Markgrafen und Großherzog Karl Friedrich, Namensgeber und Protektor der ersten Loge “Carl zur Einigkeit” (heute “Leopold zur Treue”). Marvi betonte das “große Wirken der Freimaurerei in Karlsruhe und Baden” und den Beiträgen ihrer Persönlichkeiten. Viele hätten die Gestaltung und Entwicklung der Stadt nachhaltig mitgeprägt. Das Verbindende zwischen der Freimaurerei und ihrem Beitrag zur 302-jährigen Geschichte der Stadt bleibe bis heute erhalten. “Nicht jeder Bürgerin und nicht jedem Bürger seien die große Tradition und das Wirken der Freimaurerei in Karlsruhe und in Baden unmittelbar präsent. Manche werden damit gegebenenfalls sogar etwas verbinden, was für sie nicht ganz transparent, ja möglicherweise nicht ganz geheuer erscheint. Dazu bestehe aber überhaupt kein Anlass. Im Gegenteil: Ich sehe den Festakt als willkommenen Anlass für eine sachliche Einordnung und Würdigung der Freimaurerei. Die Freimaurer passen mit ihren Wertevorstellungen und den Grundlagen, auf die sie sich berufen, in hervorragender Weise zu den historischen Wurzeln Karlsruhes, ja zu unserer DNA” sagte Marvi, bevor er das Geschenk der Stadt übergab. “Gemeinsames zwischen der Freimaurerei und der Stadt, ihrer Region, führt weiter in die Zukunft. Toleranz, Nächstenliebe, Humanität, Offenheit gegenüber neu ankommenden Menschen und über Impulse aus Karlsruhe heraus für ein besseres Verständnis unserer Welt und für eine Verbesserung des menschlichen Miteinanders haben sich die Karlsruher und deren Institutionen in Wissenschaft und Kultur in den über 300 Jahren ihrer Stadtgeschichte erhalten”. Damit stehe die Stadt den Zielen der Freimaurerei nahe und umgekehrt die Freimaurerlogen ihr. Die Stadt sei stolz auf die Arbeit und das Engagement der Karlsruher Freimaurerlogen und unterstütze sie dabei gerne”.

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Gelebte Utopie. Auf den Spuren der Freimaurer in Württemberg

Die Arbeit am

Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart präsentiert vom 24. Mai bis 22. September 2017 die Ausstellung “Gelebte Utopie. Auf den Spuren der Freimaurer in Württemberg”. Auf Anregung und mit Unterstützung der Loge “Zu den 3 Cedern”, einer der ältesten freimaurerischen Vereinigungen im deutschen Südwesten, widmet sich die historische Ausstellung der wechselvollen Geschichte der Freimaurerei in Württemberg.

Im Zentrum der Präsentation stehen faszinierende Exponate aus Archiven, Bibliotheken und Museen, die Einblick gewähren in Fakten und Fiktion rund um die Freimaurerei. Symbolträchtige Arbeitsteppiche und reich bestickte Maurerschurze lenken die Aufmerksamkeit auf freimaurerische Riten. Logenpässe und -abzeichen illustrieren die freundschaftliche Verbundenheit der Bruderschaften. Der partielle Nachbau eines Tempels gewährt weit jenseits der viel beschworenen Geheimnisse einen Eindruck von der freimaurerischen Ideenwelt und den daraus resultierenden Praktiken. Antimasonistische Schriften lassen die Propaganda erahnen, die während der NS–Zeit in die Auflösung von Logen und die Verfolgung ihrer Mitglieder mündete. Die Präsentation ausgewählter Einzelschicksale, darunter auch die der späteren Landespolitiker Reinhold Maier und Gotthilf Schenkel, verleiht den Brüdern ein Gesicht und legt Zeugnis ab von gelebten Idealen.

Zur Ausstellung ist eine reich bebilderte Begleitpublikation erscheinen, die neben Exponatbeschreibungen mehrere Beiträge zur Geschichte und Gegenwart der Freimaurerei in Südwestdeutschland sowie Kurzporträts württembergischer Logen und berühmter Freimaurer aus Politik, Wirtschaft und Kunst enthält.

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