„Glocke“ Reutlingen verleiht Kulturpreis 2017

25. April 2017
Prof. Dr. Marc Schurr, Vorsitzender der Loge, übergibt den Kulturpreis 2017 an Frau Karin Hurle, Leiterin der Musikschule

Prof. Dr. Marc Schurr, Vorsitzender der Loge, übergibt den Kulturpreis 2017 an Frau Karin Hurle, Leiterin der Musikschule

Mit der Vergabe des mit EUR 5.000,00 dotierten Förderpreises würdigt und unterstützt der Förderverein die wertvolle Arbeit der seit dem Jahre 1970 bestehenden Musikschule, die zu einer Institution Reutlingens geworden ist und derzeit knapp 2.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen in 28 verschiedenen Musikrichtungen unterrichtet und betreut.

Aus der Mitte der Freimaurerloge Glocke am Fusse der Alb im Orient Reutlingen entstammt der gemeinnützige Förderverein „Glocke“ Reutlingen e.V., der satzungsgemäß die Förderung Begabter auf künstlerischem und kulturellem Gebiet zum Zweck hat. Ausschließlich im Blick des Vereines befinden sich Menschen und Einrichtungen, denen ohne die finanzielle Zuwendung eine Aus- oder Weiterbildung nicht oder nur erschwert möglich wäre. Zumeist wird die Förderung Einzelpersonen in Form eines Stipendiums oder einer einmaligen Unterstützung zuteil.

Mit der diesjährigen Wahl wurde ein zweites Mal eine musikalische Einrichtung mit dem Förderpreis ausgezeichnet.

Als würdige Räumlichkeit für die Durchführung der Veranstaltung stellte die Loge ihren Logenraum, dessen Mauern aus der Zeit vor 1127 datieren und von der Kapelle des ehemaligen Klosters Marchtal stammen, zur Verfügung. Feierlich umrahmt wurde die Preisverleihung von musikalischen Darbietungen von Schülerinnen und Schülern der Musikschule. Den Auftakt machte eine frühere Stipendiatin des Vereins, derzeit Studentin am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg, die sich mit dem virtuos gespielten Klarinettenkonzert KV 622 von Wolfgang Amadeus Mozart, auf ihre Weise für die Zuwendung bedankte. Ihr folgten Mitglieder des Ensembles „Musik zum Leben“, demjenigen Projekt, dem die Mittel des Förderpreises zugutekommt. Es besteht aus Schülerinnen und Schülern jeglicher Altersstufen und Fähigkeiten, mit und ohne Assistenzbedarf sowie Flüchtlingen aus Afrika und Syrien, die alle gemeinsam unter Anleitung von Lehrkräften der Schule musizieren.

Mit den Worten „Musik erfreut die Seele und verbindet Menschen“ begrüßte Prof. Dr. Marc Schurr, Meister vom Stuhl der Loge Reutlingen, und damit Hausherr die geladenen Gäste. Zuvor hatte der erste Vorsitzende des Fördervereins Peter Jan Philipp bereits den Bogen zwischen der schwierigen politische Lage im Nahen Osten, in Afrika und besonders Syrien, und der integrativen Arbeit des Projektes „Musik zum Leben“ gespannt und in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Musik als eine der höchsten Ausdrucksformen von Kunst und zugleich Sinnbild für Frieden und Stabilität herausgestrichen.

Mit den Worten „Musik ist wichtig, um den Menschen zu komplettieren, schloss sich Bürgermeister Robert Hahn an, welcher im Weiteren betonte, dass Menschen mit Behinderung aus musikpädagogischer Sicht Menschen mit besonderen Begabungen seien. Dr. Ulrich Bausch, Geschäftsführer der Musikschule, erinnerte an den Freimaurer Johann Wolfgang von Goethe, der ein ganzheitliches Bildungsideal mit Musik als wichtigem Schwerpunkt forderte.

Entgegengenommen wurde der Förderpreis mit herzlichem Dank von Frau Karin Hurle, Leiterin der Musikschule, die an den Werdegang des schon mehrfach ausgezeichneten Ensembles, „Musik zum Leben“ erinnerte und dessen Atmosphäre sie als „licht, direkt, echt und ehrlich“ beschrieb. Alle Beteiligten, so führte sie weiter aus, seien mit großer Freude dabei. Die Beteiligung an dem Ensemble bedeute für Kinder mit Traumatisierung auch Heilung, da seelische Verletzungen und Musik in derselben Hirnregion verankert sind.

Abschluss und musikalischer Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Arien „Voi che sapete“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Schlösser, die im Mond liegen“ von P. Lincke, meisterlich vorgetragen von einem 14jährigen Mezzo-Sopran der Musikschule und ebenfalls ehemals Stipendiat des Fördervereins.

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Allgäuer Ausstellung im Geist der Aufklärung

10. April 2017
Ansprechende Ausstellung im Kemptener Kornhaus

Ansprechende Ausstellung im Kemptener Kornhaus

Viel Hintergrundinformation zur bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte der Freimaurerei und ihrer 300-jährigen heutigen Form gab es für die zahlreichen Gäste der Vernissage „Im Geist der Aufklärung – 300 Jahre Weltfreimaurerei, 230 Jahre Freimaurer im Allgäu“.

Die Kemptener Loge „Zum Hohen Licht“ zeigt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Freimaurer Museum Bayreuth und der Frauenloge Stella Luminis aus München unter anderem Ritualgegenstände, Symbole oder auch historische Dokumente und ermöglicht allen Interessierten Einblicke in die freimaurerischen Ideale und das Selbstverständnis des an ethischen Werten ausgerichteten, ursprünglich reinen Männer-Bundes.

Einen ersten Einblick in die Ursprünge der anhaltend geheimnisumwitterten Bruderschaft lieferte der Vorsitzende der Kemptener Loge Dr. Jürgen Rogalla, bevor Oberbürgermeister Thomas Kiechle aufgriff, dass sich in der Tat „viele Mythen“ um die Freimaurer rankten, ihre Ideale wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität aber Vielen ein Begriff seien. Ein Ziel der Ausstellung sah er darin, die „Skepsis gegenüber der Freimaurer-Loge abzubauen“. Hannes Brach, Distriktmeister Bayern, stellte die Frage, ob eine 300 Jahre alte Bruderschaft noch zeitgemäß sein könne und konstatierte: „Ihre „Prinzipien sind noch so aktuell wie vor 300 Jahren“, vor allem wenn man die Verrohung der heutigen Gesellschaft sehe. Die Freimaurer seien eine „verschwiegene, diskrete, aber keine geheime Gesellschaft“. Über 68 Jahre Freimaurerinnen in Deutschland klärte Franka Dewies-Lahrs, die Vorsitzende der Münchner Freimaurerinnenloge „Stella Luminis“, mit einem kurzweiligen Vortrag auf, bevor die geladenen Gäste, Freimaurer und Nicht-Freimaurer, in der Ausstellung rege Gespräche miteinander führten.

Geöffnet ist die Jubiläumsausstellung der Freimaurer noch bis 26. Juni 2017, Dienstags bis Sonntags 10 bis 16 Uhr im Börsensaal im Kemptener Kornhaus. Die Ausstellung wird ergänzt durch zwei Vorträge renommierter Freimaurer-Referenten: Am 28. April ist Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün zu Gast, Alt- und Ehrenmeister der Deutschen Forschungsloge „Quatuor Coronati“ und spricht über „Die humanistische Freimaurerei als Projekt des 21. Jahrhunderts“. Prof. Dr. Hans- Hermann Höhmann, Redner der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, referiert am 19. Mai über „Wertewandel; welche Antwort hat die Freimaurerei?“. Bei Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im kleinen Kornhaussaal des Kornhauses Kempten statt.

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Gut besuchte Feierlichkeiten in Fürth

28. März 2017
Rund 150 Gäste im Festsaal des Fürther Logenhauses

Rund 150 Gäste im Festsaal des Fürther Logenhauses

Am 11. und 12. März 2017 fand der gut besuchte Höhepunkt der über das ganze Jubiläumsjahr verteilten Veranstaltungen der Fürther Loge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ statt.

Der Festakt, für den Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung die Schirmherrschaft übernommen hatte, fand am 12. März im Festsaal des Logenhauses statt. Rund 150 Gäste nahmen daran teil. Neben dem stellvertretenden Großmeister Karl Deckart und Distriktmeister Hannes Brach waren Personen aus dem öffentlichen Leben (MdL Petra Guttenberger, Bezirksrat Michael Maderer, Stadträte) sowie viele Freimaurer aus nah und fern vertreten. Nach seinem Grußwort überreichte Oberbürgermeister Jung einen Scheck in Höhe von 1000 € für Arbeiten am Logenhaus. Auch Bundesminister Christian Schmidt sandte der Loge eine schriftliche Grußbotschaft, die verlesen wurde. „Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ist die Geisteshaltung der Freimaurer heute wichtiger denn je“ betonte Minister Schmidt.

Andreas Plöger aus der Loge „Zu den Drei Pfeilen“ trug für den erkrankten Festredner Jean Manuel Pauli den Vortrag mit dem Titel „Freimaurerei ist ein eigenartiges System…, oder: Die vielen Wurzeln einer diskreten Gesellschaft“ vor. Nach einer Pause mit Imbiss moderierte Hannes Kohlmaier professionell das Podiumsgespräch „Warum Freimaurerei? – Warum ich Freimaurer wurde und noch immer bin?“. Erika Nahr-Grinda, Vorsitzende der Frauenloge „Zum freien Geist“, sowie die Andreas Plöger, Ernst Jahn, Christian Heine und Dr. Markus Algner wussten auf die Fragen des Moderators und des Publikums profund zu antworten und machten deutlich, welche der vielen Facetten der Freimaurerei sie besonders faszinieren und an den Bruderbund binden.

Die musikalische Umrahmung des Festakts am Piano erfolgte durch Manuel Quesada.

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Von England in die Welt

20. März 2017
Gut besuchter Vortrag von Hans-Hermann Höhman in der Ingolstädter Loge

Gut besuchter Vortrag von Hans-Hermann Höhman in der Ingolstädter Loge „Theodor zur festen Burg“

„Freimaurerei war immer“, mit diesen Worten Gotthold Ephraim Lessings begann der Vortrag von Hans-Hermann Höhmann im Hause der Ingolstädter Loge „Theodor zur festen Burg“.

„Gegenüber mancherlei Mythen und Legenden ist der Freimaurerbund ein Produkt der Moderne. Er entstand – Formen, Ideen und Symbole aus seiner Vorgeschichte aufnehmend – zu Beginn des 18. Jahrhunderts und blickt inzwischen auf eine Entwicklung von 300 Jahren zurück. Stichtag für den Übergang von der Vorgeschichte zur Geschichte der Freimaurerei ist der 24. Juni 1717, als sich vier Londoner Logen zur ersten Großloge der Welt zusammenschlossen“, so Hans-Hermann Höhmann, ein profunder Kenner der Geschichte und inneren Strukturen der Freimaurerei.

Er wies darauf hin, dass zum Zeitpunkt des genannten Gründungstages bereits seit einiger Zeit Logen existierten, somit die Geschichte der Freimaurerei durchaus älter als die in diesem Jahr allgemein gefeierten 300 Jahre sei. Gleichwohl war die Londoner Gründung nach seiner Meinung von ausschlaggebender Bedeutung für die weitere Entwicklung der Freimaurerei, weil mit der Großloge von London und Westminster ihre logenübergreifende Institutionalisierung und inhaltliche Ausrichtung begann.

„Nach der Gründung der ersten Londoner Großloge im Jahre 1717, zu der 1751 eine zweite, die „Grand Lodge of Ancients“ hinzukam, erfolgte eine stürmische Entwicklung der Freimaurerei. In England, Schottland und Irland – als den Heimatländern der modernen Freimaurerei – wuchs die Zahl der Logen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts auf über 1000 an.“ Weiter ging die Ausbreitung zunächst in den „überseeischen Gebieten Großbritanniens“, den amerikanischen Kolonien und auf dem europäischen Kontinent.

Höhmann klärte seine Zuhörer auch über wichtige inhaltliche und strukturell Besonderheiten der Freimaurerei auf, beispielsweise gruppenbildende Komponenten, schützende, soziale und integrative Funktionen, die die nachhaltige Begeisterung für den Bund begründen und ihn auch in Deutschland erfolgreich machten. Insbesondere die Rolle im Bürgertum stellte Höhmann heraus und widmete dem Thema einen wesentlichen Teil seinen Vortrages. Weiter schilderte er neben der geschichtlichen auch die aktuelle Situation und ging sowohl auf Probleme, als auch auf Chancen und Möglichkeiten der modernen Freimaurerei, insbesondere in Deutschland, ein.

60 Zuhörer verfolgten den interessanten Vortrag im vollbesetzten Saal und sparten nicht mit Applaus.

 

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Traunsteiner Ausstellung zieht viele Besucher an

20. März 2017
Spendenübergabe in Traunstein: von links: Florian Seestaller, Leiter Bürgerhilfsstelle, Landrat Siegfried Walch, Meister vom Stuhl Englbert Rottenmoser, Oberbürgermeister Christian Kegel, Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer

Spendenübergabe in Traunstein: von links: Florian Seestaller, Leiter Bürgerhilfsstelle, Landrat Siegfried Walch, Meister vom Stuhl Englbert Rottenmoser, Oberbürgermeister Christian Kegel, Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer

In der „Alten Wache“ des Rathauses am Stadtplatz veranstaltet die Traunsteiner Loge „Zu den drey Huegeln an der Traun“ ein öffentliche Ausstellung über Ursprung, Geschichte und heutige Wahrnehmung der Freimaurerei vom 14. bis 19. März 2017.

Die Ausstellung „300 Jahre Freimaurer“ der Freimaurerloge Traunstein wurde am 14. März 2017 um 11:00 Uhr in der „Alten Wache“ des Rathauses Traunstein eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Englbert Rottenmoser sprachen Oberbürgermeister Christian Kegel und Landrat Siegfried Walch ihre Grußworte zu den zahlreichen Besuchern. Anschließend übergab Englbert Rottenmoser je einen Spendenscheck über 2.500 € an die Traunsteiner Aktion „Die im Dunklen sieht man nicht“ und an die „Bügerhilfsstelle“ des Landratsamtes.

Durch die zentrale Lage am Stadtplatz konnte und kann die Loge täglich zwischen 11:00 und 18:00 Uhr viele „profane“ Besucher begrüßen. Diese zeigen sich sehr interessiert und aufgeschlossen. Die meisten hatten nur sehr vage Vorstellungen von der Freimaurerei und finden die Präsentation der Ausstellung sehr ansprechend und informativ. Die Loge erstellte dazu eine 40-seitige Broschüre zum Mitnehmen, auch der Büchertisch mit Freimaurerliteratur findet regen Zuspruch.

Das erfreuliche Fazit der Loge: „In Südostbayern – im katholischen Stammland – ist die Freimaurerei zwar wenig präsent, aber die Besucher zeigen sich sehr interessiert und erstaunlich aufgeschlossen.“

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Gregor Gysi – Weg in eine neue Gesellschaft

13. März 2017
Dr. Gregor Gysi (Quelle: Wikipedia)

Dr. Gregor Gysi (Quelle: Wikipedia)

Die Passauer Freimaurerloge „Zu den vereinigten drei Flüssen“ lädt zu einem öffentlichen Vortragsabend am 24. März  um 20 Uhr in der Reihe „Salon Batavis“ ein. Der Hauptredner des Abends ist Dr. Gregor Gysi, der zum Thema „Wege in eine neue Gesellschaft“ sprechen und der Frage nachgehen wird, wie die Herausforderungen in Europa Werte schaffen kann. Der Redner der bayrischen A.F.u.A.M.v.D.-Logen, Wolfgang Böhm, wird dieses Thema aus freimaurerischer Sicht beleuchten.

Mit der Veranstaltungsreihe „Salon Batavis“ möchte die Loge eine Tradition des 18. Jahrhunderts wieder aufleben lassen, die Salons, in denen interessierte Menschen zusammenkamen, um politische, philosophische oder auch literarische gespräche zu führen, um Geist und Geselligkeit zu vereinen. Die zahlreichen Pariser Salons beispielsweise bildeten eigene Foren, in denen gesellschaftliche Ereignisse nicht nur diskutiert und besprochen wurden, sondern die selbst auch gesellschaftliches Ereignis waren.

In unserer Gesellschaft jedoch scheint der intellektuelle Feierabend angebrochen zu sein. Die Intelligenz wird in den Dienst der Arbeit gestellt, danach darf das Hirn ausruhen.

Aus dem Einführungstext des ‚Salon Bativis‘

Mitglieder der Freimaurerloge und externe Refernten führen in das jeweilige Thema mit Kernthesen ein, die anschließend diskutiert werden. Über all dem schwebt die Grundidee der Freimaurerei, die von den Werten der Humanität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bestimmt ist. Der freimaurerische Gedanke beruht, wie der europäische, auf der Trennung von Kirche und Staat, auf Toleranz sowie auf dem Schutz der Menschenrechte und der Gewährung von Bürgerrechten, unabhängig von religiösen, ethnischen oder kulturellen Zugehörigkeiten.

24. März, 20 Uhr im Audimax der Universität Passau, Eingang Innstraße 31. Der Eintritt ist frei.

Der Veranstalter weist darauf hin, dass vor der Universität keine Parkplätze zu finden sind und verweist auf die Zentralgarage Shell-Parkhaus.

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Logenpartnerschaft zwischen Ingolstadt und Kirkcaldy

7. März 2017
Kirkcaldy, Schottland (Foto vertasster / fotolia)

Kirkcaldy, Schottland (Foto vertasster / fotolia)

Seit Mitte 2007 bemüht sich die „Freimaurerloge Ingolstadt Theodor zur festen Burg“ im Rahmen der Städtepartnerschaft Zischen Ingolstadt und dem schottischen Kirkcaldy, eine freimaurerische Verbindung nach Kirkcaldy aufzubauen. Mitte Januar 2017 war es dann soweit. Wir erhielten folgende Einladung:

Dear brethren,

We would like to invite you to the 150th year rededication ceremony of our lodge. It will be a great night and is a monumental event for our lodge and would love to have some of or brothers from across the pond visiting. It is on the 4th of February so it would also give you an opportunity to meet some of our brethren who are visiting later that month to work the degree. If you are wanting to come across let us know and we will see what we can do for putting you up etc.

Brotherly love from across the water, James

Vier Brüder unserer Loge folgten dieser Einladung.

Es hat schon was exotisches, wenn man eine schottische Loge als deutscher Freimaurer mit schwarzem Anzug, weißen Handschuhen und hohen Hut betritt und plötzlich begegnen einem Brüder mit bunten Röckchen und lauten Dudelsäcken, gerade so, als wenn in einer süddeutschen Loge kurze Krachlederne und Haferlschuhe angesagt wären und statt dem hohen Hut ein Seppelhut mit Gamsbart.

Aber das alles sind nur Äußerlichkeiten. Was uns auf dieser Reise zum 150-jährigen Stiftungsfest der Loge „Oswald Of Dunniker No. 468“ i.Or. Kirkcaldy wirklich begegnet ist, ist das „Geheimnis“, das uns Freimaurer auf der ganzen Welt verbindet und unseren Bund so einzigartig sein lässt: Menschen, die sich nicht kennen, gehen auf einander zu, umarmen sich und sprechen miteinander, als wären sie schon ewig lange mit einander bekannt und befreundet.

Interessant ist, dass wir ganz stolz sind, in diesem Jahr 300 Jahre Freimaurerei zu feiern, dabei so mancher schottischer Bruder nur ins Schmunzeln kommt, denn die andere Loge in Kirkcaldy, Loge No. 72, wird demnächst das 360-jährige Stiftungsfest feiern, die Loge No. 1 (Mary’s Chapel) in Edinburgh lässt sich sogar bis ins Jahr 1599 zurückverfolgen.

Man erschließt in Schottland somit eine ganz neue Dimension der Freimaurerei. Eben eine Städtepartnerschaft auf Freimaurerart!

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