Neue Loge in Norddeutschland

Das Rathaus in Wildeshausen

Das Rathaus in Wildeshausen

Freimaurer aus Bremer, Oldenburger und Delmenhorster Logen haben sich zusammengefunden, um in der Kreisstadt Wildeshausen eine neue Loge unter dem Namen “Zur Morgenröte in der Geest” zu gründen.

Fragt man ältere Freimaurer, so werden sie zum Thema Logengründungen bemerken, dass dies noch vor zehn, zwanzig Jahren äußerst seltsam vorkam. Heute kann jedes Jahr über sogenannte Lichteinbringungen berichtet werden, so heißt die Gründung und Installation einer neuen Loge unter Freimaurern. Der Begriff bezieht sich darauf, dass symbolisch das Licht in eine Loge getragen wird, das ihr immer leuchten möge. Verwendet wird dazu traditionell eine Kerze, die vor den Nationalsozialisten bei Schließung aller Logen in Deutschland gerettet wurde.

Eine Loge kann nur von einer bestimmten Mindestzahl von Freimaurermeistern gegründet werden und benötigt die Genehmigung ihrer Großloge. Die Gründungsversammlung, die erwähnte rituelle Lichteinbringung, ist ein besonderes Ereignis für alle teilnehmenden Brüder und Gäste, besonders aber für die Gründer selbst und wird dementsprechend mit einem Fest verbunden. Dass die Stadt Wildeshausen dafür ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, ist ein besonderes Zeichen der Wertschätzung.

An der Festarbeit teilnehmen dürfen alle regulären Freimaurer. Um eine Anmeldung wird bis zum 31. März 2018 beim Sekretär der neuen Loge gebeten.

Lichteinbringung am 21. April 2018 um 11:15 Uhr im Alten Rathaus der Stadt WIldeshausen, Am Markt 1, 27793 Wildeshausen. Informationen und Anmeldung beim Sekretär der Loge unter sekretaer@zmidg.de.

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Kulturabend in der Bremer Loge “Zur Hansa”

Evgeny Cherepanov präsentierte in Bremen ausgesuchte Stücke von Franz Liszt

Evgeny Cherepanov präsentierte in Bremen ausgesuchte Stücke von Franz Liszt

Evgeny Cherepanov präsentierte in der bremischen Loge “Zur Hansa” ausgesuchte Stücke von Franz Liszt und eigene Interpretationen der Musik. Er erläuterte in seinem Vortrag das Wirken und die Zeit des großen Komponisten.

1984 in Sverdlovsk Russland geboren, studierte Evgeny am Ural Staatskonservatorium. Als er 2004 nach Deutschland kam, setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei den Professoren Arie Vardi und Gabrielle Kupfernagel fort. Musikalisch geprägt haben ihn außerdem die Begegnungen mit Luiz de Moura Castro und Maestro Misha Katz. Seit 2010 lebt er mit seiner Familie in Bremen.

Evgeny Cherepanov tritt sowohl als Solist als auch mit Orchestern auf. Nachdem er den 2. Preis beim G. Enescu Internationalen Musikwettbewerb und den 1. Preis beim L. Janacek Internationalen Musikwettbewerb gewonnen hat, wird er oft in Frankreich, Italien, Japan, Österreich, Rumänien, Spanien usw. gehört. Seit 2008 ist Cherepanov ein New York Concert Artist und trat u.a. unter Dirigenten wie Enhe, Misha Katz, Nicholas Carthy, Peter Altrichter, Emil Simon, Igor Andrievsky auf.

Evgeny Cherepanovs besondere Aufmerksamkeit gilt der Kammermusik. Seine Ausbildung als Korrepetitor verfeinerte er bei bekannten Künstlern wie Alexander Lonquich, Wolfgang Marschner, Jan-Philip Schulze und Justus Zeyen. Er spielt mit verschiedensten Solisten und Besetzungen und arbeitete mit Prof. Lara Lev und Prof. Ingolf Turban bei den Violin-Meisterkursen in Forum Artium.

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Heiterkeit bei Bremer Freimaurern

Der Vorsitzende Friedrich Dodo de Boer moderiert die Veranstaltung im Bremer Logenhaus.

Der Vorsitzende Friedrich Dodo de Boer moderiert die Veranstaltung im Bremer Logenhaus.

In der Bremer Loge “Zur Hansa” waren der Kabarettist Pago Balke und sein Partner Nicolai Thein am Flügel zu Gast mit Ihrem Wilhelm-Busch-Programm.

In einem unterhaltsamen Programm wurden die Gäste im Bremer Logenhaus mit Gedichten, Zeichnungen und Musik an die Geschichten des genialen Humoristen, Dichters und Zeichners Wilhelm Busch, an den Junggessellen Tobias Knopp, den Maler Klecksel, diverse Basen, Tanten, Virtuosen, feindliche Nachbarn und den Affen namens Fips erinnert. Geschichten, die aus der Kindheit vertraut sind, aber hier von Pago Balke und Nicolai Thein in ihrer unnachahmlichen Art präsentiert wurden.

Die “Gnadenlose Heiterkeit” hat bei den Gästen der Hansa im Bremer Logenhaus “Grenzenlose Begeisterung” ausgelöst.

Ein kleines Präsent für den Abend mit der

Ein kleines Präsent für den Abend mit der “Gnadenlosen Heiterkeit”.

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Offizierskorps besucht Bremer Loge

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Thomas Zimmer, überreicht dem Vorsitzenden, Friedrich Dodo de Boer, ein Gastgeschenk (Quelle: Bundeswehr /David Schütze)

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Thomas Zimmer, überreicht dem Vorsitzenden, Friedrich Dodo de Boer, ein Gastgeschenk (Quelle: Bundeswehr /David Schütze)

Am 13. März hatte die Freimaurerloge “Zur Hansa” in Bremen Besuch aus Munster. Das Offizierskorps des Panzergrenadierlehrbataillons 92 besuchte die Loge “Zur Hansa” im Rahmen einer Weiterbildung zur Politischen Bildung.

Ziel war es,  die Freimaurerei insgesamt, die Loge als solche und das Logenhaus mit seiner Historie kennenzulernen. Der erste Kontakt zur Loge entstand über eine persönliche Verbindung aus dem Offizierskorps zum Vorsitzenden der Loge, Friedrich Dodo de Boer. Es folgte eine kurze und unkomplizierte Vorbereitung des Besuchs. Die Erwartungen der Offiziere des Lehrbataillons an diese Exkursion waren bereits im Vorfeld recht hoch.

Friedrich Dodo de Boer hieß die Gäste in den Räumlichkeiten willkommen. Nach einer kurzen Begrüßung folgte eine Vorstellungsrunde der anwesenden Freimaurer und der Offiziere. Im Anschluss trug Friedrich Dodo de Boer zur Historie und die Entstehung der Freimaurerei sowie zu aktuellen Entwicklungen vor. Anschließend berichtete Norbert Rotschies über die Geschichte und die Bedeutung des altehrwürdigen Hauses. Vertieft wurde das umfassende Bild mit einem Rundgang durch die Räume des Logenhauses. Alle Bereiche des repräsentativen Gebäudes, die für Nichtfreimaurer zugänglich sind, wurden gezeigt und erläutert. Den in Kleingruppen aufgeteilten Besuchern wurde umfangreich und offen auf Fragen zu Aufnahmekriterien, aktuell diskutierten Themen, zur Rolle der Frauen in der Freimaurerei, aber auch zu finanziellen Aspekten geantwortet.

“Die freimaurerischen Ideale Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität der Freimaurer haben bis heute das Ziel, mithilfe aufklärerischen Denkens die Probleme und Herausforderungen unserer Zeit zu diskutieren und praxisorientierte, humanistisch geprägte Lösungsansätze zu finden. Damit stehe die Freimaurerei im Einklang mit dem wissenschaftlichen Denken und Handeln und in der humanistisch aufgeklärten Tradition des Abendlandes.” so der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Thomas Zimmer. “Hier zeigen sich viele Parallelen in den Auffassungen der Bundeswehr und der Freimaurer” betonte Friedrich Dodo de Boer, und er ergänzte: ” Die Ziele sind gleich, nur die Mittel, diese Ziele zu erreichen, unterscheiden sich natürlich.”

Im Anschluss an die etwa einstündige Führung stand ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Die hauseigene Gastronomie servierte die örtliche Spezialität „Bremer Kükenragout“. Das Essen bildete den Ausgangspunkt für weitere Gespräche, bei denen sich immer wieder das gegenseitige Interesse sowohl der Soldaten an der Freimaurerei als auch das der anwesenden Freimaurer an der Bundeswehr zeigte. Insgesamt erlebte das Offizierskorps des Panzergrenadierlehrbataillons 92 eine höchst spannende und informative Weiterbildung.

Der Bataillonskommandeur bedankte sich bei der Freimaurerloge „Zur Hansa“ und insbesondere bei Friedrich Dodo de Boer für die Gastfreundschaft und den kurzweiligen und interessanten Tag.

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Von Fundamentalisten und freien Geistern

Die Hoyaer Freimaurerloge “St. Alban zum Æchten Feuer” in Hoya lud anlässlich ihres ersten Salonabends zu einem Vortrag von Jens Oberheide zum Thema “Welt(ein)sichten – von Fundamentalisten und freien Geistern”. Viele Gäste kamen und die Loge erlebte ein volles Haus.

Nach einer kurzen Begrüßung des Vorsitzenden A. Jonda mit einigen Worten über die Freimaurerei und die Hoyaer Loge begann Jens Oberheide seinen Vortrag mit der Feststellung “Fundamentalismus gab es immer”.  Die Beispiele blieb er nicht schuldig: Ob Religionen aller Colour, absolutistische Herrscher, dogmatische Weltbilder aus allen Zeiten, und er verwies zur näheren Betrachtung auf die Geschichtsbücher, denn “die erzählen mehr über die Macht als über Geist”. “Heute kommen uns beim Thema Fundamentalismus oft islamische Positionen in den Sinn”, erinnerte Oberheide, verwies aber auch auf die in gleicher Form geführte Geschichte der dogmatischen Kirchen und der Kreuzzüge. “Die Geschichte kennt viele Fundamente, die mit Macht und Gewalt behauptet wurden”, so Oberheide. “Die Autorität der Kirche berief sich auf die Autorität der Bibel, und alles, was solche Fundamente auch nur antastete, war jahrhundertelang Verrat am Grundverständnis des Glaubens”, und weiter: “Auch heutige Missionare aus anderen Kulturkreisen haben einen ‘Gottesstaat’ im Sinn. Damals wie heute ging es um den vorgeblich einzig wahren Glauben, und wer ihn nicht hatte, war ‘im Irrtum'”.

Neben den Kirchen legten aber auch absolutistische Herrscher, undemokratische Staaten, Diktatoren und auch ständische Gesellschaftstrukturen Fundamente. Von alledem erleben wir heute, zum Teil unter wohlklingenderen Namen, muntere Wiedergeburten. So stellt sich in dem Zusammenhang die Frage nach den angekündigten “freien Geistern”. Auch sie gab es immer, bekräftigte der Referent. Es gab sie in unterschiedlichen Gruppierungen, aber als früherer Vorsitzender der Großloge (Alt-Großmeister) bezog sich Jens Oberheide natürlich vornehmlich auf die Freimaurer, deren Geschichte er gut zu beurteilen weiß. Und er bezieht sich auf die Freimaurer, weil ihre Idee sich als eine dauerhafte und praktische anwendbare erwiesen hat. “Freimaurerei war angetreten als die Idee des sinnvollen Bauens und Gestaltens von Zeit und Raum.” Sie entzog sich mit ihrem Selbstverständnis den engen Grenzen des Ständedenkens und der Feudalherrschaft, indem sich ihr Mitglieder auf gleicher Ebene begegneten; beginnend in den rasant wachsenden Logen, dann griffen die zunächst nur persönlich erlebten neuen Verhaltensmuster auf größere Teile der Gesellschaft über. “Die Freimaurerei hat schon in ihrer Gründungsphase den mündigen Menschen gemeint, und nichts anderes meint sie heute”, bekräftigte Oberheide.

Nun stellt sich die Frage, wo bleiben die freien Geister? Auch Oberheide fragt danach, und eine rechte Antwort will erst einmal ausbleiben. Aber er wirbt, eindringlich und überzeugend, für mehr Toleranz, für mehr Mündigkeit, für die Suche nach Wahrheit, für Gleichberechtigung zwischen Religionen und Weltanschauungen. Er wirbt mit Kant und dessen Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, wirbt mit Lessings “Recht sehr zu wünschen …” (“Ernst & Falk, Gespräche für Freymäurer”), tritt ein für Moral, Mitverantwortung für die Welt, Wertevorstellungen. Und immer wieder Toleranz. “Lasst uns nicht müde werden, uns an Idealen und Werten zu orientieren,” schloss er seinen Vortrag. “Aber: Lasst uns auch das Machbare des Denkbaren tun.”

Und so wurde klar: Es gibt keine Organisation der “freien Geister”, die uns vor dem Unrecht beschützt und das Gute bewahrt. Wir selbst sind es, die freien Geister, ob Freimaurer oder nicht. Und in diesem Bewusstsein nahmen, wie sich den anschließenden Gesprächen entnehmen ließ, viele der Anwesenden den Vortrag wahr und fühlten sich gleichermaßen aufgefordert und motoviert. Recht sehr zu wünschen, möchte man hinzufügen, dass die Vorsätze auch den Alltag bestimmen, bei den anwesenden Freimaurern wie auch den Gästen.

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Logen vergeben Preisgelder für Facharbeiten

Preisträgerinnen des Wettbewerbs der Logen in Nienburg und Hoya

Preisträgerinnen des Wettbewerbs der Logen in Nienburg und Hoya

(Nienburg/Hoya) Insgesamt 47 Schülerinnen und Schüler der Kreis Nienburger Gymnasien haben mit 31 Facharbeiten an dem zum dritten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb teilgenommen. Neben der Nienburger Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ beteiligte sich erstmals auch die Loge „St. Alban zum Aechten Feuer“ in Hoya.

Die Themen, mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beworben haben, reichen von Heinrich Albert Oppermanns Traum von einer neuen Welt über die Thematik der Klimaflüchtlinge bis zur Bewertung des Einsatzes von antibiotisch wirkenden Pflanzen in der Medizin. Die allesamt sehr anspruchsvollen Themen erforderten für deren Ausarbeitung, dass sich die Schülerinnen und Schüler spezielle Kenntnisse anzueignen hatten, die deutlich über die im Unterricht vermittelten Lehrstoffe hinausgingen.

„ Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dabei mit Begeisterung und überdurchschnittlichem Engagement zu Werke gegangen. Das war den Arbeiten unschwer zu entnehmen. Die Freude an einem selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten spiegelt sich hier eindrucksvoll wider“, so Dr. med. Wilhelm Cohrs, Vorsitzender der Nienburger Loge und Sprecher der Jury. „Die Jury hat sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht. Wir wollten in jedem Fall die Arbeit, die sich diese jungen Menschen gemacht haben, wertschätzen. Ich hoffe, dass uns das gelungen ist“. Die vierköpfige Jury aus Mitgliedern der beiden Logen hat bei der Bewertung etwas andere als nur rein schulische Maßstäbe zu Grunde gelegt. Punkten konnten Arbeiten, die neben einem guten Aufbau, einer klaren und logischen Struktur, vor allem auf die Bedeutung für die Gesellschaft und für den Leser hinweisen.

„Als ein Bund mit ausgeprägter humanistischer Zielsetzung wollen wir bei jungen Menschen besonders auch kritisches Denken und die Auseinandersetzung mit negativen Umgangsformen für unser Zusammenleben fördern“, sagte Dr. Cohrs. Dafür öffnen sich die Freimaurerlogen auch stärker als in der Vergangenheit, denn sie wollen ihre wesentlichen Ziele, wie Toleranz und humanitäres Miteinander einer breiten Öffentlichkeit und eben auch jungen Menschen näher bringen.

Für die Erstplatzierten gab es jeweils 300 Euro und eine Urkunde. Die weiteren Preisträger erhielten Urkunden und Bücher. Insgesamt wurden 15 Arbeiten prämiert. Bei Kaffee und Kuchen wurden noch viele Gespräche geführt und Fragen zur Freimaurerei an die anwesenden Logenmitglieder gestellt.

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Schuberts Winterreise in der Bremer Loge “Roland zu den Alten Pflichten”

Joel Frederiksen (Bass) und Mikhael Berlin (Klavier)

Joel Frederiksen (Bass) und Mikhael Berlin (Klavier)

“Königliche Kunst vom Feinsten”, freut sich der Vorsitzende der Loge “Roland zu den Alten Pflichten” in Bremen. Bis in die letzte Reihe war der Veranstaltungsraum des Oelzweighauses gefüllt, als der  Echopreisträger Joel Frederiksen (Bass) und der vielfach ausgezeichnete Pianist und Dozent an der Hochschule für Künste, Mikhael Berlin, Schuberts Wintereise aufführten. Viele Logenmitglieder aus verschiedenen Logen, Partnerinnen und Gäste haben den Abend genossen.

Joel Frederiksen studierte Gesang und Laute in New York und Michigan, wo er sein Master’s Degree erwarb. Seitdem arbeitete er mit den führenden amerikanischen Ensembles für Alte Musik wie der Boston Camerata und dem Waverly Consort zusammen. Zeitgleich machte er als Opern- und Oratoriensänger auf sich aufmerksam. Mikhail Berlin hat sich neben zahlreichen Auftritten als Liedbegleiter und im kammermusikalischen Kontext, auch als Solist und Interpret von einem breitgefächertem Repertoire von Barock bis zur Moderne einen Namen gemacht.

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