Hamburger Loge Absalom spendet Brunnen

Fließendes Wasser als Symbol des Lebens – das war das Motto der Brunnenspende

Fließendes Wasser als Symbol des Lebens – das war das Motto der Brunnenspende

Hamburg. Die Hamburger Loge „Absalom zu den drei Nesseln“ übergab am Tag des Senatsempfangs einen Brunnen für die Hamburger Kirchengemeinde St. Michaelis. Angefangen hatte alles mit der großartigen Jubiläumsfeier zum 275jährigen Bestehen der Loge und der Freimaurerei in Deutschland im Jahre 2012.

Der Brunnen für die St- Michaelis-Gemeinde

Der Brunnen für die St- Michaelis-Gemeinde

Der Idee war vorausgegangen, dass die Jubiläumseierlichkeit in einem Gebäude stattfinden muss, in dem die zahlreich zu erwartenden Brüder aus der weltweiten Bruderkette angemessen Platz finden. Nach reiflichen Überlegungen und Gesprächen mit der Leitung der St. Michaelis Kirche, dem Hauptpastor Röder, kam es zu der Entscheidung, die Festarbeit im „Michel“ stattfinden zulassen. In Verbindung mit der großzügigen Geste der Gemeinde St. Michaelis sollte der in seiner Gestalt noch nicht entworfene Brunnen im Glockenturm des „Michel“ seinen Standort finden.

Es sollte ein Brunnen sein. Er symbolisiert durch sein fließendes Wasser Leben. In etlichen Zusammenkünften wurden die einzelnen Schritte der Gestaltung sowie die Finanzierung besprochen, zu der auch Brüder anderer Logen beigetragen haben. Im September 2012 wurde im Logenhaus unter der Schirmherrschaft des damaligen Ersten Bürgermeisters Ole v. Beust ein Modell des Brunnens in Originalgröße der Öffentlichkeit vorgestellt Es folgte in einer extra gestellten Werkbaude auf dem Hamburger Gänsemarkt die Präsentation für das breite Publikum.

Nach etlichen Verzögerungen durch Bauplanungen der Kirchengemeinde wurde der Brunnen im Foyer des Gemeindehauses, nach Aussage des Hauptpastors Röder „das Wohnzimmer der Kirchengemeinde“, aufgestellt und am 8. Mai 2017 offiziell übergeben.

Anwesend waren auch der Großmeister der Großloge der Alten Freien Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, sowie der Distriktmeister Tgomas Stuwe. Höhepunkt vor der Enthüllung war die Ansprache des Hauptpastors Röder zum Thema „Fließendes Wasser“. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung mit Auszügen aus der eigens für das 275. Jubiläum der Loge komponierten Sinfonie Nr.1 „Ringparabel“ nach Lessings „Nathan der Weise“ von Gloria Bruni und einer Eigenkomposition des Pianisten Jean Panajotoff.

Der Großmeister Prof. dr. Roth-Kleyer (Mitte) im Gespräch mit dem Hauptpastor Röder, links Distriktmeister Stuwe

Der Großmeister Prof. dr. Roth-Kleyer (Mitte) im Gespräch mit dem Hauptpastor Röder, links Distriktmeister Stuwe

Der Großmeister der Großloge der Alten und Freien Maurer von Deutschland bedankte sich insbesondere bei der Gemeinde St. Michaelis für das für die Geste, der Freimaurerei im Jahre 2012 den „Michel“ für ihre Feierlichkeiten zu überlassen. „Dieser Brunnen, der heute Grund für diese schöne und würdige Feierstunde ist, ist der beständige und bleibende Dank der deutschen Freimaurerei im Allgemeinen und der Dank der Freimaurerloge „Absalom zu den drei Nesseln“ im Besonderen an die Kirchengemeinde St. Michaelis für die Nutzung des Innenraumes des „Michels“, anlässlich unserer 275 Jahrfeier am 29. September 2012. Es ist bemerkenswert, dass der gestiftete Brunnen nunmehr seinen Platz an dieser exponierten Stelle im Foyer des Gemeindehauses gefunden hat.“

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Ein toller Abend beim Konrad Ekhof Poetry Slam

Fabian Navarro als Sieger des Konrad Ekhof Poetry Slam (Bild: lotariat.de)

Fabian Navarro als Sieger des Konrad Ekhof Poetry Slam (Bild: lotariat.de)

Hamburg (ab). Die Freimaurerloge Konrad Ekhof nutzte den Anlass des 300jährigen Jubiläums der ersten Großlogengründung, um im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Hamburg denkt“ einen außergewöhnlichen Abend im wunderschönen Logenhaus an der Hamburger Moorweide zu organisieren.

Die Brüder der Loge begrüßten mehr als 130 Besucher zum ersten „Konrad Ekhof Poetry Slam“ im stilvollen Ambiente des großen Mozartsaals. Sechs bundesweit bekannte Künstler traten unter der Thematik „Menschlichkeit“ mit eigenen Texten gegeneinander an. Die Moderation lag in den Händen von David Friedrich, der souverän und mit viel Witz und Gespür durch den Abend führte. Es war äußerst spannend, interessant, kurzweilig und zum Teil auch nachdenklich, mitzuerleben, aus welchen unterschiedlichen Perspektiven die jungen Künstler das Thema Menschlichkeit beleuchteten. Es wurden Aspekte wie der Umgang mit Behinderten, Kriege und Armut, aber auch das Aufwachsen als Kind von ausländischen Eltern in Deutschland oder das Besonders-Sein jedes Menschen poetisch behandelt. Die Loge Konrad Ekhof freute sich besonders, dass es gelungen ist, ein sehr heterogenes, junges Publikum anzusprechen. Erfahrene Poetry Slam Besucher mischten sich unter Menschen, die zum ersten Mal an solch einem besonderen Wettbewerb teilnahmen. Im ersten Teil des Abends trugen alle Künstler ihre eigenen Texte vor, die anschließend von einer Publikumsjury bewertet wurden.

Die drei Künstler mit der höchsten Bewertung zogen ins Finale. Eine schwierige Entscheidung für das Publikum, das die Texte von Bente Varlemann, Rasmus Blohm und Mona Harry ebenfalls mit viel Begeisterung aufnahm. Charakterstark und überzeugend verwöhnten die Finalisten Victoria Helene Bergmann und Hinnerk Köhn ihr Publikum in der Endrunde, aber als einstimmig gewählter Sieger ließ sich schließlich Fabian Navarro an diesem Abend feiern. Der erkämpfte Preis bestand aus 1.000 Euro, die der Sieger einer wohltätigen Einrichtung seiner Wahl zukommen lassen durfte. Fabian Navarro hat sich entschieden, die Spende an das Hamburger Obdachlosenmagazin Hinz & Kunzt zu vergeben – ein wahrlich passender Abschluss zu einem Abend, der im Zeichen der Menschlichkeit stand.

Der tosende Applaus während und nach der Veranstaltung und das durchgehend positive Feedback bestärken die Organisatoren, dass Freimaurer sehr wohl auch für jüngere Menschen interessante Plattformen für einen Austausch bieten.

David Friedrich moderierte souverän den unterhaltsamen Abend (Bild: lotariat.de)

David Friedrich moderierte souverän den unterhaltsamen Abend (Bild: lotariat.de)

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Senatsempfang für Freimaurer in Hamburg

vl. Thomas Stuwe (Distriktmeister), Olaf Scholz (Erster Bürgermeister Hamburg), Prof. Dr. Norbert Lammert (Präsident des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (Großmeister)(Foto: Jürgen Joost)

vl. Thomas Stuwe (Distriktmeister), Olaf Scholz (Erster Bürgermeister Hamburg), Prof. Dr. Norbert Lammert (Präsident des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (Großmeister)(Foto: Jürgen Joost)

Anlässlich des 300. Jahrestages der Gründung der weltweit ersten Großloge lud Olaf Scholz, Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und Erster Bürgermeister zu einem Empfang in das Hamburger Rathaus. Festredner war Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages.

Mehr als vierhundert geladene Gäste, Freimaurer, Politiker, Ehrenbürger der Stadt Hamburg kamen im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses zusammen, um sich an dreihundert Jahre moderner Freimaurerei und die Gründung der ersten Großloge in London im Jahre 1717 zu erinnern. Hamburg scheint der passende Ort für eine solche Veranstaltung zu sein, denn immerhin wurde hier im Jahre 1737 die erste bis heute bestehende deutsche Loge gegründet. Und so wies der Hausherr in seinen Begrüßungsworten auf die lange Tradition der Weltoffenheit und Toleranz hin, die die Hamburger für die Ideale der Aufklärung empfänglich gemacht habe. „300 Jahre Freimaurerei – das ist eine stolzer Geburtstag“, sagte Scholz. „Er verweist auf 300 Jahre des Ringens um Vernunft, Freiheit, Toleranz und Humanität in Europa und erinnert daran, dass die Errungenschaften unserer liberalen, demokratischen und offenen Gesellschaft immer wieder verteidigt werden müssen.“

Toleranz und Brüderlichkeit vorzuleben und in die Öffentlichkeit zu tragen, das ist eine ganz wichtige Aufgabe der Freimaurer.

Olaf Scholz

Hamburgs Erster Bürgermeister verwies auf die enge Verknüpfung der Hamburger Stadgeschichte und Hamburger Logenbrüder. Er erinnerte an Gotthold Ephraim Lessing, den Dichter Friedrich Klopstock, den Philosophen Johann Gottlieb Fichte, den Buchhändler Johann Bode, den Theatermann Friedrich Ludwig Schröder sowie an den Zoologen Carl Hagenbeck, den Verleger Axel Springer und die Bürgermeister Amandus Augustus Abendroth, Heinrich Kellinghusen und Georg Heinrich Sieveking. „Wenn Sie nachher das Rathaus verlassen, das ebenfalls von einem Freimaurer erbaut wurde, können Sie unter den 58 Hamburger Persönlichkeiten, die an den Säulen portraitiert sind, 13 Freimaurer entdecken, unter ihnen Gabriel Risser, der erste jüdische Richter in Deutschland.“

Der Hamburger Distriktmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland bedankte sich in seiner Einführungsrede, dass man in einem solchen prächtigen Rathaus feiern darf und bezeichnete dies als einen Meilenstein, erfolgte doch die Gründung der an diesem Tag gefeierten Großloge recht unprätentiös in einer Londoner Kneipe. Er wies darauf hin, dass das von einem Freimaurer miterbaute Rathaus eines sei, bei dem der Bürger keine Stufen emporsteigen müsse und bezog sich damit auf einen der Grundsätze der Freimaurerei, sich als Menschen auf gleicher Ebene zu begegnen.

Der Gastredner Prof. Dr. Norbert Lammert leitete seinen Vortrag mit einem Satz von Kurt Tucholsky ein, „einem bekennenden Freimaurer“, so Lammert: „Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.“ Er brachte diesen Satz in Verbindung mit der Rolle der frühen Freimaurer, die sich nach seinen Worten außerhalb der Zünfte befanden und damit nicht eingebettet waren in das bestehende System. Doch eben dieser dort entwickelte und gepflegte Freiheitsgedanke habe sich zu einem Anziehungspunkt entwickelt.

Der Redner betonte, wie passend der 8. Mai als Datum sei, um auch der Gründung der Freimaurerei in einer Feierstunde zu gedenken: Am 8. Mai 1945 wurden die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges eingestellt, er wird als Tag der Befreiung gefeiert, und am 8. Mai 1949 wurde das Grundgesetz beschlossen, und fügte lächelnd hinzu: „gegen die Stimmen der der KPD und der CSU“.

Prinzipien lassen sich leichter loben als leben.

Prof. Dr. Norbert Lammert

„Freimaurer“, lobte Lammert, „fühlen sich über alle Unterschiede hinweg den gleichen Zielen verbunden.“ Er verschwieg aber nicht die Verirrungen in der Nazizeit, als große Teile der bürgerlichen Freimaurerei versuchten, sich mit den Nationalsozialisten zu arrangieren. Verirrungen, wie er es nannte, die aber nicht halfen und nicht schützten.

In seiner Rede beschäftigte er sich intensiv mit den Prinzipien der Freimaurerei. Wie viel Freiheit braucht ein Mensch und wie viel Freihet verträgt er, fragte er herausfordernd. Wie lasse sich der Anspruch auf Freiheit mit dem gleichzeitigen Anspruch auf Gleichheit vereinbaren? Muss man auch Intoleranz tolerieren? Überhaupt nahm Toleranz einen breiten Raum seiner Ausführungen ein. Er sprach von ihr als dem großen Bruder der Freiheit. „Wer wirklich individuelle Freiheit will, muss zur Toleranz bereit sein oder er muss auf Freiheit verzichten.“ Toleranz sei mehr als die Duldung des Anderen, sondern dessen Akzeptanz.

Freiheit, Gleichheit, Chancengleichheit, Teilhabe und Gerechtigkeit waren weitere Themen, und er wies darauf hin, dass es bei allem ein Mindestmaß an Verbindlichkeiten brauche, ohne die eine Gesellschaft ihre Unterschiede nicht aushalten könne. „Je unangefochtener die Errungenschaften zu sein scheinen, umso weniger gern erinnert man sich an die Mühen, mit denen sie errungen wurden.“

Am Schluss beglückwünschte er die Freimaurer „zu diesem Jubiläum mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass in den nächsten 300 Jahren diese Prinzipien von Freiheit und Gleichheit und Brüderlichkeit und Toleranz als Voraussetzung einer humanen Gesellschaft sich unangefochtener durchsetzen als das über die letzten 300 Jahre zu beobachten war.“

Der Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, bedankte sich beim Senat für die Möglichkeit, den Festredner „in dieser glanzvollen Atmosphäre zu empfangen“. Er bedankte sich überdies bei seinen Vorrednern für die motivierenden und zielgerichteten Perspektiven, die erkennen ließen, dass die Freimaurer auf dem richtigen Weg seien.

Künftig werden wir weiter daran arbeiten, uns von den Märchen und Mythen, die uns leider noch immer nachhängen, aktiv zu lösen. Das wird uns helfen, unsere Bedeutung offensichtlicher zu machen. Wir werden über unsere in der Aufklärung und dem Humanismus verankerten Traditionen und Ziele verstärkt informieren.

Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer

Ferner bedankte sich der Großmeister für das große Engagement des Distriktes Hamburg und allen Freimaurern und Sympathisanten in und um Hamburg, die das Gelingen des Empfanges möglich gemacht haben, auch den zahlreichen Sponsoren.

Zum Schluss der Veranstaltung erinnerte er an die Caritas, die den Freimaurern neben allen anderen Zielen ebenfalls wichtig seien und überreichte einen Spendenscheck der Großloge über 10.000 € an die Friedrich Ludwig Schröder Kinderstiftung, die Kindern in alleinerziehenden bedürfigen Familien hilft, die in der Region Hamburg leben.

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Erster Konrad Ekhof Poetry Slam in Hamburg

Logenhaus Moorweide in Hamburg

Logenhaus Moorweide in Hamburg

Humanität – ein Thema, dass viele Menschen aktuell stark berührt und beschäftigt. Außerdem ist Humanität ein Grundwert der Freimaurer. Für die Brüder der Loge Konrad Ekhof ein Anlass, einen Poetry Slam rund um dieses Thema auszurichten.

Die Freimaurerloge „Konrad Ekhof“ lädt im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Hamburg denkt“ zum „Konrad Ekhof Poetry Slam“ im wunderschönen Ambiente des Mozartsaals im Logenhaus der Freimaurer an der Moorweide in Hamburg (direkt hinter der Uni) ein. Ein Poetry Slam rund um das Thema Menschlichkeit mit einem tollen Line Up und Moderation in einer der schönsten Locations in Hamburg: Das Logenhaus und besonders der Mozartsaal lassen das Zeitalter des Jugendstils wieder lebendig werden.

Die Organisatoren sind gespannt, wie Mona Harry, Fabian Navarro, Victoria Helene Bergmann, Rasmus Blohm, Hinnerk Köhn und Bente Varlemann das Thema Menschlichkeit beleuchten werden. Die Moderation des Abends übernimmt David Friedrich.

Der Sieger des Abends bekommt neben einer symbolischen Auszeichnung die Möglichkeit, einen Betrag von 1.000 Euro an eine wohltätige Einrichtung seiner Wahl zu vergeben.

 

11. Mai 2017, Einlass 19.30 Uhr, Beginn um 20.00 Uhr im Mozartsaal des Logenhauses, Moorweidenstraße 36, 20146 Hamburg. Moderation: David Friedrich. Tickets 9,50 – 12,00 € nur über: https://www.tixforgigs.com/site/Pages/Shop/ShowEvent.aspx?ID=20011

 

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Eine musikalische Reise durch Hamburgs Epochen

hamburg

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Hamburger Loge „Roland“ präsentiert die Loge in einem öffentlichen Konzert die „Hamburg-Sinfonie“, eine musikalische Reise durch Hamburger Epochen, gesprochen von Dagmar Berghoff.

Zabba Lindner, der bekannte Schlagzeuger und Komponist aus dem hohen Norden, dachte über eine zeitgemäße Hommage an die hanseatischen Heimat nach. „Eine Würdigung mit Niveau, ein Betrachten historischer Wegmarken und deren Transformation in einen künstlerischen Prozeß. Etwas von allem und von allem nur das Beste, Geschichte als Kopfkino mit Musik! Das große Werk ist hörbar, sehbar, lesbar. Ein echtes Ereignis zwischen Ebbe und Flut”, so die Veranstalter.

Zabba Lindner studierte klassische Schlagzeugausbildung, konzertiert in Jazz, Rock, Klassik und im Crossover-Bereich, leitet an Schulen Seminare und gibt Workshops.  Er hat u.a. zusammen gearbeitet mit Joachim Kühn, Jukka Tolonen, Udo Lindenberg, Prof. Alfons Panzl, Ritchie Blackmore und Jack Bruce.

Das Libretto für die Hamburg-Sinfonie wurde geschrieben von Jürgen Stark. Der Hamburger Seemannssohn ist Autor, Journalist und Dozent. Er schrieb jahrelang für das Hamburger Abendblatt, veröffentlichte das Buch „Das Herz von St. Pauli“ und schrieb für die Stadionzeitung des FC St. Pauli, das MillernTor Magazin, Kolumnen. Heute arbeitet er u.a. für die Europäische Medien- und Eventakademie Baden-Baden..

Gelesen und vorgetragen werden die Texte von Dagmar Berghoff. Die bekannte ehemalige Tagesschau-Chefsprecherin der ARD gehörte deutschlandweit zu den beliebtesten Nachrichtensprecherinnen. Noch immer ist sie engagiert und unterstützt diverse Projekte – und leiht nun ihre bekannte Stimme dieser sinfonischen Erzählung.

„Das grenzüberschreitende Gemeinschaftsprojekt von Dagmar Berghoff, Jürgen Stark, Zabba Lindner ist eine multimediale musikalische Hommage an unsere wachsende Stadt, unser schönes Hamburg. Musik, Literatur, Photographie und Lichtinstallationen verschmelzen zu einem völlig neuartigen Gesamtkunstwerk. Zabba Lindner versteht es meisterhaft, Jazz, Avantgarde, Elektronik, Klassik und meditative Klänge zu einem geschlossenen symphonischen Werk zusammen-zufügen, ohne der Gefahr eines heterogenen Eklektizismus zu erliegen. Auch die Verschmelzung von Sprache und Musik geschieht auf neue originelle Weise.“ (Prof. Dr. Hermann Rauhe, Vorstandsvorsitzender der Symphoniker Hamburg und Ehrenpräsident der Hochschule für Musik und Theater).

Für die sicherlich interessante Veranstaltung am 3. Dezember 2016 sind noch Plätze frei. Der Eintritt wird in Form einer Spende von 10 € pro Person erhoben.

„Die Hamburg-Sinfonie“, 3. Dezember 2016 um 17 Uhr (Einlass ab 15.30 Uhr) im Logenhaus Welckerstraße 8, Hamburg (direkt gegenüber der Staatsoper.Eintritt 10 € pro Person, die Veranstaltung ist öffentlich. Anmeldungen und Rückfragen bitte über info@loge-roland.de.

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200. Todestag des Theatermannes und Freimaurerreformers Friedrich Ludwig Schröder

Friedrich Ludwig Schröder

Friedrich Ludwig Schröder

Besonders in Hamburg wird er als großer Theatermann gefeiert – das Hamburger Abendblatt widmete ihm unlängst einen großen Artikel –, aber die Freimaurer in Deutschland ehren ihn überdies als großen Humanisten und Reformer der Freimaurerei: Friedrich Ludwig Schröder, der am 3. September vor 200 Jahren starb.

Friedrich Ludwig Schröder wurde 1744 in Schwerin geboren. Die Mutter Schauspielerin, der früh verstorbene Vater Organist, der Stiefvater ebenfalls Schauspieler, der seinerzeit sehr bekannte Konrad Ernst Ackermann. Damit war die Laufbahn des jungen Schröder vorgezeichnet: Bereits mit fünf Jahren spielte er in der tingelnden Truppe kleine Rollen, erhielt Schauspiel- und Tanzunterricht. Mit zwölf Jahren soll er bereits Shakespeare auf Englisch gelesen haben. Und auch mit der Freimaurerei dürfte er, bewusst oder unbewusst, früh in Berührung gekommen sein: Sein Stiefvater Ackermann war Mitglied der Königsberger Loge „Zum Todtenkopf“.

Früh übernahm Schröder Verantwortung, zunächst zusammen mit seiner Mutter für die Theatertruppe seines Stiefvaters, feierte Erfolge mit den damals zeitgenössischen Autoren Goethe und Lessing und sorgt u.a. mit der Erstaufführung des „Hamlet“ in Hamburg für einen großen Bekanngheitsgrad der Shakespeare-Stücke. Nach vielen großen Erfolgen auf verschiedenen Theaterbühnen und als Prinzipal zieht er sich 1788 aus dem Theaterleben auf sein Landgut in Rellingen zurück, um dort verstärkt der Arbeit an freimaurerischen Ritualen zu widmen.

Bereits in seiner Kindheit erlebte er Ausgrenzung und Armut als Mitglied des ungeachteten und würdelosen Standes der Schauspieler und fahrenden Komödianten. „Wenn Hunger und Elend Menschen bilden können, so muss ich vollkommen geworden sein“, schrieb Schröder später. Seine gute Ausbildung, seine Vorbilder, verbunden mit frühen ethischen Grundsätzen und der notwendigen Schaffenskraft ließen ihn Karriere machen und tiefe Spuren in der Theaterwelt, der Gesellschaft und der Freimaurerei hinterlassen. Insbesondere die Ausbeutung und Missachtung seines Berufsstandes muss ihn geprägt haben. Als einer der ersten achtete er Urheberrechte, zahlte Autoren Honorare, gründete eine Unterstützungskasse für Schauspieler und eröffnete das erste Hamburger Krankenhaus für arme Dienstboten, das heute noch als „Elisen Alten- und Pflegestift der Freimaurer von 1795 e.V.“ besteht. „Meine gegenwärtige Lage ist äußerst glücklich. Ich bin sehr gesund, wohne zum Beneiden gug, bin geschätzt und geliebt und besuche die ersten Gesellschaften. Auch kann ich Gutes tun und tue es redlich.“ Schröder hatte es geschafft und war zufrieden.

1774 wurde Schröder auf Vorschlag Bodes durch Aufnahme in die Hamburger Loge „Emanuel zur Maienblume“ in den Freimaurerbund aufgenommen. Auch hier wurde er umgehend aktiv, indem er noch im gleichen Jahr eine Privatloge gründete, in die vornehmlich Schauspieler aufgenommen wurden. 1787 wurde Schröder Meister vom Stuhl der Loge „Emanuel zur Maienblume“ und legt zwei Jahre später Reform- und Logengesetze vor, die erste sichtbare Spuren einer Rückkehr zu den Wurzeln der Freimaurerei erkennen lassen. Aber er erkannte, dass die Freimaurerei grundlegend reformiert werden musste.

Da die Wahrheit einfach ist, muss auch das Symbol einfach sein.

Friedrich Ludwig Schröder

Alles Überflüssige, das in den ersten Jahrzehnten des dramatischen Wachstums der Freimaurerei den Blick auf das Wesentliche versperrte, sollte weichen. Die Hochgrade sollten weichen, es sollte weder Ritterspiele noch Ordensstrukturen geben, die Rückkehr zu den drei Graden sollte erfolgen, die Maurerei sollte nicht auf Legenden basieren, keine angeblichen Geheimnisse enthalten, keine Kabbala, keine Mystik, kein Okkultismus, keine schwärmerische Gaukelei, keine Alchemie, weder religiöse Bekenntnisse noch ein Drängen auf den christlichen Weg. Kurz: er wollte zurück zu den Wurzeln.

Das war nicht so einfach, denn er sah sich nicht nur der großen Gruppe derer gegenüber, die den bisherigen Stand erhalten wollten, sondern im in der gesamten Freimaurerei schwelenden Richtungsstreit auch den radikalen Erneuerern, welche die Freimaurerei auch von Riten und Symbolen befreien wollte. Schröder kommt das große Verdienst zu, die freimaurerischen Rituale und damit die gesamte Freimaurerei vom überbordenden Ballast befreit und auf das Wesentliche reduziert zu haben, sondern diese Wesentliche auch gegen radikale Reformen verteidigt und gesichert zu haben. Er musste zum Forscher werden und vielbändige Untersuchungen vorlegen, um seine Vorstellungen überzeugend darlegen zu können. „In umfangreicher Arbeit […] bahnte er zunächst für die Hamburger Logen den Weg zur ursprünglichen Auffassung zurück, merzte er alles aus, was im Laufe der Zeit auf der in aller Schönheit und Tiefe so einfachen Symbolik an überflüssigem Beiwerk aufgepfopft worden war, setzte das englische Konstitutionsbuch mit seiner Verneinung jeder religiösen kirchlichen Beschränkung wieder in seine Rechte ein, nicht ohne […] Goethe, seinen Freund Hufeland und andere, vor allem aber den ihn eifrig beratenden Herder mit den wesentlichen Zügen des Reinigungswerkes vertraut zu machen.“ (Internationales Freimaurerlexikon).

Auch wenn von den annähernd 500 deutschen Logen nur etwa 30 nach den Ritualen Schröders bis heute arbeiten, so ist der Einfluss doch erheblich. Das Ritual der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland ist wesentlich von der Klarheit der Schröderschen Gedanken beeinflusst und macht wesentliche Anleihen, aber auch andere noch gebräuchliche Rituale sind von Schröders Gedanken inspiriert.

Herder urteilte über Schröder und seine Ritualreformation: „Oh! Mit wie schöner Art können wir uns, dem Ritual treubleibend von allen metaphysisch-allegorischen Deuteleien entfernt halten und doch den Hebel gerade an das Höchste der Menschheit anlegen. Wie viel mögen Sie seitdem gedacht, geordnet und gewirkt haben! Glücklicher Mann, in Ihrer Ruhe und bei der ernsten Tätigkeit Ihres Charakters. Zirkel, Bleimaß und Waage sind in Ihrer Seele!“

Der Großmeister zum 200. Todestag von Friedrich Ludwig Schröder

Am 3. September 2016 jährte sich der Todestag des großen freimaurerischen Reformators, des Schauspielers, Theaterdirektors und Dramatikers Friedrich Ludwig Schröder. Der Reformer Schröder begründete ein eigenes Ritualwerk, die sogenannte „Schrödersche Lehrart“, die noch heute von vielen Logen, auch international, gepflegt wird. Unter dem Dach der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland arbeiten derzeit 274 Logen, 30 davon nach Schröder. Schröder gestaltete die humanitäre Freimaurerei in ihrer jetzigen Ausprägung maßgeblich mit.

Obwohl sich in den letzten 200 Jahren tiefgreifende gesellschaftliche Änderungen vollzogen haben und mit ihnen auch unsere Logen und unsere Bruderschaft Änderungen herbeiführten, so sind die grundsätze, zu denen sich die Freimaurer bekennen, stets die gleichen geblieben: Die Forderung nach geistiger Freiheit und Menschlichkeit, der Gedanke der Bruderkette, der Lichtsuche und der Versöhnung aller Menschen untereinander durch Arbeit am eigenen Ich und damit an der Menschheit, dem Streben nach Vernunft.

Hierzu schreibt Schröder: „Nach diesem Gesetze (dem Vernunftsgesetz) sind wir Menschen, – weiter nichts. Wir suchen, was alle Menschen suchen sollen, – weiter nichts. Wir kennen keine andre Würde, als die der Mensch sich selbst gibt und keinen anderen Reichtum als unsere Rechtschaffenheit. Alles was wir sonst sind, und suchen, und wissen, und glauben, und haben, das lassen wir vor der Türe unserer Versammlung und nehmen davon beim Ausgange wieder, was wir noch brauchen können und brauchen müssen.“

Für die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland gratuliere ich zu diesem bedeutenden Jubiläum. Für die Logen erhoffe ich, dass sie weiter so wirken mögen, damit viele Menschen in ihrem Umkreis den „wohltätigen Einfluss der Maurerei erkennen mögen“. Sie sollen weiterhin wachsen, blühen und gedeihen, segensreich wirken sowie Freude bereiten.

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Hamburger Freimaurer bei Europawoche der Stadt Hamburg

Peter Sünnenwold spricht in Hamburg zum Thema

Peter Sünnenwold spricht in Hamburg zum Thema „Quo vadis, Europa?“

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz – das sind die Ziele Europas und das sind unsere Ideale als Freimaurer. Deshalb beteiligen sich die Hamburger Freimaurer seit Jahren an der Europawoche der Stadt Hamburg.

Br. Peter Sünnenwold (Zur Weltkugel i. O. Lübeck), lange Jahre Stadtpräsident der Hansestadt, legte in seinem engagierten Vortrag eine genaue Analyse der derzeitigen gesellschaftlichen und politischen Situation Europas und insbesondere Deutschlands vor. Gleich zu Beginn verwies er auf die verbreitete Angst, die in letzter Zeit unsere Diskussionen um strittige Themen leite. Doch Angst kümmert sich nicht um Fakten und plausible Argumente – sie erzeugt Emotionen und Bewertungen ohne die Sachlage genau zu kennen. Geboten sei, auf die Sachebene und damit zu Analyse und Überlegtheit zurückzukehren. Zahlreiche Probleme stünden an, die gelöst werden müssten. Terrorismus, Euro-Krise, Flüchtlinge um nur einige zu nennen. Und dies sei nur gemeinsam, im politischen Streit um richtige Entscheidungen zu bewerkstelligen. Falsch sei, in nationalstaatlichen Kategorien zu denken, zu moralisieren und sich zu empören. „Wir brauchen keine moralisierenden Politiker, sondern Politiker mit Moral“, so Bruder Peter.

Ganz freimaurerisch wies er darauf hin, aus ihren Heimatländern geflohenen Muslimen offen zu begegnen, ganz so wie es unser Grundrecht auf freie Religionsausübung garantiert; Islamisten, also Muslimen, die ihre religiösen Gesetze über die unseres Staates stellen, klar entgegenzutreten. Gleichzeitig müssten wir Europäer aber auch für die Achtung gegenüber unserer Religion, dem Christentum, eintreten. Br. Sünnenwold klagte fehlende Toleranz bei einigen europäischen Staaten an. „Ein europäischer Konsens in der Migrationsfrage muss aber gefunden werden. Sonst drohen uns allen dramatische Konsequenzen. Die bittere Erkenntnis heißt: Gibt es keine europäische Einigung, eine Mindesteinigung bei der Aufnahme von Asylanten, heißt die Antwort: Wir schaffen das nicht!“

Und weiter: Die Bundesrepublik war von Anfang an eine treibende Kraft der europäischen Einigung. Heute ist Deutschland auf das Engste mit seinen europäischen Nachbarn verbunden – zum Vorteil der Bürger und auch der deutschen Wirtschaft. Alle demokratischen Parteien in Deutschland unterstützen diesen Weg. Sie glauben an Europa, weil es Frieden stiftet und zukunftsfähige Lösungen für nationale wie globale Herausforderungen entwickelt.“ Eben ein Europa der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Gegenüber unseren östlichen Nachbarn riet er zu Entkrampfung und Entspannung auf, „damit die Menschen wieder miteinander reden können“, gegenüber der sogenannten Dritten Welt zur „internationalen Humanität“. Wir müssten die Zweifler an der Idee Europas verpflichten auf unseren demokratischen Grundkonsens, die Aufrechterhaltung des Gesprächs, die Achtung der Freiheit und der Individualität des Anderen sowie die Humanität mit den Benachteiligten – „Grundwerte, die wir alle teilen“. Doch: „Es wäre aussichtslos, wenn wir diese unsere Grundüberzeugungen, diese Werte, andren predigen wollten, wenn nicht wir selbst in unserem Tun und Lassen diese Werte zugleich glaubwürdig machen und vorleben“. Auch die religiöse Toleranz, gesellschaftliche Vielfalt, Trennung von Kirche und Staat sowie die Aufklärung „als maßgeblicher Impuls freiheitlichen Denkens und Handelns, die aus dem Christentum und dem Humanismus entstandene Überzeugung sozialer Verantwortung, sowie der Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung und das Bemühen um eine gerechte Weltordnung, alles dies ist maßgeblich ein europäisches Erbe, das sich aus gemeinsamen Erfahrungen der Vergangenheit speist“. Dafür gelte es sich anzustrengen. Das gilt für uns Freimaurer ganz besonders. Angst, Hass und Resignation dürfe den Europäern nicht anstehen, weil wir glaubten, weil wir hofften. „Weil uns nichts egal, nichts relativ ist, weil wir nicht gegen, sondern für etwas sind.“ Und darum lohne es sich mutig weiter gemeinsam auf unserem europäischen Weg voranzugehen.

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