Vernissage zur Jubiläumsausstellung „250 Jahre Freimaurer in Wetzlar“

Plakat zur Ausstellung © Stadt Wetzlar

Plakat zur Ausstellung © Stadt Wetzlar

Wetzlar. Am kommenden Samstag, 20. Mai, öffnet die Sonderausstellung „250 Jahre Freimaurer in Wetzlar“ erstmalig ihre Türen.

Zur Vernissage der Ausstellung laden die Städtischen Museen Wetzlar ab 16 Uhr in das Stadtmuseum (Lottestraße 8-10) ein. In einem Festvortrag, „Freimaurerei war immer“, wird Altgroßmeister und Publizist Jens Oberheide, Hannover, zu den Anwesenden sprechen.

Den Besucher der ansprechenden Ausstellung erwarten unter anderem Informationen und Exponate zur Logengeschichte, besonderen Mitgliedern und der Freimaurerei im Allgemeinen, ihrer gelebten Tradition und erstrebenswerten Ziele. Weitere Informationen und das Programm zur Jubiläumsausstellung, die bis zum 22.10.2017 Stadtmuseum Wetzlar zu sehen ist, sind unter diesem Link erhältlich.

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Vortrag über Freiherr vom und zum Stein in Wetzlar

Freiherr vom und zum Stein (Wikipedia)

Freiherr vom und zum Stein (Wikipedia)

Mit einem Vortrag über das Leben und Wirken von Freiherr vom und zum Stein eröffnet die Wetzlarer Freimaurerloge am 21. Februar um 20 Uhr die Themenreihe „Bedeutende Freimaurer“ im Rahmen der Feierlichkeiten „250 Jahre Freimaurer in Wetzlar“. Dr. Rainer Waldschmidt wird die Gestaltung des Abends übernehmen und über das Leben und Wirken des preußischen Staatsmannes und Reformers, der 1777 dem Bruderbund in Wetzlar beitrat, informieren.

Anschließenden besteht die Möglichkeit zum Dialog. Der Eintritt ist frei.

21. Februar um 20 Uhr im Haus der Freimaurerloge „Wilhelm zu den drei Helmen“ in Wetzlar, Brühlsbachstraße 1.

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Frankfurter „Burns Supper“ wieder ein voller Erfolg

burns-supper-2017-1

140 Gäste aus allen Ecken Deutschlands und aus sämtlichen in Deutschland arbeitenden Großlogen folgten der Einladung der Loge „Lessing“ in Frankfurt zum traditionellen Burns Supper, das in diesem Jahr zum 6. Mal stattfand. 6000 € Spenden konnten für einen guten Zweck gewonnen werden.

Das Burns Supper erinnert an den schottischen Nationaldichter Robert Burns, der von 1756 bis 1796 lebte und der ein begeisterter Freimaurer war. Traditionell festgelegt sind der Ablauf des Abends und die Menüfolge. Es beginnt mit einer Supppe, dann folgt – der feierliche Einzug des Haggis, des Hauptgerichtes, begleitet von den Klängen des Dudelsacks. An das Essen schließt sich eine Rede auf das unsterbliche Andenken des Dichters an und als Besonderheit tritt beim Burns Supper der Loge Lessing der Dichter höchst selbst auf, verkörpert von Bernd Schmude, dem Vorsitzenden der Loge. Diesmal war der Poet in Begleitung von Gotthold Ephraim Lessing, der „seiner“ Loge mal einen Besuch abstatten wollte.

Das Burns Supper ist ein Fest der Freundschaft und der Lebensfreude, es dient aber immer auch dem Zweck, Geld für ein wohltätiges Projekt aus der Region zu sammeln. In diesem Jahrwurde der Verein Flüsterpost e.V, ausgewählt, der sich um die Kinder krebskranker Eltern kümmert. „Bei Flüsterpost e.V. in Mainz finden Betroffene und Interessierte seit 2003 Beratung und Informationen zu Fragen wie „Darf ich mit (meinen) Kindern über (m)eine Krebserkrankung sprechen und worauf kann ich dabei achten?“ oder „Was ist Krebs?“, „Ist Krebs ansteckend?“, „Was kann man dagegen tun?“ “ Muss Mama/Papa/Opa/Oma sterben?”. Erwachsene, Kinder und Jugendliche können in Begleitung sozialpädagogischer Fachkräfte über Gespräche sowie Spiel-, Kreativ-, Erlebnis- und Musikpädagogik ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck verleihen. Über diese Wege können Ängste und Sprachlosigkeit überwunden und Mut gefunden werden, sich gegenseitig mehr zuzutrauen und zu vertrauen.

Das Burns Supper der Loge wurde wie stets von Rolf Keil moderiert, am Ende des Abends stand ein ein Erlös von 4.900. Die Loge Lessing stockte diesen Betrag um 1.100 € auf.

Über die Arbeit des Vereins „Flüsterpost e.V.“ kann man sich auf dessen Website informieren. Spenden an Flüsterpost e.V. sind direkt möglich, und zwar über diese Spendenseite.

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Aschaffenburger Loge stiftet Gedenkstein

Gedenkstein Einl. Stadt AB

Bürger, Komponist, Freimaurer: Die Aschaffenburger Loge ehrt zu ihrem 50. Jubiläum Johann Friedrich Hugo von Dahlberg, genannt „Fritz“, mit einem Gedenkstein.

Der Bruder des letzten Mainzer Kurfürsten war Freimaurer in einer örtlichen Loge und ein bedeutender Komponist, der die letzten Lebensjahre in der Stadt am Main verbrachte. Am 16. Februar wird die Meisterklasse der Steimmetzschule ihre Entwürfe für den Gedenkstein öffentlich vorstellen. Die Meinung des Publikums fließt in die Entscheidung mit ein.

Die städtischen Kulturtage 2017 stehen unter dem Motto „Aufbruch“. Im Sommer werden daher viele Veranstaltungen unter anderem an den Anfang des 19. Jahrhunderts erinnern. Damals erlebte Aschaffenburg unter dem letzten Mainzer Kurfürsten Karl Theodor von Dalberg seine Blüte als Residenzstadt sowie den Übergang in eine neue Epoche.

Die Saat für diesen Aufbruch in die Moderne war bereits in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor ausgebracht worden – unter anderem vom Bund der Freimaurer, dem auch Fürstbischof Karl Theodor sowie sein jüngerer Bruder Johann Friedrich Hugo, genannt „Fritz“, angehörten. „2017 jährt sich der Gründungstag der Freimaurerei in England zum 300. Mal. Zudem feiert die Aschaffenburger Freimaurer-Loge „Post Nubila Phoebus“ (PNP) in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum“, sagt Daniel Schleusener, der dem Verein aktuell vorsteht.

Anlässlich des doppelten Jubiläums wollen die hiesigen Freimaurer die Öffentlichkeit im Lauf des Jahres mit mehreren Veranstaltungen über sich und die Freimaurerei informieren. Zudem wird die Loge, deren lateinischer Name mit „Nach dem Dunkel das Licht“ übersetzt werden kann, der Stadt Aschaffenburg ein Denkmal für Fritz von Dalberg stiften. Der Gedenkstein soll im Juli auf der Grünbrücke an der Großmutterwiese eingeweiht werden

Der jüngere Dalberg war ein bekannter Komponist und Schriftsteller, zudem war er Mitglied einer Aschaffenburger Freimaurer-Loge und mit den Dichterfürsten Goethe und Herder, beides selbst Freimaurer, befreundet. Das Main-Echo hatte 2012 über den 200. Todestag des jüngeren Dalbergs berichtet, der im Schatten seines fürstbischöflichen Bruders stand. „Wir freuen uns, einen so bekannten, ja berühmten Bürger der Stadt Aschaffenburg bei uns als Mitglied gehabt zu haben“, sagt Schleusener. Die Loge „Carl Eugen Napoleon zur festen Vereinigung“, der Fritz von Dalberg angehörte, ist 1812 auf Geheiß Napoleons geschlossen wurden, da der Franzose wegen der Einwohnerzahl nur eine Loge in der Stadt wollte.

Der Gedenkstein für Fritz von Dalberg wird von der Steinmetzschule Aschaffenburg entworfen und gefertigt. Am Donnerstag, 16. Februar, wird die Meisterklasse 2016-17 ihre Entwürfe für das Denkmal vorstellen. Vorgabe für die Arbeiten war das noch immer aktuelle Lebensmotto Fritz von Dalbergs: „Ich muss selbst bewegt seyn, andere zu rühren“. Die Werkstattschau ist für alle Interessierten zugänglich und beginnt um 19 Uhr in der Steinmetzschule Aschaffenburg (Schlossgasse 27). Die Besucher erfahren mehr über die Biographie Dalbergs, die Hintergründe für die Stiftung des Denkmals sowie über den Prozess, wie aus einer Idee ein Denkmal entsteht. Und das Publikum ist aufgefordert, über die Entwürfe mit abzustimmen.

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Jubiläumskonzert in Frankfurt

Jubiläumskonzert der Frankfurter Loge

275 Jahre „Zur Einigkeit“ – das der Frankfurter Loge ein wichtiger Anlass, Lieder der Freimaurer zum Klingen zu bringen, in denen die Ideale Freundschaft, Wohltätigkeit, Dankbarkeit, Gerechtigkeit besungen werden.

Diese Lieder verwenden viele Logen bis heute beim feierlichen Ritual, dem ein geselliges Zusammensein folgt, für die ebenfalls Lieder, nun mehr schwungvollen und heiteren Inhaltes, geschrieben wurden.

Der Chor „Rhein Main Vokalisten“ unter Leitung von Jürgen Blume, sowie Peter Schüler (Bariton), Rolf Bissinger (Flöte) und Eberhard Panne (Klavier) verwöhnten das zahlreich erschienene Publikum in dem frisch renovierten großen Saal mit Wechselgesängen, aber auch Sololiedern und Chorstücken von W. A. Mozart, Joseph Augustin Gürlich, Kurt Eichberg, Antonio Salieri, Anton André, Peter Joseph Lindpaintner, Johann Abraham Peter Schulz, Johann Gottlieb Naumann, Franz Schubert, Carl Maria von Weber und Ludwig van Beethoven.

Das Konzert wurde von Loge und Besuchern als würdiger Auftakt zu den Feierlichkeiten im Jubeljahr bewertet. Bewegend war die Vertonung des Bundesliedes für einen gemischten Chor, manchen bereits bestens bekannt aus der empfehlenswerten CD „Aus diesen heiligen Hallen – Freimaurermusik aus dem Tempel der Loge zur Einigkeit, Frankfurt am Main.“

 

Weitere Veranstaltungen der Loge zum Jubiläumsjahr finden sich hier http://www.freimaurerloge-zur-einigkeit-frankfurt.de/downloads/275J_Loge-Frankfurt.pdf

 

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Dresdener Loge „Zu den ehernen Säulen“

Ralf Hartung vor dem Logenhaus der Loge

Ralf Hartung vor dem Logenhaus der Loge „Zu den Ehernen Säulen“

Die Dresdener Loge „Zu den Ehernen Säulen“ ist Gastgeber und Ausrichter des Großlogentreffens 2017 in Dresden. Wir wollen an dieser Stelle die 1863 gegründete Loge kurz vorstellen.

Im Mai 1863 trafen sich in der Dresdner Neustadt 30 Brüder, überwiegend Mitglieder der Freimaurerloge „Zu den 3 Schwertern und Asträa zur grünenden Raute“, um die Gründung einer neuen, der dritten Loge im Orient Dresden zu beschließen. Der Wunsch, künftig in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung, der Dresdner Neustadt, eine eigene Loge zu besitzen sowie Unstimmigkeiten in der Mutterloge führten zu diesem Entschluss.

Bereits am 18. Juli 1863 fand die feierliche Logenweihe durch den Beauftragten der Großen Landesloge von Sachsen statt. Auf Vorschlag des Gründungsmitgliedes Gottlob Friedrich Heinrich Küchenmeister (1821 – 1890) erhielt sie den Namen „Zu den ehernen Säulen“. Küchenmeister war ein bekannter Arzt und Parasitologe, der am Stadtkrankenhaus Friedrichstadt wirkte. Als erster und langjähriger Meister vom Stuhl trug er wesentlich dazu bei, dass sich die „Säulenloge“ schnell zu einem freimaurerischen Zentrum in der Dresdner Neustadt entwickelte. Insgesamt 13 Jahre stand er der Loge vor.

Die Logengebäude

In den ersten Jahren befand sich das Logendomizil auf der damaligen Wiesenthorstraße 8, nahe dem heutigen Museum für Sächsische Volkskunst. Das Gebäude ist während der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 zerstört worden.

Die hohe Akzeptanz der Loge und ihr Mitgliederwachstum führte schnell an die räumlichen Grenzen der angemieteten Logenräume. Die Bruderschaft erwarb deshalb ein Grundstück in der Nähe des Albertplatzes (heute: Bautzner Straße 19) und errichtete dort ein beeindruckendes Logenareal in einer parkähnlichen Umgebung. Das Logenhaus wurde nach Plänen des Dresdner Architekten Bernhard Schreiber im Stil der Neorenaissance gestaltet, eine Architekturrichtung, die auf Gottfried Semper (1803 — 1879) und seinen Schüler Hermann Nicolai (1811 — 1881) zurückgeht. Der linke, im Obergeschoß fensterlose Gebäudeteil enthält den Saal, in dem die Freimaurer ehemals ihre Tempelarbeit vollzogen. Den Haupteingang im Mittelflügel zieren zwei Säulen, die einen Dreiecksgiebel tragen – eine Anspielung auf den Logennamen und die Rituale, die hier vollzogen wurden. Am 23. Mai 1868 fand die feierliche Grundsteinlegung statt, und bereits am 29. November 1868 erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Logenhauses. Ende 1893 erhielt das Haus einen Erweiterungsbau, der nun einen Saal von über 300 m² sowie verschiedene Räume für Zusammenkünfte beherbergte.

Auch jüngeren Dresdner Logen wurde permanentes Gastrecht in den Räumen gewährt, so den Logen „Zum goldenen Kreuz“, „Zu den drei Adlern“, „Körner zum Schwert und zur Palme“, „Zum flammenden Schwert“ und „Friedrich zur Treue“. Die Brüder der Loge „Zu den ehernen Säulen“ arbeiteten in ihrem Logenhaus bis zur Logenauflösung im Jahre 1934.

Das imposante Logengebäude („An der Loge“) auf der Bautzner Straße existiert heute noch. Selbst das Eingangsportal zum Logenareal, das sich direkt an der Bautzner Straße befindet und seinerzeit von dem Logenbruder Schumann auf eigene Kosten hergestellt wurde, ist heute noch erhalten

Das Logenleben bis 1935

Die junge Loge konnte von Anfang an auf einen erfreulichen Zulauf von Interessenten verzeichnen, so dass über einen langen Zeitraum jährlich etwa 15 neue Mitglieder
aufgenommen wurden. Bereits im zehnten Jahr ihres Bestehens hatte sich die Mitgliederzahl auf 193 erhöht. In den 1920er Jahren gehörten sogar deutlich über 400 Männer dieser Loge an.

In der Zeit des 1. Weltkrieges stellte die Bruderschaft der Säulenloge ihr Haus einschließlich einer personellen und materiellen Ausstattung dem Roten Kreuz im Königreich Sachsen zur Verfügung, das es als Genesungsheim und Militärlazarett mit einer Kapazität von 45 Betten nutzte. Geprägt vom allgemein herrschenden patriotischen Gefühl und der erwarteten kurzen Kriegsdauer sind in dem Nutzungsvertrag umfangreiche großzügige Zugeständnisse durch die Loge enthalten. Dies führte allerdings am Ende des Krieges zu erheblichen Verlusten im Logenvermögen, da die erforderlichen Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten einen Umfang von über 20.000 RM einnahmen, den die Loge selbst zu tragen hatte, die aber infolge der angespannten Nachkriegssituation nicht aufgebracht werden konnten. Während der Zeit
der Lazarettnutzung führten die Säulenbrüder ihre freimaurerischen Arbeiten im Logenhaus der Schwerter- und Apfelloge auf der Ostra-Allee durch.

Maßgeblich durch die Ergebnisse des 1. Weltkrieges beeinflusst, griff in Deutschland die Hetze gegen die Freimaurerei flächendeckend um sich. Die Freimaurer wurden als
Hauptschuldige der deutschen Niederlage ausgemacht. Ungeachtet dessen hatten die meisten deutschen Logen in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg weiterhin erheblichen Zulauf. So erreichte die Säulenloge im Jahre 1924 mit 440 Mitgliedern sogar ihre höchste Mitgliederzahl. Trotzdem wurde die maurerische Arbeit wegen der Nachkriegsentwicklungen und der beginnenden Weltwirtschaftskrise immer komplizierter. So fielen häufig wegen gesetzlicher Vorschriften Heizung und Beleuchtung im Logenhaus aus. Viele Brüder konnten wegen der finanziellen Nöte nicht mehr an freimaurerischen Arbeiten teilnehmen. Der Frackzwang für Tempelarbeiten wurde aufgehoben. Anstelle der bisherigen Weinpflicht bei Brudermahlen durfte auch das preiswertere Bier getrunken werden.

Die Wiedergründung 2014

Das Bijou der Loge

Nach über 80 Jahren erloschenen Lichtes haben sich 14 Brüder, wiederum aus derLoge „Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute“, zusammengefunden, die Loge „Zu den ehernen Säulen“ mit neuem Leben zu erfüllen. Am 25. Juli 2014 gründeten sie deshalb erneut die Loge „Zu den ehernen Säulen“ und übernahmen gleichzeitig die Verpflichtung, die 150-jährige Tradition dieser altehrwürdigen Bauhütte fortzuführen.

Innerhalb weniger Monate waren alle formalen und inhaltlichen Vorbereitungen abgeschlossen. Deshalb konnte die feierliche Lichteinbringung durch die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland bereits am 6. Dezember 2014 durchgeführt werden. Die übernommene Verpflichtung zur Wahrung und Pflege der Tradition gestattet es der Loge auch, das vor 150 Jahren entstandene Logenbijou, wie es im Kopf der Internetseite zu sehen ist, weiter zu verwenden.

Zum Jahresende 2014 gehörten bereits 18 Mitglieder der reaktivierten Loge an. Im Januar 2015 bezog die Loge „Zu den ehernen Säulen“ ihr neues schönes Logendomizil auf der Königsbrücker Straße 49, in dem sie seitdem wöchentlich zu freimaurerischen Arbeiten zusammenkommt. In einer harmonischen brüderlichen Atmosphäre wird hier Freimaurerei in Wort und Tat gepflegt.

Im Beisein des Großmeisters der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland Prof. Dr. Stephan Roth Kleyer sowie des Großzeremonienmeisters Peter Lauber erfolgte am 4. Juli 2015 die Einweihung unseres Tempels. Über diesen Akt wurde auch im Sachsenspiegel des MDR und der Sächsischen Zeitung berichtet. Im Anschluss an die Einweihung erfolgte die erste Aufnahme eines Herren nach 80 Jahren in die Loge „Zu den Ehernen Säulen“.

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Frankfurter Freimaurer laden zum Empfang im Jubiläumsjahr

Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, Großmeister der Großloge A.F.u.A.M.v.D beim Frankfurter Meisterzirkel

Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, Großmeister der Großloge A.F.u.A.M.v.D beim Frankfurter Meisterzirkel

Der seit 1894 bestehende Frankfurter Meisterzirkel vereint die Stuhl- und Logenmeister aller Logen aus Frankfurt und einiger Logen aus dem Umland. Am 7.Januar trafen sich erstmals Brüder aus allen Logen des Meisterzirkels zu einem gemeinsamen Neujahrsempfang im Logenhaus in der Finkenhofstr. in Frankfurt.

Der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Frankfurt, Herr Stephan Siegler, ging in seinem Grußwort auf die lange Geschichte der Freimaurerei in Frankfurt ein, die bereits vor 275 Jahren mit der Gründung der Loge zur Einigkeit begann. Er betonte die Aktualität der freimaurerischen Grundwerte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für den Bestand und die Weiterentwicklung der demokratischen Gesellschaft.

Der Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof.Dr. Stephan Roth-Kleyer, nahm in seinem Grußwort Bezug auf einen Satz des von den Nationalsozialisten ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer: „Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.“ Nach einem knappen Abriss über Wesen und Bedeutung der Freimaurerei heute formulierte Bruder Stephan-Roth-Kleyer einige konkrete Ziele, die dazu dienen sollen, der Freimaurerei „den Weg in Richtung Mitte der Gesellschaft“ zu bahnen. Diese Teilziele geben wir ungekürzt wieder, weil wir der Auffassung sind, dass sie für unsere Arbeit in den Logen handlungsleitend sein sollten.

„Unsere kurz- bis mittelfristigen Teilziele lauten (aus meiner Sicht) stark verkürzt und ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Priorität:

  • Die GL der AFuAMvD, wie auch unsere Tochterlogen verfolgen auch weiterhin hohe humanitäre Ziele als Wertegemeinschaft.
  • Wir bieten unseren Brüdern, unterschiedlicher Berufe, Religionen, Nationalitäten, unterschiedlichen Alters einen „geschützten Raum, das sind unsere Logen“. Dies, um gemeinsam Gedanken und Informationen auszutauschen, Zusammenhänge zu erkennen, an sich selbst zu arbeiten und sich frei Meinungen zu bilden. Wir bieten Raum und Gelegenheit zum offenen Meinungsaustausch. Das kann am Ende auch der Meinungsbildung des Einzelnen dienlich sein.
  • Wir bemühen uns damit auch um die geistige Entfaltung und ethische Entwicklung der Brüder.
  • Wir schaffen Gelegenheiten für Geselligkeit und Freundschaften.
  • Wir bieten Chancen und Raum, zur Orientierung in der komplexen Entwicklung der Digitalisierung der Umwelt (Stichwort Großlogentreffen 2015, Osnabrück mit dem Thema „Freimaurerei im Informationszeitalter – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Welt“).
  • Wir bieten Chancen und Möglichkeiten, zur Orientierung in der Zeit des zunehmenden Populismus, des wachsenden Nationalismus und der Globalisierung, sowie vor dem Hintergrund weiterer politischer und kultureller weltweiten Veränderungen.
  • Wir Freimaurer befassen uns durchaus mit aktuellen kulturellen und politischen Themen, das jedoch ergebnisoffen, das jedoch ohne Dogma, das ohne Streitgespräche.
  • Unsere Logen legen bei der Auswahl ihrer Mitglieder weiter oder besser noch zunehmend Wert auf Qualität, so auf z. B. auf die Attribute Ritualfähigkeit, auf die Werteüberzeugung, auf Verhaltensqualitäten. Diese Qualitäten lassen sich durch geeignete Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung steigern. Das ist mir persönlich ein wichtiges Ansinnen.
  • Unsere Logen partizipieren wieder mehr am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in ihren Regionen und lassen die Gesellschaft die Freimaurerei in ihrer Herkunft, ihren Anliegen und Zielen besser verstehen. Lasst uns auch sozial und im weitesten Sinne gesellschaftlich (so auch mit anderen Trägern/Vereinigungen) zunehmend aktiv sein und werden. Hierzu fordert unser Ritual recht deutlich auf. Denkt dabei zum Beispiel an den Satz: „Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf euch selbst“.
  • Unsere Logen entwickeln sich weiter zu einem kalkulierbaren und bedeutenden Träger sozialer Werte in ihren Regionen. Auch das ist mir eine wichtige Zielsetzung, die es einzulösen gilt.
  • Unsere Logen bilden Plattformen für den kulturellen, geistigen und sozialen Austausch und initiieren entsprechende Projekte mit anderen Trägern in ihren Regionen.
  • Unsere Logen fördern die Freundschaften der Brüder untereinander und machen so aus Mitgliedern „Brüder“ und „Freunde“.
  • Nationale und internationale Kontakte sind im Sinne der Weltbruderkette auszubauen und zu intensivieren. Das geschieht in enger Kooperation mit den Vereinigten Großlogen von Deutschland.
  • Jeder von uns, meine Brüder, ist Botschafter in Sachen Freimaurerei. Wir sollten, jeder einzelne von uns, als Imageträger in unserer Sache „Das Mehr“, das die Freimaurerei zweifelsohne zu bieten hat, „Das Mehr der Freimaurerei“ aktiv kommunizieren.
  • Und vergesst es nicht liebe Brüder, Freimaurerei muss gelebt werden. Freimaurerei muss immer gelebt werden, ansonsten ist sie wirkungslos.“

Freimaurerei muss immer gelebt werden, ansonsten ist sie wirkungslos.“

Stephan Roth-Kleyer

Diese Aufforderung zur Tat wurde auch durch den Festvortrag – eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Beauftragten des Meisterzirkels Rolf Keil und Eberhard Panne – unterstrichen. Rolf Keil widmete sich kurz der Vergangenheit und verschwieg auch das Versagen der Freimaurerei in der zu Ende gehenden Weimarer Republik nicht. Im programmatischen Teil seines Vortrages stellte Keil die Punkte dar, die aus Sicht der Autoren für eine Weiterentwicklung der Freimaurerei unverzichtbar sind:

„Die Freimaurerei darf sich nicht in falsch angewandter Exklusivität darauf beschränken, ein jedes ihrer Mitglieder besser zu machen. Denn die Aufgabe, die bereits der Konvent von Wilhelmsbad 1782 formulierte, einen jeden Bruder der menschlichen Gesellschaft nützlicher zu machen, bleibt bestehen. Die Freimaurerei ist das, was wir aus ihr machen. So ist auch die uns umgebende Gesellschaft das, was wir – hier im Zusammenspiel mit allen Anderen – aus ihr machen. Unsere Erziehung ist die schon zitierte: „Arbeit am rauen Stein“.

Der Freimaurer sieht nun seine Erziehungsarbeit dann als gelungen an, wenn nicht nur seine Mitbrüder ihn anerkennen, sondern wenn er darüber hinaus Nicht-Freimaurern durch sein Verhalten und sein Handeln mindestens als „edel, hilfreich und gut“ auffällt, ohne dass er ein Schild mit der Aufschrift „Freimaurer“ vor sich herträgt. Wenn wir in unseren Ritualen erklären: Geht hinaus in die Welt und bewährt euch als Freimaurer, dann verbindet sich die Arbeit am rauen Stein des eigenen Ich’s mit dem Auftrag, durch Beispiel zu wirken und somit den Bau des Tempels der Humanität voranzutreiben.

Was kann jeder einzelne eigentlich bewirken? Nun, im Ritual verpflichten wir uns allezeit zu erkennbarer, unbedingter Treue, zu Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Ernsthaftigkeit, nicht nur unseren Brüdern gegenüber, sondern auch in der Welt. Indem wir in unseren Ritualen vor den versammelten Brüdern als unseren Zeugen immer wieder laut und vernehmbar zu jenen Tugenden bekennen, versichern wir, dass das, wozu wir uns verpflichten, für uns Gültigkeit besitzt, dass es unverrückbar ist und dass jeder Bruder es für sich vorbehaltlos übernimmt.

Die Freimaurerei mag ein Spiel im Sinn der Spieletheorie sein. Sie ist es nicht nach dem landläufigen Verständnis des Wortes „Spiel“. Denn wir verändern durch die ständigen Wiederholungen in unseren Ritualen unser Bewusstsein und unsere Psyche. Richtig verstanden – und bewusst poetisch ausgedrückt – führt sie zu einer Haltung, mit der jeder von uns den Zauber aktivieren kann, mit dem er – nach Schiller – wieder zu binden vermöchte, „was die Mode streng geteilt“ („Ode an die Freude“/„Europahymne“ und immer brandaktuell!).

Ich bin davon überzeugt, dass die Freimaurerei auch in den nächsten 300 Jahren noch eine Notwendigkeit sein wird.

Rolf Keil

Um in der Welt zu wirken, müssen wir uns zu einem gewissen Teil auf sie einlassen, wir müssen die Welt aber auch bis zu einem bestimmten Grad bei uns einlassen, wie wir es z. B. mit den Suchenden tun, aber auch mit der Befassung von Themen, die in der Gesellschaft relevant sind. Die Freimaurerei darf sich nicht als eine Organisation zur Pflege gehobener Geselligkeit umrahmt von ehrwürdigen Gebräuchen begreifen, sondern wir müssen uns immer gewiss sein, dass es um Arbeit an uns selbst geht und damit um den Bau am Tempel der Humanität, dessen Baustein und Baumeister der Freimaurer sein will. Die Freimaurerei darf nicht der Versuchung erliegen, aus dem Bedürfnis nach Frieden und Ruhe heraus, alles aus den Leben der Logen fernzuhalten, was auch nur im Geringsten geeignet erscheint, gegensätzliche Auffassungen in Erscheinung treten zu lassen und so die Gemüter in Wallung kommen zu lassen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Freimaurerei auch in den nächsten 300 Jahren noch eine Notwendigkeit sein wird. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Freimaurerei in der heutigen Form eine Zukunft haben wird, wenn sie sich ihr stellt.

Die Chancen sind gut, denn die Logen haben ein Alleinstellungsmerkmal: Ganz gleich ob Wirtschaftsklub, Gewerkschaft, politische Partei oder Religionsgemeinschaften, sie alle machen sich der gleichen Sünde schuldig: der Sünde des Selbstgesprächs. Sozialdemokraten gehen in sozialdemokratische Versammlungen, CDUler zur CDU, Gewerkschaftler besuchen ihre Zusammenkünfte und Geschäftsleute die ihren. Dort hören sie Rednern zu, deren Ansichten sie ohnehin teilen, und die Redner freuen sich, weil sie so herzlichen Beifall finden. Aber ein Austausch findet nicht statt, ihre Glaubenssätze werden nicht hinterfragt.

So einfach darf es sich die Freimaurerei nicht machen. Wir müssen weiterhin versuchen die Angehörigen aller der genannten Gruppen zusammenzuführen. In großer Weisheit hat Anderson es schon in den Alten Pflichten aufgezeigt, wenn er schreibt, die Freimaurerei sei eine Stätte der Einigung und zu einem Mittel, wahre Freundschaft unter Menschen zu stiften, die einander sonst ständig fremd geblieben wären.

Politischer Streit ist in der Loge tabu, ebenso wie ein Streit über die Konfessionen. Aber, wo wenn nicht in unseren Logen können wir in Offenheit sprechen, unsere Standpunkte überprüfen und das tun, was laut Lessing eine der größten Freuden ist: Laut Nachdenken mit einem Freund! Die Loge bietet einen geschützten Raum, der erst Entwicklung und das Aufeinander zubewegen ermöglicht. Der geschützte Raum der Logen ermöglicht es, die eigene Position zu hinterfragen, ohne das dies als Schwäche ausgelegt wird. In unseren Diskursen geht es nicht darum zu gewinnen, sondern es geht darum möglichst viele Sichtweisen kennenzulernen, sie abzuwägen und vielleicht den eigenen Standpunkt weiter zu entwickeln.

Lasst uns also mutig sein und uns auch dem zuwenden, was uns und der Gesellschaft auf den Nägeln brennt. Sind wir politisch in diesem Sinn. Betrachten wir die Gesellschaft, üben wir Kritik. Trauen wir uns auch die Felder zu beackern, bei denen wir am Ende nur darin übereinstimmen, dass wir nicht übereinstimmen. Grade in einer Zeit in der die Zentrifugalkräfte an Stärke gewinnen, braucht es einen Raum, in dem der Mensch dem Menschen begegnet. Und tragen wir unseren Standpunkt wieder und wieder in die Gesellschaft zurück!

Wenn wir weiter darauf achten, dass wir einander in brüderlicher Liebe begegnen, den geistigen Kampf nicht zum Streit missbrauchen, die Diskussion nicht zur Disharmonie werden lassen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Wenn wir dann auch noch daran festhalten, der Freude, dem Spaß und der offenen Herzlichkeit einen Platz in der Arbeit und in unseren Herzen einzuräumen, dann mache ich mir keine Sorgen.

Meine Mutterloge Lessing eröffnet jede rituelle Arbeit mit den drei programmatischen Sätzen aus Ernst und Falk. Sie beschreiben unsere Aufgabe treffend: „Recht sehr zu wünschen, dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaften hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört.“

Wie ungeheuer aktuell sind jene Zeilen heute, wo der große Verführer, der Nationalismus wieder sein Haupt erhebt.

„Recht sehr zu wünschen, dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteile ihrer angeborenen Religion nicht unterlägen, nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsste, was sie für gut und wahr erkennen.“

Auch hier liegt die Aktualität auf der Hand. Wir Freimaurer sind aufgerufen, Brücken zu bauen.

„Recht sehr zu wünschen, dass es in jedem Staate Männer geben möchte, welche bürgerliche Hoheit nicht blendet und bürgerliche Geringfügigkeit nicht ekelt, in deren Gesellschaft der Hohe sich gern herablässt und der Geringe sich dreist erhebet.“

Lasst uns in diesem Sinne miteinander feiern und lasst uns anschließend die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam an die Arbeit gehen.“

Einen würdigen musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs setzte der Eberhard Panne am Klavier.

Eberhard Panne und Rolf Keil beim Empfang des Frankfurter Meisterzirkels 2017

Eberhard Panne und Rolf Keil beim Empfang des Frankfurter Meisterzirkels 2017

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