Großer Erfolg beim Tag der offenen Tür in Darmstadt

Darmstadt Mathildenhöhe Foto: fotolia, pure-life-pictures

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Das hat das Darmstädter Logenhaus in seiner langen Historie noch nie erlebt: Die älteste Darmstädter Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ ludt erstmals in ihrer über 200 Jahre alten Geschichte zu einem „Tag der Offenen Tür“ ein.

(Darmstadt/fr) Rund 500 Bürger folgten an einem Sonntag der Einladung der Brüder und Schwestern. Sie besichtigten die aufwendig renovierten und wieder eröffneten repräsentativen Räumlichkeiten, informierten sich über die drei im Logenhaus arbeitenden Bauhütten, nahmen an zwei Bücher-Lesungen teil und staunten über vorgeführte Zaubertricks und demonstrierte Mentalmagie. Der Darmstädter Bridgeclub, Mieter der Räumlichkeiten, informierte darüber hinaus die Besucher über das faszinierende Kartenspiel.

Der Tag endete mit einer Geburtstagsparty für den Hausintendanten der Loge. An ihr nahmen zahlreihe Mitglieder des „Theaters Moller-Haus“ teil, das im unteren Geschoss des Logenhauses seine Veranstaltungsräume hat.

Als erstes auf dem Programm stand die feierliche Wiedereröffnung des „Moller-Hauses“ mit dem Durchschneiden des roten Bandes durch die Hauseigentümer, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und dem Meister der Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“, Armin Hirth. Anschließend fanden Führungen durch das Haus mit Besichtigung der Theaterräumlichkeiten im Erdgeschoss und des Darmstädter Logenhauses im Obergeschoss statt. Zu diesem Anlass stellten sich die drei Darmstädter Logen “Johannes der Evangelist zur Eintracht” (Alte Freie und Angenommene Maurer von Deutschland), “Zum Flammenden Schwert” (Große Landesloge von Deutschland / Freimaurerorden) und “Vier Elemente im Licht” (Feminine Loge) mit Roll Up’s, Infotischen, einer Videopräsentation und Durchführung eines kurzen Zeremoniells im Tempelraum vor. Im Anschluss gab es eine Lesung durch Baronin Riedesel aus ihrem Buch „Geisterkinder“. Sie berichtete an Hand von Originaldokumenten über die Sippenhaft der in einem Kinderheim, in Gefängnissen und Konzentrationslagern versteckten Angehörigen der ermordeten Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Andreas Bummer stellte die kosmopolitischen Vision einer globalen Demokratisierung und Schaffung eines Weltparlamentes bei den Vereinten Nationen vor, niedergeschrieben von Jo Leinen und ihm in dem Werk „Das demokratische Weltparlament“. Abschließend gab es Zauberei und Mentalmagie für Alt und Jung, vorgeführt von Florian und  Janina Scholz, Mannheim sowie eine Demonstration des Bridge-Spiels durch den Darmstädter Bridgeclub.

Die Mitglieder der Loge, an ihrer Spitze deren Vorsitzender Armin Hirth, zogen am Ende ihres ersten „Tages der Offenen Tür“ eine uneingeschränkt positive Bilanz. 500 Besucher, interessante Gespräche, neue Kontakte in die Stadt hinein und zu ihren Repräsentanten, u.a. zum direkten Nachbarn, dem Darmstädter Staatstheater und seinem Intendanten. Im Oktober 2018 wird dort Bruder Mozarts  „Zauberflöte“ zur Aufführung kommen. Über beidseitige Kooperationsmöglichkeiten wird derzeit nachgedacht.

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Der freimaurerische Schlossgarten in Schwetzingen

Ruine eines römischen Wasserkastells 1776/1779 von Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell

Ruine eines römischen Wasserkastells 1776/1779 von Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell

Ein Besuch des Schlossgartens in Schwetzingen etwa 10 Kilometer westlich von Heidelberg lohnt sich nicht nur für Freimaurer, doch gerade für sie gibt es noch Geheimnisse zu lüften. Wo befindet sich beispielsweise der Venus-Tempel? Wo ist die in den historischen Unterlagen erwähnte Sternenwarte? Ist unter dem Minerva-Tempel eine Loge?

(Schwetzingen/gg) Der Schlossgarten in Schwetzingen ist voller Anspielungen auf Mystik, Mythologie und Freimaurerei. Die Gestalter des Schlossgartens – u. a. Kurfürst Carl Theodor, Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell – nutzten hauptsächlich freimaurerische Allegorien und Analogien aus der griechisch-römischen Mythologie, um ihre Intentionen zum Ausdruck zu bringen. Sie sind kaum mehr nachvollziehbar, weil sich das heutige Denken stark von dem Denken aus der Zeit der Entstehung des Schlossgartens im 18. Jahrhundert unterscheidet. Die Inhalte und Aussagen, die im Schlossgarten auf mannigfaltige Weise vermittelt werden, sind aber heute noch genauso aktuell wie sie es damals waren, denn die Fragen des Menschen nach seinem Existenzgrund sind zeitlos.

Vom Dreibrückentor aus kann man alle Bereiche des Gartens (Englischer Garten, Französischer Garten, Kreisparterre und Schloss) erreichen, ohne seinen eigenen Weg jemals zu durchkreuzen. Dass der Garten allen offen stand, vermittelt einen guten Eindruck, wie hoch Kurfürst Carl Theodor seine Untertanen wertschätzte. Ob er damit die Absicht verfolgte, dem Besucher eine Eigeninitiation erlebbar zu machen oder ob er der Auffassung war, dass hermetisch-freimaurerische Inhalte allen Bürgern zugänglich sein sollten (wie der Schlossgarten selbst) oder ob er mit dem Schlossgarten mythologisches Interesse in den Besuchern wecken wollte, wird wahrscheinlich im Dunkeln der Geschichte bleiben. Der Garten ermöglicht es einem Eingeweihten sowie einem Laien in ihm zu lesen.

Der Schwetzinger Schlossgarten wurde Ende des 18. Jahrhunderts (von ca. 1752 bis 1796) erbaut. Zur Zeit von Kurfürst Carl Theodor gab es in Deutschland viele freimaurerische Systeme. Der Kurfürst könnte einige freimaurerische Systeme gekannt und davon bestimmte Inhalte im Schlossgarten verewigt haben.

Die Gartenanlage lässt sich in drei Abschnitte unterteilen: 1. Der Englische Garten im Westen ist der Natur nachgeahmt und das Element Wasser überwiegt (Schwarzes Meerle, Großer Weiher, Moscheeweiher usw.). Der Englische Garten kann für die Herrschaft der Natur über den Menschen stehen. 2. der Französische Garten ist von einer geraden Linienführung sowie von rechten Winkeln durchzogen. Er kann für die Herrschaft der Kunst über die Natur stehen. Die Natur wird zum Kunstobjekt. Das Element Feuer spielt im mittleren Bereich des Gartens eine große Rolle; allein durch die fehlende Dominanz des Wassers im Vergleich zum Englischen Garten. 3. Der Französische Garten im Osten wird vom Kreisparterre mit dem Arionbrunnen in der Mitte beherrscht. Der ganze Bereich ist flach angelegt, so dass der Wind freies Spiel hat. Das Kreisparterre ist durch nördliche und südliche Zirkelgebäude im Osten und durch die beiden Laubengänge (berceaux en treillage) im Westen umrandet. Dabei ist es wichtig, dass es sich im Westen um Laubengänge, d.h. um durchschreitbare Abgrenzungen handelt, und nicht um Gebäude oder steinerne Mauern, wie im östlichen Bereich des Kreisparterres. Insbesondere soll damit die Verbindung zu den Bereichen im Norden wo Galatea-Brunnen und Pan-Statue sowie im Süden wo Minerva-Tempel und lykischer Apollon stehen deutlich gemacht werden.

Der »Dänische Freimaurerorden« wurde 1743 in Kopenhagen (übernahm aber erst ab 1855 das Schwedische System) und die »Große Landesloge von Schweden« wurde 1760 in Stockholm gegründet. Österreich war der »Großen Landesloge« als Provinz angeschlossen bis sich in Wien 1784 die »Große Landesloge von Österreich« gründete. Die Verbindung von Carl Theodor nach Österreich ist nicht nur durch Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Vater bezeugt. Der siebenjährige Mozart besuchte zwischen dem 15. und 29. Juli 1763 mit seiner Schwester und seinem Vater im Rahmen einer Konzertreise den kurpfälzischen Hof. Auch Christoph Willibald Gluck, einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ist ein wichtiger Vermittler der 1774 als Komponist nach Schwetzingen übersiedelte. Er inszenierte die Oper »La contesa de‘ numi« (von Pietro Metastasio) am 9. April 1749 für den Königshof in Kopenhagen, was als eine mögliche Verbindung nach Skandinavien verstanden werden kann. Denn auch wenn sich die Königshäuser Schwedens und Dänemarks zu der Zeit nicht über den Weg trauten, so hielten sie nichtsdestotrotz formelle und diplomatische Gepflogenheiten ein. Das führt wiederum zu den »Eckleffschen Akten«.

Durch die »Eckleffschen Akten« von ca. 1756, der Grundlage der heute noch existierender Freimaurerorden in Deutschland und Skandinavien, können Anordnungen aber auch bauliche Veränderungen im Schwetzinger Schlossgarten nachvollzogen werden. Die »Eckleffschen Akten« weisen nicht nur durch ihre inhaltliche Gestaltung bereits auf ein fundiertes mystisches und hermetisches Wissen hin. Die Gestaltung des Schlossgartens entspricht an vielerlei Stellen den freimaurerischen Inhalten der schwedischen Lehrart. Was zu der Annahme führt, dass Carl Theodor einen direkten Kontakt zum schwedischen Hof des Freimaurers und späteren Königs von Schweden – Karl XIII. – und seinem Vorgänger und Bruder Gustav III. (auch Freimaurer) gehabt zu haben scheint. Zudem treffen an besonderen Stellen verschiedene Richtungen der Freimaurerei zusammen und ermöglichen dadurch mehrere Deutungsebenen, was auch für Nicht-Freimaurer sehr interessant ist.

Ein Besuch des Schlossgartens in Schwetzingen, der etwa 15 Kilometer südöstlich von Mannheim und 10 Kilometer westlich von Heidelberg liegt, lohnt sich besonders als Freimaurer aber nicht nur. Es gibt noch einige Rätsel zu lösen, wie z.B.: Wo befindet sich der fehlende Venus-Tempel? Wo ist die in den historischen Unterlagen erwähnte Sternenwarte? Ist unter dem Minerva-Tempel eine Loge? Wie ist der Garten im Sinne seiner Erbauer zu begehen? Welche Strömungen der Freimaurerei finden sich darin verewigt?

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“Frieden wird uns nicht geschenkt!”

Marie-Luise und Christian Schwarz-Schilling mit dem stellvertretenden Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland Bernd Brauer

Marie-Luise und Christian Schwarz-Schilling mit dem stellvertretenden Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland Bernd Brauer

Freimaurer trafen sich auf der Wasserkuppe und luden zu einem Vortrag mit Bundesminister a. D. Christian Schwarz-Schilling ein.

(Fulda/bh) Die im Jahr 2010 in Fulda gegründete Freimaurerloge “Zum Frieden – la Paix” in Fulda nahm das dreihundertjährige Jubiläum der Gründung der ersten Großloge von London und Westminster zum Anlass, sich ihrer freimaurerischen Werte zu versichern und mit einer Veranstaltung am Tag der Wahl für den deutschen Bundestag an die Öffentlichkeit zu treten. Dem vorausgegangen war eine Tempelarbeit in dem heute als Denkmal erhaltenen Radom auf der Wasserkuppe. Dieser „Radardom“, von dem der erste von vier im Jahr 1958 errichtet wurde, wird als kulturelles Denkmal auf dem höchsten Berg von Hessen zur Erinnerung an den Kalten Krieg und die nahe ehemalige innerdeutsche Grenze erhalten.

Die Fuldaer Loge hatte die Feld- und Militärloge “Henning von Tresckow” aus Potsdam eingeladen, diese Tempelarbeit auszurichten. Henning von Tresckow, der Namensträger dieser Loge, gilt als eine der großen Persönlichkeiten des militärischen Widerstandes gegen Adolf Hitler. Die Tempelarbeit in der Kuppel des Radoms wurde von Brüdern aus 25 Orienten besucht, darunter aus den Orienten Brüssel und St. Gallen. Als Gäste konnte u.a. der stellvertretende Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland, Bernd Brauer, und der Großkanzler der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Karl-Henning Kröger, begrüßt werden. Damit hat sich der Wunsch der Brüder aus Fulda erfüllt, sowohl am Tag der Bundestagswahl als auch wenige Tage vor dem Tag der deutschen Einheit Freimaurer zusammenzuführen und mit den Themen Krieg und Frieden zu befassen.

Am Nachmittag desselben Tages hatte die Fuldaer Loge zu einem öffentlichen Vortrag von Bundesminister a. D. Christian Schwarz-Schilling in das Bürgerhaus im nahen Poppenhausen eingeladen. Schwarz-Schilling hat sich als Streitschlichter der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und in Mazedonien große Verdienste erworben, die ihn später als Sonderbeauftragten der EU in Bosnien-Herzegowina empfohlen haben.

Auch wenn man keinen Krieg führt, kann man schuldig werden.

Nach einem Grußwort des Bürgermeisters Manfred Helfrich sprach der im Jahr 1930 geborene Christian Schwarz-Schilling zwei Stunden über seine Erfahrungen auf dem Balkan und die Lehren, die er daraus gezogen hat. Entscheidend für Schwarz-Schilling war, dass Europa zu spät eingegriffen und über lange Zeit entsetzliche Menschenrechtsverletzungen zugelassen habe. Seine Haltung dazu fasste er in der Aussage zusammen: „Auch wenn man keinen Krieg führt, kann man schuldig werden.“ Frieden um jeden Preis sei keine Voraussetzung, Frieden zu gewinnen, sagte er auch unter Hinweis auf das Münchner Abkommen aus dem Jahr 1938, das Hitlers Expansionsstreben legitimiert habe. In seiner Rede ging Schwarz-Schilling auch auf die gegenwärtige internationale politische Krise ein und sprach davon, dass „der Krieg mit Worten“ bereits weit fortgeschritten sei, und mit Verweis auf die Vereinigten Staaten merkte er an, dass eine Politik, die nur auf die Interessen des eigenen Landes ausgerichtet sei, am Ende auch das eigene Land schwäche.

Sein Vortrag wurde getragen von dem Appell: „Frieden wird uns nicht geschenkt!“ Die anschließende Aussprache wurde moderiert durch den Meister der Forschungsloge Quatuor Coronati, Thomas Forwe. Tröstlich angesichts der Schilderungen von Kriegen und ihren Folgen waren musikalische Beiträge auf dem Cembalo des in Poppenhausen lebenden Musikers Jan Polivka, der Kompositionen von Händel vortrug, die wie die Freimaurerei seit dreihundert Jahren nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben.

Freimaurer aus 25 Orten treffen sich auf Einladung der Fuldaer Freimaurer auf der Wasserkuppe

Freimaurer aus 25 Orten treffen sich auf Einladung der Fuldaer Freimaurer auf der Wasserkuppe

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Darmstädter Loge übergab Humanitären Preis

Übergabe des Humanitären Preises in der Darmstädter Loge

Übergabe des Humanitären Preises in der Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht”.

Im Rahmen der Festveranstaltung zur Wiedereröffnung des Darmstädter Logenhauses fand die Verleihung des Humanitären Preises 2017 der Loge in Höhe von 10.000 Euro statt.

(Darmstadt/fr) In einer bisher einzigartige Kooperation der Loge mit dem Rotary Club Darmstadt-Kranichstein kam es zur Übergabe des Humanitären Preises. Der Präsident des Rotary Clubs, Prof. Dr. Michael Schäfer, erläuterte die beiden Projekte. Das Preisgeld kommen sozialschwachen Familien in Darmstadt und Waisenkindern in einem Kinderdorf in Peru zu Gute. Getragen werden die Einrichtungen von der Bensheimer Karl-Kübel-Stiftung bzw. dem Internationalen Verband Westfälischer Kinderdörfer in Paderborn.

Neben den Ehrengästen und den Brüdern der Loge waren zahlreiche Mitglieder des Rotary Clubs Darmstadt-Kranichstein zu Gast.  Zu den Gästen gehörten darüber hinaus eine Vielzahl an Brüdern befreundeter Logen und Brüder und Schwestern der beiden anderen Darmstädter Logen.

Der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Herr Jochen Partsch, zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt und dankbar von der guten Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten. Das finanzielle Engagement der Stadt Darmstadt an diesem Bauwerk sei Ausdruck der aktuellen Anstrengungen der politisch Verantwortlichen, die kulturellen Einrichtungen in der Stadt zu unterstützen und zu modernisieren. Das Darmstädter Logenhaus, Teil des Moller-Hauses, sei dafür ein bestes Beispiel. Er wies auf die 35 Straßen und Plätze in Darmstadt hin, die die Namen von Freimaurern tragen. Die Darmstädter Freimaurerei sieht er als Teil der aktuellen Stadtgesellschaft und äußerte Erwartungen an die Brüder und Schwestern der drei Logen. Er schien deutlich interessiert an einem Dialog mit den Freimaurern.

Großmeister Bruder Roth-Kleyer beglückwünschte die Darmstädter Brüder in seinem Grußwort zu ihrem eindrucksvollen Gebäude, ihrer Spenden-Kooperation mit den Rotariern und wünschte für die Zukunft, dass die Räume in vorzüglicher Weise freimaurerischen Geist beheimaten.

Grußworte sprachen darüber hinaus als Mitnutzer der Logenräume der 1. Abgeordnete Meister vom „Flammenden Schwert“ der Großen Landesloge, Bruder Arno Moos, und die Meisterin vom Stuhl der femininen Loge „Vier Elemente zum Licht“, Schwester Christiane Bauer. Diese wies dankend darauf hin, dass dies für sie persönlich und für die  Schwestern ihrer Loge ein besonderer Moment sei, bei solch einer Festveranstaltung sprechen zu dürfen.

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Tag der offenen Tür im Wetzlarer Logenhaus

Gäste versammeln sich kurz vor Beginn der ersten Führung durch das Wetzlarer Logenhaus. Foto: Franzmann

Gäste versammeln sich kurz vor Beginn der ersten Führung durch das Wetzlarer Logenhaus. Foto: Franzmann

Mehr als 300 Gäste besuchten am Tag des offenen Denkmals das Logenhaus in der Goethe- und Optikstadt Wetzlar.

(Wetzlar/mf) Zwei geplante Führungen wurden auf Grund der erfreulich hohen Resonanz spontan aufgeteilt, da die zu besichtigenden Räume nicht alle Führungsteilnehmer hätten gleichzeitig aufnehmen können. Auch zusätzliche Rundgänge in kleineren Gruppen kamen immer wieder zustande, wenn Mitglieder der Loge “Wilhelm zu den drei Helmen” Gäste im Eingangsbereich des 1911 im Jugendstil erbauten Logenhauses begrüßten.

Die im Rahmen der Aktion „Tag des offenen Denkmals“ und der Feierlichkeiten zu „250 Jahre Freimaurer in Wetzlar“ durchgeführte Veranstaltung wurde von vielen Besuchern dazu genutzt, das „Geheimnisvolle“ an der Freimaurerei zu er- und hinterfragen und Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Die Besichtigung des Tempels war für viele Besucher ein Höhepunkt bei den Führungen.
Wenngleich das „Geheimnis“ der Freimaurerei von keinem Anwesenden „entdeckt“ wurde, so konnte bei manchen Führungsteilnehmern und Fragenstellern auf Grund der offenen und herzlichen Gespräche ein Interesse an weiteren Informationen geweckt werden, das zu Besuchen der kommenden Gästeabende, zu denen die Loge regelmäßig einlädt, animierte.

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Wetzlarer Loge im Endspurt

Viel Beifall erntete der Schauspieler Rainer Hustedt im Rahmen einer

Viel Beifall erntete der Schauspieler Rainer Hustedt im Rahmen einer “musikalischen Lesung”.

Die finale Phase des Jubiläumsjahres „250 Jahre Freimaurerei in Wetzlar“ wurde mit drei hervorragenden Veranstaltungen in den Städtischen Museen Wetzlar eingeläutet.

(mf) Den Anfang machte dabei der Gießener Schauspieler Rainer Hustedt, der mehr als nur eine angekündigte Lesung bot. Neben Texten von Freimaurern und solchen über den Männerbund drangen auch gleichsam zusammengetragene Musikstücke, auf dem Saxophon vorgetragen, in die Ohren der begeisterten Zuhörer.

Zwei Tage später folgte ein Vortrag zu dem die Städtischen Museen in Kooperation mit dem Wetzlarer Geschichtsverein eingeladen hatten. „Reichskammergericht und Visitation zur Zeit der Logengründung“ lautete die Überschrift der Abendveranstaltung, in der die Leiterin des historischen Archives der Stadt Wetzlar, Frau Dr. Irene Jung, und die Kunsthistorikerin und erste Vorsitzende des Wetzlarer Geschichtsvereins, Frau Oda Peter, referierten. Das vermeintlich trocken klingende Thema wurde sehr lebendig dargebracht, hervorragend gegliedert und durch die Vortragenden im Wechsel präsentiert. Unterstützt wurde die Aufbereitung durch Bilder, die wohldosiert gezeigt wurden und so zusätzlich zur Auflockerung beitrugen.

Dank des Engagements der Städtischen Museen und der Goethegesellschaft konnte ein letzter Themenabend angeboten werden. Der aus Jena angereiste Historiker und Germanist, Dr. Gerhard Müller, sprach über „Goethe und die Freimaurerei“, wobei der Schwerpunkt nicht der Auseinandersetzung des Dichters und Denkers mit den Inhalten des Bundes oder seinen ihm gewidmeten Werken galt. Vielmehr standen Goethes Person im Kontext der gesamtpolitischen Situation und das Nutzen von Kontakten, die sich auf Grund Goethes Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge ergaben, im Vordergrund der Erläuterungen.
Im Rahmen der Finissage zur Sonderausstellung „250 Jahre Freimaurerei in Wetzlar“ am 22. Oktober, die auch den Abschluss des Festwochenendes anlässlich des 250-jährigen Stiftungsfestes der Loge Wilhelm zu den drei Helmen darstellt, wird der Innsbrucker Prof. Dr. Helmut Reinalter die Feierlichkeiten um 11 Uhr mit seinem Vortrag über „Das neue Aufklärungsdenken und die Zukunft der Freimaurerei” beschließen.

Auch zu diesem öffentlichen Vortrag und einer letzten Möglichkeit, die Sonderausstellung zur Freimaurerei im Wetzlarer Stadtmuseum besuchen zu können, sind alle Interessierten noch einmal herzlich eingeladen.

“Reichskammergericht und Visitation zur Zeit der Logengründung”, so der Titel des Vortrages von Frau Dr. Irene Jung und Oda Peter

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Wiedereröffnung des Darmstädter Logenhauses

Der geschmackvolle Ritualraum im Darmstädter Logenhaus

Der geschmackvolle Ritualraum im Darmstädter Logenhaus

Die Brüder der 200 Jahre alten Darmstädter Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ feierten am 16. September 2017 mit vielen Gästen feierlich die Wiedereröffnung ihres Logenhauses.

Das Darmstädter Logenhaus, 1818 nach den Plänen des berühmten Architekten und Logenbruders Georg Moller erbaut, 1944 zerstört und 1966 an der selben prominenten Stelle neben dem Darmstädter Staatstheater im Stil der Moderne wieder aufgebaut, war technisch und optisch in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den Brandschutz-Vorschriften. In 18-monatiger Bauzeit wurde 2016/17 das „Moller-Haus“, in dem sich neben dem Logenhaus ein Theater befindet, vollständig saniert. Die Baukosten von 3,2 Mio € übernahm überwiegend die Stadt Darmstadt als Mehrheitseigentümerin des Hauses. Finanziell gefördert wurde die Baumaßnahme vom Land Hessen. Die Brüder der Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ beteiligen sich an der Finanzierung mit einer größeren langfristigen Hypothek.

Armin Hirth, Vorsitzender der Loge

Armin Hirth, Vorsitzender der Loge

Der Vorsitzende der Loge, Armin Hirth, konnte bei der feierlichen Wieder-Einweihung des Tempels etwa 100 Brüder unterschiedlicher Obödienzen aus Nah (Frankfurt, Mannheim, Wiesbaden) und Fern (Berlin, Konstanz, Zürich) begrüßen. Unter ihnen den Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Stephan Roth-Kleyer. Dieser führte, assistiert vom Großzeremonienmeister Peter Lauber, die Wieder-Einweihung des Tempels rituell durch. Großredner Wolfgang Kreis trug seine animierenden Gedanken zum aktuellen gesellschaftspolitischen Auftrag der Maurer unter der Überschrift „Schweigen oder Handeln?“ vor.

Distriktmeister Lutz Hausberg überreichte Olaf Rabe, Hausintendant der Loge, für sein unermüdliches und verantwortungsvolles Engagement während der gesamten Bauzeit die neu geschaffene Ehrennadel der Großloge, welche im Distrikt Hessen/Thüringen erstmals verliehen wurde.

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