“Burns Supper” der Frankfurter Loge “Lessing” wieder mit großen Spenden

Die Karten zum Burns Supper 2019 waren in kürzester Zeit ausverkauft

„We’ll take a cup of kindnes yet – For Auld Lang Syne“ Unter diesem Motto versammelten sich 140 Brüder und Schwestern und interessierte Gäste, um gemeinsam mit der Loge das 9. Burns Supper zu begehen.

Frankfurt. (rk) Die Veranstaltung  strahlt deutlich über das Rhein-Main-Gebiet hinaus. Die Gäste kamen aus 29 Logen, 6 Großlogen, inklusive der Frauengroßloge und aus allen Teilen Deutschlands, sowie aus Belgien und den Niederlanden.Dieses Verbindende machte auch unser Großmeister Stephan Roth-Kleyer zum Gegenstand seines Grußworts.

Das Burns Supper reiht sich ein in den Kanon von Geburtstagsfeierlichkeiten für den schottischen Dichter und Freimaurer Robert Burns, der am 25. Januar 1759 geboren wurde. Der Abend folgt einem vorgegebenen Ablauf. Auf ein ein typisch schottisches Essen, den Haggis, den Robert Burns mit einer Ode gewürdigt hat, folgt eine Rede auf das Unsterbliche Werk des Dichters, vorgetragen von Hermann Redmer. Eine Besonderheit ist der Auftritt des Dichters selbst, verkörpert von Bernd Schmude. Dazu jede Menge Musik und natürlich darf das Wasser des Lebens, der schottische Malt Whisky, nicht fehlen.Das Burns Supper wurde konzipiert von Rolf Keil, der auch wie immer den Abend leitete. Hervorzuheben bleibt aber das große Engagement der Brüder der Loge, die dieses Fest immer wieder zu einem Erlebnis machen.

Beim Burns Supper geht es auch darum, Geld für lokale Projekte zu sammeln. Gerade die Unterstützung sozialer Projekte vor Ort verankert die Freimaurerei in der Mitte der Gesellschaft. In diesem Jahr gab es zwei Spendenempfänger.

Das Leuchtfeuer Höchst organisiert und unterstützt soziale Projekte aller Art. Die Helfer (Vereinsmitglieder) verteilen gespendete Nahrungsmittel, Kleidung, Haushaltsgegegenstände und vieles andere mehr an Bedürftige. Sie bieten kulturelle Veranstaltungen, Feste, Schifffahrten, Spiele-Treffs, Kindergeburtstage für diejenigen an, die durch Armut von der Teilnahme an solchen Aktivitäten ausgeschlossen sind. Besonderer Schwerpunkt ist die Betreuung von finanziell schlecht gestellten Rentnerinnen und Rentnern. Darüber hinaus ist die Wiedereröffnung des Cafe-Leuchtfeuer geplant, eine Kleiderkammer und eine mobile Versorgung von Bedürftigen, auch Obdachlosen, mit körperlichen Behinderungen.

Das MainÄppelHaus Lohrberg ermöglicht Kindern ab dem Vorschulalter, Jugendlichen und Erwachsenen am Beispiel der Streuobstwiese die Natur näher kennen zu lernen. Dabei lernen die Kinder Tiere und Pflanzen kennen, zu respektieren und zu schützen. Die Freude und das Interesse an der Natur sind schnell geweckt und fördern die emotionale Bindung an die eigene Lebensumgebung und die Wertschätzung der Natur. Durch Rollen- und Gruppenspiele lernen Kinder und Jugendliche auf der Streuobstwiese soziales Verhalten und bekommen ein Gespür dafür, wie stark Mensch und Natur zusammen gehören. Auch die motorischen Fähigkeiten und körperliche Entwicklung werden geschult.

Die beiden Organisationen konnten sich am Ende des Abend über je 3.000 € Spendensumme freuen, die am Abend eingenommen wurden. Seit dem ersten Burns Supper konnten insgesamt über 60.000 € für regionale wohltätige Zwecke aufgewendet werden.

Das 10. Burns Supper der Loge Lessing wird am 25.Januar 2020 stattfinden.

Weitere Infos zu den Spendenempfängern finden sich unter http://www.hoechster-leuchtfeuer.de/ und http://www.mainaeppelhauslohrberg.de/.

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Neujahrsempfang in Wetzlar

Neujahrsempfang der Loge Wilhelm zu den drei Helmen. (Foto: Werner Volkmar)

Erfreut zeigte sich der neue Meister vom Stuhl, Martin Marx, über die große Zahl der Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, die zum traditionellen Neujahrsempfang der Wetzlarer Freimaurerloge „Wilhelm zu den drei Helmen“ ins Logenhaus gekommen waren.

Wetzlar. (wv) Namentlich begrüßte der Meister vom Stuhl als erster Vorsitzender neben Oberbürgermeister Manfred Wagner und Wolfram Dette (Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises) auch den Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer und Frank Steinrats, Mitglied im Hessischen Landtag (beide CDU) sowie die Stadträtin Sigrid Kornmann.

„Was Sie tun ist gut. Tun sie es lauter“ so Landrat Wolfgang Schuster beim Neujahrsempfang im Jubiläumsjahr 2017. Damit meinte er, dass die Freimaurer mehr in die Öffentlichkeit gehen sollten. „Und dies tun wir, denn die Werte, die wir vertreten- wie Freiheit, Toleranz, Gleichheit, Brüderlichkeit und Humanität, sind nicht nur uns wichtig – sie sind eine gute Basis für menschliches und politisches Handeln“,  so Marx. „Ja, wir Freimaurer erbringen auch heute einen Beitrag zur Gestaltung einer modernen Gesellschaft, aber mit nur rund 15.000 Brüdern wird unsere Stimme nur selten wahrgenommen. Ich fände es toll, wenn einige bekannte Politiker, Wissenschaftler oder Sportler zur Freimauerei kämen, und dies auch adäquat kommunizieren würde. Für unsere Gesellschaft würde dies sicher von Vorteil.

Was Sie tun ist gut. Tun Sie es lauter!

Landrat Wolfgang Schuster

Bei seinem Festvortrag „Geschichte der Geometrie in Theorie und Praxis unter dem Blickwinkel von Winkelmaß und Zirkel“ behandelte Professor Dr. Albrecht Beutelspacher, einer der populärsten Mathematiker und Leiter des „Mathematikum“ in Giessen, ein Thema, das bedrohlicher klang als es war, zumal der Wissenschaftler die Gäste mit seinen bekannten mathematischen Experimenten überraschte.

„Geometrie“ (zu Deutsch „Vermessung der Erde) ist sicher eine der ältesten Wissenschaften. So konnte man in Ägypten (2500 vor Christus) nicht nur gradlinig begrenzte Flächen in rechtwinklige Dreiecke und diese wieder in Rechtecke flächengleich umwandeln, auch die Formel für das Volumen der Pyramidenstümpfe war bekannt. Ihre Werkzeuge waren Zirkel und Lineal, Hilfsmittel, die die Welt heute noch prägen. Auch der Satz des Griechen Pythagoras (570 vor Christus) hat bis heute seine Gültigkeit behalten. Oder Archimedes, der mit der nach ihm benannten Zahl „Pi“ aus dem Durchmesser den Umfang der Erde berechnete. Und immer waren Winkelmaß und Zirkel wichtige Hilfsmittel.

Zum Abschluss seines Vortrages erklärte der Mathematiker anhand eines banalen Experimentes die „Quadratur des Kreises“. Der Professor ließ ein Quadrat entstehen, indem er zwei aus einem Streifen Papier geformte und über Kreuz aufeinander geklebte Ringe wieder auseinander schnitt und zu einem Quadrat entfaltete. Ein Experiment, für das es stürmischen Beifall gab.

Gastredner Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher veranschaulicht Inhalte seines Festvortrages zur Geometrie. (Foto: Werner Volkmar)

Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), der die Grüße der Stadt und des Magistrates der Stadt überbrachte, erinnerte daran, dass unsere Zeit, wie kaum eine andere zuvor, voller Möglichkeiten steckt. „Zum Guten und zum Bösen. Nichts komme von selbst. Und nur wenig ist von Dauer“. Darum besinnt Euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit andere Antworten braucht“. „Dieses Zitat des früheren Bundeskanzler Willy Brandt hat an Bedeutung nichts eingebüßt“, so Wagner, wenn wir auf den Zustand unserer Gesellschaft blicken oder die Lebensgrundlagen auf unserem Globus sehen. Natürlich gibt es hier keine einfachen Lösungen, aber es bedarf einer Entschleunigung der Prozesse und der Bereitschaft, einen Raum für den gesellschaftlichen Diskurs zu öffnen. Wir brauchen Werte und Haltungen als tragende Säulen unserer Gesellschaft, die denen der Freimaurer eng verbunden sind, wie Toleranz, Friedenswille oder Mitmenschlichkeit. „Diese Werte sind auch ein Kompass für die Weiterentwicklung unseres Hauses Europa, um die es bei den Wahlen zum Europäischen Parlament in diesem Jahr letztlich geht. Eine Wahl, die für unsere Zukunft prägend sein wird. Also nutzen sie die Wahl als Chance für ein starkes Europa“. So der Appell des Oberbürgermeisters in seinem Schlusswort.

Wolfram Dette (FDP), der die Grüße der Kreisgremien überbrachte, warf einen Blick auf 100 Jahre deutsche Zeitgeschichte. 1919 wurde die Weimarer Republik ausgerufen und das Frauenwahlrecht eingeführt, und 1939 die Staatengemeinschaft UNO gegründet. Nach dem schrecklichen Weltkrieg 1949 trat das Grundgesetz in Kraft und der erste Bundestag wurde gewählt. Und schließlich im Jahr 1989 der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung war möglich. Eine historische Zeitreihe, auf die wir stolz sein können. Dies war aber auch nur möglich, weil Politiker zum Wohle ihres Landes handelten. Heute stehen wir wieder vor einer bedeutenden Entscheidung. Wir haben die Europäische Gemeinschaft und über 70 Jahre kein Krieg. „Wir sollten alle mit dazu beitragen, dass uns diese Gemeinschaft, in der noch 28 Staaten vereint sind, erhalten bleibt. „Denn die Gefahr, dass sie Risse bekommt oder zerbricht wäre zum Schaden aller Menschen auf unseren Erdteil Europa“, so Wolfram Dette.

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Logenspende — damit das Mittagessen allen Schülern schmeckt

v.l. Altstuhlmeister Matthias Volk, Dieter Weis, Christel Schwebel, Christine Weyrich, Stuhlmeister Dieter Heusel

Die Odenwälder Freimaurerloge "Zu den drei Sternen" spendete an den Förderverein der Theodor-Litt-Schule, um allen Schülern die Teilnahme am Schulmittagessen zu ermöglichen.

(Michelstadt/es). Seit genau einem Vierteljahrhundert gibt es den Förderverein der Theodor-Litt-Schule. Seit genau einem Vierteljahrhundert tragen Mitgliederbeiträge und Spenden dazu bei, dass sich die TLS als „Toller Lebensraum Schule“ eines guten Rufes erfreut. Mit Fördervereinsgeld finanziert werden viele Projekte, für die staatliche Mittel nicht zur Verfügung stehen. Das gilt für die Anschaf-fung von elektronischen Schultafeln über den Kauf von Musikinstrumenten bis hin zur Unterstützung von Schülern, die sonst an Studien- oder Klassenfahrten aus Geldmangel nicht teilnehmen könnten. Denjenigen Schülern zugewandt hat sich jetzt die Odenwälder Freimaurerloge „Zu den drei Sternen“, die aus pekuniären Gründen auf ein Schulmittagessen verzichten müssen. Speziell für sie bestimmt ist der Zuschussbetrag in Höhe von eintausend Euro, den Stuhlmeister Dieter Heusel und Altstuhlmeister Matthias Volk an Schulleiter Dieter Weis, die für den Schulsozialfonds zuständige Christel Schwebel und die in der Schulküche Regie führende Fachlehrerin Christine Weyrich überreichten.

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Erfurter Freimaurerloge unterstützt Herzblatt e.V.

Meister vom Stuhl Jürgen Siefert (m.) Leiterin Herzblatt e.V, Frau Svenia Stietz (re.)

Die Brüder der Loge Alpha Ori spendeten gern. Mit Hilfe des Freimaurerischen Hilfswerks konnten 1000 € an den Freundeskreis der Kinderorthopädie übergeben werden.

(Erfurt/tp) Am 2. Dezember 2018 übergab der Meister vom Stuhl der Loge Alpha Ori i.Or. Erfurt, Br. Dr. Jürgen Siefert, eine Spende an den Verein “Freundeskreis Kinderorthopädie HERZBLATT e.V.” im Marienstift Arnstadt. Der von den Brüdern der Bauhütte gesammelte Betrag wurde durch das Freimaurerische Hilfswerk auf 1.000 EUR aufgestockt.

Die Vorsitzende des Vereins, Frau Stietz, war bei der Übergabe der Spende sehr erfreut darüber, dass die Arbeit des Herzblatt e.V. für Kinder zum Zweck ihrer schnelleren Genesung, so weitere Unterstützung findet. Das Geld wird für Anschaffungen verwendet werden, die nicht strukturell zur Ausstattung der Kinderorthopädie gehören. So „engagiert“ der Verein die Medi-Stift-Clowns auf der Kinderstation, die den kleinen Patienten einmal wöchentlich ein Lächeln in das Gesicht zaubern.

Während eines Rundganges auf der Station, konnte man sich überzeugen, wie aufopferungsvoll die kleinen Patienten umsorgt werden. Danke an alle Brr. der Loge und an das Freimaurerische Hilfswerk für diese großartige Unterstützung des Vereins.

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Unterstützung für das Wetzlarer Hospiz Haus Emmaus

Hospizleiterin Monika Stumpf (Mitte) mit Meister vom Stuhl Martin Marx (l.) und Altstuhlmeister Walter Staaden (r.)

Einen Spendenscheck über 2.400 Euro übergaben Wetzlars Freimaurer an das Hospiz Haus Emmaus. Der Betrag wurde im vergangenen Jahr im Anschluss an monatliche Zusammenkünfte der Logenmitglieder gesammelt und durch das in Berlin ansässige Freimaurerische Hilfswerk aufgestockt.

(Wetzlar / mf) Gesetzliche Neuregelungen und Herausforderungen im Dialog mit den Kostenträgern stellen die gegenwärtig 24 in Hessen eingerichteten Hospize immer wieder vor neue Herausforderungen. Das mit acht Gästezimmern eingerichtete Hospiz in der Wetzlarer Spilburg ist so beispielsweise trotz der großen Unterstützung durch einen eigenen Förderkreis auf das jährliche Sammeln von zusätzlichen Spendengeldern in sechsstelliger Höhe angewiesen.

Martin Marx, Meister vom Stuhl und Vorsitzender der Wetzlarer Freimaurerloge, übergab zusammen mit seinem Amtsvorgänger Dr. Walter Staaden den Spendenscheck an Hospizleiterin Monika Stumpf. In einem anschließenden Gespräch informierten sich die Spender über Arbeit und Angebot des Hauses Emmaus und dankten Frau Stumpf für den unermüdlichen Einsatz aller engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Wohle aller Gäste.

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Stuhlmeister trafen sich in Wetzlar

Distriktmeister Michael Volkwein (v.l.), Großmeister (Prof. Dr.) Stephan Roth-Kleyer und Meister vom Stuhl Martin Marx

Der Einladung von Michael Volkwein, Distriktmeisters „Hessen/Thüringen“ in der humanitären Freimaurergroßloge Deutschlands, zum Stuhlmeistertag folgten Vereinsvorsitzende aus Mitteldeutschland in das Logenhaus der Wetzlarer Freimaurer.

(Wetzlar/mf) Die zwei Mal im Jahr an wechselnden Orten stattfindende Versammlung diente den 32 Mitgliedslogen des Distriktes in der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, deren Großmeister, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, zur Freude der Teilnehmer ebenfalls unter den Anwesenden war, zum Kennenlernen und Vernetzen, dem Erfahrungsaustausch in der Vereinsarbeit und um aktuelle Themen zu besprechen.

Ein Tagesordnungspunkt der Sitzung, durch die Volkwein führte, war die gegenwärtig in aller Munde befindliche Datenschutz-Grundverordnung, deren Berücksichtigung auch in den Vereinen des Männerbundes für Änderungen sorgt.
Als kulturelles Bonbon bot Martin Marx als gastgebender Meister vom Stuhl in einer Mittagspause die Teilnahme an einem von der Leiterin der Städtischen Museen, Frau Dr. Anja Eichler, geführten Rundgang durch die hervorragende Ausstellung “Mythos Jean Georges Wille” im Stadtmuseum an.

Großmeister und Distriktmeister, die auch schon im Jubiläumsjahr der Freimaurerloge Wilhelm zu den drei Helmen zu Gast in der Goethe- und Optikstadt waren, dankten Martin Marx für die sehr gelungene Organisation des Tages und das ermöglichte Herbsttreffen der Stuhlmeister in Wetzlar.

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240 Jahre Loge Plato zur beständigen Einigkeit in Wiesbaden

Br. Lutz Hausberg umriss die Geschichte der Loge

Obwohl es “erst” das vierte Mal stattfand, wirkt es doch so als hätten sich die mehr als 180 erschienen Gäste daran gewöhnt, dass die Wiesbadener Loge "Plato zur beständigen Einigkeit" mitten im Sommer zum “Neujahrsempfang” einlädt, bei dem sie ganz nebenbei ihr 240-jähriges Bestehen feiert.

(Wiesbaden/pmb) Das Publikum bestand aus einer gemischten Gesellschaft von Vertretern aus Politik, Kultur und Wirtschaft, Polizei, Militär, besuchenden Brüdern, Alt-Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland und dem neuen Distriktsmeister bis hin zu einzelnen Freunden von Logenmitgliedern. Es gab auch einen guten Grund zum Feiern, nicht um sich für 240 Jahre auf die Schulter zu klopfen, vielmehr darauf aufmerksam zu machen wie aktuell und notwendig die Freimaurerei in der Gesellschaft war und ist. Die zweieinhalb Jahrhunderte durch Monarchien, Revolutionen, Republik, Diktatur und den Sieg der Demokratie überlebte die Idee. Genau diese Idee mit ihren Idealen bewegten den satzungsgemäß scheidenden Meister vom Stuhl, Dieter Börgers, damals Freimauer zu werden wie die Meister vor ihm in den 240 Jahren. So gab es herzliche Glückwünsche zum Geburtstag und die  Loge Plato zur beständigen Einigkeit freute sich in ihrer Heimat Wiesbaden, so zahlreich Gäste im Schloss zu begrüßen. Hatte sie sich doch am 6. August 1778 dortselbst unter Vorsitz des Fürsten Carl Wilhelm von Nassau konstituiert, der zudem der erste Meister vom Stuhl war.

Altdistriktsmeister  Dr. Lutz Hausberg (selbst einer der Altstuhlmeister der Plato) überbrachte die Grüße des  Großmeisters der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Br. Roth-Kleyer, und umriss in seinem Vortrag die wechselvolle Geschichte der Loge: In der Restauration zunächst verboten, konnte sie sich mit Hilfe Frankfurter Logen (besonders der Sokrates) Mitte des 19. Jahrhunderts neu gründen und wurde bis zum Beginn des nationalsozialistischen Regimes  in Deutschland ein tragender Pfeiler des Wiesbadener Kulturlebens mit über 200 Brüdern. Von der Gestapo 1935 aufgelöst, ab 1962 durch amerikanische Brüder reaktiviert, ist sie heute der älteste noch bestehende Verein der Landeshauptstadt.

In Vertretung des Oberbürgermeisters überbrachte Kulturdezernent und Stadtrat Axel Imholz im Rahmen seiner Ansprache die offiziellen Grüße  und wünschte der Loge auch weiterhin eine fruchtbare Arbeit, auch zum Wohle der Landeshauptstadt. Sehr dezidiert und eingehend berichtete er über sein persönliches Bild der Freimaurerei und die stets gastfreundliche Begegnung mit der Loge als Teil der Stadtkultur.

Der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Lorz spricht zum Thema "Ethische Bildung"

Der schwungvollen Festansprache des Hessischen Kultusministers, Prof. Dr. Lorz, zum Thema „Ethische Bildung“ lauschten die Gäste voller Spannung. Ausgehend vom Begriff „Humanität“ sei Bildung die Aufgabe jeder geistigen Schulung. Hier berührten sich Freimaurerei und Schule, da die Freimaurerei sozusagen dort weiterführe, wo die allgemeine Schule ende. Es sei wünschenswert wenn die öffentlichen Bildungsstätten das große Feld der moralischen und ethischen Bildung abdecken, doch sie kann dem jungen Menschen Anregung zum selbständigen Denken geben und den Mut Fragen zu stellen. Die Freiheit der Gedanken lässt den Menschen erblühen, sowie das kantianische „Sapere aude“ – auf Horaz zurückgehend – heute genauso nötig sei wie zur Zeit der Aufklärung.

Zum Abschluss berichtete Dieter Börgers sehr einfühlsam über seine Erfahrungen in den 4 Jahren als Stuhlmeister. Das Credo seiner Amtszeit als Beispiel zu dienen und sich stets selbst in den anderen zu erkennen, beobachten und nach reiflicher Überlegung Fragen an sich selbst und dann erst an andere zu stellen. Es sei nicht selbstverständlich, dass Menschen in dieser “verrückten” Zeit unbeeinflusst bleiben, doch umso notwendiger, dass sie menschlich bleiben. Die weitere Leitung des Festaktes übernahm der neu gewählte Meister vom Stuhl Richard Lewinsky, der alle Besucher zum Umtrunk mit kleinen Köstlichkeiten einlud.

Eingerahmt und aufgelockert wurde der Festakt durch Musik von Freimaurern, darunter George Gershwin, Franz Liszt und natürlich Wolfgang Amadeus Mozart, dargeboten von Studierenden der Wiesbadener Musikakademie.

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