Weihnachtsmarkt in Gummersbach mit Beteiligung der örtlichen Freimaurerloge

Stand vor Öffnung des Marktes

Erstmals nahm die Freimaurerloge "Zur Oberbergischen Treue" mit einem Stand am Gummersbacher Weihnachtsmarkt teil. Am Freitag, 07. Dezember 2018, konnten sich interessierte Bürger über die örtliche Loge informieren.

(Gummersbach / gl) Ein großer Grauwackestein und ein Spitzhammer luden zur Arbeit am “rauen Stein” ein. Unerschrockene Besucher durften auch einen Blick in die Truhe mit dem Geheimnis der Freimaurerei werfen. Darin fanden sie einen Spiegel und die Aufforderung: “Erkenne Dich selbst!”.

Als Symbol des rauen Steins, an dem die Freimaurer arbeiten, konnten die Marktbesucher, gegen eine kleine Spende für karitative Zwecke, Wackersteine mitnehmen, die zu Notizzettelhaltern oder Kerzenständern verarbeitet wurden. Auch selbstgebastelter Origami-Weihnachtsschmuck wurde abgegeben. Für die Weihnachtspost konnten die Besucher Karten mit Motiven des verstorbenen Künstlers und ehemaligen Mitglieds der Gummersbacher Loge, Elmar Stange (1951-2013), bekommen.

Trotz des schlechten Wetters und der überschaubaren Besucherzahlen konnten einige interessante und informative Gespräche geführt werden.

Heimat, das ist sicher der schönste Name für Zurückgebliebenheit.

Martin Walser

Ist der Begriff „Heimat“ also nur etwas für die Ewiggestrigen? Heimat als eine besondere Art der Vogelstraußpolitik?

Kurt Tucholsky betrachtete Heimat als positiven Wert, den sich besonders die nichtnationalistischen Kräfte zu eigen machen sollten, um der Deutschtümelei, der politischen Reaktion und jenen, die den Heimatbegriff gänzlich ablehnten, entgegentreten zu können: „Im Patriotismus lassen wir uns von jedem übertreffen – wir fühlen international. In der Heimatliebe von niemand – nicht einmal von jenen, auf deren Namen das Land grundbuchlich eingetragen ist.“

Ähnlich übrigens auch in Brechts Kinderhymne: „Und weil wir dies Land verbessern, lieben und beschirmen wir es.”

Der Begriff „Heimat“ ist also nicht zwangsläufig mit nationalistischem und politisch rechts gerichtetem Denken zu verbinden. Der Bruder – wenn auch einer damals nicht als regulär aner-kannten Loge – Kurt Tucholsky, ein sicherlich eher politisch links orientierter Denker, kann ihm also durchaus Positives abgewinnen.

Psychologisch ist Heimat heute ein subjektives Empfinden, unabhängig von politisch-juristischen Definitionen. Sie besteht aus individuellen Einstellungen zu Ort, Gesellschaft und persönlicher Entwicklung des Einzelnen. Die Gefühle des Dazugehörens und der Vertrautheit spielen eine wesentliche Rolle. Der Verlust oder die Angst davor wird nicht nur als Heimweh, sondern auch als persönliche Bedrohung empfunden.

Bei genauer Betrachtung beschreibt das Wort „Heimat“ eher einen Gemütszustand. Die Idylle, die das Wort beschreiben sollte, war jedoch schon zum Zeitpunkt ihrer Beschreibung unwiderruflich verloren. Genau genommen hatte es sie eigentlich auch nie gegeben. Die von der Romantik beschriebene und verklärte Heimatidylle hat es – wenn überhaupt – nur für eine Minderheit der Bevölkerung gegeben.

Nur am Rande: Wir sprechen hier nicht über ein typisch deutsches Problem. Viele auch jüngere Engländer träumen von der Zeit des victorianischen Empires. Trumps „Make America Gre-at Again“ (faktisch besser: Make China great again!) ist letztlich auch der Wunsch, in eine idealisierte Vergangenheit zurückzukehren, die es so nie gegeben hat. Wir kritisieren diese Politik Trumps, beklagen aber gleichzeitig bei uns den Verlust eines Heimatgefühls!

Heimat soll Ausdruck einer “Idee von Zugehörigkeit, Verwurzelung und regionaler Lebensart” sein. Verblüffenderweise ist der Begriff aber auch – möglicherweise missbräuchlich – “Chiffre für Ausgrenzung” und “Vorwand für völkische Überlegenheitsphantasien”.

Der alte Heimatbegriff funktionierte im Wesentlichen, indem man in der eigenen Bevölkerung Minderheiten definierte und ausgrenzte: „Wir“ und das steht gleichbedeutend mit Heimat, das sind die nach eigener angemaßter Wahrnehmung Guten. Hinzugezogene, Ausländer, Homosexuelle, Unverheiratete und manche mehr, das sind die Anderen, die eigentlich in dieser Heimat nicht hinzugehören. In dieser krassen Form gibt es die Ausgrenzung heute wohl nicht mehr flächendeckend. Heute sind wir eher bereit zu sehen – oder sollten dies zumindest sein –, dass diese Bevölkerungsgruppen vorhanden sind, d.h. sie sind als real existierende Menschen hier, haben ihre Berechtigung und können nicht durch eine Diskussion über einen solchen ausgrenzenden Heimatbegriff oder eine Leitkultur wegdiskutiert werden.

Art. 3 Abs. 3 GG (Auszug: „Niemand darf wegen … seiner Heimat und Herkunft … benachteiligt oder bevorzugt werden.“) wendet sich gegen die negative Seite des Denkens in Kategorien der „Heimat“. Das Grundgesetz verbietet, Zugezogene aller Art und letztlich alle diejenigen, die anders leben, als „Heimatfremde“ – d.h. als „die Anderen“ im Gegensatz zum „Wir“ – zu diskriminieren. Hierüber sollte es keine Diskussionen geben.

Deswegen braucht es einen neuen, offenen Heimatbegriff. Wie soll der aussehen?

Die geschichtliche Entwicklung zeigt, es kann kein juristisch definierter legislatorisch regelbarer Heimatbegriff sein. Heimat ist nicht da, wo ich polizeilich gemeldet bin.

Heimat darf aber auch keine unbestimmte Pathosformel sein, in die jeder hineinliest, was ihm politisch oder weltanschaulich passt. Heimat darf nicht ausgrenzen, darf kein Kampfbegriff gegen Andersdenkende oder auch nur Anderslebende sein.
Insofern kann es sich nur um einen subjektiven Heimatbegriff handeln. Jeder bestimmt für sich selbst, was seine Heimat ist, ohne den Anspruch zu erheben, dies auf Andere übertragen zu wollen.

Heimat wird zumeist in einem doppelten Sinn verstanden: Der Begriff hat eine geographische Komponente (wir in Baden, Schwaben, Bayern oder sonst wo räumlich umgrenzt) und eine emotionale (Spätzle, Weißwurst, Lederhosen, Currywurst usw.). Wenn ich Heimat als irrealen Sehnsuchtsort, die Angst vor dem vermeintlichen Verlust der Heimat als Symptom für kollektive Entwurzelungsgefühle definiere, drängt sich die Frage auf, ob es hier wirklich um Äußerlichkeiten wie einen geographischen Landschaftsbegriff oder besonderen Ess- bzw. Bekleidungsgewohnheiten handeln kann. Welcher Irrweg das ist, zeigt sich z.B. daran, dass für viele Engländer Deutschsein mit dem übermäßigen Genuss von Sauerkraut gleichgesetzt wird. Bei den gebildeteren Engländern ist es dann häufig Neu-Schwanstein.

Was also kann die Antwort auf kollektive Entwurzelungsgefühle sein? Diese Antwort kann nur im emotionalen Bereich gefunden werden. Auch dort kann sie sich nicht aus lächerlichen Äußerlichkeiten ergeben. Heimat ist nicht dort, wo es Spätzle mit Sauerkraut oder Linsen gibt!

Heimat ist dort, wo ich mich in meinem tiefsten Inneren sicher und vertraut fühle. Karl Jaspers hat es einmal so formuliert: „Heimat ist dort, wo ich verstehe und verstanden werde.“

Vertrauen spielt bei diesem Verständnis von Heimat eine große Rolle. Heimat ist dort, wo ich darauf vertrauen kann, dass man mir nichts Böses will, wo ich nicht auf der Hut sein muss, wo ich also ich selbst sein kann.

Ähnlich, wenn auch noch subjektiver, lässt sich formulieren: Heimat ist dort, wo es nicht egal ist, ob es mich gibt.

Wo finde ich diese Heimat? Sie kann in der Familie sein, im Gespräch mit dem vertrauten Freund. Sie kann bei einem religiösen Menschen auch im Glauben liegen. Heimat so verstanden ist kein statischer Begriff. Der Mensch kann Heimat verlieren, aber auch neue Heimat gewinnen. Es muss auch nicht zwangsläufig nur eine Heimat sein. Heimat gibt es für viele Menschen auch im Plural .

Heimat so verstanden kann und soll uns idealerweise die Freimaurerei, aber jedenfalls unsere eigene Loge sein. Die Loge, der Umgang mit den Brüdern, das gemeinsam erlebte Ritual, das soll (sollte?) uns eine Heimat sein.

Bemerkung am Ende: Für diesen Heimatbegriff brauche ich kein eigenes Ministerium und auch kein Kreuz an der Wand jedes öffentlichen Gebäudes.

Dies ist ein Kommentar, der die Meinung des Autors und nicht zwingend die Sichtweise der Großloge, der Redaktion oder der Mehrheit der Freimaurer darstellt. Gleiches gilt für ggf. nachfolgend abgegebene Kommentare. Die Redaktion behält sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

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Besuch aus der “East Lincoln Masonic Lodge” Lincoln/Nebraska

Blick vom Ostmann Turm auf die Stadt Bielefeld mit den Brüdern Dirk und Guido sowie dem Gast Joel in der Mitte.

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, wie es in einem Sprichwort heißt. Sie können auch die Basis sein, wie die Brüder der Bielefelder Loge "Freiherr vom Stein" erleben durften.

Alles begann im Jahre 2017. Die Loge erhielt eine Anfrage nach einem kleinen Gastgeschenk für einen Bruder in den USA, der dort besucht werden sollte. “Wir hatten in unserem Fundus einen Würfel, der auf einer Seite den Namen unserer Loge und auf der gegenüber liegenden Seite Zirkel und Winkel trägt. Der Erfolg war überraschend groß, denn dieses Gastgeschenk erschien im dortigen Newsletter und wurde uns mit einem Dankschreiben übermittelt.”

In diesem Jahr unternahm Joel Green, Meister vom Stuhl der Loge »East Lincoln Lodge #210« aus Lincoln (Nebraska) eine Europareise, die ihn auch nach Bielefeld führte. Er hatte seinen Besuch frühzeitig angekündigt, so dass die Bielefelder Brüder sich darauf vorbereiten konnten. Zunächst wurde das Lessinghaus, Domizil der Loge, besichtigt und die Historie vorgestellt. Anschließend ging es in die Stadt, wo dem Bruder aus den USA vor allem die Industriegeschichte der Stadt mit den gewaltigen Veränderungen insbesondere in der Textilindustrie anschaulich vorgestellt und erläutert wurde. Danach wurde der Ostmann Turm bestiegen, der unter der Obhut des Sozialwerks Bielefelder Freimaurer steht. Der Abschluss fand dann in einem Brauhaus statt mit einem typisch deutschen Essen, das Br. Joel Green in seinem Dankschreiben so kommentierte:“ I had a delicious dinner of haxen and sauerkraut“.

Es war für die Bielefelder Brüdereine erfrischende Begegnung und machte Geschmack auf mehr. In den sich aufheizenden Geschehnissen in der Welt sollte die Bruderkette noch viel intensiver genutzt werden.

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Spende für Kinder und Frauen auf den Philippinen

Foto: kanchitdon / Adobe Stock

Anlässlich des diesjährigen Abschlusses des Maurerjahres der Loge „Zum Ewigen Dom“ in Köln wurde dem Vorsitzenden des Vereins „Chance for Growth e.V.“, Dr. med. Sven Volkmuth, unter großen Applaus der Gäste der Feier eine Spende von 2.000 € übergeben.

(Köln/RvB) Bei einem mehrwöchigen ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Jahre 2005 lernte Dr. Volkmuth die heute zweite Initiatorin des Vereins, Frau Jacynthe Omglin, kennen. Bereits damals arbeitete Dr. Volkmuth auf einer kleinen Insel mit dem Namen „Isla Verde“, südlich der Hauptinsel Luzon mit Frau Omglin zusammen. Hier entstand schließlich mit der Hilfe einer in Deutschland arbeitenden philippinischen Krankenschwester der Verein „Chance for Growth e.V.“, der sich hauptsächlich um die Bereiche Schulbildung und Gesundheit kümmert.

Mit Hilfe der Spendengelder wird als zentrales Ziel die Förderung der Bildung, insbesondere für die Kinder und die vielen oft noch gesellschaftlich unterdrückten Frauen gesehen. Bei allen Projekten wird die Hilfe zur Selbsthilfe voran gestellt. Auf den Philippinen laufen zur Zeit Schulpatenschaften, Projekte zur Gesundheitserziehung und akute medizinische Hilfsprojekte inklusive zahnmedizinischen Camps.

Die Spendengelder werden zu nahezu 100% in diese Projekte gesteckt – fast nichts wird für die Administration oder für die Reisen zur Insel genutzt, denn dies geschieht auf freiwilliger Basis und wird aus eigener Tasche der Vereinsmitglieder bezahlt. Spendengelder werden für Lehrmittel und Medikamente genutzt, aber auch für die Renovierung eines Schulgebäudes. Nach nunmehr 7 Jahren unterstützt der Verein mittlerweile fast 50 Kinder, davon konnte für aktuell 32 Kinder eine direkte Patenfamilie in Deutschland gefunden werden.

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Freimaurer-Golfturnier in Fleesensee

v.l. Vizepräsident Harry Mohn, Michael Rüssel mit Pokal, Präsident Siegfried Schumbeck

Vier harmonische Tage bei herrlichem Wetter, herausforderndem Golfspiel und vielen guten Gesprächen unter Brüdern und Schwestern beim jährlichen, sportlichen Golftreff des „Freundeskreises Golfender Freimaurer“.

Teilnehmer des Turniers 2018

(Fleesensee/ss) Vom 11. bis 15. Juli trafen sich im Golf Resort über dreizig Brüder und Schwestern, um an drei Spieltagen den Golfer des Jahres der Freimaurer auszuspielen. Auch die Schwester Eva Schmidl reiste aus Wien an, um sich an dem Wettbewerb erfolgreich zu beteiligen. Sie erspielte sich in Folge den 1. Preis und nahm den Damen-Wander-Pokal wieder für ein Jahr mit nach Wien.

Freimaurer-Golfer des Jahres wurde der Br. Michael Rüssel, der zum ersten Mal an dem Turnier teilnahm und bei der feierlichen Preisverleihung den Pokal von Vizepräsident H. Mohns und Präsident S. Schumbeck entgegennahm.

Es ist immer wieder erfreulich, dass den Brüdern und Schwestern kein Weg zu weit ist, um in freimaurerischer Gemeinschaft die Zeit zu verbringen. Nicht golfende Schwestern hatten in diesem Jahr Gelegenheit, am Freitag Schwerin mit seinem schönen Schloss zu besichtigen und am Samstag eine Schiffstour auf der Mecklenburgischen Seenplatte zu erleben. So konnten alle Teilnehmenden auf Ihre Weise die schöne Landschaft genießen, um dann am Sonntag voller guter Eindrücke den Heimweg anzutreten.

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Bielefelder Freimaurer spenden für Kinderhospiz

Werner Brockgreitens (Sekretär der Perfektionsloge Leibniz), Birgit Kirchner (Spendenbeauftragte der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel) und Horst-E. Lingnau (Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „sapere aude“) v.l.n.r..

Werner Brockgreitens (Sekretär der Perfektionsloge Leibniz), Birgit Kirchner (Spendenbeauftragte der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel) und Horst-E. Lingnau (Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „sapere aude“) v.l.n.r..

Der Humanität verpflichtet. So fühlen sich die Mitglieder der „Perfektionsloge Leibniz“ und der Freimaurerloge „sapere aude“, beide in Bielefeld von der Idee angetan, schwerkranken Kindern mit Ihren Eltern und Geschwistern einen Hort zum Durchatmen zu schaffen.

In Bethel wird für die Kinder und Jugendlichen ein Ort zum Leben bereitgestellt. Zehn speziell eingerichtete Zimmer mit allen notwendigen Versorgungseinheiten und dem liebevollen und speziell ausgebildeten Personal stehen zur Verfügung. Auch die begleitenden Eltern und gesunden Geschwister bekommen im gleichen Gebäudekomplex eine temporäre Heimat. Manche bleiben nur zum Wochenende und andere melden sich für einen längeren Urlaub. Dies seit fast 5 Jahren seit der Gründung der Einrichtung, berichtet Birgit Kirchner, die aus den Händen von Werner Brockgreitens und Horst-E. Lingnau eine Spende von 1.300 € entgegennahm.

Obwohl es Regelungen mit den Krankenkassen für den „Raum zum Leben“ für die schwerkranken Kinder und Jugendlichen gibt, sind die Träger und Betreiber immer noch und immer wieder auf Spenden angewiesen. Interessierte können den Eindruck am 14. April 2018 bei einem Tag der offenen Tür am Remterweg 55 in Bielefeld vertiefen.

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Neue Loge im Münsterland

Das historische Rathaus in Münster, einer der Schauplätze des Westfälischen Friedens

Das historische Rathaus in Münster, einer der Schauplätze des Westfälischen Friedens

Anfang April wird wieder eine neue Loge in Arbeit gesetzt, dieses Mal im Ort Senden im Münsterland. Die Brüder laden herzlich zur Lichteinbringung ein.

Eine Lichteinbringung ist immer ein besonderer Akt, nicht nur für die Mitglieder der neuen Loge, sondern für die Bruderschaft insgesamt. Vereinsrechtlich existiert die Loge zu diesem Zeitpunkt schon längst, darf aber im freimaurerischen Sinne noch nicht “arbeiten”. Dazu muss erst das symbolische Licht durch einen feierlichen Festakt eingebracht werden. Dies erfolgt traditionell mit einer Kerze, die während der Nazidiktatur nebst anderen Gegenständen ins Exil gerettet wurde.

Die Loge “Zum westfälischen Frieden” wurde gegründet im Geiste der Friedensverträge, die im Jahre 1648 den Dreißigjährigen Krieg beendet haben. Das nahe gelegene Münster war neben Osnabrück einer der Tagungsorte des Friedenkongresses. “Wir treten unserem Namen entsprechend für die Tugenden ein, die zum Westfälischen Frieden geführt haben”, so der designierte Erste Aufseher der neuen Loge, Peter Voelkl. Dies hat auch Eingang in die Satzung gefunden, dort heißt es: “Die Loge ist eine Gemeinschaft mit ethischer Zielsetzung, die in bruderschaftlichen Formen und ritueller Arbeit geistige Vertiefung und freie Entfaltung der Persönlichkeit anstrebt. Ihre Aufgaben sind humanitär: Sie pflegt und verbreitet Völker verbindende Gesinnung wie sie Voraussetzung für den Vertrag des Westfälischen Friedens notwendig war, sie tritt ein für Menschlichkeit und Freiheit, Toleranz und Mildtätigkeit und die Erziehung hierzu. Damit dient sie dem Wohlergehen aller Menschen.”

Die Lichteinbringung mit anschließender Tafelloge, zu der nur Brüder Freimaurer Zugang haben, findet am 7. April 2018 in Steinfurt statt. Weitere Informationen gibt es beim Sekretär unter sekretaer.westfaelischer-friede@web.de, über den bitte bis zum 25. März 2018 die Anmeldungen erfolgen sollen.

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Osnabrücker Freimaurer spenden für Patenschaftsprojekt

Von links Raphael Hartmann (

Von links Raphael Hartmann ("EmliA"), Stefanie Koopmann, Zina Meyer ("Unikate") Thorsten Westhoff und der Meiuster vom Stuhl Matthias Baethge Freimaurerloge "Zum Goldenen Rade" Osnabrück

Mit einer Spende von 5.000 Euro unterstützt die Osnabrücker Freimaurerloge “Zum Goldenen Rade” die Arbeit des Vereins “Unikate e.V.”. Mit der Spende soll die Arbeit des 2015 gestarteten Projekts “Emilia” unterstützt werden, das sich speziell an Kindergartenkinder aus Flüchtlingsfamilien richtet.

“Es geht uns darum, mit der Menschenliebe ein großes Ziel der Freimaurerei in der Alltagspraxis zu verwirklichen und gerade den Schwachen in unserer Gesellschaft beizustehen”, begründet Matthias Baethge, Vorsitzender Meister der Freimaurerloge, das Engagement. Die Loge habe sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dieses Projekt zu unterstützen.

“Emilia” wendet sich an Kindergartenkinder aus Flüchtlingsfamilien. In diesem Projekt betreuen ehrenamtlich tätige Mentorinnen und Mentoren die Kinder über ein Jahr hinweg. Konkret geht es dabei um gemeinsame Unternehmungen. Dadurch wird nach Angaben von “Unikate e.V.” die Integration gefördert und zugleich auch Sprachförderung vermittelt. Als Betreuer sind zumeist Studierende der Universität Osnabrück tätig.

“Für uns ist es selbstverständlich, dass jedes Kind vollkommen unabhängig von der Herkunft die gleichen Hilfestellungen und Freiräume bekommen muss, um Interessen nachzugehen sowie persönliche Lernerfahrungen zu machen und Selbstwirksamkeit zu erfahren”, heißt es in einer Mitteilung des Vereins zu seiner Arbeit.

Mit 3.500 Euro haben die Osnabrücker Brüder den größten Teil der Spendensumme aufgebracht, 1.500 Euro hat das in Berlin ansässige “Freimaurerische Hilfswerk” auf Antrag beigesteuert. Mit der Spende verwirklicht die Loge ein soziales Engagement, mit dem sie ein für die Freimaurerei besonderes Jahr akzentuiert. 2017 feierte die moderne Freimaurerei ihr 300-jähriges Bestehen; 1717 vereinigten sich in London vier Freimaurerlogen zur ersten Großloge.

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