Lübecker Kinder malen Menschlichkeit

Lübecker Kinder malen Bilder zum Thema "Menschlichkeit"

Im Rahmen des Lübecker "Hanse-Kultur-Festival" engagierten sich Lübecker Logen, öffneten ihre Türen und boten Information und Unterhaltung. Rund 3.000 Besucher nutzten das Angebot.

(Lübeck/em) Nach einer gelungenen Premiere 2016 ging das Hanse-Kultur-Festival in die zweite Runde. Es stand ganz im Zeichen des Stadtjubiläums „875 Jahre Lübeck“ und unter dem Motto „Lübeck hat Geburtstag“ Das gemütliche und historische Wohnviertel um St. Aegidien wurde für drei Tage eine farbenfrohe Kulisse für Kunst und Kultur. Gänge und Höfe wurden zur Bühne für zahlreiche Musiker und Artisten. Über 300 Einzelveranstaltungen fanden rund um und im Viertel statt. 250.000 Besucher nutzten das herrliche sommerliche Wetter während des dreitägigen Events. Auch die Lübecker Kultursenatorin Kathrin Weiher ist begeistert von der Vielfalt: „Interkulturell, vielseitig, Tanz, Literatur und Mode. Die Veranstaltung bringt ein schönes Lebensgefühl hervor. Und das in einem Viertel, in dem die Synagoge, das Logenhaus, die Moschee und die Kirche stehen. Einfach toll.“

Gemeinsam überlegten die Lübecker Logen, welchen Beitrag sie zu diesem Festival leisten können. Immerhin gehen täglich mehrere Touristengruppen am Logenhaus vorbei, ohne dass es eine Erwähnung durch die Stadtführer erfährt. Zu geheimnisvoll ist dieser Ort, an dem die Türen für Außenstehende scheinbar immer verschlossen sind. Die Gelegenheit war günstig, um den Hof zum Logenhaus am Sonnabend zu öffnen. Ein „freimaurerisches Hof-Café“ lud die Besucher zum Verweilen ein. Leider war es nicht möglich, die Arbeiten der anderen Logen so zu verlegen, dass auch an den anderen beiden Tagen das Haus geöffnet werden konnte.

In Kooperation mit dem Hausherrn, der Loge „Zum Füllhorn“, organisierte die Loge „Zur Weltbruderkette“ einen Informationsstand. Brüder der Loge standen für Gespräche zur Verfügung. Informationen über die Freimaurerei wurden über Bildtafeln vermittelt. Interessenten konnten Flyer mitnehmen. Für Kinder standen Spiele zur Verfügung. Viele versuchten sich am „Heißen Draht“-Geschicklichkeitsspiel. Mit viel Fingerfertigkeit musste ein Handstück entlang eines wellenförmig gebogenen dünnen Kupferrohres (Heißer Draht) geführt werden, ohne diesen zu berühren. Wurde mit der Öse das Wellen-Rohr berührt, ertönte eine Klingel. Zu jeder Zeit jedoch war der „Mal-Tisch“ besetzt. Kinder erhielten die Möglichkeit, Bilder zum Thema „Menschlichkeit“ zu malen. Dabei wurde ihnen ein großer Freiraum gelassen. Die entstandenen Bilder zeigen die Vielfalt des Vorstellungsvermögens der Kinder. Bilder von den schönen Bauten der Hansestadt, von ihren Lieblingstieren, von lustigen Clowns, von den Eltern und zu vielen anderen Themen hingen zum Ende der Veranstaltung am Geländer zum Hof-Café.

Schätzungsweise 3.000 Menschen nutzten in der Zeit von 11 bis 18 Uhr die Gelegenheit, sich den Hof des Logenhauses anzusehen. Manche nutzten nur die Gelegenheit einen Blick zu erhaschen. Andere wussten, dass es im Logenhaus einen großen Saal gibt, den man mieten kann. Über die Hälfte der Besucher konnten auf diese Weise das erste Mal mit dem Logenhaus bzw. der Freimaurerei in Kontakt kommen. Etwa 500 Flyer zu den Zielen der Freimaurerei und allgemeinen Informationen konnten verteilt werden. Viele Fragen wurden von den anwesenden Brüdern in teilweise längeren Gesprächen beantwortet.

„Diese Veranstaltung war ein großer Erfolg für die Freimaurerei“ resümierte Egon Milbrod, Vertreter der Loge „Zur Weltbruderkette“. Sven Raub von der Loge „Zum Füllhorn“ ergänzte: „Angeregt vom Erfolg dieser Veranstaltung werden wir ähnliche Aktionen wiederholen!“ Im Logenhaus Lübeck arbeiten insgesamt 3 Johannis-Freimaurerlogen. Darüber hinaus sind hier auch ihre Weiterbildungsstätten vertreten. Auch andere, der Freimaurerei nahestehende Logen sind hier vertreten, so unter anderem Frauenlogen und gemischte Logen.

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Logenausflug zum Dixieland-Festival Dresden

Zu einem Logenausflug der besonderen Art trafen sich Mitglieder der Loge „Zur Weltbruderkette“ aus Lübeck. Es ging zum Internationalen Dixieland-Festival nach Dresden.

(Lübeck/Dresden) Diese mehrtägige Veranstaltung findet seit 1971 jährlich im Mai statt. Entstanden ist das Festival aufgrund einer Privatinitiative und ist innerhalb von kurzer Zeit zu einem echten Stadtfest geworden. Viele Dresdener Bürger nehmen sich auch heute noch im Mai Urlaub, um unentgeltlich an der Organisation und Durchführung des Festivals mitwirken zu können. Erst 1990 wurde eine Vereinigung gegründet und Sponsoren angeworben. Insgesamt spielen auf dem Festival über 200 Musiker auf einer Vielzahl von Bühnen in der Stadt. Glücklicherweise braucht man heute nicht mehr in einer „Wartegemeinschaft“ nach Karten anzustehen.

Unser Ausflug begann am Donnerstag nach dem Beziehen des Hotels, so wie es Tradition ist. In einer imposanten Dampfer-Parade spielten 22 Bands auf historischen Raddampfern und Salonschiffen. Es ist die jedes Mal die weltgrößte Dampfschiffparade, welche gemeinsam auf der Elbe bis Pillnitz und zurück fährt.

Der Freitag beginnt ab Mittag mit einem Open-Air-Konzert auf dem Altmarkt. Am Abend hat man die Auswahl zwischen 6 Veranstaltungsplätzen. Wir haben uns nicht für das große Konzert im Kulturpalast entschieden, sondern den „Jazz-Club“ im Stammhaus einer lokalen Brauerei besucht. Auf 3 Etagen spielten abwechselnd sehr unterschiedliche Gruppen bzw. Bands. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.

Bereits ab 10.00 Uhr am Sonnabend spielten verschiedene internationale Bands auf einigen Freilichtbühnen in der Fußgängerzone und in den Hotels, bevor es für uns am Abend zur großen Jazznacht in das italienische Dörfchen ging. Insgesamt 5 internationale Bands aus 4 Ländern sorgten für einen stimmungsvollen Abend. Dieser Höhepunkt ließ völlig vergessen, dass auch an weiteren Spielstätten in Dresden hochrangige Bands für Unterhaltung sorgten.

Aber alles wurde durch den Sonntag in den Schatten gestellt. Bei schönem Wetter ging es in die größte Parkanlage Dresdens. Auf der nahezu vollbesetzten Freilichtbühne gab es eine Open-Air-Gala mit 11 Bands aus 10 Ländern. Während sich in der Stadt an jeder Ecke weitere Bands präsentierten, begann für uns ab 16.00 Uhr die legendäre Dixieland-Parade. Wie bei einem Volksfest fuhren verschiedene Wagen im Konvoi durch die Stadt. Wir hatten das Glück, auf einer von 4 Pferden gezogenen Doppeldecker-Kutsche einen Platz zu bekommen. Während oben die Dixieland Band spielte konnten wir den Volksfestzug genießen. Tausende Dresdner und ihre Besucher ließen sich von der fröhlichen Stimmung anstecken. Unter den Zuschauern, die den Weg säumten, befanden sich weitere Jazz-Bands, die für Stimmung sorgten. Für den Ausklang sorgte die nachfolgende Abschluss-Session in der Innenstadt, bei der jede Band auf der Vielzahl der schnell errichteten Open-Air-Bühnen nochmals völlig entspannt ihr Können zeigen konnte.

Die Rückfahrt am Pfingstmontag war entspannt. Zeigte doch die Stadt Dresden und das Festival vielen Brüdern eine andere Seite dieser Region. Die Art, seine Lebensfreude auszudrücken, ist sicher in verschiedenen Regionen Deutschland anders und auch in Dresden speziell. Auch das kulturelle Niveau war anders, als es bei den Festivals hier im Norden Deutschlands ist. Der Glanz der vielen Bauten aus kurfürstlicher und königlicher Zeit in Verbindung mit dem schönen Wetter tat ein Übriges. Es war insgesamt erfrischend, nichts von dem zu entdecken, was in den Massenmedien von dieser Region berichten und in vielen Köpfen an „Wissen“ vorhanden ist. (red/Egon Milbrod)

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Windjammerloge in Lübeck

Im Laderaum des Großseglers

Im Laderaum des Großseglers

Alle zwei Jahre findet auf dem Großsegler “Passat” eine überregionale Festarbeit der Lübecker Loge “Zur Weltbruderkette” statt. Im Jahr 2017 wurde diese Arbeit bereits zum vierten Mal durchgeführt. Für das Jahr 2019 sind die Planungen bereits im vollen Gange.

(Lübeck/em) Eigentlich sollte es ein durchwachsenes norddeutsches Wetter werden. Doch wenn es in Lübeck an der Ostsee etwas zu feiern gibt, hat Petrus ein Einsehen und lässt die Sonne scheinen. So auch am 17. Juni 2017 in Lübeck-Travemünde anlässlich der 4. Windjammerloge der Johannisloge „Zur Weltbruderkette“ im Orient Lübeck. Etwa 100 Brüder und ca. 30 Schwestern fanden sich an einem besonderen Ort ein: Auf der Viermastbark „Passat“. Das stolze, 115 Meter lange Schiff, gebaut Anfang des 20. Jahrhundert, das Glanzstück einer ganzen Ära, liegt heute als Museumsschiff und Hotel in Travemünde fest verankert. Inzwischen ist es zur Tradition geworden, dass alle zwei Jahre dieser Ort für eine besondere Tempelarbeit genutzt wird. Viele Brüder und Schwestern nutzten die Gelegenheit, einen Tag eher anzureisen, um auf diesem Großsegler zu übernachten. Aber auch die Tagesgäste waren nicht enttäuscht.
Das maritime Ambiente beeindruckte die Besucher aus ganz Deutschland, aus der Schweiz und aus Frankreich. Die großen Fährschiffe, die zum Greifen nah an der „Passat“ vorbeifuhren, sowie die vielen kleineren Segel- und Motorboote sorgten für eine unvergessliche Stimmung an Bord. Bei strahlendem Sonnenschein und einem Glas Sekt konnte man sich auf eine außergewöhnliche Tempelarbeit im 1. Grad emotional vorbereiten. Derweil frönten die Damen kulinarischen Leckerbissen, nachdem sie mit einer kurzen Bootsfahrt den Bestimmungsort erreichten.

Mit einem harten Hammerschlag eröffnete der Meister von Stuhl, Br. E. Milbrod, die Tempelarbeit. Nachdem der zugeordnete Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland, Br. Bernd Brauer, eingeführt wurde, konnte die Arbeit richtig beginnen. In seinen Meisterworten hob der Meister vom Stuhl der gastgebenden Loge hervor, dass man sich in einem Laderaum eines Frachtseglers befände und zog Parallelen zur Freimaurerei. Diese konnte er in dem Mannschaftsgeist der Besatzung des Segelschiffes finden. „Auch wenn das Schiff stolz und sicher ist, es sind die Menschen an Bord, die es in die Welt hinaus und zurück in den sicheren Hafen lenken!“ In der anschließenden Begrüßung wurden kurz alle Brüder, von Flensburg bis Freiburg und von Straßburg bis Solothurn (CH), einzeln begrüßt.

Nach der Tempelarbeit begann der „gemütliche“ Teil des Programms. Bei einem reichhaltigen Seemanns-Dinner ergaben sich sehr viele anregende Gespräche zwischen den Brüdern und den inzwischen eingetroffenen Schwestern. Der Laderaum des Frachtseglers, eben noch ein Tempel, wurde nun zu einem Ort des Gedankenaustausches. Die Gespräche verliefen so intensiv, dass beinahe die künstlerischen Darbietungen von Frau Jana Nietsch untergingen. Die junge Akkordeonistin und Sängerin verbreitete auf Deck mit ihren Chansons eine positive Stimmung bis weit nach Mitternacht: eine Bereicherung dieser lauen Sommernacht.

Ein weiteres positives Ergebnis der Windjammerloge 2017 ist das Ergebnis der Sammlung. Das Geld soll den Flüchtlingen in Lübeck zu Gute kommen. Der Träger der Flüchtlingsarbeit, die Diakonie Lübeck, wird Schultüten mit Schul-Utensilien zusammenstellen. Somit erhalten die Kinder nicht nur ein „Geschenk“, sondern lernen eine Tradition in Deutschland kennen und erhalten dringend benötigte Ausstattung für einen guten Start. Über diese Aktion wird zu gegebener Zeit besonders berichtet werden.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Teilnehmer, die eine Übernachtung gebucht hatten, am ausgiebigen Frühstück. Vielen hat das gesamte Ereignis so gut gefallen, dass bereits der Termin für die nächste Windjammerloge erfragt wurde. Diese wird am 25. Mai 2019 stattfinden. Eine Anreise am Vortag mit einer oder zwei Übernachtungen auf dem Schiff sind bei rechtzeitiger Anmeldung möglich.
Allen Teilnehmern der Windjammerloge und auch den Brüdern und Schwestern, die aus unterschiedlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, wünscht das Organisationsteam der Loge „Zur Weltbruderkette“ im Orient Lübeck „Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“!

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Freimaurer auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt

Auf der längsten Punschmeile Norddeutschlands trafen sich viele Menschen zu guten Gesprächen an der karitativen Hütte des Logenhauses zu Flensburg.

Auf der längsten Punschmeile Norddeutschlands trafen sich viele Menschen zu guten Gesprächen an der karitativen Hütte des Logenhauses zu Flensburg.

Drei besondere Abende gestalteten die Schwestern und Brüder der fünf im Flensburger Logenhaus vertretenen Logen. Bei Punsch, Schmalzbroten und Süßigkeiten wurden viele gute Gespräche mit interessierten Besuchern geführt.

(Flensburg/ar) Mit vereinten Kräften gelang es den fünf in Flensburg arbeitenden Logen die Hütte H14 am Holm 30 in Flensburg zu einem besonderen Ort der Begegnung aller Menschen im Norden mit Leben zu füllen. Vom 21. bis 23. Dezember 2017 Uhr haben sich lehrartübergreifend Schwestern der femininen Freimaurerei, neben Brüdern der Druiden, der Großen Landesloge, sowie der humanitären Freimaurerei zum karitativen Zweck zusammengefunden. Der nennenswerte Erlös kommt der Erhaltung des Logenhauses in Flensburg zu Gute, welches unter einem drückenden Sanierungsstau leidet.

Im Vordergrund allerdings standen zwanglose Gespräche mit überwiegend jungen Besuchern. Es wurden viele spannende Fragen zur Freimaurerei, aber auch zu gesellschaftlichen Entwicklungen miteinander besprochen. Die am Stand vertretende Vielfalt der freimaurerischen Lehrarten wurde durchweg als Stärke wahrgenommen. Ebenso wurde es von vielen Menschen positiv wahrgenommen, dass sich “Freimaurer aktiv unters Volk mischen” und sich den drängenden Themen der Gesellschaft stellen. Im Gedächtnis blieb der Satz eines jungen Mannes nach einem Gespräch über eine ihm zunehmend erscheinende Perspektivlosigkeit in der Gesellschaft: “Es war gut für mich, mit Ihnen reden zu dürfen.”

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70 Jahre Schleswig-Holstein – und die Freimaurer machen mit

Stand der Freimaurer des Distriktes Schleswig-Holstein / Mecklenburg-Vorpommern

Stand der Freimaurer des Distriktes Schleswig-Holstein / Mecklenburg-Vorpommern

Anlässlich des 70. Geburtstages des Landes Schleswig-Holstein nahm auch der Distrikt Schlewswig-Holstein / Mecklenburg-Vorpommern mit einem Pavillon in Eutins “Gelber Meile” (Bildung, Kultur, Kunst) an den Feierlichkeiten teil.

Hier präsentierte sich „Der Echte Norden“, wie sich Schleswig-Holstein selbst bezeichnet, auf einer besonderen Leistungsschau. Institutionen, Unternehmen, Hochschulen, Vereine, Organisationen, Kunstschaffende, waren auf dem Festgelände vertreten. So auch die Freimaurer, die Teil der Gesellschaft und in Ihrer Heimat verwurzelt sind. Viele bewegende Momente haben die Eutiner Freimaurer am Wochenende erlebt. Ganz Eutin voller einheitlicher Pavillons, die Straßen und Plätze säumten. Ein buntes Freizeitprogram bei zum Teil kühlem Wetter lockte die Eutiner mit Stolz zu „Ihrem“ Bürgerfest

Der ansprechende, behindertengerechte Pavillon lud die Vorübergehenden zum Verweilen und Nachfragen ein. „Mein Opa war Freimaurer“- „Auf meinem Dachboden steht eine Kiste mit Büchern und Mitgliedslisten von vor 1938, wollen sie die haben?“-„An meinem Haus ist ein Freimaurersymbol, wollen sie es noch vor der Renovierung fotografieren?“ So oder ähnlich lauteten die Ansprachen. Bei Kaffee und Kuchen erläuterten die Distriktsbeamten SH/MV (AFuAM) mit Unterstützung von Eutiner-Logenmitgliedern sowie Beamten der Provinzialloge des Freimaurerordens den Sinn der Freimaurerei.

„Kann denn jeder Freimaurer werden?“, „Warum keine Frauen in den Logen?“, „Ist Freimaurerei noch zeitgemäß?“, Fragen wie diese aber auch „Erklären Sie mir mal kurz was Freimaurerei ist“ oder “Was ist das Geheimnis?“ wurden nett und freundlich. Viele Vorurteile und Berührungsängste konnten überwunden, Kontakte geknüpft werden.

„Es hat Spaß gemacht“, waren sich alle einig; “Sehen und gesehen werden, kein Grund sich vor der Öffentlichkeit zu verstecken“. Das sahen auch viele Besucher so und fanden den öffentlichen Auftritt an der Zeit.

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Führung durch den Eutiner Schloßgarten

Die Fürhungen sind beliebt: bereits über 2500 Menschen haben teilgenommen

Der Eutiner Schlossgarten direkt am Eutiner See ist als Parkanlage im englischen Stil schon für sich eine Augenweide. Erfährt man jedoch die Geheimnisse der freimaurerisch geprägten Gartenarchitektur, wird der Schlossgarten zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Wie schön, dass die Eutiner Loge “Zum Goldenen Apfel” in den Sommermonaten regelmäßige Führungen anbietet. Ansonsten würden den Besuchern die meisten Besonderheiten verschlossen bleiben. Viele Jahre haben verschiedene Eutiner Freimaurer geforscht und haben dem Schlossgarten viele Geheimnisse entlocken können, von denen die meisten heute noch sichtbar oder zumindest nachvollziehbar sind, auch wenn der heutige Schlossgarten sich nicht mehr im gleichen Zustand befindet wie zum Zeitpunkt der entscheidenen Umgestaltung.

Ursprünglich war der Schlossgarten ab dem frühen 14. Jahrhundert vermutlich der Medizingarten des Bischofs Heinrich II. von Bockholt. 200 Jahre später wurde der Garten durch die Lübecker Bischöfe um die in Italien bereits verbreiteten “Wasserkunst” erweitert, im 16. Jahrhundert wurde ein Tiergarten hinzugefügt und die Anlage im Laufe der Zeit zu einem Prunk- und Lustgarten umgewandelt. Im Zeitalter der Aufklärung vollzog sich ein deutlicher Wandel: philosophische Gedanken flossen in die Gestaltung ein, das Streben nach Freiheit ließ die “Englischen Gärten” entstehen. Die Überzeugungen von Freimaurern prägten auch die Gartenanlagen, versprengte Bauten und die Führung der Strecken wiesen auf Tages- und Jahreszeiten, Himmelsgestirne, freimaurerische Symboliken wie Weisheit, Stärke und Schönheit.

Im Jahre 1771 wurde im Eutiner Schloss die bis heute bestehende Freimaurerloge “Zum Goldenen Apfel” gegründet, was ohne Zweifel erhebliche Einflüsse auf den Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755 – 1829) hatte. Er war es, der als Anhänger des aufgeklärten Absolutismus den Schlossgarten als Englischen Garten mit freimaurerischer Symbolik anlegen ließ.

Wer Freimaurer werden möchte, muss im Rahmen der Initiation symbolische Wanderungen voller Bedeutsamkeit absolvieren. Seit eh und je finden diese Belehrungen in einem engen räumlichen Rahmen statt. Im Eutiner Schlossgarten jedoch wurden die Ideen dieser Wanderungen in die Wirklichkeit übertragen, sozusagen ein Lustwandeln zu den Idealen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, zur Homanität, zum Licht und zru Wahrheit. So ist der Schlossgarten ein Abbild von sichtbaren und unsichtbaren Idealen, von Zielen, Lebenswegen, von klaren Wegen dorthin, aber auch Ablenkungen und Irrwegen. Wege und Irrwege, Wahrheit und Trugschlüsse versprechen dem aufmerksamen Wanderer manche Erkenntnis, sofern er den Park deuten will und kann.

Letzteres ist ohne wissenden Begleiter nur schwer möglich, und wie der werdende Freimaurer bei seiner Aufnahme an führender Hand geht, so stehen auch im Eutiner Schlossgarten die Freimaurer Hans-Peter Kirscht und Dieter Orzelak im Wechsel zur Verfügung, um mit viel Wissen, Witz und Charme die beliebten Führungen zu gestalten. Mehr als 2500 Menschen haben sich bisher diesem freimaurerischen Spaziergang angeschlossen.

  • Ein Farbenmeer gleich zu Beginn der Landesgartenschau in Eutin
  • Das Eutiner Schloss von der Schlossgartenseite
  • Der Seepavillon, dessen dritte Stufe früher durch das Wasser führte
  • Von weitem als Ziel sichtbar: der Sonnentempel als Symbol des Lichts
  • Dieter Orzelak führt im Wechsel mit Hans-Dieter Kirscht amsüsant durch die Anlage
  • Das Ziel der strahlenden Vollendung, zu Höhe, Licht und Glückseligkeit
  • Die Fürhungen sind beliebt: bereits über 2500 Menschen haben teilgenommen
  • Der große Wasserfall, das Ende der Führung

Lassen wir Hans-Peter Kirscht sprechen. “Wir alle kennen die wunderschönen Alleen die auf ein Herrschaftshaus hinführen oder eine besondere Säule/Denkmal z.B. Siegessäule in Berlin zum Ziel haben. Anders hier in Eutin! Rechtwinklig zu den Säulen des Seepavillons, die in Ost/West Richtung, einen rechten Winkel zu der in Nord/Süd Richtung verlaufenden Lindenallee bilden, wird hier ein freimaurerisches Symbol gebildet, das auf die rechte Lebensweise des Freimaurers hindeutet.

Ziel war es den Lebensweg des Freimaurers ab der Geburt bis zum Tode in Form eines Circuit –Rundgang- unbemerkt von den Nutzern des Parks zu implementieren. Unter anderem aber auch den Park der Bevölkerung öffentlich zugänglich zu machen. Im Zeitalter der Aufklärung eine bemerkenswerte An- und Einsicht.

Bestandteil dieses Gartens ist wie anfangs genannt, die Lindenallee.

Nach dem Willen und der Planung Hirschfelds, Professor und Garten-Theoretiker in Kiel sollten die Linden unbeschnitten in schwankender Linie von unterschiedlicher Höhe und Abständen sowie Breite des Wuchses gepflanzt werden. Die Eutiner Allee gehört zwar zu jenen, in denen die Bäume ihren Wuchs relativ frei entfalten konnten, im übrigen aber zieht sie sich, schnurgerade mit gleich hohen Bäumen einer einzigen Sorte, so dass man ihr ansieht das sie unter den Augen eines um größtmögliche Regelmäßigkeit besonnen Schöpfers entstanden ist.

Bestehend aus 120 Stammlinden mit 12 Fuß Höhe, 1788 in Paaren zu einer Allee angeordnet. Der Abstand unter den Paaren beträgt 6,20 Meter. Die Gesamtlänge sind somit etwas über 365 Meter, welches den 365 Tagen des Jahres entspricht. Zwischen jeweils 2 Paaren / 4 Linden entsteht ein Quadrat, also 30 unabhängige Quadrate, d.h. allegorisch für jeden Monatstag eines. Die perfekte Fläche, deren Seitenlänge gleich ist, steht symbolisch für Recht und Ordnung, für eine korrekte und rechtwinklige Lebensweise. Jedes Quadrat bildet die Grundfläche eines Kubus, der wiederum gilt als perfekter Baustein für ein Gebäude. So wie wir uns selbst, vom unbehauenen rohen Stein zu einem Kubus entwickeln, nachdem wir die Ecken und Kanten abgeschlagen haben, d.h. durch Beseitigung unserer negativen Eigenschaften. Aus diesen Steinen, den Menschen, soll der “Tempel der Humanität” gebaut werden. Eine Aufgabe, die unsere ganze Kraft und täglichen Einsatz fordert.

Sinnbildlich stellt der Weg durch die Allee den Weg durchs Leben dar. Wir werden symbolisch durch das Spalier der Bäume geleitet, so wie das Kind bis zu seiner Reife zunächst durch die Eltern geführt wird. Später durch die Lehrer und Freunde die einen auf dem weiteren Weg begleiten. Diese Personen, dargestellt durch die Bäume, begleiten uns auf dem Weg durch die Erkenntnisse, denen wir in den einzelnen Quadraten gedenken wollen. Sie lassen ein Abweichen nach rechts oder links schwerlich zu.

Mit der Flora als imaginärem Ziel durchschreiten wir die Quadrate aus Barmherzigkeit und Humanität, Freiheit und Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz, Weisheit und Verschwiegenheit usw.

Bemerkenswert ist die Wegführung. Sie ist kein Fahrweg, keine künstliche Auffahrt zu einem Prachtwohnsitz eines Regenten, um herrschaftliche Größe zu demonstrieren; nein, sie führt sogar am Schloss vorbei. Im Äußeren Norden am tiefsten Punkt beginnend in Richtung Monopterus im Süden, zum höchsten Punkt des Gartens, ein Beweis für die bedachte Anlage. Rechtwinklig zum Seepavillon führt ihr Verlauf vom Norden, von der Nachtseite zur Tagseite, nämlich aus dem Süden. Im übertragenem Sinne führt der Weg aus der Dunkelheit heraus ins Licht. Es gibt mehrere Möglichkeiten auf dem Weg abzuweichen. Sie führen an das Ufer des Sees und zum Teil wieder zurück zur Allee oder von Ihr fort, z.B. zum Schloss, zurück in das profane Leben. Was nutzt es aber der Entwicklung einen schönen Weg am Ufer des Sees zu begehen, wichtiger ist doch die Stufen der Erkenntnis zu erlangen, die uns dieser Weg aufgibt.

Wir sehen am Ende des Weges, wie eine Lichtgestalt, umrahmt von dunklen Eiben die Flora, Göttin des Frühlings und doch für uns unerreichbar weil ein Graben am Ende der Lindenallee den direkten Zugang verhindert. Mit der Botschaft, das wir nicht alle Ziele im Leben erreichen können und der bevorstehenden Entscheidung, welchen weiteren Weg der Wanderer wählt.

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Die Führungen finden in den Sommermonaten an jedem ersten und dritten Samstag im Monat statt und dauern zwischen eineinhalb und zwei Stunden. Für Gruppen ab zehn Personen sind auch Termine nach Absprache möglich. Die Führungen sind kostenlos, am Ende wird um eine Spende für karitative Aufgaben der Loge gebeten. Während der Landesgartenschau muss jedoch der Eintrittspreis für die LGS gezahlt werden, da sich der Schlossgarten im Bereich der Gartenschau befindet. Für die genauen Termine der Führungen nehmen Sie bitte per E-Mail Kontakt mit der Loge auf.

Wer atmosphärisch eintauchen möchte, dem sei der Roman “Der verschollene Weg” von Jochen Eberhardt Helfferich,  einem Eutiner Freimaurer, empfohlen, der angenehm lesbar die fiktive Reise eine Aufzunehmenden durch den Schlosspark des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit all seinen Stationen und Allegorien beschreibt.

DIN A 5, ca. 155 Seiten mit vielen Erläuterungen, Paperback, 12,90 €, ISBN 978-3-9814615-0-3

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Brunsbütteler Krebsinformationstage

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In der Zeit vom 26. September bis zum 11. November finden in der Region Brunsbüttel die „8. Brunsbütteler Krebsinformationstage“ statt. Die Veranstaltung hat das Ziel, die Überlebenschancen von Krebspatienten zu erhöhen.

Zwei nach Angaben des Organisators besonders wichtige Referenten nehmen für diese Veranstaltung weite Weg auf sich: Privatdozent Dr. Robert Gorter reist aus Indien an, Dr. Michael Lottan aus Israel. In deren Vorträgen geht es um aktuelle medizinische Erkenntnisse zur legalen Nutzung von CBD und THC, also medizinisch relevante Cannabis-Wirkstoffe in der Onkologie.

Den Auftakt bildet die Ernährungsberaterin Martina Johannsen, die in ihrem Vortrag Brustkrebs-Patientinnen Tipps geben wird, wie man die Nebenwirkungen bei einer antihormonellen Therapie erträglicher machen kann.

Prof. Dr. Maximilian Mehdorn berichtet über neue Wege der Tumorchirurgie mit unterstützender intraoperativer bildgebender Technik. Über neue Wege in der technischen Ausstattung geht es auch im Vortrag des Chefarztes der Inneren Medizin der Westküstenklinik Brunsbüttel, Dr. Thomas Thomsen. Zu seinem Vorsorgeplan gehört die Endoskopische Sonografie, um die Möglichkeiten der Untersuchung im Magen-Darmtrakt zu verbessern.

Der „Hausreferent“, so der veranstaltende Verein Wattolümpiade e.V., ist Dr. Bernd Schmude, selbst Betroffener und ein sogenannter Langzeit-Überlebender. Seine mutmachenden Vorträge unter dem Titel „Diagnose Krebs – Heilungschancen nutzen statt Ende beschließen“ bieten inzwischen deutschlandweit konstruktive Überlebensrezepte. Zusammen mit Jens Rusch, der den Abschlussvortrag über Komplementärmedizin halten wird, gründete er den Verein „Stark gegen Krebs“, der die Krebsinformationstage maßgeblich unterstützt.

Nebenbei soll erwähnt werden, dass an der Veranstaltung selbst und den unterstützenden Gruppen etliche Freimaurer beteiligt sind. Die Finanzierung erfolgt maßgeblich durch die Vereine “Wattolümpiade e.V.” und “Stark gegen Krebs”. Zum vollständigen Programm kommen Sie über den nachfolgenden Button.

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