Osnabrücker Freimaurer spenden für Patenschaftsprojekt

Von links Raphael Hartmann (

Von links Raphael Hartmann (“EmliA”), Stefanie Koopmann, Zina Meyer (“Unikate”) Thorsten Westhoff und der Meiuster vom Stuhl Matthias Baethge Freimaurerloge “Zum Goldenen Rade” Osnabrück

Mit einer Spende von 5.000 Euro unterstützt die Osnabrücker Freimaurerloge “Zum Goldenen Rade” die Arbeit des Vereins “Unikate e.V.”. Mit der Spende soll die Arbeit des 2015 gestarteten Projekts “Emilia” unterstützt werden, das sich speziell an Kindergartenkinder aus Flüchtlingsfamilien richtet.

“Es geht uns darum, mit der Menschenliebe ein großes Ziel der Freimaurerei in der Alltagspraxis zu verwirklichen und gerade den Schwachen in unserer Gesellschaft beizustehen”, begründet Matthias Baethge, Vorsitzender Meister der Freimaurerloge, das Engagement. Die Loge habe sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dieses Projekt zu unterstützen.

“Emilia” wendet sich an Kindergartenkinder aus Flüchtlingsfamilien. In diesem Projekt betreuen ehrenamtlich tätige Mentorinnen und Mentoren die Kinder über ein Jahr hinweg. Konkret geht es dabei um gemeinsame Unternehmungen. Dadurch wird nach Angaben von “Unikate e.V.” die Integration gefördert und zugleich auch Sprachförderung vermittelt. Als Betreuer sind zumeist Studierende der Universität Osnabrück tätig.

“Für uns ist es selbstverständlich, dass jedes Kind vollkommen unabhängig von der Herkunft die gleichen Hilfestellungen und Freiräume bekommen muss, um Interessen nachzugehen sowie persönliche Lernerfahrungen zu machen und Selbstwirksamkeit zu erfahren”, heißt es in einer Mitteilung des Vereins zu seiner Arbeit.

Mit 3.500 Euro haben die Osnabrücker Brüder den größten Teil der Spendensumme aufgebracht, 1.500 Euro hat das in Berlin ansässige “Freimaurerische Hilfswerk” auf Antrag beigesteuert. Mit der Spende verwirklicht die Loge ein soziales Engagement, mit dem sie ein für die Freimaurerei besonderes Jahr akzentuiert. 2017 feierte die moderne Freimaurerei ihr 300-jähriges Bestehen; 1717 vereinigten sich in London vier Freimaurerlogen zur ersten Großloge.

Continue reading...

Religion – Quelle des Friedens oder der Auseinandersetzung?

Monopterus-Tempel im Englischen Garten, München

Monopterus-Tempel im Englischen Garten, München

Freimaurerei befindet sich bei aller diskreten Abgeschlossenheit auch in einer Schnittstelle zur Gesellschaft. Aus diesem Grund veranstaltet die Münchener Loge “In Treue fest” der Öffentlichkeit zugängliche Kolloquien zu Themen, die eine besonders relevante Bedeutung für unsere Gesellschaft haben.

Bereits zum siebten Mal veranstaltet die Loge ein Kolloquium, in diesem Jahre zum Thema “Religion – Quelle des Friedens oder Auseinandersetzung?” und stellt darin die “Frage nach dem Glauben zwischen dem Wunschprinzip der Menschenliebe und dem Realitätsprinzip konflektiver Handlungen”.

“Das Ziel der Vorträge und Diskussionen liegt in dem Bemühen”, schreibt die Loge in ihren Leitgedanken zur Reihe ihrer Kolloquien, “das Bewusstsein in der Bevölkerung für eine tief greifende Erfassung und ein besseres Verständnis gesellschaftlicher Erscheinungen zu wecken und zu fördern. Dies soll zur Bildung einer eigenen bzw. eigenständigen Meinung im Sinne ethischer Werte, der Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Brüderlichkeit verhelfen.”

Die Liste der Referenten verspricht ein durchaus hochkarätiges Programm. Nach den Grußworten des Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer und dem Distriktmeister des Distriktes Bayern, Hannes Brach leitet Dr. phil. Dipl.sc.pol.Univ. Hernán K. Benitez, gleichzeitig der Vorsitzende der gastgebenden Loge, das Kolloquium mit einem Vortrag zur Frage “Was ist Religion? Versuch einer Deutung.” ein. Es folgt Prof. Dr. Harald Schöndorf, Professor für Erkenntnislehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München mit seinem Vortrag “Führt Religion als Glaubensüberzeugung zur Intoleranz?”

Bezug auf das Verhältnis zwischen Religion und Freimaurerei nimmt zunächst Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann, Honorar-Professor für Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln mit seinen Ausführungen zu “Freimaurerei und Religion – eine schwierige Beziehung?”, gefolgt vom Vortrag “Religiöse Wahrheiten und unbedingte Toleranz: 300 Jahre Konflikt zwischen Katholischer Kirche und Freimaurerei” von Dr. Klaus Kottmann, Offizialsrat und Generalvikariat für Kanonisches Recht im Erzbistum Hamburg.

Als Imam und Theologe der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR-Glaubensgemeinschaft in Deutschland spricht Malik Usman Naveed als Schlussredner über den “Begriff des Friedens im Heiligen Buch des Korans”.

Anschließend gibt es die Möglichkeit einer Diskussion.

Die bisherigen Kolloquien beschäftigten sich mit den Themen Bewusstsein, Gerechtigkeit, Würde, Ethik, Freiheit und Wahrheit. Die Veranstaltungen sind “bewusst für eine breitere Öffentlichkeit geplant (also auch für Gäste, Suchende und Freunde u.a.); es soll so der Begegnung von Freimaurern und Nicht-Freimaurern dienen, um durch das Gespräch für Verständnis in der gegenseitigen Wahrnehmung zu werben”, so die Veranstalter.

fm-colloquium

7. Münchner Freimaurer-Kolloquium am 20. Januar 2018 ab 13 Uhr zum Thema “Religion, Quelle des Friedens oder der Auseinandersetzung?” Der Glaube zwischen dem Wunschprinzip der Menschenliebe und dem Realitätsprinzip konfliktiver Handlungen. Eine Analyse soziokultureller und glaubensbedingter Vorstellungen.

Eine Veranstaltung der Münchner Loge “in Treue Fest” und der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland als Mitveranstalter im LOgenhaus der Bruderhilfe, Schwanthalerstraße 60 (5. Stock) in München.

Continue reading...

Odenwälder Loge spendet für Frauenhaus

Der Vorsitzende Matthias Volks (links) und Logenmitglied Dieter Heusel (rechts) überreichen eine Spende an die Frauenhausbeauftragten Heike Libal-Meyer (2, v. links) und Annegret Vogel (2. von rechts). Foto: Ernst Schmerker

Der Vorsitzende Matthias Volks (links) und Logenmitglied Dieter Heusel (rechts) überreichen eine Spende an die Frauenhausbeauftragten Heike Libal-Meyer (2, v. links) und Annegret Vogel (2. von rechts). Foto: Ernst Schmerker

(Michaelstadt/es) Wenn die Freimaurer der Odenwälder Loge „Zu den drei Sternen“ nur recht selten in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, so liegt dies an deren Selbstverständnis. Im Stillen Gutes tun heißt es bei der Bruderschaft in aller Regel.

In den 70 Jahren ihres lokalen Wirkens haben Mitglieder nicht nur bei vielen Notlagen im persönlichen Bereich geholfen, sondern auch Patenschaften für Altenheimbewohner übernommen oder Ausflugsfahrten für behinderte Senioren organisiert.

Auch das Erbacher Frauenhaus wird von der die Bruderschaft finanziell unterstützt. Als vorweihnachtliche Anschubfinanzierung für den anstehenden Erweiterungsbau überreichten der Vorsitzende Matthias Volk und Logenmitglied Dieter Heusel einen Spendenscheck über 1.000 Euro an die Frauenhausbeauftragten Heike Libal-Meyer und Annegret Vogel.

Continue reading...

Besuch eines Kinderdorfes in Peru

Dr. Ranko Pavlovic (im HIntergrund) besucht das Kinderdorf in Peru

Dr. Ranko Pavlovic (im HIntergrund) besucht das Kinderdorf in Peru

Im September 2017 überreichte die Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” in Kooperation mit dem Rotary-Club Darmstadt und dem Freimaurerischen Hilfswerk der Geschäftsführerin der westfälischen Kinderdörfer einen Spendenscheck (wir berichteten). Ein befreundeter Freimaurer besuchte eines der Kinderdörfer in Peru und schilderte seine positiven Eindrücke.

von Dr. Ranko Pavlovic (leicht gekürzt)

“Am 2. Dezember 2017 hatte ich Gelegenheit, das Kinderdorf Westfalia in Lima, Peru, dank der Koordination von Ferdinand Rosenbauer, zu besuchen.

Das Kinderdorf wurde 1983 von den Eltern der jetzigen Leiterin, Frau Liselotte Schrader-Woyke, gegründet. Derzeit werden dort 139 Kinder versorgt. Seit diesem Jahr hat das Kinderdorf eine staatliche Anerkennung zur Grundschulausbildung der eigenen Kinder erhalten.

Angestrebt wird ein möglichst frühes Aufnahmealter, bevorzugt vor dem fünften bis sechsten Lebensjahr. Die Kinder werden überwiegend vom Familienministerium, der Staatsanwaltschaft oder anderen offiziellen Staatsorganen dem Kinderdorf angetragen. Es sind Straßenkinder, zuletzt auch zwei Babys, die auf der Müllhalde gefunden wurden. Die Kinder werden bis zum Abschluss einer Berufsausbildung bzw. eines Studiums betreut und sind verpflichtet, danach als Adoptivfamilie bedürftige Kinder des Kinderdorfes anzunehmen und selbst wieder bis zur Integration ins Leben zu versorgen. Ehemalige bleiben zeitlebens dem Kinderdorf verbunden und unterstützen es nach Kräften. Die Kinderdorfgemeinschaft wird von der Leiterin und dem ihr zugeordneten Gremium, dem auch ehemalige Kinder der Einrichtung angehören, betreut. Zum Team gehören Psychologen, Sozialpädagogen und viele Praktikanten, insbesondere aus Deutschland, die dort ihr Soziales Jahr leisten.

Der Tages- wie auch der Jahresablauf ist klar strukturiert mit Bezug zu den Jahreszeiten und dem Kirchenjahr. Einbezogen sind vielfältige sportliche Aktivitäten, unter Einbeziehung des Kinderspielplatzes für die Kleinen. Mitarbeit zum Erhalt der Einrichtung und Mitarbeit im Gemüseanbau und bei der Versorgung von Haustieren, wie Ziegen, Hühner und unter anderem auch Schweinen sind in das Tagesprogramm integriert. Kunsthandwerkliche Tätigkeiten gehören zum Erziehungsprogramm.

Projektbeschreibungen aus früheren Spendenaufrufen, u. a. des Rotary-Club Darmstadt-Kranichstein, wie Solar- und Wasserversorgunganlagen sowie Versorgungsgebäude und Sportanlagen wurden vor Ort bestätigt.

Die Leiterin führt einen unermüdlichen Kampf mit der ausufernden staatlichen Bürokratie. Die gestrandeten Kinder  sind in der Regel namenlos, ohne Geburtsurkunde, amtlich nicht existent. Soziale Ausgrenzung und Ablehnung behindert die Integration der Kinder in weiterführende Bildungseinrichtungen. Peru ist ein Land, das reich an Bodenschätzen ist, mit einer reichen Elite, die sich der Not und dem Elend der eigenen Bevölkerung vielfach verschließt und durch Gestaltung der statistischen Präsentation der UNESCO-Auflage zur Armutsbekämpfung nur mit geringen Fortschritten zu genügen versucht. Der enorme Handlungsbedarf auf staatlicher Ebene kann nur mühsam durch Spenden kompensiert werden. Das Einzelschicksal der Kinder ist aber in der konkreten Notlage auf jede persönliche Spende angewiesen.

Ich war von der wertvollen, von Nächstenliebe und Fachkenntnis geprägten Arbeit im Kinderdorf sehr beeindruckt und weiß, dass die diesjährige Spende der Darmstädter Loge „Johannis der Evangelist zur Eintracht“ dort der großen Kinderdorffamilie hilft zu überleben. Überzeugend war mein Eindruck, einem Kinderdorf begegnet zu sein, das als große Familie in bedrohlicher Umwelt die Herausforderungen des Überlebenskampfes liebevoll meistert.”

Continue reading...

Neue Loge in Norddeutschland

Das Rathaus in Wildeshausen

Das Rathaus in Wildeshausen

Freimaurer aus Bremer, Oldenburger und Delmenhorster Logen haben sich zusammengefunden, um in der Kreisstadt Wildeshausen eine neue Loge unter dem Namen “Zur Morgenröte in der Geest” zu gründen.

Fragt man ältere Freimaurer, so werden sie zum Thema Logengründungen bemerken, dass dies noch vor zehn, zwanzig Jahren äußerst seltsam vorkam. Heute kann jedes Jahr über sogenannte Lichteinbringungen berichtet werden, so heißt die Gründung und Installation einer neuen Loge unter Freimaurern. Der Begriff bezieht sich darauf, dass symbolisch das Licht in eine Loge getragen wird, das ihr immer leuchten möge. Verwendet wird dazu traditionell eine Kerze, die vor den Nationalsozialisten bei Schließung aller Logen in Deutschland gerettet wurde.

Eine Loge kann nur von einer bestimmten Mindestzahl von Freimaurermeistern gegründet werden und benötigt die Genehmigung ihrer Großloge. Die Gründungsversammlung, die erwähnte rituelle Lichteinbringung, ist ein besonderes Ereignis für alle teilnehmenden Brüder und Gäste, besonders aber für die Gründer selbst und wird dementsprechend mit einem Fest verbunden. Dass die Stadt Wildeshausen dafür ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, ist ein besonderes Zeichen der Wertschätzung.

An der Festarbeit teilnehmen dürfen alle regulären Freimaurer. Um eine Anmeldung wird bis zum 31. März 2018 beim Sekretär der neuen Loge gebeten.

Lichteinbringung am 21. April 2018 um 11:15 Uhr im Alten Rathaus der Stadt WIldeshausen, Am Markt 1, 27793 Wildeshausen. Informationen und Anmeldung beim Sekretär der Loge unter sekretaer@zmidg.de.

Continue reading...

Freimaurer auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt

Auf der längsten Punschmeile Norddeutschlands trafen sich viele Menschen zu guten Gesprächen an der karitativen Hütte des Logenhauses zu Flensburg.

Auf der längsten Punschmeile Norddeutschlands trafen sich viele Menschen zu guten Gesprächen an der karitativen Hütte des Logenhauses zu Flensburg.

Drei besondere Abende gestalteten die Schwestern und Brüder der fünf im Flensburger Logenhaus vertretenen Logen. Bei Punsch, Schmalzbroten und Süßigkeiten wurden viele gute Gespräche mit interessierten Besuchern geführt.

(Flensburg/ar) Mit vereinten Kräften gelang es den fünf in Flensburg arbeitenden Logen die Hütte H14 am Holm 30 in Flensburg zu einem besonderen Ort der Begegnung aller Menschen im Norden mit Leben zu füllen. Vom 21. bis 23. Dezember 2017 Uhr haben sich lehrartübergreifend Schwestern der femininen Freimaurerei, neben Brüdern der Druiden, der Großen Landesloge, sowie der humanitären Freimaurerei zum karitativen Zweck zusammengefunden. Der nennenswerte Erlös kommt der Erhaltung des Logenhauses in Flensburg zu Gute, welches unter einem drückenden Sanierungsstau leidet.

Im Vordergrund allerdings standen zwanglose Gespräche mit überwiegend jungen Besuchern. Es wurden viele spannende Fragen zur Freimaurerei, aber auch zu gesellschaftlichen Entwicklungen miteinander besprochen. Die am Stand vertretende Vielfalt der freimaurerischen Lehrarten wurde durchweg als Stärke wahrgenommen. Ebenso wurde es von vielen Menschen positiv wahrgenommen, dass sich “Freimaurer aktiv unters Volk mischen” und sich den drängenden Themen der Gesellschaft stellen. Im Gedächtnis blieb der Satz eines jungen Mannes nach einem Gespräch über eine ihm zunehmend erscheinende Perspektivlosigkeit in der Gesellschaft: “Es war gut für mich, mit Ihnen reden zu dürfen.”

Continue reading...

Programm des Großlogentages 2018 in Bamberg

Das historische Rathaus in Bamberg

Das historische Rathaus in Bamberg

Der alle zwei Jahre stattfindende Großlogentag ist die Vollversammlung aller Logen in der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland und findet in diesem Jahr in Bamberg statt.

Die organisatorische Ausrichtung übernimmt traditionsgemäß eine oder mehrere örtliche Logen, die sich Jahre zuvor um die Rolle des Gastgebers beworben haben. Es ist Ehrensache der einladenden Brüder, für ihre Gäste eine gut organisierte Veranstaltung mit einem ansprechenden Rahmenprogramm anzubieten. Auch die Bamberger Brüder haben sich große Mühe gegeben, den Großlogentag vom Mittwoch, den 9. Mai bis Samstag, den 12 Mai 2018 zu einem Erfolg werden zu lassen.

Traditionell gibt es am Tag vor der eigentlichen Versammlung ein “Treffen der bereits angereisten Brüder, Damen und Gäste”, dieses Mal in Bambergs ältestem Wirtshaus “Zum Sternla”, das bereits seit 1380 ein beliebter Treffpunkt des Ortes ist. Der Abend klingt aus mit einem Nachtspaziergang durch die Stadt unter dem Motto “Geister, Sagen, Legenden”. Die Teilnehmer hören Geschichten von Hexenkunst und Teufelswerk, von Bürgerstolz und Liebespein.

Für die stimmberechtigten Vorsitzenden der Logen beginnt der Donnerstag mit dem Stuhlmeistergespräch, in dem sich die Vorsitzenden über die anstehenden Programmpunkte austauschen. Währenddessen genießen die Damen und Gäste ein Konzert des weltberühmten Mittelalterensembles “Capella Antiqua Bambergensis”. Das ehemalige und traumhaft schön restaurierte fürstbischöfliche Jagdschloss Wernsdorf bildet den romantischen Rahmen für die Konzerte des Ensembles. Auf originalgetreuen Repliken wird Musik aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance gespielt. Nach dem Mittagessen geht es im ersten Teil des Großlogentages bis um 17 Uhr um Berichte, Finanzen und Anträge. Das Damen- und Gästeprogramm lockt mit einer Stadtführung unter dem Titel “Prunk, Pracht und Puder”. Am frühen Abend gibt es einem Empfang im berühmten E.T.A.-Hoffmann-Theater. Bei fränkischen Speisen und Bamberger Getränken können gute Gespräche geführt, Bekanntschaften geschlossen oder bestehende vertieft werden. Im Anschluss folgt “Ein musikalischer Abend über die Sehnsucht nach einer besseren Welt”. Der Abend klingt aus bei einem Mitternachts-Blues im Logenhaus. Das “Duo Descartes” spielt Jazzstandards und Stücke des brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Jobim.

Am Freitag erkunden Damen und Gäste die Stadt und die Umgebung auf dem Wasser. Die Tour beginnt mitten in der Altstadt, dann wendet das Schiff und fährt vorbei an Klein-Venedig, Dom, St. Michael, der Konzert- und Kongresshalle, dem Stammhaus der Bamberger Symphoniker, anschließend Talschleusung in Gaustadt. Auf dem Main-Donau-Kanal nimmt das Schiff Kurs auf Bischberg, fährt auf dem Main flussabwärts bis zur Staustufe Viereth, erkundet von dort den alten Main. Die Reise geht flussaufwärts unter den neu errichteten Bamberger Brücken hindurch und dann wieder zurück in die Altstadt. Die Brüder beschäftigen sich währenddessen den ganzen Tag über mit Verbandsregularien und Wahlen. Am Abend erwartet alle Teilnehmer ein schöner Abend im Festsaal des Bamberger Welcome-Hotels mit Musik der Bamberger Gruppe “Dawn”.

Am Samstag findet für die Brüder Freimaurer eine Zusammenkunft (“Tempelarbeit”) statt, bei der die am Vortage gewählten Beamten rituell eingesetzt werden. Wer nach dieser Zusammenkunft noch nicht nach Hause fahren möchte oder muss, kann sich auf einen kulinarischen Höhepunkt am Abend freuen: Die Bamberger Loge lädt zu einem Whiskytasting ein, das zwei herausragende Experten leiten werden.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass der Großlogentag zwar die satzungsmäßige Versammlung der Großloge ist, zu der die stimmberechtigten Stuhlmeister der Logen oder ihre Vertreter erscheinen sollen. Teilnehmen dürfen jedoch alle Brüder Freimaurer nach Anmeldung, auch die Teilnahme an den Beratungen ist zulässig, sofern der Platz ausreichend ist, lediglich die Teilnahme an Aussprachen und Abstimmungen ist den stimmberechtigten Abgesandten vorbehalten. Die Details des vereinsrechtlichen Teils gehen den Logen in gesonderten Einladungen zu. Die Logen haben auch die notwendigen Anmeldeformulare.

Die genauen Termine finden sich in der Terminübersicht dieser Website.

Die Großloge freut sich auf eine rege Teilnahme der Logen und gute Beratungen. Die gastgebenden Bamberger Brüder freuen sich ebenfalls, wenn ihre umfangreichen Bemühungen durch viel Zuspruch belohnt werden.

Continue reading...