Hamburgs zweitälteste Loge feiert 275. Jubiläum

Foto: Jonas Weinitschke / Adobe Stock

In Hamburg steht wieder ein großes rundes Jubiläum an. Die Loge St. Georg zur grünenden Fichte feiert ihr 275. Stiftungsfest.

(Hamburg/pa) Sie ist Hamburgs zweitälteste Loge (nach Absalom zu den drei Nesseln) und begeht das Jubiläum ganz hamburgisch. Dabei erinnert sie an die Keimzelle der Freimaurerei hier in der Hansestadt an der Elbe.

Die Feier beginnt am Freitagabend, dem 21. September 2018 um 19.00 im Logenhaus Welckerstraße 8 mit einer Begrüßung der Gäste. Es folgt am Sonnabend, dem 22. September um 14.00 Uhr die Festarbeit im Haus der Patriotischen Gesellschaft, direkt am Ursprungsort der deutschen Freimaurerei. Der Festvortrag von Br. Hans-Herrmann Höhmann trägt den Titel “Das Feuer weitergeben. Freimaurerei als Zukunftswerkstatt”. Ein freimaurerisch geführter Spaziergang anschließend durch die Innenstadt endet im Logenhaus in der Welckerstraße. Dort beginnt um 19.00 eine festliche Tafelloge.

Am Sonntag findet eine Matinee statt. Im Mittelpunkt steht eine Ausstellung über die Entwicklung der Hamburger Freimaurerei in den ersten 100 Jahren und der Beitritt der Loge zum Bertini-Preis e. V., deren Arbeit sie unterstützen will.

Für die Damen ist am Sonnabend, 22. September, die Besichtigung der Elbphilharmonie vorgesehen sowie eine Alsterschiff-Rundfahrt. Anschließend Abendessen im Logenhaus an der Moorweidenstraße in Hamburg.

In der Humanität Juli/August 2018 wird auf der Seite 29 über das Jubiläum ausführlich berichtet.

Die Loge lädt herzlich ein. Informationen und Anmeldungsunterlagen bitte über post@georg-loge-hamburg.de anfordern.

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Spende für Kinder und Frauen auf den Philippinen

Foto: kanchitdon / Adobe Stock

Anlässlich des diesjährigen Abschlusses des Maurerjahres der Loge „Zum Ewigen Dom“ in Köln wurde dem Vorsitzenden des Vereins „Chance for Growth e.V.“, Dr. med. Sven Volkmuth, unter großen Applaus der Gäste der Feier eine Spende von 2.000 € übergeben.

(Köln/RvB) Bei einem mehrwöchigen ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Jahre 2005 lernte Dr. Volkmuth die heute zweite Initiatorin des Vereins, Frau Jacynthe Omglin, kennen. Bereits damals arbeitete Dr. Volkmuth auf einer kleinen Insel mit dem Namen „Isla Verde“, südlich der Hauptinsel Luzon mit Frau Omglin zusammen. Hier entstand schließlich mit der Hilfe einer in Deutschland arbeitenden philippinischen Krankenschwester der Verein „Chance for Growth e.V.“, der sich hauptsächlich um die Bereiche Schulbildung und Gesundheit kümmert.

Mit Hilfe der Spendengelder wird als zentrales Ziel die Förderung der Bildung, insbesondere für die Kinder und die vielen oft noch gesellschaftlich unterdrückten Frauen gesehen. Bei allen Projekten wird die Hilfe zur Selbsthilfe voran gestellt. Auf den Philippinen laufen zur Zeit Schulpatenschaften, Projekte zur Gesundheitserziehung und akute medizinische Hilfsprojekte inklusive zahnmedizinischen Camps.

Die Spendengelder werden zu nahezu 100% in diese Projekte gesteckt – fast nichts wird für die Administration oder für die Reisen zur Insel genutzt, denn dies geschieht auf freiwilliger Basis und wird aus eigener Tasche der Vereinsmitglieder bezahlt. Spendengelder werden für Lehrmittel und Medikamente genutzt, aber auch für die Renovierung eines Schulgebäudes. Nach nunmehr 7 Jahren unterstützt der Verein mittlerweile fast 50 Kinder, davon konnte für aktuell 32 Kinder eine direkte Patenfamilie in Deutschland gefunden werden.

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“Wattolümpiade” endet mit Spendenrekord

Tausende Besucher kamen auch 2018 zur 13. "Wattolümpiade" im Brunsbütteler Elbschlamm zum wohl größten und dreckigsten karitativen Event Deutschlands.

Einmal mehr stand die Wattolümpiade unter dem Motto „Schmutziger Sport für eine saubere Sache“, denn auch diesmal kommt der Erlös aus Eintrittseinnahmen und Startgeldern der Initiative „Stark gegen Krebs“ und damit Krebsbetroffenen in der Region zugute.

400 “Wattleten” rangen – oder “watteiferten”, wie die Organisatoren es nennen – mit viel Spaß im Schlick der Elbe, die in Brunsbüttel den Gezeiten unterliegt. Tausende Besucher säumten den Deich und genossen das Spektakel vor auf der Elbe vorbeiziehenden Ozeanriesen. Am Abend spielten etliche Bands und sorgten für einen stimmungsvollen Ausklang des Abends.

Zum Abschluss der Aufräumarbeiten machten die Verantwortlichen Kassensturz und konnten einen Rekord vermelden: Mehr als 47.000 € kamen zusammen, die über die ehrenamtliche Organisation Krebsbetroffenen in der Region zugute kommt, unter anderem an das im Sommer 2015 eingeweihte und durch den Wattolümpiade-Verein voll finanzierte Krebsberatungszentrum Westküste.

Abschließend bedanken sich die Organisatoren bei allen Helfern: “Dieser Erfolg wäre nicht denkbar ohne die zahlreichen Unterstützer und Ermöglicher vor und hinter den Kulissen, die dem ehrenamtlichen Organisationsteam zur Seite stehen. Dies fängt an bei den Sponsoren, die für die komplette Veranstaltungslogistik und das Drumherum sorgen, über die Musiker sowie die ehrenamtlichen Helfer von Feuerwehr, LZG, DGzRS, Sanitätsdienst, Ärzteschaft, Technik und Handicap-Crew, bis hin zu den Mitarbeitern des Bauhofs.

Last not least: Die Wattolümpiade wäre nichts ohne die Wattleten, die sich voller Enthusiasmus in den Schlick stürzen und längst den Geist der Veranstaltung verinnerlicht haben. Ihnen gebührt der größte Dank – auch für das faire Miteinander, das in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich ist.”

Die nächste “Wattolümpiade” findet im Jahre 2020 statt. Für die 14. Wattolümpiade der Neuzeit haben die Macher auch schon einen Termin ins Auge gefasst: Am 15. August 2020 soll wieder schmutziger Sport für eine saubere Sache im Elbschlick geboten werden.

Weitere Informationen unter http://www.wattoluempia.de.

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Brüder, die auf Wellen starren

Das Charterboot "Vertrouwen" war für mehrere Tage Heimat etlicher deutscher Brüder.

Eine etwas andere Art zur Stärkung der Weltbruderkette fand bereits zum dritten Mal in den Niederlanden statt: Am vorletzten Juliwochende trafen sich 26 deutsche Brüder zu einer Segeltour durch das niederländische Ijsselmeer.

(tl) Auf zwei Plattboden-Schiffen, vom dem eines den Namen “Vertrouwen” (Vertrauen) trägt,  machten sich 26 Freimaurer von Enkhuizen auf den Weg in die Hafenstadt Hoorn. Dort waren sie Gast im Logenhaus der niederländischen Loge  “de Loge Vestfriesland” in Hoorn.

“Ich bin , so glaube ich, der erste Bruder meiner Bauhütte, der zu einer anderen Loge über das Wasser anreiste”, so ein fränkischen Bruder nicht ohne Stolz. Ein weiterer Bruder ergänzte: “Sich schnell und unkompliziert beim Setzen der Segel oder Binden der Knoten auf Brüder zu verlassen und sich mit ihnen zu ergänzen, die ich erst am Tag zuvor kennenlernte, war für mich eine völlig neue Facette der Freimaurerei.

Bereits jetzt haben die Brüder entschieden, sich im nächsten Jahr in die niederländische Nordsee vorzuwagen.

Niederländische und deutsche Brüder vor dem Logenhaus der Loge Vestfriesland in Hoorn
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Freimaurer-Golfturnier in Fleesensee

v.l. Vizepräsident Harry Mohn, Michael Rüssel mit Pokal, Präsident Siegfried Schumbeck

Vier harmonische Tage bei herrlichem Wetter, herausforderndem Golfspiel und vielen guten Gesprächen unter Brüdern und Schwestern beim jährlichen, sportlichen Golftreff des „Freundeskreises Golfender Freimaurer“.

Teilnehmer des Turniers 2018

(Fleesensee/ss) Vom 11. bis 15. Juli trafen sich im Golf Resort über dreizig Brüder und Schwestern, um an drei Spieltagen den Golfer des Jahres der Freimaurer auszuspielen. Auch die Schwester Eva Schmidl reiste aus Wien an, um sich an dem Wettbewerb erfolgreich zu beteiligen. Sie erspielte sich in Folge den 1. Preis und nahm den Damen-Wander-Pokal wieder für ein Jahr mit nach Wien.

Freimaurer-Golfer des Jahres wurde der Br. Michael Rüssel, der zum ersten Mal an dem Turnier teilnahm und bei der feierlichen Preisverleihung den Pokal von Vizepräsident H. Mohns und Präsident S. Schumbeck entgegennahm.

Es ist immer wieder erfreulich, dass den Brüdern und Schwestern kein Weg zu weit ist, um in freimaurerischer Gemeinschaft die Zeit zu verbringen. Nicht golfende Schwestern hatten in diesem Jahr Gelegenheit, am Freitag Schwerin mit seinem schönen Schloss zu besichtigen und am Samstag eine Schiffstour auf der Mecklenburgischen Seenplatte zu erleben. So konnten alle Teilnehmenden auf Ihre Weise die schöne Landschaft genießen, um dann am Sonntag voller guter Eindrücke den Heimweg anzutreten.

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Loge Avantgarde veranstaltet Kammerspiel von Jens Oberheide

Von links: Eberhard Panne, Jens Oberheide, Marek Kalbus

Die Berliner Loge Avantgarde veranstaltete am 18. Juni die fiktive Schachplaudereien zwischen Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing.

(Berlin/cs) Die gleichaltrigen Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing, beide Jahrgang 1729, haben sich 1754 beim Schachspielen kennengelernt. Sie waren verwandte Seelen, haben ihre idealistischen und aufklärerischen Gedanken ebenso miteinander ausgetauscht, wie ihre menschlichen Befindlichkeiten und die Sorgen, Nöte und Freuden des Alltags. Sie blieben ein Leben lang eng befreundet.

Das Zwei-Personen-Stück von Jens Oberheide „Mein lieber Moses….“ führt Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing zum fiktiven Gedankenaustausch beim Schach zusammen, so, wie das wohl im Laufe der Jahre häufig geschah. Sie spielten und redeten miteinander. Sie plauderten über alles, was sie bewegte. Über das Spielen und Dichten, über das Trinken, über das Menschlich-Allzumenschliche. Über Gott und die Welt, über Philosophie, Wissenschaft und Gesellschaft, über Freimaurerei und die Kunst, recht zu leben. Das ist mal „so dahingeredet“, mal fröhlich und satirisch und mal mit ernsthaftem Tiefgang.

Der Autor Jens Oberheide versucht, diese Plauderei aufzunehmen und auf die Bühne zu bringen. Herausgekommen ist ein ausgedachtes Gespräch am Schachtisch. Natürlich ist nicht verbrieft, was Mendelssohn und Lessing wirklich geredet haben, aber so könnte es gewesen sein. In den Mund gelegt wurden ihnen (fast) durchgehend Originalzitate, die freilich nicht immer im direkten Dialog entstanden, vielmehr aus anderen Zusammenhängen in neue zu denken sind. Der Sprachduktus wurde dem heutigen Verständnis angeglichen, ohne die Aussagen als solche zu verändern. Hier und da erschien es sinnvoll, Satzstellungen im Sinne des Plaudertons zu verkürzen und mit neuen Füllwörtern zu versehen.
Die Textquellen stammen aus Briefen, aus Schilderungen Dritter, aus Aufsätzen und Abhandlungen, Anekdoten und Aphorismen, aus Dramen und Fabeln, sowie aus Poesie und Prosa der Beiden. Vor wissenschaftlichem Hintergrund wären es insgesamt Zitate aus 138 Textquellen gewesen. Die feuilletonistische („theatralische“) Absicht nimmt sich jedoch die Freiheit, ohne Fußnoten und Einzelnachweis auszukommen.

Die starken Unterschiede im Aussehen, in der Artikulation, in der Herkunft und im Wesen haben beide Protagonisten durch menschliche und geistige Verwandtschaft auf Augenhöhe kompensiert. Die Gedanken der Beiden sind zeitlos. Es gibt auch nach 250 Jahren immer noch keine Antwort auf die vielen Fragen, die sie aufgeworfen haben. Darum sind Nichtbeantwortung und bleibende Offenheit beabsichtigter Teil der Dramaturgie – auch über den Schluss des Kammerspiels hinaus. Eines der Ziele war es, dass das Publikum die Gedanken im anschließenden Empfang untereinander bespricht und mit nach Hause nimmt und weiterdenkt. Die Musikbegleitung diente dabei (vorher, hinterher und zwischen einzelnen Sequenzen) als quasi „Gedankenbrücke“. Dieser Inspiration folgten eine Vielzahl der Teilnehmer und brachten ihre Lust auf weitere Veranstaltungen dieser Art zum Ausdruck.

Die Berliner Loge Avantgarde, die den Bezug zu Kunst und Kultur seit ihrer Gründung im Jahre 1996 beibehalten hat, veranstaltete diese szenische Lesung mit freundlicher Unterstützung von Pegasus e.V., dem freimaurerischen Verein für Kunst und Kultur, im Goethe-Saal des Logenhauses Berlin vor rd. 80 Zuschauern. Moses Mendelssohn wurde dargestellt vom Autor Jens Oberheide selbst, Gotthold Ephraim Lessing wurde gespielt durch den Opernsänger Marek Kalbus. Musikalisch begleitet wurden die Protagonisten von Eberhard Panne.

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Konzertnachmittag der Loge Victoria in Berlin

Die Künstler Steven Desroches, Cyril Assaf und Marisca Mulder (v.l.n.r.) mit dem MvSt Kenan Yilmaz

Die Johannis-Freimaurerloge Victoria feierte Ihr diesjähriges Rosenfest am 2. Juni, das mit einem Konzertprogramm mit Werken freimaurerischer Komponisten und Autoren für die Brüder, Schwestern und weiteren geladenen Gästen eingeleitet wurde.

(Berlin/ab) Die Künstler Marisca Mulder (Sopran), Cyril Assaf (Bassbariton) und Steven Desroches (Klavier) wählten dafür Klavierstücke, Opernarien und Lieder aus, die von freimaurerischen Musikern komponiert bzw. deren Texte von freimaurerischen Autoren geschrieben wurden.

Start des Konzertes mit Mozart, über Liszt und Haydn bis zu Cherubini

Das Konzert im großen Festsaal des Logenhauses in der Peter-Lenné-Strasse begann mit einer Auswahl aus den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts mit den Grundmotiven der Liebe, Vergebung, Freundschaft, aber auch Pflichten. Cyril Assaf leitete mit der im Bassbariton gesungenen Arie „In diesen heiligen Hallen“ aus der Zauberflöte ein, um dann im Duett zusammen mit Marisca Mulder in den Rollen als Papageno, dem Vogelfänger, und Pamina, der Tochter der Königin der Nacht, mit Ihren beeindruckenden Stimmen das Stück „Bei Männern“ darzubieten.

Auch aus der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ von Bruder Mozart hörten die anwesenden Gäste ein wunderschönes Stück. Marisca Mulder sang die Arie „Dove sono i bei momenti“ („Wo sind die schönen Momente geblieben“). Darin erinnert sich die Gräfin an die schönen Zeiten der Zärtlichkeit und der Liebe mit dem Grafen, die nicht mehr vorhanden sind, weil der Graf hinter seinem Zimmermädchen Susanna her ist.

Abgeschlossen wurde die Auswahl von Mozart mit dem von Steven Desroches gespielten Klavierstückes „Fantasie in d-Moll“ und der Register-Arie „Don Giovanni“ aus der italienischsprachigen Oper, gesungen von Cyril Assaf.
Fortgesetzt wurde das Konzert von Marisca Mulder mit „Oh, quand je dors! (de: Ach! Wenn ich schlafe), ein französischsprachiges Lied von Bruder Franz Liszt. Der Text ist ein Gedicht des französischen Dichters Victor Hugo.
Die nächsten Stücke wurden aus den Werken des Bruders Joseph Haydn ausgewählt. Die Arie des Raphael „Nun scheint in vollem Glanze der Himmel“ (Cyril Assaf) und das Duett von Adam und Eva „Von deiner Güt“ (Cyril Assaf und Marisca Mulder) aus dem Oratorium für drei Solostimmen, Chor und Orchester „Die Schöpfung“.

Auch von Bruder Luigi Cherubini war Liebliches zu hören. Die Arie der Medea „Dei tuoi figli“ (de: Von deinen Kindern) aus der gleichnamigen italienischen Oper „Medea“ wurde wunderbar vorgetragen von Marisca Mulder. Darin erinnert Medea ihren ehemaligen Mann Jason an ihre frühere Liebe und die Opfer, die sie ihm zuliebe gebracht hatte. Die beiden heirateten, flohen gemeinsam nach Korinth und bekamen zwei Kinder. Einige Jahre später verliebte sich Jason in die Tochter des korinthischen Königs Creone und verstieß Médée, um diese heiraten zu können. Die Kinder blieben bei Jason, um am Königshof erzogen zu werden. Medea flieht in der Arie Jason auf den Knien an, Mitleid mit ihr als verlassener Mutter zu haben.

Johann-Wolfgang Goethe und Alexander Puschkin

Aus der französischsprachigen Oper „Faust“ von Charles Gounod nach dem gleichnamigen deutschsprachigen Werk von Bruder J.W. von Goethe hörten die Gäste von Cyril Assaf und Marisca Mulder die erste Arie des Méphistophélès „Le veau d’or“ (de: Das Goldene Kalb) und die Arie der Marguerite „Juwelenarie“. Im dritten Akt der am 19. März 1859 in Paris (Théâtre Lyrique) uraufgeführten Oper legt Méphistophélès in Begleitung von Faust ein Schmuckkästchen vor Marguerites Türe ab, um ihre Aufmerksamkeit für seinen Schützling zu erheischen. In der so genannten Juwelenarie («Ah! Je ris de me voir») erkennt die schöne Frau, dass sie einen noch unbekannten Verehrer hat. Sie probiert den Schmuck an und genießt ihre Verwandlung im Spiegel.

Nach den Stücken aus dem Faust setzte Cyril Assaf mit „Ein jeder kennt die Lieb auf Erden“ fort. Mit diesen Worten fängt die Arie des Fürsten Gremin im dritten Akt der russischsprachigen Oper „Eugen Onegin“ an. Sie wurde von Pjotr Illjisch Tchaikowsky nach einem Versroman von Bruder Alexander Puschkin komponiert. Darin stellt der Fürst seine junge Gattin Tatjana vor und schildert sein Glück mit ihr.

Krönender Abschluss mit Bruder George Gershwin

Einer der vielen Höhepunkte des Nachmittags war das von Steven Desroches am Klavier inszenierte „Three Preludes“ von George Gershwin aus dem Jahr 1926. Gebannt und fasziniert lauschten die Gäste den Klängen. Steven Desroches verstand es meisterhaft, den Gästen die Nuancen des Stückes mit all seinen kühnen Modulationen und seiner erweiterten Harmonik in Form von Stilelementen des Jazz.

„Summertime“ ist der Titel der bekanntesten Arie aus der Oper „Porgy and Bess“ von Bruder George Gershwin, der von Marisca Mulder interpretiert wurde. Es handelt sich um ein Wiegenlied, das Clara für ihr Kind singt. Diese Arie ist mittlerweile als eigenständiges Lied berühmt geworden und gilt als das meist gecoverte Jazz- und Popstandard.

Den Konzertnachmittag beendeten Cyril Assaf und Marisca Mulder mit dem Duett „Bess you is my woman now“ (de: Bess du bist jetzt meine Frau). Die Oper „Porgy and Bess“ von Bruder George Gershwin schildert das Leben von Afroamerikanern in der Hafenstadt Catfish Row in Charleston um 1870. In diesem Duett drücken die beiden Hauptcharaktere ihre Liebe zueinander aus und versprechen sich, immer zusammen zu bleiben.

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