Unterstützung für Wetzlarer Kindertafel

Dr. Walter Staaden (Vorsitzender der Wetzlarer Loge), Diakon Christof Mayer (Wetzlarer Tafel) u. Martin Fischer (Stellv. Vorsitzender der Loge) bei der Übergabe des Spendenschecks. Foto: W. Volkmar

Dr. Walter Staaden (Vorsitzender der Wetzlarer Loge), Diakon Christof Mayer (Wetzlarer Tafel) u. Martin Fischer (Stellv. Vorsitzender der Loge) bei der Übergabe des Spendenschecks. Foto: W. Volkmar

Eine Spende zugunsten der Wetzlarer Kinder-Tafel “Ra-Ta-Tui” konnte Diakon Christof Mayer im Logenhaus der Wetzlarer Freimaurer in Empfang nehmen. Durch das Freimaurerische Hilfswerk auf 3000 Euro aufgestockt kommt der Spendenbetrag der Kinder-Tafel und dem ihr angeschlossenen Projekt “Zeit mit Kindern” zugute.

(Wetzlar/mf) Ermöglicht wurde die Übergabe nach Sammlungen unter den Vereinsmitgliedern, die im Jubiläumsjahr „250 Jahre Freimaurer in Wetzlar“ durchgeführt wurden. Die Wetzlarer Kindertafel versorgt Kinder nicht nur mit einer warmen Mahlzeit. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem Wertschätzung und Verlässlichkeit erfahren werden können. Zusätzliche Angebote im Rahmen der Projekte “Zeit mit Kindern“ und “Kinderuni/Ferienprogramm“ werden von den Kindern gerne angenommen. Gemeinsam wachsen sie hier an Herausforderungen, finden Stärkung in der Gemeinschaft und erleben Förderung und Unterstützung beim Lernen.

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“Informationen, Geschichte und Gerüchte” in Stade

Der Vorsitzende Gerd Carlson begrüßt die Anwesenden

Der Vorsitzende Gerd Carlson begrüßt die Anwesenden

Unter dem Leitsatz „300 Jahre Freimaurerei – 240 Jahre Freimaurerei in Stade – Informationen, Geschichte und Gerüchte“ veranstalteten die Brüder der Johannisloge „Friederike zur Unsterblichkeit“ im November eine Öffentlichkeitsveranstaltung in der Seminarturnhalle der Stadt Stade. 200 Gäste waren der Einladung gefolgt.

(Stade/hce) Den Abend mit vollbesetztem Haus begann der Vosrsitzende der Loge, Gerd Carlson, mit einer einfühlsamen Begrüßung. Speziell wurden der 1. Stellvertretende Bürgermeister, Herr Hartlef mit Gattin,  der ehemalige Stadtarchivar, Dr. Jürgen Bohmbach und das älteste Mitglied der Loge Gerhard Frankenstein (91) sowie die anwesenden Pressevertreter besonders begrüßt.

Nach der Begrüßung sprach der Distriktmeister Thomas Stuwe über „300 Jahre Freimaurerei und die erste Loge in Hamburg“. Es folgte  der Altstuhlmeister der „Friederike“, H.-Christian Esken; er berichtete über „Die Anfänge der Freimaurerei in Stade“ unter Einbeziehung der sozialen Verhältnisse der Zeit zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Patrick Beier übernahm das Thema „Die Logenhäuser in Stade“. Den Zuhörern konnten die Gebäude mit Bildmaterial per Beamer nahegebracht werden, und es hat wohl so manchen Gast überrascht, welche Häuser im Laufe der Jahrhunderte als Logenhäuser genutzt wurden, Häuser, die es heute auch noch gibt, jedoch mit einer völlig anderen Nutzung.

Durch seine Kontakte zu der Familie des Dr. Reinhold Müller, der 1923 in die Loge „Friederike zur Unsterblichkeit“ aufgenommen wurde, konnte der Vorsitzende Gerd Carlson aus dessen Lebenserinnerungen aus den Jahren 1923 und 1924 zitieren. Es wurden die schöne Stadt Stade, aber auch die damaligen Stader Bürger in ihrer gesellschaftlichen Abgrenzung und „Steifheit“ humorvoll und doch deutlich beschrieben.

Die Referenten (v.l.) Thomas Stuwe, Rolf Grußendorf, Hans-Christian Esken, Jens Rusch, Gerd Carlson, Hellmut von Blücher und Patrick Beier

Die Referenten (v.l.) Thomas Stuwe, Rolf Grußendorf, Hans-Christian Esken, Jens Rusch, Gerd Carlson, Hellmut von Blücher und Patrick Beier

Einen weiteren Beitrag lieferten Rolf Grußendorf und Hellmut von Blücher zum Thema „Freimaurerei und Motorradfahren – geht das?“ Sie schilderten eindrucksvoll  die Geschichte  der “Masonic Biker“ und ihre persönlich erlebten Eindrücke.

Schließlich erhielt Jens Rusch das Wort, um zum Thema „Mythen und Gerüchte“ zu sprechen. Es war ihm wichtig darauf hinzuweisen, dass viele Informationen über die Freimaurerei im Internet  kritisch zu sehen sind und mancher geschriebener Unsinn gar nicht korrigiert werden kann. Daher sei es nützlich, sich der Informationen zu bedienen, die von erfahrenen Freimaurern geliefert werden. Im Kern seiner Ausführungen verwies er auf die Internetseite „Freimaurer-Wiki“, die er vor 10 Jahren – zunächst allein, später mit weiteren Brüdern – entwickelt hat und ständig fortentwickeln wird. Die Freimaurer-Wiki umfasst mittlerweile annähernd 5000 Inhaltsseiten und hat bisher über 30 Millionen Seitenzugriffe.

Mit einem Schlusswort, in dem noch einmal die Ideale und die Ziele der Freimaurerei herausgestellt wurden, beendete der Gastgeber das offizielle Programm und lud die Gäste ein, mit den Brüdern der „Friederike“ ins Gespräch zu gehen, um weitere Informationen zu erhalten. Es ergab sich schnell eine intensive und angeregte Unterhaltung, die fast bis Mitternacht dauerte. Eine dezente Klaviermusik des Pianisten Frederik Feindt begleitete diesen letzten Abschnitt der Veranstaltung.

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Ludwigshafener Freimaurer setzen gute Tradition fort

Rolf Kieninger empfängt den Scheck aus den Händen von Helmut Gayer, Vorsitzender der Ludwigshafener Freimaurerloge in Gegenwart von Irmgard Fleck (2.v.l.) und dem Schatzmeister der Loge, Heinz-Ulrich Schulz (2.v.r.)

Rolf Kieninger empfängt den Scheck aus den Händen von Helmut Gayer, Vorsitzender der Ludwigshafener Freimaurerloge in Gegenwart von Irmgard Fleck (2.v.l.) und dem Schatzmeister der Loge, Heinz-Ulrich Schulz (2.v.r.)

Die Ludwigshafener Loge “Pylon zur Leuchte am Rhein” unterstützt seit vielen Jahren das zur St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH gehörende lokale Hospiz “Elias”. Am 15.11.2017 übergaben die Brüder der Loge erneut eine Spende zur Unterstützung der Arbeit der Einrichtung.

(Ludwigshafen/cw) Das stationäre Hospiz “Elias” wurde 2005 als Einrichtung der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH Ludwigshafen eröffnet. Seitdem es seine Arbeit mit den 8 freundlich gestalteten Patientenzimmern und zahlreichen modernen Details für eine liebevolle Begleitung und professionelle Pflege schwer erkrankter und sterbender Menschen aufnahm, unterstützen die Ludwigshafener Freimaurer diese Einrichtung.

Am 15.11.2017 trafen sich der Vorsitzende sowie der Schatzmeister und der Sekretär der Loge mit dem Leiter der Einrichtung, Herrn Rolf Kieninger und der Prokuristin des Trägers, Frau Irmgard Fleck, um einen Scheck in Höhe von 2.500 € zu übergeben. Die Sammlungen der Brüder aus dem vergangenen Jahr und ein Zuschuss des Freimaurerischen Hilfswerks haben dieses Engagement ermöglicht. “Es ist ein unverzichtbarer Beitrag der Bürgergesellschaft, mit Spenden unsere Arbeit zu ermöglichen”, sagte Rolf Kieninger. Die für die Finanzen der gemeinnützigen GmbH verantwortliche Frau Fleck erläuterte, dass Hospizeinrichtungen grundsätzlich nur 95% ihres Finanzbedarfs von den Versicherungsträgern erstattet bekommen. Für das Hospiz “Elias” bedeutet dies, dass jährlich mehr als 75.000 € an finanziellen Zuwendungen privater Spender zur Sicherstellung der Arbeiten notwendig sind.

Titel des von einem Bruder der Loge initiierten Buchprojektes zum zehnten Jubiläum des Hospiz

Titel des von einem Bruder der Loge initiierten Buchprojektes zum zehnten Jubiläum des Hospiz “Elias”

Die Brüder der “Pylon” sammeln aber nicht nur Geld für das “Elias”, sondern sind in vielfältiger Weise mit der Arbeit verbunden. Dazu zählen neben regelmäßig erbrachten ehrenamtlichen Arbeitsstunden im stationären Hospizbetrieb vor allem die aktive Beteiligung an öffentlichen Veranstaltungen. Höhepunkt dieser Arbeit war die durch einen Bruder der Loge initiierte Herausgabe eines Kunstbuches mit dem Titel “…der Tod treibt das Leben auf die Spitze”, das zum 10-jährigen Jubiläum des Hospizes im Jahr 2015 erschien. Zum gleichen Anlass wurde seinerzeit auch eine extra für den damaligen Festakt komponierte Symphonie des Karlsruher Komponisten Thomas Bierling uraufgeführt.

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Bielefelder Loge schließt Partnerschaft mit Loge in Serbien

Partnerschaftsurkunde der beiden Logen

Partnerschaftsurkunde der beiden Logen

Die Bielefelder Loge “Freiherr vom Stein” und die Loge “Alma Mons” in Novi Sad, Serbien, haben eine Partnerschaft vereinbart.

(Bielefeld/ag) Die Partnerschaft der Loge “Freiherr vom Stein” mit “Alma Mons” in Novi Sad kam eigentlich unspektakulär mit der Aufnahme eines Bruders in der Bielfelder Loge zustande. Der künftige Bruder K. L. war in den 1990er Jahren aus dem damaligen Jugoslawien geflohen, als ihn die Einberufung in die jugoslawische Armee erreichte und er somit in den Bürgerkrieg hineingezogen werden sollte. In Bielefeld fand er Kontakt zur Loge “Freiherr vom Stein” und wurde dort aufgenommen. Als sich in Novi Sad die Loge “Alma Mons” formierte, war er mit Freimaurern aus Bielefeld bei der Lichteinbringung dabei. Heute ist er Ehrenmitglied bei Alma Mons.

Es blieb nicht bei diesem ersten Kontakt. Die wiederholten Besuche in Novi Sad führten zu dem Wunsch, die Verbindung auf ein solides Fundament zu stellen. Die Idee einer Partnerschaft war geboren. Nach vielen Vorbereitungen konnte nun anlässlich des Johannisfestes der Loge Freiherr vom Stein am 24. Juni 2017 die offizielle Partnerschaft beschlossen und die Partnerschaftsurkunde durch die beiden Meister der Logen Alma Mons und Freiherr vom Stein in einer Zeremonie während der Tempelarbeit unterschrieben werden. Die Genehmigungen der beiden Großlogen waren im Vorhinein eingeholt worden und konnten nunmehr von den Großmeistern der Vereinigte Großlogen von Deutschland, Großmeister Christoph Bosbach, und der
regulären Großloge von Serbien A.F.&A.M., Großmeister Ranko Vujačić, ebenfalls unterschrieben werden.

Mit einer Fahrt in die Umgebung Novi Sads erhielten die Brüder einen Eindruck von der Landschaft und den Städte der Region Vojvodina. Aber damit endete auch der so ereignisreiche Aufenthalt in Serbien. Viele schöne Erinnerungen werden verbleiben.

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Großer Erfolg beim Tag der offenen Tür in Darmstadt

Darmstadt Mathildenhöhe Foto: fotolia, pure-life-pictures

Darmstadt Mathildenhöhe Foto: fotolia, pure-life-pictures

Das hat das Darmstädter Logenhaus in seiner langen Historie noch nie erlebt: Die älteste Darmstädter Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ ludt erstmals in ihrer über 200 Jahre alten Geschichte zu einem „Tag der Offenen Tür“ ein.

(Darmstadt/fr) Rund 500 Bürger folgten an einem Sonntag der Einladung der Brüder und Schwestern. Sie besichtigten die aufwendig renovierten und wieder eröffneten repräsentativen Räumlichkeiten, informierten sich über die drei im Logenhaus arbeitenden Bauhütten, nahmen an zwei Bücher-Lesungen teil und staunten über vorgeführte Zaubertricks und demonstrierte Mentalmagie. Der Darmstädter Bridgeclub, Mieter der Räumlichkeiten, informierte darüber hinaus die Besucher über das faszinierende Kartenspiel.

Der Tag endete mit einer Geburtstagsparty für den Hausintendanten der Loge. An ihr nahmen zahlreihe Mitglieder des „Theaters Moller-Haus“ teil, das im unteren Geschoss des Logenhauses seine Veranstaltungsräume hat.

Als erstes auf dem Programm stand die feierliche Wiedereröffnung des „Moller-Hauses“ mit dem Durchschneiden des roten Bandes durch die Hauseigentümer, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und dem Meister der Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“, Armin Hirth. Anschließend fanden Führungen durch das Haus mit Besichtigung der Theaterräumlichkeiten im Erdgeschoss und des Darmstädter Logenhauses im Obergeschoss statt. Zu diesem Anlass stellten sich die drei Darmstädter Logen “Johannes der Evangelist zur Eintracht” (Alte Freie und Angenommene Maurer von Deutschland), “Zum Flammenden Schwert” (Große Landesloge von Deutschland / Freimaurerorden) und “Vier Elemente im Licht” (Feminine Loge) mit Roll Up’s, Infotischen, einer Videopräsentation und Durchführung eines kurzen Zeremoniells im Tempelraum vor. Im Anschluss gab es eine Lesung durch Baronin Riedesel aus ihrem Buch „Geisterkinder“. Sie berichtete an Hand von Originaldokumenten über die Sippenhaft der in einem Kinderheim, in Gefängnissen und Konzentrationslagern versteckten Angehörigen der ermordeten Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Andreas Bummer stellte die kosmopolitischen Vision einer globalen Demokratisierung und Schaffung eines Weltparlamentes bei den Vereinten Nationen vor, niedergeschrieben von Jo Leinen und ihm in dem Werk „Das demokratische Weltparlament“. Abschließend gab es Zauberei und Mentalmagie für Alt und Jung, vorgeführt von Florian und  Janina Scholz, Mannheim sowie eine Demonstration des Bridge-Spiels durch den Darmstädter Bridgeclub.

Die Mitglieder der Loge, an ihrer Spitze deren Vorsitzender Armin Hirth, zogen am Ende ihres ersten „Tages der Offenen Tür“ eine uneingeschränkt positive Bilanz. 500 Besucher, interessante Gespräche, neue Kontakte in die Stadt hinein und zu ihren Repräsentanten, u.a. zum direkten Nachbarn, dem Darmstädter Staatstheater und seinem Intendanten. Im Oktober 2018 wird dort Bruder Mozarts  „Zauberflöte“ zur Aufführung kommen. Über beidseitige Kooperationsmöglichkeiten wird derzeit nachgedacht.

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Tag der offenen Tür von acht Bonner Logen

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Ein voller Erfolg war der gemeinsame Tag der offenen Tür der Bonner Logen: Beinahe 200 Besucher ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, sich das Logenhaus anzusehen und sich über die Freimaurerei zu informieren.

(Bonn/js) „Immer, wenn ich auf dem Weg zur Uni mit dem Fahrrad daran vorbeigekommen bin, habe ich mich gefragt, was das Zeichen über dem Eingang dieses Hauses wohl bedeuten mag“, erzählt ein älterer Mann aus seiner Studentenzeit. Dann habe er erfahren, dass Winkelmaß und Zirkel Symbole der Freimaurer seien. Weil deren Logen so geheimnisumwittert waren, habe er ihnen anfangs skeptisch gegenüber gestanden. Doch je mehr er über deren Philosophie erfahren habe, desto sympathischer sei ihm die Freimaurerei geworden. Nun sei er „glücklich“, in diesem Haus, das er von außen schon so lange kenne, „zu Gast sein zu dürfen.“ Er fühle sich „richtig wohl.“

So, wie zahlreiche weitere Besucher des ersten gemeinsamen Tages der offenen Tür, den  acht im Haus an der Bonner Dyroffstraße beheimatete Logen am letzten Sonntag im Oktober veranstalteten. Nahezu 200 Gäste konnten sie bis zum frühen Abend begrüßen. Grundsätzliche Informationen über die Freimaurerei waren einer Serie übersichtlich gestalteter Stellwände zu entnehmen, Kurzvorträge animierten zu weiterführenden Gesprächen. Auch von Logenmitgliedern am Klavier oder mit der Gitarre eingestreute Begleitmusik trug zur gelösten Atmosphäre bei. Manche der sowohl weiblichen als auch männlichen Besucher aller Erwachsenen-Altersklassen blieben über Stunden hinweg im Logenhaus, stellten die unterschiedlichsten Fragen und erkundigten sich nach den Terminen der Gästeabende, zu denen nicht wenige künftig eingeladen werden wollten.

Ein Freimaurer-Bruder führt Gäste durchs Logenhaus

Ein Freimaurer-Bruder führt Gäste durchs Logenhaus

Sehr positiv aufgenommen wurde von den Gästen, dass sie bereits an der Pforte des Hauses in Empfang genommen, ihren jeweiligen Interessen entsprechend an dazu passende Gesprächspartner weitergeleitet und bei Bedarf auch mit schriftlichem Material versorgt wurden. So entstand mancher fruchtbare Dialog schon im Eingangsbereich, der anderswo ja auch „Lobby“ genannt wird. Mag diese Bezeichnung in der profanen Welt inzwischen auch ein Geschmäckle haben, in mindestens einem Fall an diesem Tag der offenen Tür traf er im positiven Sinne zu: Die Fragen einer Frau zielten in Richtung des wohltätigen Engagements der Freimaurer, von dem sie gelesen habe. Die Organisation, der sie selbst angehöre, engagiere sich auch für die Humanität. Deshalb wolle sie dafür werben, bei Spenden der Logen auch die Bonner Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, zu berücksichtigen. – So war der Tag der offenen Tür dem Satz „Geht nun hinaus in die Welt und bewährt Euch als Freimaurer“ entsprechend auch ein Forum für engagierte Menschen, die einander sonst nicht kennengelernt hätten.

Hierzu hatten auch die Medien beigetragen. Im Vorfeld hatten sie bis in ihre Lokal- und Nachbarausgaben außerhalb des Bonner Stadtgebietes hinein mit teils ausführlichen Artikeln auf den Tag der offenen Tür hingewiesen. Alle in Bonn ansässigen Zeitungsredaktionen waren am Veranstaltungstag mit engagierten Text- und Fotojournalisten vertreten und berichteten kompetent, ausführlich und im Sinne der freimaurerischen Ziele.

Austausch im Bonner Logenhaus

Austausch im Bonner Logenhaus

Die Initialzündung zu dieser obödienzübergreifenden Einladung der Öffentlichkeit war in der „Ideenschmiede“, zu der sich Vertreter der beteiligten Logen einige Monate zuvor zusammengefunden hatten, entstanden. Nachdem im Vorjahr bereits ein Sommerfest der Mietergemeinschaft des Hauses und später eine gemeinsame weiße Arbeit mit Tafelloge stattgefunden hatte, wollten einige die Zusammenarbeit vertiefen, entwarfen einen Plan für einen Tag der offenen Tür aus Anlass des 300-Jahres-Jubiläums der konstitutionellen Freimaurerei und luden die Logen des Hauses zur gemeinsamen Realisierung ein. Gut über 20 Logenmitglieder engagierten sich in der „Ideenschmiede“ und nahmen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung in die Hände, als hätten sie schon immer derselben Bauhütte angehört.

„Experiment gelungen!“ lautete am Ende eines ereignisreichen Tages, einer arbeitsreichen Zeit, die einhellige Meinung. Gewonnen hatten alle Beteiligten. Die gemeinsame Aktivität hatte die Logen und mithin die Kette der Freimaurer in Bonn und darüber hinaus ebenso gestärkt, wie deren Ansehen in der Öffentlichkeit. Ganz im Sinne des wohltätigen Einflusses der Maurerei, den alle erkennen sollen.

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Interreligiöses Projekt zu Gast in Dresdener Loge

v.r.: Rabbi Prof. Dr. Nachama, Elmar Vogel (Meister der Loge), Dr. Friedmann Görbing (Meister der Forschungsloge)

v.r.: Rabbi Prof. Dr. Nachama, Elmar Vogel (Meister der Loge), Dr. Friedmann Görbing (Meister der Forschungsloge)

Bei einem offenen Gästeabend folgten am vergangenen Mittwoch über 60 Personen einer Einladung der Dresdner Freimaurerloge „Zum Goldenen Apfel“ in Kooperation mit dem Dresdner Arbeitskreis der Forschungsloge „Quatuor Coronati“ unter Leitung von Dr. Friedmann Görbing.

(Dresden/ht) Bei dieser Gelegenheit lernten die Gäste das interreligiöse Projekt „House of One“ kennen, welches sich zum Ziel setzt die drei monotheistischen, abrahamitischen Religionen unter einem Dach zu vereinen. Rabbi Prof. Dr. Andreas Nachama, welcher der Vater des Dresdener Rabbiners Alexander Nachama ist, stellte dieses Modell des interreligiösen Dialoges dem interessierten Publikum mit eigenen, sehr persönlichen, Worten vor und gab einen Einblick in die Vision und Entstehungsgeschichte dieses ambitionierten Bauprojektes in der Bundeshauptstadt. Anschließend beantwortete Rabbi Nachama Fragen aus dem Publikum, wobei sich ein reger Gedankenaustausch zwischen Podium und Plenum entwickelte und sich im Anschluss bei kosheren Getränken und Gebäck in lockerer Atmosphäre fortsetzte.

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Viel Motivation, Anerkennung und auch kritische Fragen konnten derart artikuliert werden, dass sich Vorurteile lösten und durch Verständnis und Akzeptanz ersetzt wurden.  Die freiwillige Sammlung am Ende des Abends wurde für den Zweck bestimmt eine traditionell handgeschriebene Torarolle für den jüdischen Tempel des Hauses mitzufinanzieren, wodurch dem Gastredner ein kleiner finanzieller Dank mit auf den Weg zurück nach Berlin gegeben werden konnte.

Christen, Juden und Muslime bauen gemeinsam ein Gebäude mit einer Synagoge, einer Kirche und einer Moschee als Haus einer interdisziplinären Lehre. Informationen dazu finden sich unter https://house-of-one.org/de

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