Loge in Nienburg lud zum Gespräch



Fachwerkzeile in Nienburg/Weser (Bildnachweis: Uschi Dreiucker / pixelio.de)

Vor dem Hintergrund von jüngsten Presseveröffentlichungen über die Freimaurerei und dem ZDF-Dreiteiler „Terra X – Geheimbünde“ hat die Loge in Nienburg der Öffentlichkeit ein Gesprächsangebot gemacht. Die Nienburger Logenbrüder wollen wieder mehr in der Öffentlichkeit präsent sein.

Mit einer neuen Gesprächsreihe zu aktuellen Themen mit freimaurerischem Bezug sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger in das Logenhaus eingeladen werden. Die Auftaktveranstaltung war am 16. März 2014 und es konnten zehn profane Gäste (m/w), darunter auch sehr junge Leute, begrüßt werden.

Altstuhlmeister Detlef Schulten las zu Beginn mit Logenbruder Dietrich Harms aus Lessings „Ernst und Falk“ und eröffnete dann die Gesprächsrunde mit der Aufforderung „Laut denken mit dem Freunde“.

Die Gäste nutzten die Möglichkeit, viele Fragen zur Freimaurerei zu stellen. Wo kommt sie her? Welche Ziele verfolgt sie? Kann ein einzelner Mensch durch positives Verhalten und mit humanitären Gedanken in der Gemeinschaft etwas Gutes bewirken?

Je mehr Menschen sich mit gutem Verhalten und humanitären Gedanken in ihrem Umfeld bewegen, umso größer sollte auch die Chance sein, das Miteinander in der Gesellschaft stetig zu verbessern. So der allgemeine Konsens der Teilnehmer. Auch die oft gestellte Frage, ob Frauen in Logen arbeiten können, wurde mit Hinweis auf die bestehenden 23 Frauenlogen beantwortet.

Im Ergebnis füllten vier der anwesenden männlichen Gäste die vorbereiteten Gästekarten aus. Sie wurden zu vertiefenden Gesprächen eingeladen.

Diese Auftaktveranstaltung wird als gelungen erachtet, weshalb man schon auf der Suche nach dem nächsten Termin und einem geeigneten Thema ist.

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Hoya: Tag der offenen Tür

Die Loge “St. Alban zum Æchten Feuer” in Hoya, erstmals gegründet im Jahre 1786 und 2005 wiederbegründet, führt wie zwischenzeitlich viele Logen ein vergleichsweise öffentliches Dasein. In ihren Räumen gibt es immer wieder Ausstellungen, Vorträge, sie veranstalten Konzerte. Alles öffentlich. Am 22. März möchten sie im Rahmen eines “Tages der offenen Tür” über sich selbst informieren; sie zeigen ihre Räume und laden jeden zu Gesprächen über die Freimaurerei ein.

22. März 2014, 10 bis 16 Uhr, Deichstraße 3, 27318 Hoya/Weser

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Haben Freimaurer eine Zukunft?



Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann referiert vor zahlreichen Zuhörern in der Loge in Nienburg/Weser

Die Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ hatte zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Der Redner der Großloge, Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann, Köln, spannte in seinem Festvortrag „Freimaurerei: Herkunft und Zukunft“ vor über 80 geladenen Gästen einen weiten Bogen über fast 300 Jahre Entwicklung der Freimaurerei.

Prof. Höhmann betonte u.a., dass der Freimaurerbund ein „Produkt der Moderne“ ist. Ein Freundschaftsbund, der über alle weltanschaulichen, politischen, nationalen und sozialen Grenzen hinweg Menschen miteinander verbindet, die sich nach Herkunft und Interessenlage sonst wohl nicht begegnet wären.

Auch Lessings Feststellung „Freimaurerei war immer“, ließ Höhmann nicht unerwähnt und machte Ausführungen zu dem oft zitierten „maurerischen Geheimnis“ ebenso, wie zu dem immer noch nicht problemfreien Verhältnis zur katholischen Kirche. Der hier schon früh einsetzende Widerstand der katholischen Kirche konnte aber die rasche Ausbreitung der Freimaurerei nicht verhindern, zumal die päpstlichen Verurteilungen nicht in allen Bistümern veröffentlicht wurden und viele hochrangige katholische Geistliche dem Freimaurerbund angehört haben.

Als Prof. Höhmann das freundschaftliche Verhältnis der Freimaurer zur evangelischen Kirche erwähnte, sprach er den anwesenden Superintendenten Martin Lechler direkt an, der neben Bürgermeister Henning Onkes und weiteren Honoratioren aus Stadt und Landkreis Nienburg in der ersten Reihe saß.

Der Festredner führte schließlich zahlreiche Belege dafür an, dass die Freimaurerei eine Zukunft hat. Das erfordere aber große Anstrengungen im öffentlichen Auftreten der Logenmitglieder. Was in der Öffentlichkeit kursiere sei nicht immer geeignet, die unzähligen „Gruselgeschichten“ ad absurdum zu führen, angefangen von „unheimlichen Ritualen“ bis zu dem Vorurteil, die Logen seien „Machovereine“. Der kürzlich ausgestrahlte ZDF-Dreiteiler Terra X „Geheimbünde“ wurde beispielhaft erwähnt.

„Wir haben mittlerweile neben den Brüdern auch viele Schwestern in unseren Reihen“, sagte Höhmann, der für seinen Vortrag starken Beifall erhielt.

Stuhlmeister Rüdiger Schöne, mahnte angesichts der unablässigen negativen Schlagzeilen und der zunehmenden Gewalt, dass insbesondere die Freimaurer in ihren Anstrengungen zur „Schaffung einer besseren und gewaltfreien Welt“ nicht nachlassen dürfen. Darüber hinaus wies er aber auch darauf hin, dass jeder als Einzelperson Verantwortung trage für ein menschliches und würdiges Leben; dies besonders für jene Menschen, die Hilfe suchend zu uns kommen. Schöne informierte, dass die Nienburger Freimaurer in 2015 das 200. Stiftungsfest öffentlich feiern werden und sprach Einladungen für alle Gäste aus.

Der Empfang wurde musikalisch umrahmt von Ralf Winkelmann auf der Konzertgitarre.

Ein in Eigenregie erstelltes Büffet wurde gern in Anspruch genommen von den Gästen, die noch lange zu angeregten Gesprächen im Logenhaus verweilten.

Die anwesenden Pressevertreter haben in den lokalen Medien ausführlich über den Empfang in der Loge berichtet.

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Preisverleihung an Weisser Ring e.V.

Beratung und Begleitung durch den Weißen Ring. Foto: www.weisser-ring.de

Die Freimaurerloge “Libanon zu den drei Cedern” in Erlangen hat im Okober 2013 ihren “Förderpreis für humanitäres und kulturelles Engagement” an Frau Elke Yassin-Radowsky für ihr Engagement als Leiterin der Organisation “Weisser Ring e.V.” für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt vergeben. Der Preis ist mit 2500 € dotiert.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des “Weisser Ring e.V.” kümmern sich individuell um Opfer von Straftaten und leisten schnelle und unbürokratische Hilfe dann, wenn sie am nötigsten ist. In seiner Laudatio sagte Kriminaldirektor Georg Schalkhaußer vom Polizeipräsidium Mittelfranken: “Seit der Gründung von fast vierzig Jahren hat sich der ‘Weisser Ring e.V.’ mit bundesweit über 400 Außenstellen und mehr als 3000 ehrenamtlichen Mitarbeitern zu ‘der’ Opferhilfeorganisation schlechthin entwickelt, der ältesten und einzigen bundesweit agierenden. In Erlangen arbeiten Sie mit zehn Mitarbeitern, ohne festes Büro mit Beratungen an neutralen Orten oder beim Opfer und arbeiten dabei traditionell eng mit der Kripo Erlangen zusammen. Mit der Preisverleihung ist die Freimaurerloge ihrem Credo gerecht geworden, das am Giebel des Logenhauses eingraviert ist: ‘Wahrheit (suchen), Recht (stärken) und Menschenliebe (praktizieren)’. Damit haben Sie Opferrechte gestärkt und Nächstenliebe praktiziert.”

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250 Jahre Anna Amalia zu den drei Rosen in Weimar

Es gab Jahre des prächtigen Werdens, des Vergehens und tiefster Dunkelheit, nachdem die ersten Logenmitglieder im Jahre 1764 durch die Namenspatronin Herzogin Anna Amalia die Stiftungsurkunde erhalten haben. Zu diesem Anlass wird es mehrere über das Jahr verteilte Veranstaltungen geben.

Am 21. März wird es eine kleine Ausstellung im Stadtmuseum (Bertuchhaus) geben. Unter dem aus Lessings “Ernst & Falk” entliehenen Satzes “Die Freymäurerei war immer” kann man sich auf die Spuren der Freimaurerei in Weimar begeben. Am gleichen Tage lädt die Loge in die Musikschule “Ottmar Gerster”, die frühere vom Br. Coudray gegründete erste Bürgerschule, zu einem musikalischen Empfang. Durch das Programm “Schröders Geist und Mozarts Noten” führt der Altgroßmeister Jens Oberheide, der Opernsänger Damon Nestor Ploumis und der Pianist Klaus Weidmann unterstützen ihn. Am 22. März wird die eigentliche Festarbeit zum 250-jährigen Bestehen der Loge durchgeführt.

Am 2. Mai wird es eine öffentliche Veranstaltung zum Thema “Wieland, der Freimaurer” geben. Referent ist Prof. Dr. Klaus Manger, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Germanistische Literaturwissenschaft.

 

 

 

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Großlogentag in Wuppertal

Alle zwei Jahre findet an wechselnden Orten in Deutschland die Vollversammlung aller der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer angeschlossenen Logen statt, in diesem Jahr ist es Wuppertal, ausgerichtet von der Loge “Hermann zum Lande der Berge”. Knapp 270 deutsche Logen sind aufgerufen, ihre Meister vom Stuhl zu den Abstimmungen und der Wahl eines neuen Großmeisters zu entsenden, aber auch alle nicht stimmberechtigten Mitglieder der zugehörigen Logen dürfen am Großlogentag teilnehmen.

Traditionell nutzt die gastgebende Loge die Gelegenheit, für ihre Stadt zu werben und sie den Mitgliedern zu präsentieren. Und Wuppertal ist wirklich mehr als eine Reise wert: ca. 4500 denkmalgeschützte Gebäude, das “Von-der-Heidt-Museum” mit einer umfangreichen Sammlung bedeutender Werke des Impressionismus und Expressionismus, das “Frühindustrialisierungs-Museum” in unmittelbarer Nachbarschaft zum Geburts- und Wohnhaus von Friedrich Engels, der “Skulpturenpark” des Bildhauers Tony Cragg, das Tanztheater “Pina Bausch”, die “Hardt” mit einem sehenswerten botanischen Garten, der Wuppertaler Zoo als einer der ältesten und schönsten zoologischen Gärten in Deutschland, die “Barmer Anlagen”, das größte private Parkgelände innerhalb einer deutschen Großstadt und nicht zuletzt die berühmte Schwebebahn. Sicher genügend Sehenswürdigkeiten, damit den zahlreichen Besuchern des Großlogentages die Zeit nicht lang wird.

Die gastgebende Loge “Hermann zum Lande der Berge” mit heute 42 Mitgliedern wurde 1815 in Elberfeld gegründet. Unter der Diktatur der Nationalsozialisten wurde sie, wie alle Logen in Deutschland, 1935 verboten und das Vermögen enteignet. 1947 konnte die Loge in gemieteten Räumen die Arbeit wieder aufnehmen und bezog 1990 das Logenhaus in der Friedrich-Engels-Allee.

Der Großlogentag findet vom 29. bis 31. Mai in der Historischen Stadthalle statt. Die genauen Termine sind unserer Veranstaltungsübersicht zu entnehmen.

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Festvortrag von Carmen Thomas bei den Dortmunder Freimaurern

Festrednerin Carmen Thomas und Horst Delkus von der Loge Zur Alten Linde

Die Dortmunder Freimaurerloge Zur alten Linde feierte am 19. Januar den Beginn des Jahres 2014 mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Harenberg City Center (HCC).

Den Festvortrag vor und über 300 Gästen hielt die Direktorin der “1. ModerationsAkademie für Medien und Wirtschaft” Carmen Thomas. Die Kommunikationsexpertin und Bestsellerautorin ließ das Publikum mit überraschenden handfesten Werkzeugen Wirkung erleben.

Schon als WDR-Moderatorin lernte sie viel über die Wirkung von Menschen und über die eigene Wirkung — nicht nur durch zwanzig Jahre mit der Mitmach-Sendung “Hallo Ü-Wagen”. Seit mehr als 30 Jahren coacht sie Menschen in Spitzenpositionen, die schon wegen ihrer Position wissen müssen, wie sie auf andere Menschen wirken. Und Chefs und Menschen in besonderer Verantwortung kann nützlich sein, die eigene Wirkung bewusster und authentischer zu verbessern. Carmen Thomas: „Lampenfieber und Unsicherheiten überwinden ist — je nach Position — von entscheidender Bedeutung für den Erfolg ganzer Institutionen oder Firmen. In den eigenen Spiegel schauen, ist zum Erkennen nur ein erster Schritt. Ein ebenso klarer wie respektvoller Außenspiegel kann für die Eigenreflexion besonders hilfreich sein . Denn nur er kann eine Schwäche aller Menschen ausgleichen: Niemand weiß selbst wirklich etwas über die eigene Wirkung.”

Der Neujahrsempfang der Freimaurerloge “Zur alten Linde” war der zwanzigste und damit ein Jubiläum. Und der erste, auf dem eine Frau sprach — eine Rolle, die der Medien- und Veranstaltungspionierin — sie war unter anderem die erste Moderatorin einer Sportsendung im deutschen Fernsehen — schon von Anfang an kennt.

Zu ihren Neujahrsempfängen lädt die Loge “Zur alten Linde” bekannte Persönlichkeiten der Stadt und die interessierte Öffentlichkeit ein. Die Empfänge stoßen in Dortmund stets auf große Resonanz. Sie sind Teil der Bemühungen der Loge, sich stärker zu öffnen und in die Gesellschaft hinein zu wirken.

Ihren Namen leitet die Dortmunder Freimaurerloge “Zur alten Linde” von der Femlinde ab, die vor der Stadtmauer stand. Gegründet wurde sie von 36 Dortmunder Bürgern im Jahre 1855. 1935 wurde die Loge unter dem NS Regime aufgelöst; 1947 wurde sie wiedererrichtet. Die Loge “Zur alten Linde” gehört mit dem Faßverein und der Casino-Gesellschaft zu den drei ältesten Vereinen der Stadt Dortmund. Zahlreiche Dortmunder Straßen sind nach bekannten Dortmunder Freimaurern benannt. Derzeit zählt die Loge rund 130 Mitglieder.

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