Schröders Geist und Mozarts Noten

Veranstaltung im Hamburger Logenhaus in der Welckerstraße

Mozart kennt nun beinahe jedes Kind. Wolfgang Amadeus Mozart, der Komponist berühmter Opern und Musikstücke, allen voran die “Zauberflöte”, “Entführung aus dem Serail”, “Figaro”, “Don Giovanni” und vielem mehr, bedarf an dieser Stelle keiner besonderen Vorstellung. Vielleicht nur der Hinweis, dass er Freimaurer war, sei an dieser Stelle gestattet.

Allgemein weit weniger bekannt ist Friedrich Ludwig Schröder (1744 — 1816), Theaterpionier, Reformer der Freimaurerei, Schauspieler, Theaterautor, Opernlibrettist, Komponist und Dramaturg; ein echtes Multitalent. Er war so etwas wie ein geistvoller Wanderer zwischen den Welten der Musik und der Sprache, und er war ein äußerst geschickter “Netzwerker”, wie man dies heute nennen würde. Und, natürlich, Freimaurer.

Der Autor Jens Oberheide begab sich auf Einladung des Hamburger Distriktmeisters Thomas Stuwe im Logenhaus Welckerstraße mit seiner Collage aus Text, Musik und Bildern auf die Spurensuche nach Schröders Anteil an mehreren Mozart-Opern und wurde auf spannende Weise fündig.

Von den Entstehungsgeschichten rund um Mozarts Opern bis hin zu deren späteren Rezeptionen durch Schröder in Hamburg erfuhren die Zuhörer etwas über das bunte Beziehungsgeflecht, in dem sich immer wieder Berührungspunkte zwischen Mozart und Schröder ergeben.

Weit über 100 projizierte Bilder zeigten Menschen, Theaterszenen, Bühnen, Noten, zeitgenössische Stiche und Portraits aus dem Wien der 1780-er Jahre. Klaus Weidemann spielte dazu äußerst feinfühlig wunderbare Musikbeispiele aus der Feder Mozarts.

Die Gäste erfuhren viel Interessantes und bisher Unbekanntes über das Zusammenwirken von Schröder und Mozart und dankten den Vortragenden mit entsprechendem Applaus. Der musikalische Vortrag wird in Zukunft noch an verschiedenn Spielstätten zu sehen sein. Wir werden in unserem Terminkalender darauf hinweisen.

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Freimaurerische Führung im Eutiner Schloßgarten

Zum letzten Mal in diesem Jahr führen Mitglieder der Freimaurerloge  „Zum Goldenen Apfel“ aus Eutin am 21. September 2013 interessierte Bürger und Freimaurer durch den Eutiner Schlossgarten.

Ziel ist, die vielen Symbole und Zeichen der Freimaurerei zu erkennen, die im Zeitalter der Aufklärung im Park versteckt angebracht wurden.  Die ab 1778 von einem französischen Lustgarten zu einem  englischen Landschaftsgarten umgestaltete Anlage sollte nicht nur dem Regenten und seinem Gefolge, sondern auch dem Volk zugänglich gemacht werden, ohne die Ideale und Sichtweisen der Freimaurer bekannt werden zu lassen.

Die Bedeutung, über Jahrhunderte verschollen, konnte wieder entdeckt werden; sie sollten damals den mündigen  Bürger zu seiner Vervollkommnung inspirieren und anhalten.
Revolutionäre Gedanken des Regenten Fürstbischof Peter Friedrich Ludwig, der seinem Volk Bildung und Kultur zukommen lassen wollte.

Die nach dem Rundgang gesammelten Spenden kommen der Sozialarbeit der Loge zugute.

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Freimaurermuseum in Bayreuth mit neuem Konzept

Das Freimaurermuseum in Bayreuth präsentiert sich nach einem umfangreichen Umbau als sehenswertes und modernes Museum, das dem interessierten Besucher einen tiefen Einblick in Geschichte und Gegenwart der deutschen Freimaurerei gewährt.

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Saarländische Freimaurer spenden für guten Zweck

In einer Gemeinschaftsaktion der Logen “La Bonne Harmonie — Zur guten Eintracht” (Saarlouis), der “Bruderkette zur Stärke und Schönheit” (Saarbrücken) und dem Freimaurerischen Hilfswerk wurde der Betrag von 10.000 € gespendet, der zu gleichen Teilen der “Therapeutischen Schülerhilfe beim Schulpsychologischen Dienst Saarlouis e.V.” und dem “Demenz-Verein Saarlouis e.V.” zugute kam.
Die “Therapeutische Schülerhilfe richtet sich an Kinder mit schulischen Schwierigkeiten und umfasst die Hausaufgabenbetreuung und das Einüben selbstständigen Lernens. Wichtige Elemente sind soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung. Elterngespräche, Hausbesuche, Lehrergespräche, Kontakte zum Jugendamt und ähnlichen Einrichtungen, Vereinen und Jugendgruppen sowie die psychologische Betreuung.
v.l. Prof. Dr. Roth Kleyer (zug. Großmeister), Rudolf Schneider (MvSt.), Dagmar Heib (Landtagsabgeordnete, Vorsitzende Demenz-Verein), Roland Waldner (Referatsleiter Schülerhilfe), Monika Bachmann (Innenminsiterin), Dr. Wolfgang Kreis (MvSt.), Werner Vögele (Freimaurerisches Hilfswerk)

Der Demenz Verein Saarlouis e.V. betreibt ein Demenzzentrum mit Tagespflegeangebot für demenzkranke Menschen, bietet Schulungen für Angehörige sowie ein Fort- und Weiterbildungszentrum für Fachkräfte. Angegliedert ist zudem die Landesfachstelle für Demenz. Zu den Zielen des Vereines gehören die Hilfe für Demenzkranke im Landkreis Saarlouis, die Initiierung von Selbsthilfegruppen, Information und Weiterbildung für Angehörige. Pflegepersonal und Mediziner, Unterstützung von Erholungsmöglichkeiten für Angehörige sowie die Aufklärung der Bevölkerung.Den Festakt leiteten die Vorsitzenden der beiden Logen Rudolf Schneider (Saarlouis) und Dr. Wolfgrang Kreis (Saarbrücken) ein. Die Ehrengäste Monika Bachmann (Ministerin für Inneres und Sport des Saarlandes), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (zugeordneter Großmeister der Großloge A.F.u.A.M.v.D.), Dr. Wolfgang Rühle (Distriktsmeister Rheinland-Pfalz / Saarland der Großloge A.F.u.A.M.v.D.) sowie Werner Vögele (Vorsitzender des Freimaurerischen Hilfswerkes) überbrachten ihre Grußworte und lobten das Engagement der Freimaurer vor Ort. Die Veranstaltung wurde musikalisch hochkarätig umrahmt von Prof. Ray Gilvan (Klavier) und dem Bariton Roland Waltner.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde spontan um eine Sammlung zugunsten der Flutopfer des jüngsten Hochwassers gebeten. Dabei kam ein ansehnlicher Betrag zusammen, der dem Freimaurerischen Hilfswerk übergeben wurde.

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Großlogentreffen 2013 in Pforzheim

Im zweijährlichen Wechsel mit dem Großlogentag, der Mitgliederversammlung der deutschen humanitären Logen, veranstaltet die Großloge in unterschiedlichen Städten ein Großlogentreffen, dessen Schwerpunkt der inhaltliche Diskurs und Positionsbestimmung ist. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung in Pforzheim ausgerichtet und von der ortsansässigen Loge “Reuchlin” in hervorragender Weise organisiert und betreut.

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Grußwort des Ministerpräsidenten zum Großlogentreffen 2013 in Pforzheim

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Zum Großlogentreffen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland heiße ich alle Teilnehmer herzlich in Pforzheim willkommen.

Menschlichkeit, Friedensliebe, Toleranz, Brüderlichkeit und soziale Gerechtigkeit — der Bund der Freimaurer setzt sich in unserer Gesellschaft für diese Werte in ebenso starkem Maße ein wie für die Freiheit, Selbstbestimmung und Würde des Menschen. Damit bietet er in Zeiten immer stärker werdender Pluralisierung und Individualisierung unserer Gesellschaft einen sinnstiftenden Rahmen für die positive Entwicklung des Einzelnen sowie vor allem des demokratisch-freiheitlichen Staates. Denn der Staat braucht Menschen, die grundlegende Werte miteinander teilen und sich auf verbindende Normen, gemeinsame Maßstäbe und eine Vorstellung von Gerechtigkeit, Zusammenleben und Solidarität verständigen. Daher benötigt eine freiheitliche Gesellschaft Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie Bewegungen wie die Freimaurer, die ihre Werte in die Gesellschaft einbringen und vorleben und die Identifikation mit dem Ganzen stärken.

Dass das Großlogentreffen 2013 in Baden-Württemberg stattfindet, ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass hierzulande 31 Logen beheimatet sind. Vom Bodensee bis in die Metropolregion Rhein-Neckar und von der Schwäbischen Alp bis an die französisch-schweizerische Grenze sind die Mitglieder der einzelnen Logen aktiv und führen die Arbeit und das Brauchtum des Freimaurerbundes fort. Ihr Wirken reicht bis in die Anfangsjahre unseres Bundeslandes zurück: Baden-Württembergs erster Ministerpräsident Reinhold Maier wurde 1924 in die Loge “Zu den drei Cedern” aufgenommen. Die Geschichte der Freimaurerbewegung ist somit auch ein Stück Landesgeschichte.

Dem Großlogentreffen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland wünsche ich einen gelungenen Verlauf und den Teilnehmern interessante Begegnungen sowie neue Impulse für die Arbeit in ihren Logen.

Winfried Kretschmann

Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

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