Neuer Großlogenvorstand mit großer Mehrheit gewählt

v.l.n.r. Rainer Koch (Zugeordneter Großmeister), Joachim Kletzin (Großkanzler), Thomas Wagner (Großschatzmeister), Hasso Henke (Zugeordneter Großmeister), Stephan Roth-Kleyer (Großmeister), Karl-Henning Kröger (Zugeordneter Großmeister), Stefan Kunnert (Zugeordneter Großmeister)

v.l.n.r. Rainer Koch (Zugeordneter Großmeister), Joachim Kletzin (Großkanzler), Thomas Wagner (Großschatzmeister), Hasso Henke (Zugeordneter Großmeister), Stephan Roth-Kleyer (Großmeister), Karl-Henning Kröger (Zugeordneter Großmeister), Stefan Kunnert (Zugeordneter Großmeister)

Der alle zwei Jahre stattfindende Großlogentag, die Mitgliederversammlung der mitgliederstärksten deutschen Großloge A.F.u.A.M.v.D., fand in diesem Jahr in Bamberg statt. Verbunden damit war unter anderem die Wahl des Vorstandes der Großloge.

Wie auch auf landespolitischer Ebene gewohnt gab es bei dem im Bundesland Bayern ausgetragenen Großlogentag geradezu “bayerische” Ergebnisse: mit Traumwerten zwischen 89 bis 96 Prozent wurden die verschiedenen Kandidaten bestätigt oder neu gewählt. Wiedergewählt wurden der Großmeister Stephan Roth-Kleyer, der Schatzmeister Thomas Wagner und der Zugeordnete Großmeister (Stellvertreter) Hasso Henke. Mehrere Brüder mussten nach satzungsbedingtem Ende der Amtsperiode ausscheiden. Dafür wurden neu gewählt Joachim Kletzin (Großkanzler), Rainer Koch (Zugeordneter Großmeister), Karl-Henning Kröger (Zugeordneter Großmeister, bislang Großkanzler) und Stefan Kunnert (Zugeordneter Großmeister).

Daneben gab es noch eine größere Anzahl von Wahlen für verschiedene Positionen der freimaurerischen Gerichtsbarkeit, eines Ritualkollegiums, des Großredners, der Kassenprüfer sowie etliche Berufungen, für die satzungsgemäß keine Wahlen erforderlich sind. In allen Positionen folgte die Versammlung der Logen den Vorschlägen des Großlogenrates.

Dieses Amt sollte mit Konzilianz, Demut der Sache gegenüber, mit Empathie und mit Engagement sowie mit einer gewissen Entscheidungsfreudigkeit ausgefüllt werden. Oftmals braucht es dazu ein großes Herz und breite Schultern, in Verbindung mit einer hinreichenden Beharrlichkeit.

Stephan Roth-Kleyer, Großmeister

Der wiedergewählte Großmeister bedankte sich bei den stimmberechtigten Vertretern für das Vertrauen, das ihm und allen Funktionsträgern entgegengebracht wurde und verwies darauf, dass eine Verpflichtung zum Großmeister nicht mit einer Karriere wie bei einem beruflichen Aufstieg zu vergleichen wäre. Er verstünde das Amt statt dessen als “brüderliche Aufgabe und als Dienst an der Freimaurerei im Allgemeinen und für unsere Bruderschaft im Besonderen.” Und er verwies darauf, dass dieses Amt nicht als “Single Player” zu bewerkstelligen sei, sondern nur mit einem “guten, förderlichen Team und wohlgesonnenen und unterstützenden Brüdern im Umfeld”.

Der breiten Zustimmung schrieb er zu, dass die Logen sich für Kontinuität entschieden und die Fortsetzung des eingeleiteten Kurses wünschen. Satzungsbedingt kann der jetzige Großmeister nicht ein weiteres Mal gewählt werden. Roth-Kleyer wies daher auf die Notwendigkeit hin, sich rechtzeitig über die Besetzung verschiedener Ämter bis zum Jahre 2022 Gedanken zu machen. “Wir haben in den Logen, in den Distrikten, hinreichend Brüder, die Verantwortung in der Großloge übernehmen können”, ermunterte er die Anwesenden. “Die Arbeiten für die Großlogen waren in den letzten Jahren hart, bisweilen aufregend und zeitintensiv. Vieles hat Nerven gekostet. Dem standen sehr viele schöne, positive Stunden und Erlebnisse gegenüber, die in der Summe bei weitem überwogen haben und die ich auf keinen Fall missen möchte. In nahezu allen Logen bin ich mit großer Herzlichkeit und Verbundenheit aufgenommen worden.”

Wir dürfen im Eifer nicht nachlassen, wir dürfen nicht kleinmütig werden, wir müssen weiter hart am Wind bleiben. Wir müssen in unserer Person immer aufs Neue, jeden Tag, zeigen und beweisen, dass die Freimaurerei die schönste Verbindung zwischen Menschen stiftet, „die einander sonst fremd geblieben wären“. Um es kurz zu fassen: „Freimaurerei muss Freude machen“. Und jeder von uns ist „Visitenkarte“ der Freimaurerei im Allgemeinen und seiner Loge im Speziellen.

Stephan Roth-Kleyer, Großmeister

Aller Einsatz lohne sich, wenn man an unsere Sache glaube und er betonte, die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer und ihre Logen seien auf dem richtigen Weg, wie unter anderem die zahlreichen erfolgreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2017 in ganz Deutschland gezeigt hätten.

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Hans-Joachim Wolf tödlich verunglückt

Hans-Joachim Wolf Foto: Hans-Dieter Bertuch

Hans-Joachim Wolf Foto: Hans-Dieter Bertuch

Hans-Joachim Wolf, Groß-Gabenpfleger der Großloge und ein engagierter Freimaurer, ist am 4. Januar durch einen tragischen Unfall im französischen Rouvres-sur-Aube, seinem Zweitwohnsitz, ums Leben gekommen.

Am 5. Januar 2018 meldeten mehrere Zeitungen, dass seit dem Vortag ein Deutscher in der Folge des heftigen Sturmtiefes “Eleanor” vermisst werde. Erst einige Tage später wurde es traurige Gewissheit, dass es sich dabei um Hans-Joachim Wolf, 70-jähriger Designer und Unternehmer aus Sternenfels, handelte.

Er wollte, so berichtete das Mühlacker Tagblatt, auf seinem am Flüsschen Aube gelegenen Grundstück eine Schleuse am Mühlkanal öffnen, stürzte dabei ins Wasser und wurde von der Strömung mitgerissen. Eine unmittelbar eingeleitete Suchaktion mit Tauchern und Hubschrauber konnte ihm nicht mehr helfen.

Hans-Jochen Wolf war in seinem Wohnort Sternenfels nicht nur ein geschätzter Bürger und erfolgreicher Unternehmer, er war auch als Freimaurer sehr aktiv. 1996 wurde er in den Bund aufgenommen, bekleidete in seiner Loge mehrere Ämter, wie das des Stuhlmeisters und Altstuhlmeisters, kümmerte sich um Beziehungen zu ausländischen Logen und war Großrepräsentant der Großloge von Monaco in Deutschland.

Für die Großloge war er als Groß-Gabenpfleger für karitative Aufgaben zuständig und setzte sich zudem in den letzten Jahren intensiv für den Bestand des Freimaurer-Museums in Bayreuth ein, wo er deutliche Akzente setzte. In seinem privaten wie freimaurerischem Umfeld war er Organisator und Mitgestalter zahlreicher örtlicher wie bundesweiter Veranstaltungen.

Er wird auch in der Freimaurerei mit seiner anpackenden und freundlichen Art eine Lücke hinterlassen.

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Religion – Quelle des Friedens oder der Auseinandersetzung?

Monopterus-Tempel im Englischen Garten, München

Monopterus-Tempel im Englischen Garten, München

Freimaurerei befindet sich bei aller diskreten Abgeschlossenheit auch in einer Schnittstelle zur Gesellschaft. Aus diesem Grund veranstaltet die Münchener Loge “In Treue fest” der Öffentlichkeit zugängliche Kolloquien zu Themen, die eine besonders relevante Bedeutung für unsere Gesellschaft haben.

Bereits zum siebten Mal veranstaltet die Loge ein Kolloquium, in diesem Jahre zum Thema “Religion – Quelle des Friedens oder Auseinandersetzung?” und stellt darin die “Frage nach dem Glauben zwischen dem Wunschprinzip der Menschenliebe und dem Realitätsprinzip konflektiver Handlungen”.

“Das Ziel der Vorträge und Diskussionen liegt in dem Bemühen”, schreibt die Loge in ihren Leitgedanken zur Reihe ihrer Kolloquien, “das Bewusstsein in der Bevölkerung für eine tief greifende Erfassung und ein besseres Verständnis gesellschaftlicher Erscheinungen zu wecken und zu fördern. Dies soll zur Bildung einer eigenen bzw. eigenständigen Meinung im Sinne ethischer Werte, der Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Brüderlichkeit verhelfen.”

Die Liste der Referenten verspricht ein durchaus hochkarätiges Programm. Nach den Grußworten des Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer und dem Distriktmeister des Distriktes Bayern, Hannes Brach leitet Dr. phil. Dipl.sc.pol.Univ. Hernán K. Benitez, gleichzeitig der Vorsitzende der gastgebenden Loge, das Kolloquium mit einem Vortrag zur Frage “Was ist Religion? Versuch einer Deutung.” ein. Es folgt Prof. Dr. Harald Schöndorf, Professor für Erkenntnislehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München mit seinem Vortrag “Führt Religion als Glaubensüberzeugung zur Intoleranz?”

Bezug auf das Verhältnis zwischen Religion und Freimaurerei nimmt zunächst Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann, Honorar-Professor für Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln mit seinen Ausführungen zu “Freimaurerei und Religion – eine schwierige Beziehung?”, gefolgt vom Vortrag “Religiöse Wahrheiten und unbedingte Toleranz: 300 Jahre Konflikt zwischen Katholischer Kirche und Freimaurerei” von Dr. Klaus Kottmann, Offizialsrat und Generalvikariat für Kanonisches Recht im Erzbistum Hamburg.

Als Imam und Theologe der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR-Glaubensgemeinschaft in Deutschland spricht Malik Usman Naveed als Schlussredner über den “Begriff des Friedens im Heiligen Buch des Korans”.

Anschließend gibt es die Möglichkeit einer Diskussion.

Die bisherigen Kolloquien beschäftigten sich mit den Themen Bewusstsein, Gerechtigkeit, Würde, Ethik, Freiheit und Wahrheit. Die Veranstaltungen sind “bewusst für eine breitere Öffentlichkeit geplant (also auch für Gäste, Suchende und Freunde u.a.); es soll so der Begegnung von Freimaurern und Nicht-Freimaurern dienen, um durch das Gespräch für Verständnis in der gegenseitigen Wahrnehmung zu werben”, so die Veranstalter.

fm-colloquium

7. Münchner Freimaurer-Kolloquium am 20. Januar 2018 ab 13 Uhr zum Thema “Religion, Quelle des Friedens oder der Auseinandersetzung?” Der Glaube zwischen dem Wunschprinzip der Menschenliebe und dem Realitätsprinzip konfliktiver Handlungen. Eine Analyse soziokultureller und glaubensbedingter Vorstellungen.

Eine Veranstaltung der Münchner Loge “in Treue Fest” und der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland als Mitveranstalter im LOgenhaus der Bruderhilfe, Schwanthalerstraße 60 (5. Stock) in München.

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Programm Großlogentag 2018 in Bamberg

Das historische Rathaus in Bamberg

Das historische Rathaus in Bamberg

Der alle zwei Jahre stattfindende Großlogentag ist die Vollversammlung aller Logen in der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland und findet in diesem Jahr in Bamberg statt.

Die organisatorische Ausrichtung übernimmt traditionsgemäß eine oder mehrere örtliche Logen, die sich Jahre zuvor um die Rolle des Gastgebers beworben haben. Es ist Ehrensache der einladenden Brüder, für ihre Gäste eine gut organisierte Veranstaltung mit einem ansprechenden Rahmenprogramm anzubieten. Auch die Bamberger Brüder haben sich große Mühe gegeben, den Großlogentag vom Mittwoch, den 9. Mai bis Samstag, den 12 Mai 2018 zu einem Erfolg werden zu lassen.

Traditionell gibt es am Tag vor der eigentlichen Versammlung ein “Treffen der bereits angereisten Brüder, Damen und Gäste”, dieses Mal in Bambergs ältestem Wirtshaus “Zum Sternla”, das bereits seit 1380 ein beliebter Treffpunkt des Ortes ist. Der Abend klingt aus mit einem Nachtspaziergang durch die Stadt unter dem Motto “Geister, Sagen, Legenden”. Die Teilnehmer hören Geschichten von Hexenkunst und Teufelswerk, von Bürgerstolz und Liebespein.

Für die stimmberechtigten Vorsitzenden der Logen beginnt der Donnerstag mit dem Stuhlmeistergespräch, in dem sich die Vorsitzenden über die anstehenden Programmpunkte austauschen. Währenddessen genießen die Damen und Gäste ein Konzert des weltberühmten Mittelalterensembles “Capella Antiqua Bambergensis”. Das ehemalige und traumhaft schön restaurierte fürstbischöfliche Jagdschloss Wernsdorf bildet den romantischen Rahmen für die Konzerte des Ensembles. Auf originalgetreuen Repliken wird Musik aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance gespielt. Nach dem Mittagessen geht es im ersten Teil des Großlogentages bis um 17 Uhr um Berichte, Finanzen und Anträge. Das Damen- und Gästeprogramm lockt mit einer Stadtführung unter dem Titel “Prunk, Pracht und Puder”. Am frühen Abend gibt es einem Empfang im berühmten E.T.A.-Hoffmann-Theater. Bei fränkischen Speisen und Bamberger Getränken können gute Gespräche geführt, Bekanntschaften geschlossen oder bestehende vertieft werden. Im Anschluss folgt “Ein musikalischer Abend über die Sehnsucht nach einer besseren Welt”. Der Abend klingt aus bei einem Mitternachts-Blues im Logenhaus. Das “Duo Descartes” spielt Jazzstandards und Stücke des brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Jobim.

Am Freitag erkunden Damen und Gäste die Stadt und die Umgebung auf dem Wasser. Die Tour beginnt mitten in der Altstadt, dann wendet das Schiff und fährt vorbei an Klein-Venedig, Dom, St. Michael, der Konzert- und Kongresshalle, dem Stammhaus der Bamberger Symphoniker, anschließend Talschleusung in Gaustadt. Auf dem Main-Donau-Kanal nimmt das Schiff Kurs auf Bischberg, fährt auf dem Main flussabwärts bis zur Staustufe Viereth, erkundet von dort den alten Main. Die Reise geht flussaufwärts unter den neu errichteten Bamberger Brücken hindurch und dann wieder zurück in die Altstadt. Die Brüder beschäftigen sich währenddessen den ganzen Tag über mit Verbandsregularien und Wahlen. Am Abend erwartet alle Teilnehmer ein schöner Abend im Festsaal des Bamberger Welcome-Hotels mit Musik der Bamberger Gruppe “Dawn”.

Am Samstag findet für die Brüder Freimaurer eine Zusammenkunft (“Tempelarbeit”) statt, bei der die am Vortage gewählten Beamten rituell eingesetzt werden. Wer nach dieser Zusammenkunft noch nicht nach Hause fahren möchte oder muss, kann sich auf einen kulinarischen Höhepunkt am Abend freuen: Die Bamberger Loge lädt zu einem Whiskytasting ein, das zwei herausragende Experten leiten werden.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass der Großlogentag zwar die satzungsmäßige Versammlung der Großloge ist, zu der die stimmberechtigten Stuhlmeister der Logen oder ihre Vertreter erscheinen sollen. Teilnehmen dürfen jedoch alle Brüder Freimaurer nach Anmeldung, auch die Teilnahme an den Beratungen ist zulässig, sofern der Platz ausreichend ist, lediglich die Teilnahme an Aussprachen und Abstimmungen ist den stimmberechtigten Abgesandten vorbehalten. Die Details des vereinsrechtlichen Teils gehen den Logen in gesonderten Einladungen zu. Die Logen haben auch die notwendigen Anmeldeformulare.

Die genauen Termine finden sich in der Terminübersicht dieser Website.

Die Großloge freut sich auf eine rege Teilnahme der Logen und gute Beratungen. Die gastgebenden Bamberger Brüder freuen sich ebenfalls, wenn ihre umfangreichen Bemühungen durch viel Zuspruch belohnt werden.

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Worte des Großmeisters zum Jahresende 2017

Großmeister Stephan Roth-Kleyer (Pressekonferenz Dresden)

Großmeister Stephan Roth-Kleyer (Pressekonferenz Dresden)

Im Jahr 2017 begeht die Reformation ihr 500-jähriges Jubiläum, die moderne Freimaurerei feiert weltweit ihr 300-jähriges Bestehen und viele unserer Logen würdigten ihre eigenen, meist runden Jubiläen. Ein Jahr voller denkwürdiger Ereignisse in der deutschen Freimaurerei.

An einigen dieser Jubiläumsveranstaltungen konnte ich teilhaben. Drei davon will ich in chronologischer Reihenfolgen stellvertretend für die zahlreichen hervorragenden Veranstaltungen benennen.

Am 8. Mai fand neben der Übergabe des „Absalom-Brunnens“ an die Gemeinde St. Michaelis in Hamburg eine weitere herausragende Veranstaltung in Hamburg statt: Anlässlich des 300. Jahrestages der Gründung der weltweit ersten Großloge lud Olaf Scholz, Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und Erster Bürgermeister, zu einem Empfang ins Hamburger Rathaus. Festredner war Prof. Dr. Norbert Lammert, damals noch Präsident des Deutschen Bundestages. Mehr als vierhundert geladene Gäste, Freimaurer, Politiker, Ehrenbürger der Stadt Hamburg, kamen im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses zusammen, um sich an dreihundert Jahre moderner Freimaurerei und der Gründung der ersten Großloge in London im Jahre 1717 zu erinnern.

Ein weiterer Höhepunkt war im Mai unser Großlogentreffen in Dresden. Der „Kulturpreis Deutscher Freimaurer 2017“ wurde dem Schriftsteller und Arzt Uwe Tellkamp („Der Turm“, „Der Eisvogel“ u.a.) verliehen. Anlässlich unserer Fachveranstaltung mit vorhergehendem Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen, Stanislaw Tillich, berichtete u. a. der Offizialatsrat der katholischen Kirche, Dr. theol. Klaus Kottmann, Erzbistum Hamburg, zum Thema “Freimaurerei  und Katholische Kirche – ein beendeter Dialog?“.

Am ersten Septemberwochenende fanden die Feierlichkeiten der Vereinigten Großlogen von Deutschland zum 300. Jubiläum in Hannover statt. Damit verbunden waren insbesondere die Festveranstaltung im Sprengel Museum, u. a. mit den Grußworten des Bundespräsidenten Herrn Frank Walter Steinmeier, des Oberbürgermeisters Herrn Stefan Schostok sowie des Pro Grand Masters der United Grand Lodge of England Peter G. Lowndes, dem vielbeachteten Festvortrag des Landtagspräsidenten (a. D.) Herrn Prof. Rolf Wernstedt sowie dem Eintrag der Großmeister in das Goldene Buch der Stadt Hannover, und nicht zuletzt die Veranstaltung „O Isis und Osiris“ im August Kestner Museum.

Im Zusammenhang mit dem 300-jährigen Jubiläum der Freimaurerei sind eine Vielzahl von Logen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland mit vielen regional organisierten und ausgezeichneten Veranstaltungen in die Öffentlichkeit gegangen, um die Gesellschaft am Logenleben teilhaben zu lassen, um mehr Transparenz zu schaffen. Die Großloge konnte zahlreiche dieser Veranstaltungen in nicht unerheblichem Maß finanziell und ideell fördern und unterstützen.

Die Resonanz der Presse auf unsere Öffentlichkeitsveranstaltungen war insgesamt sehr erfreulich. Es ist festzustellen, dass die Berichterstattung in der Presse über uns, d.h. über die Freimaurerei, über unsere Herkunft, über unsere Logen, über unsere Aktivitäten und Zielsetzungen, zunehmend sachlicher wird. Erfreulich ist nicht nur die Qualität der Mitteilungen, erfreulich ist auch die große Anzahl der Berichte sowie das allgemeine Interesse. Das ist insgesamt auf die Pressearbeit der Großloge und auf die intensivere Öffentlichkeitsarbeit der Logen vor Ort zurück zu führen.

Insgesamt war das Jahr 2017 aufgrund der Qualität und der Quantität der Ereignisse und Veranstaltungen für uns Freimaurer ein erfreuliches, aber kein einfaches Jahr. Es hat jedem von uns einiges abverlangt.

Umso mehr freue ich mich wie jedes Jahr auf die Weihnachtstage, auf die Zeit zwischen den Jahren und auf das Neujahrsfest. Ich freue mich auf diese Feiertage, an denen Zeit für das Innehalten und Zeit für Muße ist, an denen sich die Familie trifft. Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit, in der es gilt, nach vorne zu schauen, neue Ziele zu formulieren – um sie zuversichtlich zu realisieren. Es ist Zeit, auf Geleistetes und Erreichtes zurückzublicken und mit Vertrauen Pläne für das neue Jahr zu entwickeln.

Es ist auch die Zeit, Dank auszusprechen. So danke ich allen Brüdern in ihren Logen für ihr gutes Wirken und ihr Engagement, ich danke den Stuhlmeistern für die Fort- und Weiterentwicklung unserer Logen, ich danke den Arbeitskreisen, Ausschüssen, Gremien und Kollegien unserer Großloge für ihre Arbeitsergebnisse, ich danke den Großbeamten und Mitgliedern des Großlogenrates sowie den Mitgliedern des Vorstandes für ihre guten und zielführenden Beschlüsse auf solider Basis und ich danke unserer Kanzlei für die kontinuierliche Bearbeitung der Anfragen und Arbeitsaufträge aus der Bruderschaft und für ihre stete Unterstützung bei all meinen Aktivitäten. Und nicht zuletzt möchte ich mich auch bei der Leserschaft unseres Newsletters und unserer Zeitschrift „Humanität“ für das Interesse an unserer Bruderschaft bedanken.

Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich ein frohes und stimmungsvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein privat wie beruflich erfolgreiches sowie friedvolles Jahr 2018. Dies verbinde ich mit der Hoffnung, dass auch Sie über die Feiertage Gelegenheit finden, abseits der Hektik des Alltags neue Kraft für das vor uns liegende Jahr mit all seinen vielfältigen Facetten und Herausforderungen zu schöpfen. Für 2018 wünsche ich Ihnen viele schöne Momente und spannende wie erfolgreiche Projekte.

Stephan Roth-Kleyer
Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

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300 Jahre Menschlichkeit weltweit

Im Sprengel-Museum in Hannover treffen sich über 260 Teilnehmer und Mitwirkende zum offiziellen Festakt der deutschen Freimaurerei anlässlich des 300. Bestehens der sogenannten modernen Freimaurerei. Ein Podcast aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “HUMANITÄT”.

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Podcast zum Thema “Freimaurer werden”

Podcast lassen sich auch Unterwegs gut hören (Foto: fotolia/blackzheep)

Podcast lassen sich auch Unterwegs gut hören (Foto: fotolia/blackzheep)

Die Großloge möchten den Wünschen aus der Bruderschaft nachkommen und ausgewählte Texte als Podcasts zur Verfügung stellen. Dafür konnten zwei renommierte Radiosprecher gewonnen werden.

Den Anfang macht Hasso Henke, der viele Jahre bei einem norddeutschen Sender als Redakteur und Sprecher tätig war. Sein Podcast beschäftigt sich mit der Frage, warum man Freimaurer werden könnte. Der Text ist dem Buch “Warum gute Leute Freimaurer werden sollen. Und wie” entnommen. Die Großloge wird für einen bestimmten Zeitraum mehrere Podcast anbieten und prüfen, wie die Akzeptanz dieses ergänzenden Mediums ist.

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Update: Auf mehrfachen Wunsch wurde ein Funktion eingerichtet, die auch den Download der Audiodatei ermöglicht.

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