Interview mit dem Kulturpreisträger Uwe Tellkamp

Uwe Tellkamp, Schriftsteller und Preisträger des Kulturpreises der Deutschen Freimaurer 2017

Uwe Tellkamp, Schriftsteller und Preisträger des Kulturpreises der Deutschen Freimaurer 2017

Am 26. Mai wurde im Rahmen des diesjährigen Großlogentreffens der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland der Kulturpreis Deutscher Freimaurer an den Dresdner verliehen. Der Großmeister, Br. Stephan Roth-Kleyer, überreichte Uwe Tellkamp in einer Feierstunde mit 280 Gästen den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Dresdner Stadtmuseum.

Klare Worte und eine faszinierende Sprache: Uwe Tellkamp ist spätestens mit seinem Monumentalwerk „Der Turm“ in die Liga der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart aufgestiegen. Bastian Salier und Carlos Urban trafen sich im Vorfeld mit dem Preisträger, um mit ihm über seine Arbeit und mögliche Parallelen zur Freimaurerei zu sprechen.

Herr Tellkamp, herzlichen Glückwunsch zur Verleihung des Kulturpreises Deutscher Freimaurer. Was war Ihre Reaktion, als Sie davon erfuhren?

Es ist ein Preis, der in einer für mich schwierigen persönlichen und beruflichen Situation von ganz unerwarteter Seite kommt. Er bedeutet mir vor allem aufgrund der Galerie, in die man damit gestellt wird, wirklich sehr viel. Sich mit Yehudi Menuhin, Gidon Krämer und Kurt Masur gewissermaßen in einer Linie wiederzufinden ist eine riesige Ehre, die auch Druck bedeutet. Das hat mich ein bisschen erschreckt und ich habe den Preis deshalb mit Skepsis angenommen und auch gefragt: Wissen Sie wirklich, was Sie da tun? Ich musste schon lange nachdenken, ob es überhaupt statthaft ist, diesen Preis mit gutem Gewissen anzunehmen. Dieser Galerie muss man sich ja würdig erweisen. Und ich habe das Gefühl, das ist noch nicht der Fall. Ich habe ein Buch geschrieben, das ein gewisses Aufsehen erregt hat, aber das ist noch zu wenig. Ich arbeite am nächsten, das gestaltet sich schwierig.

Abgesehen davon, dass Sie ja nicht nur ein Buch geschrieben haben, sondern bereits seit 30 Jahren mit ihrem literarischen Schaffen wichtige Themen bearbeiten und für gesellschaftlichen Diskurs sorgen, scheint in der Tat eine der meistgestellten Fragen an Sie zu sein: Wann wird der nächste, schon lange angekündigte Roman – eine Art Fortsetzung des „Turms“ – erscheinen?

Die gesellschaftlichen Zustände und Fragestellungen ändern sich laufend, das macht es so schwierig. Ich habe irgendwann gemerkt, es wird kein Buch, sondern es ist ein Projekt. Ich hoffe, dass der erste Teil im Herbst 2018 erscheinen kann. Viele Fragen treiben mich um, aber es macht auch Spaß, Antworten zu suchen.

Was verbindet Sie mit der Freimaurerei?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher nur sehr bruchstückhafte Vorstellungen davon hatte. Ich kannte die Szene aus Tolstois „Krieg und Frieden“, in der auch Rituale beschrieben werden. Das fand ich faszinierend. Ansonsten kannte ich nur die gängigen Klischees. Als ich erfuhr, dass ich diesen Preis bekomme, habe ich natürlich viel gelesen darüber. Mich fasziniert dieses Symbol von der Arbeit am rauen Stein der Persönlichkeit, das ist auch für jeden Autor eine Grundlage des Schaffens, über die man nicht so gerne spricht. Das Prinzip des Bauens an einem Gebäude, das mit mir zu tun hat, aber das viel größer ist als ich, hat mich am stärksten angesprochen. Bei den mittelalterlichen Dombauhütten wusste jeder Beteiligte: Das übersteigt mich, das übersteigt selbst meine Zeit, aber ich arbeite daran.

Sie sehen Ihre Kunst als Behauen des eigenen rauen Steins, wie funktioniert das in der Praxis?

Die Freimaurer sind verschwiegen und auch ich rede nicht so gerne über die Grundlagen meiner Arbeit. Man stellt sich Fragen, permanent: Für wen und warum machst du das, was du da tust, für wen ist das gut? Der von mir sehr geschätzte Schriftsteller Heimito von Doderer, übrigens ein Verwandter Ihres stellvertretenden Großmeisters Peter Doderer, sagte einmal sinngemäß: „Ich habe viele dicke Bücher geschrieben, aber meine eigentliche Aufgabe im Leben war es, von meiner eigenen Dummheit wegzukommen.“

Meine Erfahrung ist: Jedes Ergebnis der schriftstellerischen Arbeit ist vorläufig oder ungenügend.

Sie sind im legendären Dresdner Villenviertel „Weißer Hirsch“ großgeworden, einer Gegend mit großbürgerlicher Prägung. Da fällt es schwer zu glauben, dass Sie nie mit Freimaurerei in Berührung gekommen sind. Gerade dort hat es vor der Nazizeit viele Freimaurer gegeben. War dieser Geist überhaupt nicht mehr lebendig, als Sie in den 60er, 70er Jahren dort aufgewachsen sind?

Nicht, dass ich wüsste. Es kann natürlich sein, dass ich Kontakt hatte, ohne es zu wissen. Aber wenn, dann ist das nicht thematisiert worden. Der „Weiße Hirsch“ war damals eine Art Biotop. Es gab diese Mittags- und Abendbrottische, wo in der Verwandtschaft überaus offen miteinander geredet wurde, wo sich viele Menschen getroffen haben, die in dem System der DDR durchaus in leitenden Stellungen tätig waren. Wir hatten Ingenieure, Eisenbahner, Betriebsdirektoren, Stasispitzel – alle an einem Tisch und jeder erzählte von seinen Erfahrungen in diesem Land. Das hat alle umgetrieben. Es kann natürlich sein, dass der eine oder andere mit maurerischen Gedanken dabei war. Ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass ich jemanden getroffen hätte, der sagte: Ich war oder ich bin Freimaurer.

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Ihre Kunst fußt darauf, dass Sie in zwei unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen gelebt haben und leben, und sie profitiert davon. Werten Sie es als Vorteil, genau dies erlebt zu haben?

Ja, denn der Blick wird ein anderer. Man hat ein System untergehen sehen, das sich als ewig verstand. Ich habe als junger Mensch ein System erlebt, das von sich behauptete, es sei die beste aller möglichen Welten oder arbeite zumindest daran, dies zu werden. Und ich habe erlebt, wie bei immer mehr Menschen daran Zweifel aufkamen, wie diese Zweifel begründet wurden, immer weitere Kreise zogen, wie der Graben zwischen Anspruch und Realität immer weiter auseinanderklaffte und wie am Ende eine Massenbewegung entstand, die sich gegen das System gestellt hat.

Auswirkungen davon sehen wir immer noch, obwohl schon fast dreißig Jahre seitdem vergangen sind.

Mir persönlich ist vor allem die grundlegende Skepsis gegenüber politischen Verheißungen geblieben. Die Skepsis gegenüber Selbstgewissheiten, die überheblich klingen und eine mangelnde Bereitschaft zu kritisieren, zu hinterfragen und nachzudenken entstehen lassen. Und wir stehen wieder an einer solchen Schwelle. Wir haben heute enorme Probleme, wir müssen an der Gesellschaft arbeiten, es sind viele Dinge faul in diesem Land. Es steht vieles in Frage und wir müssen uns diesen Aufgaben stellen. Das Aufwachsen in einem untergegangenen System hat meinen Blick dafür geschärft.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Menschenliebe: Sind diese Werte noch zeitgemäß und lohnt es sich, für sie einzutreten?

Uns bleibt nichts weiter übrig. Wenn wir nicht wollen, dass wir uns alle gegenseitig den Kopf einschlagen, dann bleibt uns nichts weiter übrig. Was ist denn die Grundlage des Lebens? Miteinander umzugehen, Gewalt zu vermeiden, Kriege zu vermeiden! Man muss vielleicht heutzutage wieder mehr reden. Das hat mit „Gutmenschentum“ nichts zu tun, wie gerne behauptet wird.

Wenn man den Titel Ihres Hauptwerkes „Der Turm“ als Metapher für die „babylonische Sprachverwirrung“ versteht, die in jener Zeit herrschte, die Sie beschreiben: Würden Sie also sagen, wir erleben auch heute wieder eine solche Zeit, in der Begriffe missbraucht, bewusst oder unbewusst falsch verstanden werden und in der die gesellschaftlichen Gruppen aneinander vorbeireden?

Das hat mich, ehrlich gesagt, sehr überrascht. Für mich ist ein Buch dann gültig, wenn es eine grundlegende menschliche Eigenschaft thematisiert. „Der Turm“, der viele Mängel hat, erfasst etwas Grundlegendes: Wie geht eine Gesellschaft, die sich auf eine bestimmte Art und Weise versteht, mit einer Gesellschaft um, die sich auf ganz andere Weise versteht. Dieses Sprechen in offiziellen und in inoffiziellen Worten, wie wir es heute wieder haben – das kommt mir sehr bekannt vor.

Ein Kritiker hat mal gesagt: „Der Turm“ sei schlecht, er trage nichts zur Gegenwart bei. Ich glaube, er irrt sich.

Auch die noch immer schwelenden Unterschiede zwischen Ost und West, die verschiedenen Sprachen, die man heute noch teilweise in dem einst geteilten Deutschland spricht, tragen dazu bei?

Ich würde mir wünschen, dass diese Ossi-Wessi-Teilung befruchtend wirkt, indem man lernt, Unterschiede als Konfliktstoff, der einen voranbringt, wahrzunehmen. Im Augenblick habe ich aber den gegenteiligen Eindruck, dass es als spaltend wahrgenommen wird und dieser längst überwunden geglaubte Diskurs erneut herhalten muss: „Im Osten liegt Dunkeldeutschland, die sollen doch erst mal lernen zu arbeiten, wir finanzieren euch!“ All diese Dinge flammen gerade wieder auf.

Vielleicht wird das für die Generation unserer Kinder irgendwann keine Rolle mehr spielen. Aber dann wird es neue, andere Konflikte geben. Vielleicht zwischen denen, die schon lange hier leben, und denen, die neu hier sind. Das ist dann eben keine Ossi-Wessi-Debatte mehr, sondern eine Nord-Süd-Debatte. Plötzlich sind neue Kulturen hier, mit denen umgegangen werden muss, wobei man sich fragt: Wie integrieren wir die, wie kann das funktionieren? Ist einer, der die deutsche Sprache beherrscht, schon automatisch Deutscher? Das wird zu wenig diskutiert. Es wird auch zu wenig darüber diskutiert, wo vielleicht unangenehme Meinungen auch Recht haben könnten.

Wäre das ein Arbeitsfeld für die Freimaurer mit ihren aufklärerischen Werten – im Sinne von Bildung und Diskursfähigkeit? Würden Sie den Freimaurern raten, sich hierfür mehr aus ihrer Deckung zu wagen oder ist deren Zurückhaltung in gesellschaftlichen Fragen der richtige Weg?

Mir persönlich ist das sehr sympathisch, dass jemand verschwiegen ist und nicht die landläufige Meinung teilt, dass alles in die Talkshows getragen werden muss. Ich bin nicht der Meinung, dass nur derjenige wahrgenommen wird, der in den Medien vorkommt.

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Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat 2015 bei der Verleihung des Stresemann-Preises der Deutschen Freimaurer genau das Gegenteil gefordert. Er sagte: „Tun Sie weiter Gutes und reden Sie drüber.“ Wir diskutieren das bei uns ja sehr unterschiedlich.

Das würde ich differenzieren. Über gute Taten zu reden ist legitim. Wenn man etwas Gutes tut und darüber redet, hat dies natürlich auch eine Vorbildwirkung und ist vollkommen in Ordnung. Aber wenn ich fordere: In jeder Talkshow muss jetzt ein Freimaurer sitzen, der über die freimaurerischen Werte zu sprechen und Überzeugungsarbeit zu leisten hat, dann hielte ich das für falsch.

Gerade diese Verschwiegenheit der Freimaurer zieht ja auch viele Leute an und vielleicht sogar die Richtigen. Da muss man Vertrauen haben, die Richtigen kommen schon.

Wird Freimaurerei im Osten aufgrund ihrer Absenz zu DDR-Zeiten noch kritischer gesehen als im Westen?

Das glaube ich schon. Die Generation, die jetzt an den Schaltstellen sitzt, im Beruf aktiv ist, die ist ja noch wesentlich vom Schulunterricht der DDR geprägt. Wir haben über Freimaurerei nichts erfahren. Über das Judentum übrigens auch nicht. Es kam einfach nicht vor. Antifaschismus haben nur Kommunisten betrieben, wurde uns beigebracht. Das ist insofern auch wieder eine Aufklärungsfrage.

Und dann muss man auch berücksichtigen, dass ein Großteil der bürgerlichen Schicht vertrieben und madiggemacht wurde: Es sind im Laufe der Jahre 3,5 Millionen Menschen von hier in den Westen gegangen. Und das waren vor allem die kritischen Geister, die jede Gesellschaft braucht. In Polen und in Ungarn sind diese Schichten geblieben. Deshalb waren die dortigen Revolutionen auch intellektuelle Revolutionen. In der DDR war sie das nicht. Da gab es Bürgerrechtler, Pfarrer und Arbeiter. Intellektuelle waren die Ausnahme. Die Intellektuellen, die dablieben, waren für die DDR. Die „Biermann-Typen“ hat man rausgeekelt. Das ist genau die Schicht, die hier fehlt. Und zwar bis heute.

Deshalb ist es für mich erstaunlich, dass „Der Turm“, der ja nun gerade in diesem rudimentären bildungsbürgerlichen Umfeld spielt, so ein Erfolg geworden ist. Das war eine kleine privilegierte Elite, die mit dem Alltag des einfachen DDR-Bürgers nur wenig zu tun hatte.

Das glaube ich nicht, denn im Westen sind diese Debatten, die der Roman schildert, ja auch geführt worden. Allerdings 20, 30 Jahre zuvor. Mir haben Hamburger geschrieben: „Was Sie da erzählen, ist meine Jugend in Altona gewesen, nur eben zeitversetzt“. Das persönliche Erleben war ähnlich.

Sie haben – neben vielen anderen Preisen natürlich – 2009 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten. Damals wurden Sie gefragt, ob Sie der CDU nahestehen. Bereiten Sie sich jetzt darauf vor, jedem Journalisten zu erklären, dass Sie gar kein Freimaurer sind?

Nein, das muss ich nicht, denn ich finde, der mögliche Vorwurf einer Vereinnahmung würde hier überhaupt nicht greifen. Die Freimaurer sagen ja auch dezidiert, dass sie nicht politisch agieren. Und wenn man sich die Liste der Preisträger ansieht, dann merkt man sehr schnell, dass die Freimaurer sich ihre Preisträger nicht danach aussuchen, ob sie zu ihnen zu passen scheinen.

Aber die Klischees über Freimaurerei sind immer noch weit verbreitet.

Vielleicht kriege ich Probleme mit der Kirche, aber wir haben in Dresden ungefähr 2.500 Katholiken, das halte ich aus.

Sie haben in Ihrem Buch „Die Schwebebahn“ Dresden aus sehr persönlicher Sicht geschildert und für den Leser erkundet. Was sollte ich mir als Besucher, der etwas Zeit mitgebracht hat, auf jeden Fall ansehen?

Dann würde ich Ihnen tatsächlich die Schwebebahn empfehlen. Dort gibt es den Turm, da kann man auf die Aussichtsplattform und Sie haben einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt. Und einen Kaffee gibt es auch noch.

Herr Tellkamp, vielen Dank für das Gespräch.

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Freimaurer zurück in der Mitte der Gesellschaft

Der Großmeister Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer bei der Verleihung des Kulturpreises an Uwe Tellkamp im Mai 2017 in Dresden

Der Großmeister Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer bei der Verleihung des Kulturpreises an Uwe Tellkamp im Mai 2017 in Dresden

Die Großloge hat das Treffen in Dresden unter das Motto “Was hat die Freimaurerei uns heute zu sagen” gestellt. Der Bundesvorsitzende (Großmeister) Prof. Dr. Roth-Kleyer  verband dies mit dem Aufruf, die Freimaurerei wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Sein Beitrag für den Großlogentag richtet sich zwar in erster Linie an die Bruderschaft, ist aber auch für die interessierte Öffentlichkeit lesenswert.

“An dieser Stelle will ich auf Maßnahmen eingehen, die kurz- bis mittelfristig zu einer verbesserten Wahrnehmung unserer Logen in der Öffentlichkeit, in der Gesellschaft beitragen können. Viele unserer Logen, das habe ich bei meinen vielfältigen Besuchen erleben können, bedienen sich bereits dieser im folgenden wiedergegebenen Maßnahmen in erprobter Weise. Nunmehr, meine lieben Brüder, wird es ein wenig programmatisch. Eine solche Botschaft bin ich Euch schon schuldig und ich denke, Ihr erwartet das auch:

Unser Ansinnen, und das ist als Appell zu werten, muss es insgesamt sein, zunehmend gesellschaftlich relevant zu werden.

Ich wiederhole es gerne unmittelbar nochmals: Unser mittelfristiges übergeordnetes Ziel ist: „Wir müssen den Weg mehr in Richtung Mitte der Gesellschaft gehen.“ Darin sind wir uns wohl einig.

Dazu will ich, wie soeben ausgeführt, einige Maßnahmen und Teilziele benennen, die das übergeordnete Ziel „mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft“ unterstützen und operationalisierbar machen sollen. Diese Zusammenstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Priorität. Unsere kurz- bis mittelfristigen Maßnahmen oder Teilziele lauten (aus meiner Sicht) stark verkürzt:

– Die Großloge der A.F.u.A.M.v.D., wie auch unsere Tochterlogen, verfolgen auch weiterhin hohe humanitäre Ziele als Wertegemeinschaft.

– Wir bieten unseren Brüdern, unterschiedlicher Berufe, Religionen, Nationalitäten, unterschiedlichen Alters einen “geschützten Raum, das sind unsere Logen”. Dies, um gemeinsam Gedanken und Informationen auszutauschen, Zusammenhänge zu erkennen, an sich selbst zu arbeiten und sich frei Meinungen zu bilden. Wir bieten Raum und Gelegenheit zum offenen Meinungsaustausch. Das kann am Ende auch der Meinungsbildung des Einzelnen dienlich sein.

– Wir bemühen uns damit auch um die geistige Entfaltung und ethische Entwicklung der Brüder. Die Logen habe damit ganz allgemein gesprochen auch einen Bildungsauftrag.

– Wir schaffen Gelegenheiten für Geselligkeit und Freundschaften.

– Wir bieten Chancen und Raum, zur Orientierung in der komplexen Entwicklung der Digitalisierung der Umwelt (Stichwort Großlogentreffen 2015, Osnabrück mit dem Thema „Freimaurerei im Informationszeitalter – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Welt“). Wir bieten Chancen und Möglichkeiten zur Orientierung in der Zeit des zunehmenden Populismus, des wachsenden Nationalismus und der Globalisierung, sowie vor dem Hintergrund weiterer politischer und kultureller weltweiten Veränderungen.

– Wir Freimaurer befassen uns durchaus mit aktuellen kulturellen und politischen Themen, das jedoch ergebnisoffen, das ohne Dogma, das ohne Streitgespräche.

– Unsere Logen legen bei der Auswahl ihrer Mitglieder weiter oder besser noch zunehmend Wert auf Qualität, so auf z. B. auf die Attribute Ritualfähigkeit, auf die Werteüberzeugung, auf Verhaltensqualitäten. Diese Qualitäten lassen sich durch geeignete Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung steigern. Das ist mir persönlich ein wichtiges Ansinnen.

– Unsere Logen partizipieren wieder mehr am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in ihren Regionen und lassen die Gesellschaft die Freimaurerei in ihrer Herkunft, ihren Anliegen und Zielen besser verstehen. Lasst uns auch sozial und im weitesten Sinne gesellschaftlich (so auch mit anderen Trägern/Vereinigungen) zunehmend aktiv sein und werden. Hierzu fordert unser Ritual recht deutlich auf. Denkt dabei zum Beispiel an den Satz: „Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf euch selbst“.

– Unsere Logen entwickeln sich weiter zu einem kalkulierbaren und wichtigen Träger sozialer Werte in ihren Regionen. Auch das ist mir eine wichtige Zielsetzung, die es einzulösen gilt.

– Unsere Logen bilden Plattformen für den kulturellen, geistigen und sozialen Austausch und initiieren entsprechende Projekte mit anderen Trägern in ihren Regionen.

– Unsere Logen fördern die Freundschaften der Brüder untereinander und machen so aus Mitgliedern “Brüder” und „Freunde“.

– Nationale und internationale Kontakte sind im Sinne der Weltbruderkette auszubauen und zu intensivieren. Das geschieht in enger Kooperation mit den Vereinigten Großlogen von Deutschland.

– Jeder von uns, meine Brüder, ist Botschafter in Sachen Freimaurerei. Wir sollten, jeder einzelne von uns, als Imageträger in unserer Sache „Das Mehr“, das die Freimaurerei zweifelsohne zu bieten hat, „Das Mehr der Freimaurerei“ aktiv kommunizieren.

Und damit will ich es gut sein lassen.

Diese Maßnahmen bzw. Teilziele sind ohne Zweifel zu ergänzen und weiterzuführen. Vor allem aber sollten sie soweit möglich umgesetzt werden. Und vergesst es nicht liebe Brüder, Freimaurerei muss gelebt werden. Freimaurerei muss immer gelebt werden, ansonsten ist sie wirkungslos. Soviel zu unseren künftigen Zielen und den daraus resultierenden Aufgaben für die nächste Zeit in Sachen „Schluss mit den Märchen und Mythen um die Freimaurerei“. Lasst uns daran arbeiten. Den Erfüllungsgrad und die Zeitachse bestimmt dabei jede Loge für sich.

Wir sind fit für die Zukunft! Wir haben das notwendige Engagement, die Kenntnisse und die Werkzeuge. Darum rufe ich Euch zu: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Um es allgemein zu fassen: Wir sind fit für die Zukunft! Wir haben das notwendige Engagement, die Kenntnisse und die Werkzeuge. Darum rufe ich Euch zu: Wir sind auf dem richtigen Weg. Ein Indikator dafür ist die Resonanz der Presse zu den Öffentlichkeitsveranstaltungen der Logen, der Distrikte wie auch zu denen der Großloge. Lasst mich das kurz ausführen: Es ist festzustellen, dass die Berichterstattung in der Presse über uns, d.h. die Freimaurerei, über unsere Herkunft, über unsere Logen, über unsere Aktivitäten und Zielsetzungen usw. zunehmend sachlicher wird. Das ist eine sehr erfreuliche Tendenz. Kurz gesagt: Die Tendenz einer zunehmend sachlicheren Berichterstattung in der Presse ist sehr zu begrüßen. Erfreulich ist nicht nur die Qualität der Mitteilungen, erfreulich ist auch die große Anzahl der „guten Publikationen“ zu den regionalen Aktivitäten unserer Logen. Das ist insgesamt sicherlich auf die auch zunehmend besser werdende Öffentlichkeitsarbeit der Logen vor Ort zurück zu führen. Danke auch dafür. Liebe Brüder alle, macht weiter so!

Ich will es jetzt differenzierter und damit akzentuierter formulieren: Macht nicht nur weiter so, sondern, fügt noch mehr passgenaue und richtungsweisende Bausteine ein, verwendet dabei reichlich Mörtel im Sinne von Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit, werdet noch besser und bleibt dabei stets zielorientiert und hart am Wind!

Meine Brüder, wir sind es denen schuldig, die uns vorausgegangen sind. Wir haben die Verantwortung für das Hier und Heute. Zudem können und müssen wir, das ist unsere Pflicht, zeitgleich die Zukunft vorbereiten.

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Kulturpreis der Freimaurer an Uwe Tellkamp

Großmeister Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer mit dem Preisträger Uwe Tellkamp

Großmeister Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer mit dem Preisträger Uwe Tellkamp

Am 25. Mai 2017 verlieht die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland den Kulturpreis Deutscher Freimaurer im Dresdner Landhaus (Stadtmuseum) an den Schriftsteller Uwe Tellkamp.

Der Preis wird seit 1980 in unregelmäßigen Abständen an Personen vergeben, die besondere kulturelle Leistungen oder Engagement erbracht und dabei humanitäre Werte im Blick haben. Frühere Preisträger waren unter anderem Johannes Mario Simmel, Yehudi Menuhin, Lew Kopelew, Otmar Alt, Hans Küng und zuletzt im Jahre 2012 Kurt Masur.

1968 in Dresden geboren, wuchs Uwe Tellkamp als Sohn eines Arztes im Dresdner Villenviertel „Weißer Hirsch“ auf, wo er seit 2009 mit seiner Familie wieder beheimatet ist. Nach dem Abitur musste er einen dreijährigen Dienst bei der NVA antreten, um in der DDR Medizin studieren zu dürfen. Obwohl er bereits vor dem Oktober 1989 wegen „politischer Diversantentätigkeit“ unangenehm auffiel, weil er Texte von Wolf Biermann und anderen nicht geduldeten Autoren bei sich trug, blieb er bis Oktober 1989 Unteroffizier bei der DDR-Armee. Nach einer kurzen Inhaftierung folgten Tätigkeiten als Hilfsarbeiter im Braunkohletagebau und der Industrie. 1990 begann er eine Arbeit als Hilfspfleger auf der Intensivstation eines Dresdner Krankenhauses.

Sein Studium der Medizin absolvierte Tellkamp schließlich nach dem Ende der DDR an der Universität Leipzig, in New York und Dresden, gab den Arztberuf, den er bis 2004 an einer unfallchirurgischen Klinik in München ausübte, im Jahre 2004 aber zugunsten seiner Schriftstellerkarriere auf.

Tellkamp veröffentliche ab Ende der 80er Jahre zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Anthologien. Sein erster Roman „Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café“ erschien im Jahre 2000. Vier Jahre später gewann er mit „Der Schlaf in den Uhren“ den renommierten IngeborgBachmann-Preis. Im Herbst 2008 erschien schließlich sein Roman „Der Turm — Geschichte aus einem versunkenen Land“, in dem er die Zeit zwischen 1982 und 1989 aufarbeitete. Für dieses monumental zu nennende Werk erhielt Tellkamp den Deutschen Buchpreis sowie 2009 den Deutschen Nationalpreis. Eine Bühnenfassung seines „Turms“ wurde 2010 in Dresden uraufgeführt, und die ARD verfilmte den Stoff in zwei Teilen.

Seine Arbeit charakterisierte der Schriftsteller einmal in einem Interview mit dem Versuch, Heimat wiederzugewinnen. Er sehe sich als eine Art Dombaumeister, der durchaus pathetisch sein dürfe, wenn er die grundlegenden menschlichen Empfindungen wiedergeben könne. Kritikern gilt Tellkamp einerseits als Sprachvirtuose, der die literarischen Formen perfekt beherrscht, andererseits aber auch als höchst politischer Autor, der aufgrund seiner persönlichen Geschichte den Schriftstellern im ehemaligen Ostblock geistig näher ist als seinen deutschsprachigen Kollegen im Westen.

Jürgen Kaube hielt eine gleichermaßen unterhaltsame, einfühlsame und intelligente Laudatio

Jürgen Kaube hielt eine gleichermaßen unterhaltsame, einfühlsame und intelligente Laudatio

Laudator Jürgen Kaube, Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

Die Laudatio für die Verleihung des Kulturpreises der Großloge hielt Jürgen Kaube, Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der 1962 in Worms geborene Soziologe, Autor und Germanist ist bei der FAZ zuständig für das Feuilleton. Kaube wurde Anfang 2015 als Nachfolger des verstorbenen Frank Schirrmacher in den Herausgeberkreis der Zeitung berufen. Mit seinen Sachbüchern erhielt er selbst bereits zahlreiche Preise und wurde vom Tübinger Seminar für Allgemeine Rhetorik mit der Auszeichnung „Rede des Jahres 2015“ geehrt.

In Kürze lesen Sie hier weitere Informationen sowie ein Interview mit dem Preisträger Uwe Tellkamp.

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300 Jahre Freimaurerei und der Blick nach vorn

Foto: fotolia / Rafael Ben-Ari

Foto: fotolia / Rafael Ben-Ari

300 Jahre Freimaurerei sind nicht nur ein Anlass, auf die Geschichte des traditionsreichen Bundes zu schauen, sondern gebietet auch einen Blick auf die Zukunft. Der Großmeister Stephan Roth-Kleyer unserer Großloge hat sich dazu mehrfach geäußert. Wir veröffentlichen an dieser Stelle Auszüge von Ansprachen bei Logen in Frankfurt und Hamburg.

Des besseren Grundverständnisses wegen möchte ich Euch zunächst meinen Blick auf unsere humanitäre Freimaurerei, ganz allgemein und sehr kurz gehalten, öffnen. Ich nehme an, meine Sichtweise ist mit Eurer Sichtweise identisch, zumindest gibt es Schnittmengen. Anschließend werde ich kurz- bis mittelfristige Ziele und Perspektiven vor dem Hintergrund des Jahres 2017, vor dem Hintergrund des 300-jährigen Jubiläums der organisierten Freimaurerei aufzeigen.

Die Freimaurerei ist eine weltweite Bewegung in allen demokratischen Gesellschaften. Das ist Fakt und unstrittig. Unsere humanitäre Freimaurerei versteht sich noch immer, und das über mindestens 300 Jahre, als Einheit von tragender Idee, verbindender Gemeinschaft und symbolischer Ausdruckskraft. Hierin liegt ihre Besonderheit gegenüber anderen Zusammenschlüssen mit verwandten Zielsetzungen.

Die Kernfrage ist: Wofür steht Freimaurerei? Die Antwort lautet sehr kurz gefasst: Freimaurerei ist ethische, ist soziale, ist integrative Praxis, nicht Theorie. Die Freimaurerei ist ausschließlich auf das Diesseits bezogen. Sie verliert sich nicht in spekulativem, theosophischem oder okkultem Gedankengut. Vor allem ist sie nicht auf das alleinige eigene Wohl hin ausgerichtet. Freimaurerei kann unseren Brüdern vieles bieten, was sie ansonsten so nicht erlangen und erfahren könnten. In unseren Logen werden unterschiedliche Menschen zusammengeführt und leisten gemeinsam miteinander Großes.

Freimaurerei definiert sich nicht nur über Menschen hoher politischer, gesellschaftlicher, künstlerischer oder wissenschaftlicher Bedeutung. Freimaurerei macht vor allem aus, dass sie als Baustelle der Persönlichkeitsbildung das lebt und umsetzt, was in den „Alten Pflichten“ von 1723 unter anderem als Zweck und Aufgabe einer Loge benannt ist: Männer zusammenzuführen, die sich ansonsten im Leben nie begegnet wären. Das umschlingende Band, das diese heterogene Bruderschaft zusammenhält, das bezeichnen wir mit dem Begriff Brüderlichkeit.

Freimaurerei ist ethische, ist soziale, ist integrative Praxis, nicht Theorie

Stephan Roth-Kleyer

Künftig werden wir intensiv daran weiter arbeiten, uns von den schlechten Märchen und schlimmen Mythen, die uns noch immer nachhängen, aktiv zu lösen. Das wird uns erstens helfen, unsere Bedeutung offensichtlicher zu machen und zweitens unsere Attraktivität für neue Mitglieder zu stärken. Wir werden über unsere in der Aufklärung und dem Humanismus verankerten Traditionen verstärkt informieren. Und wir werden uns den Fragestellungen, die wir an uns selbst haben, und denjenigen die, die die Gesellschaft an unsere humanitäre Freimaurerei hat, stellen müssen. Unser Blick sollte zunehmend in die Zukunft gerichtet sein.

Künftig werden wir intensiv daran weiter arbeiten, uns von den schlechten Märchen und schlimmen Mythen, die uns noch immer nachhängen, aktiv zu lösen.

Stephan Roth-Kleyer

Damit verbunden werden wir, das heißt, werden unsere Logen und die Großloge mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit darüber informieren, was uns und der Gesellschaft die Freimaurerei heute zu sagen hat und künftig zu sagen haben wird. Mit diesen Themen gilt es sich intensiv auseinanderzusetzen. Das muss das Ziel der nächsten Jahre sein.

An dieser Stelle will ich jetzt auf kurz- bis mittelfristig zu erstrebende Ziele für unsere Logen und damit verbunden auch für unsere Großloge verweisen. Unser Ansinnen, und das ist als Apell zu werten, muss es insgesamt sein, zunehmend gesellschaftlich relevant zu werden. Ich wiederhole es gerne unmittelbar nochmals: Unser mittelfristiges übergeordnetes Ziel ist: „Wir müssen den Weg mehr in Richtung Mitte der Gesellschaft gehen.“ Darin sind wir uns wohl einig.

Dazu will ich einige Teilziele benennen, die das soeben formulierte übergeordnete Ziel „mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft“ unterstützen und operationalisierbar machen sollen. Auch diese Zusammenstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Priorität. Unsere kurz- bis mittelfristigen Teilziele lauten (aus meiner Sicht) stark verkürzt:

  • Die GL der AFuAMvD, wie auch unsere Tochterlogen verfolgen auch weiterhin hohe humanitäre Ziele als Wertegemeinschaft.
  • Wir bieten unseren Brüdern, unterschiedlicher Berufe, Religionen, Nationalitäten, unterschiedlichen Alters einen “geschützten Raum, das sind unsere Logen”. Dies, um gemeinsam Gedanken und Informationen auszutauschen, Zusammenhänge zu erkennen, an sich selbst zu arbeiten und sich frei Meinungen zu bilden.
  • Wir bieten Raum und Gelegenheit zum offenen Meinungsaustausch. Das kann am Ende auch der Meinungsbildung des Einzelnen dienlich sein.
  • Wir bemühen uns damit auch um die geistige Entfaltung und ethische Entwicklung der Brüder.
  • Wir schaffen Gelegenheiten für Geselligkeit und Freundschaften.
  • Wir bieten Chancen und Raum, zur Orientierung in der komplexen Entwicklung der Digitalisierung der Umwelt (Stichwort Großlogentreffen 2015, Osnabrück mit dem Thema „Freimaurerei im Informationszeitalter – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Welt“). Wir bieten Chancen und Möglichkeiten, zur Orientierung in der Zeit des zunehmenden Populismus, des wachsenden Nationalismus und der Globalisierung, sowie vor dem Hintergrund weiterer politischer und kultureller weltweiten Veränderungen.
  • Wir Freimaurer befassen uns durchaus mit aktuellen kulturellen und politischen Themen, das jedoch ergebnisoffen, das jedoch ohne Dogma, das ohne Streitgespräche.
  • Unsere Logen legen bei der Auswahl ihrer Mitglieder weiter oder besser noch zunehmend Wert auf Qualität, so auf z. B. auf die Attribute Ritualfähigkeit, auf die Werteüberzeugung, auf Verhaltensqualitäten. Diese Qualitäten lassen sich durch geeignete Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung steigern. Das ist mir persönlich ein wichtiges Ansinnen.
  • Unsere Logen partizipieren wieder mehr am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in ihren Regionen und lassen die Gesellschaft die Freimaurerei in ihrer Herkunft, ihren Anliegen und Zielen besser verstehen. Lasst uns auch sozial und im weitesten Sinne gesellschaftlich (so auch mit anderen Trägern / Vereinigungen) zunehmend aktiv sein und werden. Hierzu fordert unser Ritual recht deutlich auf. Denkt dabei zum Beispiel an den Satz: „Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf euch selbst“.
  • Unsere Logen entwickeln sich weiter zu einem kalkulierbaren und bedeutenden Träger sozialer Werte in ihren Regionen. Auch das ist mir eine wichtige Zielsetzung, die es einzulösen gilt.
  • Unsere Logen bilden Plattformen für den kulturellen, geistigen und sozialen Austausch und initiieren entsprechende Projekte mit anderen Trägern in ihren Regionen.
  • Unsere Logen fördern die Freundschaften der Brüder untereinander und machen so aus Mitgliedern “Brüder” und „Freunde“.
  • Nationale und internationale Kontakte sind im Sinne der Weltbruderkette auszubauen und zu intensivieren. Das geschieht in enger Kooperation mit den Vereinigten Großlogen von Deutschland.
  • Jeder von uns, meine Brüder, ist Botschafter in Sachen Freimaurerei. Wir sollten, jeder einzelne von uns, als Imageträger in unserer Sache „Das Mehr“, das die Freimaurerei zweifelsohne zu bieten hat, „Das Mehr der Freimaurerei“ aktiv kommunizieren.

Unsere Logen partizipieren wieder mehr am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in ihren Regionen und lassen die Gesellschaft die Freimaurerei in ihrer Herkunft, ihren Anliegen und Zielen besser verstehen.

Stephan Roth-Kleyer

Soviel zu den Zielen und Vorstellungen, die mir bei der Vorbereitung des heutigen Anlasses primär wichtige waren. Diese Teilziele bzw. Aufgaben sind ohne Zweifel zu ergänzen und weiterzuführen. Vor allem aber sollten sie soweit möglich umgesetzt werden.

Und vergesst es nicht liebe Brüder, Freimaurerei muss gelebt werden. Freimaurerei muss immer gelebt werden, ansonsten ist sie wirkungslos.

Soviel zu unseren künftigen Zielen und den daraus resultierenden Aufgaben für die nächste Zeit in Sachen „Schluss mit den Märchen und Mythen um die Freimaurerei“. Lasst uns daran arbeiten. Den Erfüllungsgrad und die Zeitachse bestimmt dabei jede Loge für sich.

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Senatsempfang für Freimaurer in Hamburg

vl. Thomas Stuwe (Distriktmeister), Olaf Scholz (Erster Bürgermeister Hamburg), Prof. Dr. Norbert Lammert (Präsident des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (Großmeister)(Foto: Jürgen Joost)

vl. Thomas Stuwe (Distriktmeister), Olaf Scholz (Erster Bürgermeister Hamburg), Prof. Dr. Norbert Lammert (Präsident des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (Großmeister)(Foto: Jürgen Joost)

Anlässlich des 300. Jahrestages der Gründung der weltweit ersten Großloge lud Olaf Scholz, Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und Erster Bürgermeister zu einem Empfang in das Hamburger Rathaus. Festredner war Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages.

Mehr als vierhundert geladene Gäste, Freimaurer, Politiker, Ehrenbürger der Stadt Hamburg kamen im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses zusammen, um sich an dreihundert Jahre moderner Freimaurerei und die Gründung der ersten Großloge in London im Jahre 1717 zu erinnern. Hamburg scheint der passende Ort für eine solche Veranstaltung zu sein, denn immerhin wurde hier im Jahre 1737 die erste bis heute bestehende deutsche Loge gegründet. Und so wies der Hausherr in seinen Begrüßungsworten auf die lange Tradition der Weltoffenheit und Toleranz hin, die die Hamburger für die Ideale der Aufklärung empfänglich gemacht habe. “300 Jahre Freimaurerei – das ist eine stolzer Geburtstag”, sagte Scholz. “Er verweist auf 300 Jahre des Ringens um Vernunft, Freiheit, Toleranz und Humanität in Europa und erinnert daran, dass die Errungenschaften unserer liberalen, demokratischen und offenen Gesellschaft immer wieder verteidigt werden müssen.”

Toleranz und Brüderlichkeit vorzuleben und in die Öffentlichkeit zu tragen, das ist eine ganz wichtige Aufgabe der Freimaurer.

Olaf Scholz

Hamburgs Erster Bürgermeister verwies auf die enge Verknüpfung der Hamburger Stadgeschichte und Hamburger Logenbrüder. Er erinnerte an Gotthold Ephraim Lessing, den Dichter Friedrich Klopstock, den Philosophen Johann Gottlieb Fichte, den Buchhändler Johann Bode, den Theatermann Friedrich Ludwig Schröder sowie an den Zoologen Carl Hagenbeck, den Verleger Axel Springer und die Bürgermeister Amandus Augustus Abendroth, Heinrich Kellinghusen und Georg Heinrich Sieveking. “Wenn Sie nachher das Rathaus verlassen, das ebenfalls von einem Freimaurer erbaut wurde, können Sie unter den 58 Hamburger Persönlichkeiten, die an den Säulen portraitiert sind, 13 Freimaurer entdecken, unter ihnen Gabriel Risser, der erste jüdische Richter in Deutschland.”

Der Hamburger Distriktmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland bedankte sich in seiner Einführungsrede, dass man in einem solchen prächtigen Rathaus feiern darf und bezeichnete dies als einen Meilenstein, erfolgte doch die Gründung der an diesem Tag gefeierten Großloge recht unprätentiös in einer Londoner Kneipe. Er wies darauf hin, dass das von einem Freimaurer miterbaute Rathaus eines sei, bei dem der Bürger keine Stufen emporsteigen müsse und bezog sich damit auf einen der Grundsätze der Freimaurerei, sich als Menschen auf gleicher Ebene zu begegnen.

Der Gastredner Prof. Dr. Norbert Lammert leitete seinen Vortrag mit einem Satz von Kurt Tucholsky ein, “einem bekennenden Freimaurer”, so Lammert: “Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.” Er brachte diesen Satz in Verbindung mit der Rolle der frühen Freimaurer, die sich nach seinen Worten außerhalb der Zünfte befanden und damit nicht eingebettet waren in das bestehende System. Doch eben dieser dort entwickelte und gepflegte Freiheitsgedanke habe sich zu einem Anziehungspunkt entwickelt.

Der Redner betonte, wie passend der 8. Mai als Datum sei, um auch der Gründung der Freimaurerei in einer Feierstunde zu gedenken: Am 8. Mai 1945 wurden die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges eingestellt, er wird als Tag der Befreiung gefeiert, und am 8. Mai 1949 wurde das Grundgesetz beschlossen, und fügte lächelnd hinzu: “gegen die Stimmen der der KPD und der CSU”.

Prinzipien lassen sich leichter loben als leben.

Prof. Dr. Norbert Lammert

“Freimaurer”, lobte Lammert, “fühlen sich über alle Unterschiede hinweg den gleichen Zielen verbunden.” Er verschwieg aber nicht die Verirrungen in der Nazizeit, als große Teile der bürgerlichen Freimaurerei versuchten, sich mit den Nationalsozialisten zu arrangieren. Verirrungen, wie er es nannte, die aber nicht halfen und nicht schützten.

In seiner Rede beschäftigte er sich intensiv mit den Prinzipien der Freimaurerei. Wie viel Freiheit braucht ein Mensch und wie viel Freihet verträgt er, fragte er herausfordernd. Wie lasse sich der Anspruch auf Freiheit mit dem gleichzeitigen Anspruch auf Gleichheit vereinbaren? Muss man auch Intoleranz tolerieren? Überhaupt nahm Toleranz einen breiten Raum seiner Ausführungen ein. Er sprach von ihr als dem großen Bruder der Freiheit. “Wer wirklich individuelle Freiheit will, muss zur Toleranz bereit sein oder er muss auf Freiheit verzichten.” Toleranz sei mehr als die Duldung des Anderen, sondern dessen Akzeptanz.

Freiheit, Gleichheit, Chancengleichheit, Teilhabe und Gerechtigkeit waren weitere Themen, und er wies darauf hin, dass es bei allem ein Mindestmaß an Verbindlichkeiten brauche, ohne die eine Gesellschaft ihre Unterschiede nicht aushalten könne. “Je unangefochtener die Errungenschaften zu sein scheinen, umso weniger gern erinnert man sich an die Mühen, mit denen sie errungen wurden.”

Am Schluss beglückwünschte er die Freimaurer “zu diesem Jubiläum mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass in den nächsten 300 Jahren diese Prinzipien von Freiheit und Gleichheit und Brüderlichkeit und Toleranz als Voraussetzung einer humanen Gesellschaft sich unangefochtener durchsetzen als das über die letzten 300 Jahre zu beobachten war.”

Der Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, bedankte sich beim Senat für die Möglichkeit, den Festredner “in dieser glanzvollen Atmosphäre zu empfangen”. Er bedankte sich überdies bei seinen Vorrednern für die motivierenden und zielgerichteten Perspektiven, die erkennen ließen, dass die Freimaurer auf dem richtigen Weg seien.

Künftig werden wir weiter daran arbeiten, uns von den Märchen und Mythen, die uns leider noch immer nachhängen, aktiv zu lösen. Das wird uns helfen, unsere Bedeutung offensichtlicher zu machen. Wir werden über unsere in der Aufklärung und dem Humanismus verankerten Traditionen und Ziele verstärkt informieren.

Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer

Ferner bedankte sich der Großmeister für das große Engagement des Distriktes Hamburg und allen Freimaurern und Sympathisanten in und um Hamburg, die das Gelingen des Empfanges möglich gemacht haben, auch den zahlreichen Sponsoren.

Zum Schluss der Veranstaltung erinnerte er an die Caritas, die den Freimaurern neben allen anderen Zielen ebenfalls wichtig seien und überreichte einen Spendenscheck der Großloge über 10.000 € an die Friedrich Ludwig Schröder Kinderstiftung, die Kindern in alleinerziehenden bedürfigen Familien hilft, die in der Region Hamburg leben.

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Großlogentreffen 2017 in Dresden

dresden

Das diesjährige Großlogentreffen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland findet vom 24. bis 26. Mai in Dresden statt. Neben einem angenehmen Programm in einer interessanten Stadt beschäftigen sich die Freimaurer mit der Frage “Was hat die Freimaurerei uns heute zu sagen?”

Jedes Jahr treffen sich die Freimaurer der Großloge A.F.u.A.M.v.D. mit jeweils wechselndem Schwerpunkt an wechselnden Orten. In einem Jahr ist es der Großlogentag, der satzungsmäßigen Mitgliederversammlung mit Wahlen und verbindlichen Abstimmungen, im Folgejahr das Großlogentreffen, das mehr dem kommunikativen Charakter dient. Das diesjährige Großlogentreffen findet in der schönen Stadt Dresden statt, die den Besuchern am Randes des freimaurerischen Treffens viele Sehenswürdigkeiten und ein besonderes Flair bietet. Die Ausrichtung des Treffens übernimmt traditionell eine örtliche Loge, in Dresden ist es die 1863 gegründete, im Dritten Reich und der DDR verbotene und im Jahre 2014 wiederbegründete Loge „Zu den Ehernen Säulen“.

Verleihung des Kulturpreises an den Schriftsteller Uwe Tellkamp

Die Freimaurer leitet ihr Treffen mit einer rituellen Zusammenkunft, einer sogenannten “Arbeit” ein, mit der sie sich auf zwei Tage voller brüderlich-freundschaftlicher Gespräche einstimmen. Im Anschluss folgt der für die Öffentlichkeit wohl wichtigste Punkt, die Verleihung des Kulturpreises an den Schriftsteller Uwe Tellkamp. Im Großen Saal des “Dresdner Stadtmuseums” wird dem bekannten Schriftsteller (“Der Turm”, “Der Eisvogel” u.v.a.) der “Kulturpreis der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland” verliehen. Für Tellkamp ist dies sozusagen ein Heimspiel, wurde er doch in Dresden geboren und lebt seit 2009 wieder in der Stadt. Die Laudatio hält Jürgen Kaube, einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Der Kulturpreis Deutscher Freimaurer wird von der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer seit 1966 in unregelmäßigen Abständen vergeben. Der Preis dient der Anerkennung künstlerischen Schaffens, das den ethischen freimaurerischen Lebensvorstellungen entspricht, für ein Werk, das die freimaurerischen Ideen der Toleranz, der Freiheit und der Brüderlichkeit fördert, wobei kein Unterschied zwischen Freimaurern und Nicht-Freimaurern gemacht wird. Bisherige Preisträger waren Max Tau, Erich Kästner, Siegfried Lenz, Golo Mann, Peter Huchel, Winfried Dotzauer, Otto Friedrich Bollnow, Johannes Mario Simmel, Yehudi Menuhin, Lew Kopulew, Otmar Alt, Rainer Kunze, Arno Surminski, Fritz Pleitgen, Prof. Dr. Hans Küng, Gidon Kremer und Prof. Kurt Masur.

Am folgenden Tag beschäftigen die Freimaurer sich in einer internen Zusammenkunft mit Fragen der Gegenwart und Zukunft ihres Bundes unter dem Thema “Was hat die Freimaurerei uns heute zu sagen?”. Damit wird ein vor mehreren Jahren eingeleiteter Prozess fortgesetzt, die humanistische Freimaurerei in Deutschland in ihrem Bezug zu gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart zu untersuchen und Antworten auf aktuelle Fragestellungen zu finden.

Währenddessen genießen die Damen und Gäste ein angenehmes Programm in der Stadt Dresden, beispielsweise Zwinger und Semperoper, Schloss und Fürstenzug, Neumarkt und Frauenkirche, Brühlsche Terrasse und Neue Synagoge — das klassische Dresden-Programm mit den typischen Sehenswürdigkeiten. Viele werden die Gelegenheit nutzen, und auch einige andere der vielen Dresdner Sehenswürdigkeiten zu erschließen. Als gemeinsame Abendveranstaltung ist eine reizvolle mehrstündige Elbfahrt auf einem Salonschiff geplant.

Dresdens lange Tradition der Freimaurerei

Die älteste Dresdner Loge “Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute” wurde bereits 1738 gegründet und ist damit eine der ältesten Logen Deutschlands. Im Jahre 1776 folgte die Loge “Zum Goldenen Apfel” und 1863 die Loge “Zu den ehernen Säulen” — die drei genannten Logen sind Mitglieder der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. In Dresden gibt es zudem die Loge “Zum Goldenen Kreuz“, gegründet 1894 und eine Mitgliedsloge der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland. Auch in Dresden hatte die Freimaurerei im Laufe ihrer geschichte populäre Mitglieder, beispielsweise Johann Gottlieb Naumann, Christian Gottfried Körner, Karl Christian Friedrich Krause, Gottfried Semper, Johann Andreas Schubert, Friedrich Wilhelm Pfotenhauer, Max Arnhold, Hans Erlwein, Richard Seifert.  Auf gemeinsame oder einzelne Initiative der Dresdner Logen gingen wichtige Einrichtungen wie das Freimaurerinstitut, eine Wohlfahrtseinrichtung, zurück, ebenso die “Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter gebildeter Stände sowie die Schillerstiftung. Von dem Verbot durch die Nationalsozialisten hat sich, wie in ganz Deutschland, auch die Dresdner Freimaurerei noch nicht wieder erholt. Mit etwas mehr als einhundert Mitgliedern sind die heute aktiven Logen gleichwohl auf einem guten Weg.

Das Großlogentreffen in Dresden findet vom 24. bis 26. Mai statt. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender.

Die Teilnahme am Großlogentreffen steht jedem Bruder Freimaurer offen. Ein rechtzeitige Anmeldung ist notwendig; die Anmeldeunterlagen mit den genauen Terminen, Kosten und Orten liegen jeder Mitgliedsloge der Großloge A.F.u.A.M.v.D. vor. Bei Rückfragen ist die Kanzlei unter der Mailadresse kanzlei@freimaurerei.de oder der Telefonnummer 030-86422034 gern behilflich.

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Grüße und Wünsche des Großmeisters

Großmeister Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer

Die Adventszeit ist bereits an uns vorbeigeeilt und es sind nur noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel. Und immer ist die Vorweihnachtszeit durch eine Fülle abzuschließender Aufgaben gekennzeichnet, welche die Sicht auf das neue Jahr einschränken können. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, einen entspannten Ausklang des Alten und eine gehörige Portion Vorfreude auf das Neue Jahr zu wünschen. Es ist auch die Zeit, in der man innehält, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und dem kommenden Jahr vielleicht nachdenklich, vor allem aber hoffnungsfroh entgegen zu sehen.

Für das nächste Jahr haben sich die Großloge wie auch ihre 275 Tochterlogen einiges vorgenommen. Im Jahr 2017 feiert die organisierte Freimaurerei weltweit ihr 300jähriges Bestehen. Das wird auch für die deutsche Freimaurerei ein richtungsweisendes Jahr mit vielen informativen Veranstaltungen. In diesem Zusammenhang werden die Logen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland 2017 mit verschiedenen regional organisierten Veranstaltungen in die Öffentlichkeit gehen.

Anlässe wie diese sind geeignet und wichtig, um die Gesellschaft an unserem Logenleben teilhaben zu lassen, um mehr Transparenz zu schaffen. Sie sind auch ein wichtiger äußerer Ausdruck unserer freimaurerischen Zielsetzung. Um dieses unser Tun auch nach außen hin zu dokumentieren und zu kommunizieren, sind schon jetzt für 2017 zahlreiche öffentliche Veranstaltungen unterschiedlicher Ausprägung geplant. Diese Veranstaltungen sind essentiell, um besser in der Gesellschaft verstanden zu werden.

Wir werden künftig intensiv daran weiter arbeiten, uns von den schlechten Märchen und schlimmen Mythen, die uns noch immer nachhängen, aktiv zu lösen. Das wird uns erstens helfen, unsere Bedeutung offensichtlicher zu machen und zweitens unsere Attraktivität für neue Mitglieder zu stärken. Wir werden über unsere in der Aufklärung und dem Humanismus verankerten Traditionen verstärkt informieren. Und wir werden uns den Fragestellungen, die wir an uns selbst haben und an die, die die Gesellschaft an unsere humanitäre Freimaurerei hat, stellen müssen. Unser Blick soll zunehmend in die Zukunft gerichtet sein. Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei diesen Veranstaltungen des Öfteren begegnen.

Abschließend möchten die beiden Unterzeichner Ihnen/Euch für Ihr/Euer hohes Engagement und Eure hervorragende Arbeit bedanken. Allen Lesern unserer Internetseite und des Newsletters danken wir für das Interesse an unserer Bruderschaft. Ihnen/Euch allen, Euren Familien und Freunden wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und verbinden dies mit den besten Wünschen für ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2017.

Stephan Roth-Kleyer
Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

Carlos Urban
Internetbeauftragter der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

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