Zugeordneter Großmeister Br. Helmut Schlund verstorben



Wir erfüllen die traurige Pflicht, anzuzeigen, dass der Zugeordnete Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer

Br. Helmut Schlund

uns am 17. April 2014 in den Ewigen Osten vorausgegangen ist.

Am 11. November 1943 geboren, ist Br. Helmut Schlund am 19. Oktober 1984 in der Loge „Roland zu den Alten Pflichten“ zum Freimaurer aufgenommen worden. Er war Meister vom Stuhl dieser Loge von 1997 bis 1999, Distriktsmeister Bremen von 2001 bis 2005 und Zugeordneter Großmeister von 2006 bis 2014.

Helmut Schlund hat neben der beruflichen Arbeit sein nie nachlassendes Engagement der Bruderschaft gewidmet. Zahlreiche Doppel- und Ehrenmitgliedschaften erinnern an seine Verdienste um den Aufbau neuer Logen und um Wiedergründungen in den neuen Distrikten.

Alle, die das Glück hatten mit Helmut Schlund zusammenzuarbeiten, werden seine Leidenschaft für die Sache, sein manchmal kantiges, aber stets warmherziges Wesen vermissen, sowie seine unermüdliche Bereitschaft, jedem Bruder mit Rat und Tat zu helfen.

Helmut Schlund führte seinen langen Kampf gegen die Krankheit mit Unterstützung seiner Ehefrau und voller Zuversicht in der Hoffnung, unserer Bruderschaft weiter dienen zu können.

Gemeinsam mit seinen Angehörigen werden wir ihn aus der Kette der Hände entlassen. Die Kette der Herzen wird jedoch bleiben.

Axel Pohlmann,
Großmeister der Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland
Im Namen des Vorstandes, des Großlogenrates und der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kanzlei

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Großlogentag in Wuppertal

Alle zwei Jahre findet an wechselnden Orten in Deutschland die Vollversammlung aller der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer angeschlossenen Logen statt, in diesem Jahr ist es Wuppertal, ausgerichtet von der Loge „Hermann zum Lande der Berge“. Knapp 270 deutsche Logen sind aufgerufen, ihre Meister vom Stuhl zu den Abstimmungen und der Wahl eines neuen Großmeisters zu entsenden, aber auch alle nicht stimmberechtigten Mitglieder der zugehörigen Logen dürfen am Großlogentag teilnehmen.

Traditionell nutzt die gastgebende Loge die Gelegenheit, für ihre Stadt zu werben und sie den Mitgliedern zu präsentieren. Und Wuppertal ist wirklich mehr als eine Reise wert: ca. 4500 denkmalgeschützte Gebäude, das „Von-der-Heidt-Museum“ mit einer umfangreichen Sammlung bedeutender Werke des Impressionismus und Expressionismus, das „Frühindustrialisierungs-Museum“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Geburts- und Wohnhaus von Friedrich Engels, der „Skulpturenpark“ des Bildhauers Tony Cragg, das Tanztheater „Pina Bausch“, die „Hardt“ mit einem sehenswerten botanischen Garten, der Wuppertaler Zoo als einer der ältesten und schönsten zoologischen Gärten in Deutschland, die „Barmer Anlagen“, das größte private Parkgelände innerhalb einer deutschen Großstadt und nicht zuletzt die berühmte Schwebebahn. Sicher genügend Sehenswürdigkeiten, damit den zahlreichen Besuchern des Großlogentages die Zeit nicht lang wird.

Die gastgebende Loge „Hermann zum Lande der Berge“ mit heute 42 Mitgliedern wurde 1815 in Elberfeld gegründet. Unter der Diktatur der Nationalsozialisten wurde sie, wie alle Logen in Deutschland, 1935 verboten und das Vermögen enteignet. 1947 konnte die Loge in gemieteten Räumen die Arbeit wieder aufnehmen und bezog 1990 das Logenhaus in der Friedrich-Engels-Allee.

Der Großlogentag findet vom 29. bis 31. Mai in der Historischen Stadthalle statt. Die genauen Termine sind unserer Veranstaltungsübersicht zu entnehmen.

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Freimaurer rufen zu Spenden für Taifun-Opfer auf

Sturmschwalbe, so die Bedeutund des chinesischen Namens Haiyan, lässt kaum erahnen, welche brachiale Gewalt hinter diesem Taifun steckte, der Anfang November über die Philippinen hereinbrach und unvorstellbare Zerstörung und auf lange Zeit anhaltende Not und Elend mit sich brachte.

Noch vollkommen unklar ist die Zahl der Todesopfer, der Verletzten und der Obdachlosen. „Es herrscht furchtbare Verwüstung, und die Menschen suchen verzeifelt nach Essen, Wasser, Schutz, Proviant und Informationen über diejenigen, die ihnen lieb sind“, sagte der Uno Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag und rief die internationale Gemeinschaft auf, das philippinische Volk zu unterstützen: „Es braucht unsere Hilfe, es braucht sie jetzt und es braucht sie schnell.“

Die internationale Hilfe ist angelaufen. Doch fast zwölf Millionen Menschen, schätzt die UN, sind von diesem Tropensturm betroffen. Das ist eine ungeheure Dimension, die das Ausmaß der notwendigen Hilfe deutlich macht.

Auch die deutschen Freimaurer rufen in ihrer Bruderschaft und bei allen Besuchern dieser Website zu Spenden auf. Zahlungen können an das Freimaurerische Hilfswerk, die Spendenorganisation der Bruderschaft in Deutschland, geleistet werden. Traditionell erhöht das Hilfswerk, je nach Spendeneingang, die Auszahlungssumme aus den eigenen Beständen und leitet die Hilfe so weiter, dass sie gesichert den Bedürftigen zuteil wird. In vielen Fällen wird versucht, Logen vor Ort als direkte Ansprechpartner einzubinden. Wenn dies nicht möglich ist, steht das Hilfswerk mit seriösen Hilfsorganisationen in direkter Verbindung.

Spenden von Logen und Einzelpersonen — auch Nichtfreimaurern — sind auf das Spendenkonto des Freimaurerischen Hilfswerkes unter der Kontonummer 7463100 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 25120510) unter dem Stichwort “Philippinenhilfe” zu überweisen. Das Freimaurerische Hilfswerk ist eine gemeinnützige Einrichtung, Spendern können daher auf Wunsch Spendenquittungen für das Finanzamt ausgestellt werden.

Für Rückfragen steht das Freimaurerische Hilfswerk gern per E-Mail oder über die Geschäftsstelle in der Emser Straße 11, 10719 Berlin sowie telefonisch unter 030-54988040 zur Verfügung.

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Stellungnahme der Vereinigten Großlogen von Deutschland

Eine Stellungnahme des Großmeisters der Vereinigten Großlogen von Deutschland, der Dachorganisation der fünf Großlogen in Deutschland, sorgte in den vergangenen Tagen für erhebliche Verwirrung in der deutschen Freimaurerei und auch bei Interessenten: „Die deutsche Freimaurerei, vertreten durch den Senat der Vereinigten Großlogen von Deutschland und die Großmeister der Mitgliedsgroßlogen, weist Versuche aus dem Bereich der deutschen Quatuor Coronati, die zum Ziele haben, ihre Einheit und Regularität, auch die ihrer Mitglieds-Großlogen, in Frage zu stellen, entschieden zurück.“

Stein des Anstoßes waren offenbar die wissenschaftliche Arbeit der Forschungsloge Quatuor Coronati begleitende Formulierungen. Die Forschungsloge fühlt sich in der Kritik der Großen Landesloge / Freimaurerorden, die zur Stellungnahme der Vereinigten Großlogen führte, missverstanden und stellt fest, „dass es nicht die Absicht der Forschungsgesellschaft als Einrichtung der wissenschaftlichen Forschung ist, die Einheit der Vereinigten Großlogen von Deutschland und die Regularität ihrer Partnergroßlogen, für die die entsprechenden Körperschaften selbst Verantwortung tragen, infrage zu stellen.“

Gleichzeitig beharrt die Forschungsloge auf der Freiheit der Wissenschaft und führt aus, dass „die Forschungsgesellschaft jedoch als Institution der Forschung das Recht beanspruchen muss, sich im Rahmen ihrer, der kritischen Analyse verpflichteten Arbeit auch mit Organisationsformen der Freimaurerei und mit institutionellen Regeln, wie denen der freimaurerischen Regularität und den damit verbundenen Fragen zu beschäftigen.“

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Verleihung des Humanitären Preises der Freimaurer 2013 in Dortmund

Freimaurer verleihen Humanitären Preis 2013 an Verein „Gegen Vergessen — Für mehr Demokratie“

Im Rahmen einer würdigen Feierstunde überreichte Axel Pohlmann, Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Verein „Gegen Vergessen — Für mehr Demokratie e.V., vertreten durch deren Vorsitzenden Wolfgang Tiefensee (MdB). Die Laudatio hielt der Preisträger des Jahres 2009, Peter Maffay.

Über den Preisträger

Ziel des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen — Für Demokratie e.V.“ ist die Stärkung der Demokratie in Deutschland. Arbeitsschwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen, dem Unrecht des SED-Regimes, politischem Extremismus sowie die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischer Teilhabe.Die überparteile Vereinigung setzt sich für eine Gesellschaft in Vielfalt ein, in der Ausgrenzung und menschenfeindliche Einstellungen keinen Platz haben. Sie versteht sich als Plattform, auf der sich Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher und politischer Richtungen zusammenfinden, diskutieren und über gemeinsame Positionen und Forderungen verhandeln. Dabei einen die Mitglieder gemeinsame Werte und historische Erfahrungen. Wie ein gemeinsamer Marktplatz lebt „Gegen Vergessen — Für Demokratie e.V.“ von der Vielfalt und dem Engagement der Menschen, die ihn bevölkern.

Der Verein vernetzt sich mit Kooperationspartnern und lässt sich von den Erfahrungen anderer inspirieren. Er entwickelt Angebote zur historisch-politischen Bildung, ergreift politische Initiativen und bietet Einzelpersonen und Gruppen, die sich bürgerschaftlich engagieren, ein Podium.

Lokal und ehrenamtlich

Ehrenamtliche Mitglieder von „Gegen Vergessen — Für Demokratie e.V.“ realisieren über 200 Veranstaltungen und Projekte im Jahr. Das Spektrum der Veranstaltungsformen und Initiativen ist dabei groß. In vielen Orten und Regionen Deutschlands werden Vorträge, Podiumsdiskussionen, Zeitzeugengespräche, Filmvorführungen, Ausstellungen, Konzerte, Gedenkstättenfahrten oder Schülerprojekte angeboten.

Information und Beratung

Unterstützung einer engagierten Bürgergesellschaft: Die Geschäftsstelle von „Gegen Vergessen — Für Demokratie e.V.“ stellt Angebote zur Verfügung, die interessierten Bürgern Informationen und Ansprechpartner vermitteln, Multiplikatoren in der Bildungsarbeit unterstützen und Ratsuchenden zur Seite stehen.

Überzeugungsarbeit

Als Vereinigung, in der sich verdiente Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Richtungen engagieren, bietet sich „Gegen Vergessen — Für Demokratie e.V.“ als kompetenter Berater auf verschiedenen politischen Ebenen an. In vertrauensvollen Fachgesprächen mit Entscheidungsträgern bringen Mitglieder des Vorstandes ihr Wissen und die Anliegen unserer Vereinigung in die Entwicklung politischer Konzepte ein.

Internet

Sie finden den Verein im Internet unter www.gegen-vergessen.de.

In seiner Begrüßungsrede ging der Großmeister Axel Pohlmann kurz auf das Wesen der Freimaurerei ein. „Der Freimaurerei liegt die Überzeugung zu Grunde, dass der einzelne Mensch sich vom Gleichgültigen zum Guten, vom Guten zum Besseren entwickeln kann. Wir gehen davon aus, dass eine Gesellschaft umso harmonischer ist, je mehr ihre Glieder — und die Freimaurer als unerkannte Vorbilder — sich um die Möglichkeit freier Entwicklung des Einzelnen, um Gerechtigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit bemühen.“

Angesichts dieser geistigen Verwandtschaft sei es für die humanitäre Großloge naheliegend, dem Verein „Gegen Vergessen — Für Demokratie“ den humanitären Preis der deutschen Freimaurer zu überreichen. Gleichwohl mahnte der Großmeister in erfreulicher Offenheit, dass die Freimaurerei in ihrer deutschen Geschichte nicht ganz von dem unseligen Gedankengut freizusprechen sei, gegen das der Verein sich wende. Auch in den eigenen Reihen, insbesondere den „altpreußischen Großlogen“, gab es Männer, die dem damaligen Zeitgeist entsprechend „völkische Gesinnung“ und Opportunismus über die freimaurerische Redlichkeit und den Humanismus stellten. „Wir wollen uns daran erinnern — nicht, um uns von der Vergangenheit lähmen zu lassen, sondern um die Wahrheit des Lessing-Satzes zu sehen: ‚Wie sich die bürgerliche Gesellschaft befand, befand sich allerorten auch die Freimaurerei, und umgekehrt.‘ Denken wir gelegentlich daran, dass es schwer ist, in der eigenen Zeit zu erkennen, wie zeitbedingt unsere Ansichten sind.“

„Wir haben“, so der Großmeister weiter, „mit dem Verein ‚Gegen Vergessen — Für Demokratie‘ einen würdigen Preisträger gefunden. Wir teilen die Grundsätze der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, und die Mitglieder unserer beiden Assoziationen stammen aus allen sozialen Schichten, politischen und religiösen Orientierungen. Wir unterscheiden uns darin, dass unser Preisträger sich als Verein politisch und gesellschaftlich engagiert, was wir, Großloge und Logen, den einzelnen Mitgliedern überlassen. Aber die Verleihung des Preises durch die Großloge soll zeigen, wo unsere Sympathien liegen.“

Axel Pohlmann
Großmeister der Großloge A.F.u.A.M.v.D.
Birgit Jörder
Bürgermeisterin der Stadt Dortmund
Peter Maffay
TABALUGA Kinderstiftung, Preisträger 2009
Wolfgang Tiefensee
Vorsitzender Gegen Vergessen — Für Demokratie e.V.

„Demokratie und Humanität sind keine Selbstverständlichkeit“

Sie müssen tagtäglich neu mit Leben erfüllt, und ihre Werte müssen ebenso beständig gegenüber undemokratischen und totalitären Bestrebungen verteidigt werden.“, so Carina Gödecke, Präsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen in ihrem verlesenen Grußort. „Hierzu leisten der ‚Verein gegen Vergessen — Für Demokratie‘ und die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer einen bedeutenden Beitrag.“

Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, bekräftigte in ihrem Grußwort die Notwendigkeit von Zivilcourage aus eigener Anschauung. In der Region habe es starke Aktivitäten Ewiggestriger gegeben, die das Ansehen der Stadt beschädigt haben. Dem sei man auf breiter Ebene entgegen getreten und habe sich damit große Anerkennung erarbeitet. Wenn eine Gesellschaft wie in Dortmund und Umgebung aus Mitgliedern von 180 Nationen friedlich miteinander auskommen kann, sei dies ein Zeichen gelebten und weltoffenen Miteinanders.

„Ich habe erlebt, welchen Druck eine Diktatur ausüben kann“

Peter Maffay gratuliert Wolfgang Tiefensee zum Humanitären Preis 2013 der deutschen Freimaurer

Mit sehr persönlichen Worten wies der Laudator Peter Maffay, 2009 mit seiner TABALUGA-Stiftung selbst Träger des Humanitären Preises der deutschen Freimaurer, auf seine Erfahrungen mit totalitären Systemen hin: „Ich selbst wurde in Rumänien geboren, zu Zeiten der kommunistischen Diktatur. Ähnlich wie in der damaligen DDR hat auch meine Familie Unrecht erfahren, wurde schikaniert und war dem kommunistischen Regime ausgesetzt. Mein Vater war regierungskritisch, und die Folge dieser Kritik waren mehr als einmal Verhaftungen und nächtliches Abholen durch die Geheimpolizei.“

Nie wieder wollte er nach Rumänien zurück, aber dennoch engagiere er sich heute für Kinder und Jugendliche in Rumänien. „Es gibt keine Zukunft ohne Vergebung“, dieser Satz des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu habe ihn zum Umdenken bewegt.

„Es ist mir eine große Freude, die Laudatio zu halten, und ich erinnere mich gern an die Feierstunde, in der mein Team und ich die Auszeichnung in Empfang nehmen durften. Dass heute der Verein ‚Gegen Vergessen — Für Demokratie‘ geehrt wird, ist ein wichtiges Zeichen. Vor allem aber auch, weil die Veranstalter sich entschlossen haben, diese Verleihung in der Herzkammer des Ruhrgebiets durchzuführen. Hier in Dortmund, wie in vielen anderen Städten des Ruhrgebiets, leben Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen neben- und miteinander. Das ist einer der vielen wunderbaren Aspekte, die das Ruhrgebiet auszeichnet.“ Peter Maffay hob hervor, dass sich eine bunte Gesellschaft angesiedelt habe, die ihn bei jedem Besuch aus Neue fasziniere und  von deren großteils friedlichem Umgang wir lernen können.

„Dass heute der Verein ‚Gegen Vergessen — Für Demokratie‘ hier im Ruhrgebiet die Auszeichnung annehmen darf, ist daher ein weiteres Signal der Freimaurer, zivilgesellschaftliches und politisches Engagement zu fördern sowie jeder Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegen zu treten.“

Zum Schluss bedankte sich Peter Maffay für das große Engagement des Preisträgers mit seinen zahllosen ehrenamtlichen Mitgliedern und fügte hinzu: „Die Freimaurer haben sich Freiheit, Toleranz und Humanität zu ihren Grundpfeilern erkoren. Daher konnte die Großloge keinen würdigeren Preisträger finden als den Verein „Gegen Vergessen — Für Demokratie“.

Hundert Mal Eigenwohl ist kein Gemeinwohl

Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen — Für Demokratie, hält die Dankrede

In seiner Rede betonte Wolfgang Tiefensee, dass der Verein und er als deren Vorsitzender sich besonders geehrt fühlen, weil die Großloge den Preis nicht regelmäßig vergibt sondern nur dann, wenn sie einen ihren hohen Werten und Idealen entsprechenden Preisträger für würdig erachtet. Er fühle sich angesichts der bisherigen Preisträger, unter anderem Karlheinz Böhm, Kurt Masur und der Laudator Peter Maffay, dem Preis sehr verbunden.

Er beklagte eine „passive Faulheit“, den Mangel an Bereitschaft, sich der Passivität entgegen zu stellen. Er prangerte die Tendenz zum falsch verstandenen Individualismus an, „der eigentlich meint: ich setze meine Interessen durch. Hundert Mal Eigenwohl ist aber kein Gemeinwohl“.

Als Folge dieser Passivität, der emotionalen Teilnahmslosigkeit, mache seinem Verein die Tendenz der Ausgrenzung die größten Sorgen. „Die Tendenz, Randgruppen unmenschlich zu behandeln, rückt in die Mitte der Gesellschaft.“ Sein Verein wünsche sich mehr Teilhabe der Menschen an der Gesellschaft, mehr Engagement, mehr Zivilcourage.

„Diktaturen haben einen Kitt, der sie zusammenhält: die Angst. Dem setzen wir den Mut entgegen!“

Das musikalische Programm bestritten Alexander Ostrowski (Violine) und Brenno Ambrosini (Klavier) mit Werken von Ludwig van Beethoven, Arcangelo Corelli und Fritz Kreisler.

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Bildmaterial Preisverleihung an Helmut Schmidt

Nachfolgendes Bildmaterial darf gegen Belegnachweis verwendet werden. Bitte vergessen Sie nicht den Hinweis auf den
2015-01-28 14:30:02

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Humanitätspreis der deutschen Freimaurer

Geschäftsführender Vorstand des Vereines v.l.n.r.: Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Dr. Michael Parak, Wolfgang Tiefensee MdB, Cornelia Schmalz-Jacobsen, Eberhard Diepgen, Alfred Geisel

Freimaurer zeichnen den Verein „Gegen Vergessen — für Demokratie e.V.“ mit Humanitätspreis aus

Der Humanitätspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird dem Verein am 16. Oktober 2013 in der Bürgerhalle des Rathauses Dortmund übergeben. Entgegennehmen wird ihn der erste Vorsitzende und ehemalige Bundesminister Wolfgang Tiefensee. Die Laudatio hält der letzte Preisträger, Peter Maffay.

Damit zeichnen die Freimaurer das Engagement der Vereinigung aus, die Erinnerung an Unrecht in Diktaturen wach zu halten, das zivilgesellschaftliche und politische Engagement zu fördern sowie die Auseinandersetzung mit politischem Extremismus fortzusetzen.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Verein ‚Gegen Vergessen — für Demokratie e.V.‘ einen würdigen Preisträger gefunden haben“, betont Axel Pohlmann, Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. „Wir Freimaurer richten unser Leben, Denken und Handeln nach fünf Grundpfeilern aus, die zum Großteil bereits dem Zeitalter der Aufklärung entstammen: Freiheit. Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität“, erklärt der Großmeister. Diesen Grundpfeilern hätten sich auch die Mitglieder des Vereins in ihrem bedeutenden Wirken und Handeln auf politischer, gesellschaftlicher und sozialer Ebene verschrieben. Dass dieser Einsatz parteiübergreifendd und in allen Gesellschaftsschichten erfolge, sei ein besonderer Aspekt.

Der Preisträger

Der Verein „Gegen Vergessen — für Demokratie e.V.“ wurde 1993 vor dem Hintergrund rassistischer und fremdenfeindlicher Ausschreitungen gegründet. Absicht der Gründungsmitglieder war es, eine Verbindung von historischer Erinnerungsarbeit und konkretem Einsatz für die Demokratie zu schaffen. Heute ist der Verein eine überparteiliche, bundesweit tätige Vereinigung. Über 2.000 Mitglieder setzen sich in 30 regionalen Arbeitsgruppen und Sektionen dafür ein, die Erinnerungen an die nationalsozialistischen Verbrechen und das Unrecht der SED-Diktatur wach zu halten. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischer Teilhabe sowie die Auseinandersetzung mit politischem Extremismus. Vorsitzende des Vereins waren Hans-Jochen Vogel, Hans Koschnick und zuletzt der heutige Bundespräsident Joachim Gauck.

Der Humanitäre Preis

Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland verleiht seit 1969 in unregelmäßigen Abständen den mit 10.000 Euro dotierten Humanitären Preis der deutschen Freimaurer an Personen und Personenkreise, die sich in besonderer Weise um humanitäre Werte verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehörten Peter Maffey (2009), Alan Russell (1999), Walter Farmer (1997), Gyula Horn (1992), Karlheinz Böhm (1986), Eduard Zimmermann (1982), Arnold Dannenmann (1979), Helga Einsele (1976), Theodor Binder (1973), die Schüler des Dortmunder Helmholtz-Gymnasiums (1971) sowie Hermann Gmeiner (1969).

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Freimaurermuseum in Bayreuth mit neuem Konzept

Das Freimaurermuseum in Bayreuth präsentiert sich nach einem umfangreichen Umbau als sehenswertes und modernes Museum, das dem interessierten Besucher einen tiefen Einblick in Geschichte und Gegenwart der deutschen Freimaurerei gewährt.

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