Zeit der Johannisfeste und der Sommerpause

Foto: Carlos Urban

Ende Juni bis Anfang Juli ist die Zeit der Johannisfeste. Die Logen beenden ihr "Maurerjahr" und begeben sich in die zweimonatige Sommerpause. Für den Newsletter geht es weiter. Doch wir bitten die Bruderschaft um die Einsendung vieler schöner Beiträge.

Das sogenannte Maurerjahr endet und beginnt gleichermaßen für die Freimaurer traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Da es bekanntermaßen “die” Freimaurerei nicht gibt, sehen auch die Logenbrüder den Tag unterschiedlich: Die einen sehen die christliche Tradition als Hochfest der Geburt Johannes des Täufers, andere feiern zwar Johannes, aber eher als den traditionellen Schutzpatron der Freimaurerei, die meisten verbinden mit dem Datum vor allen den längsten Tag und damit den Tag des Lichts, das bei der Bruderschaft eine wichtige symbolische Bedeutung hat und wieder andere lösen sich ganz von der Tradition und nennen das Johannisfest einfach Rosenfest.

Zum Johannis- oder Rosenfest kommen die Brüder möglichst geschlossen zur rituellen Arbeit, dem Johannisfest, in ihre Loge. Diese Zusammenkünfte sind von einer besonderen Atmosphäre getragen: Die Logenarbeit ist getan, es ist sommerlich, man freut sich auf die Sommerpause, auf Urlaub in fernen Ländern oder im heimischen Garten. Während des Johannisfestes werden scheidende Amtsträger aus ihren Ämtern entlassen und die Nachfolger eingesetzt, die meisten Logen haben besuchende Brüder, der amtierende Meister vom Stuhl verteilt an jeden Bruder Rosen und im Anschluss feiert man mehr oder minder ausgelassen an einer lockeren Tafel.

Danach gehen die Maurer für zwei Monate auseinander. So lange dauert die Sommerpause, es finden keine Logenarbeitet statt. Selbst die Logensatzungen weisen darauf hin, dass in den Monaten Juli und August rechtliche Fristen “gehemmt” sind.

Vielfach besteht die Sommerpause nur in der Theorie: In manchen Logen trifft man sich gelegentlich im Logenhaus oder im privaten Rahmen. Die neuen Beamten bereiten sich auf ihre Ämter vor, gerne werden in dieser Zeit auch Renovierungsarbeiten am Logenhaus vorgenommen. Manche Logen veranstalten Arbeiten im Freien, andere laden ihre Gäste zu Sommetreffen ein.

Eines aber ist sicher: öffentlichkeitswirksame Aufgaben gibt es in der Sommerpause nicht. Das bedeutet klassisch Saure-Gurken-Zeit für die Redaktion der Internetseite und der Zeitschrift “Humanität”. Dabei werden zu den Johannisfesten oftmals die schönsten Vorträge in den Logen gehalten, die von Aufbruchstimmung getragen sind und für die man sich angesichts der besonderen Bedeutung des Festes besondere Mühe gibt. Wir werden versuchen, für unsere Leser schöne Vorträge aus den Johannisfesten zu bekommen und hier zu veröffentlichen. Die Brüder werden auf diesem Wege gebeten, ihre besten Vorträge zur Veröffentlichung an die Redaktion unter redaktion.internet@freimaurerei.de einzureichen.

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Wetzlars Freimaurer haben neuen Vorsitzenden

Dr. Walter Staaden (links) übergibt den ersten Hammer der Loge an Martin Marx

Foto: Fischer

Martin Marx ist der neu gewählte Meister vom Stuhl der Wetzlarer Freimaurerloge "Wilhelm zu den drei Helmen". Die Übernahme der Amtsgeschäfte im Rahmen der Feierlichkeiten zum Johannisfest, das zusammen mit den Brüdern aus Limburg begangen wurde, erfolgte in Form der "Hammerübergabe" durch den Vorgänger im Amt, Dr. Walter Staaden, an den neuen Vorsitzenden des humanitären Bruderbundes der Goethe- und Optikstadt.

(Wetzlar/mf) Nach einem sehr erfolgreichen Jubiläumsjahr mit vielen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen und einer Sonderausstellung unter dem Titel „250 Jahre Freimaurer in Wetzlar“ wird es der neue Vorstand in den kommenden zwei Jahren „etwas ruhiger angehen“, so Marx. Die Bruderschaft war insbesondere im vergangenen Jahr stärker gefordert, sodass es wichtig sei, dass man sich erst einmal wieder der Arbeit an sich selbst, dem “Erkenne dich selbst”, widme. „Das soll nicht heißen, dass wir nun die Hände in den Schoß legen”, so der neue Meister vom Stuhl weiter. Die öffentlichen Gästeabende und Vorträge werden auch weiterhin stattfinden. Die Brüder freuen sich über jeden, der sich für die Freimaurerei im Allgemeinen und die Wetzlarer Loge im Besonderen interessiert.

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Bald wieder mehr Newsletter

In eigener Sache: Die Newsletter der letzten Wochen waren etwas überschaubar. Das hatte seinen Grund. Aber wir geloben Besserung.

Vier Tage Großlogentag in Bamberg mit umfassender Vor- und Nachbereitung, dann zwei Wochen Dauereinsatz wegen der Datenschutz-Grundverordnung, die auch die Großloge und die 280 Logen unserer Großloge und unsere Webseiten betrifft: Das hat viel Zeit gekostet und dazu geführt, dass der Neuigkeitswert auf der Website der Großloge und somit des Newsletters etwas zu kurz gekommen ist. Ab der nächsten Woche sollte es wieder etwas vielfältiger werden.

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Drei Rosen, drei Damen und ein Saxofon

Website des Bayerischen Rundfunks mit dem Programmhinweis

Website des Bayerischen Rundfunks mit dem Programmhinweis

Am 3. November bringt der Sender BR KLASSIK eine “thematische Wort-Musiksendung” mit dem Titel “Drei Rosen, drei Damen und ein Saxofon”, die sich mit dem Zusammenhang von Freimaurerei und Musik durch verschiedene Epochen und Genres beschäftigt.

“Wie freimaurerisch sind unser deutsches Volkslied, der europäische Folk?”, fragt der Sender auf seiner Seite. “Und wie freimaurerisch ist der amerikanische Jazz? War es programmatisch, dass bereits der Erfinder des Saxofons, Adolphe Sax, einer Loge angehörte?” Es geht, natürlich, um Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart, die beiden Väter der berühmten “Zauberflöte”. Es geht auch um Joseph Haydn, Louis Spohr und Johann Nepomuk Hummel, um Johann Gottfried Herder und Robert Burns, aber auch um Louis Armstrong, Lionel Hampton, Duke Ellington, Nat King Cole, Fats Weller und Count Basie. Mit anderen Worten: das Who is Who der älteren und jüngeren Musikgeschichte, die in 55 Minuten Sendezeit behandelt werden wollen.

Mehrere Brüder der freimaurerischen Vereinigung für Kunst, Kultur und Kommunikation “Pegasus” wirkten als Komponisten, Interviewpartner, Interpreten und Textdichter mit, u.a. Dafydd Bullock, Franck Adrian Holzkamp, Erwin Hornauer und Gerd Scherm.

“Drei Rosen, drei Damen und ein Saxofon — Die Musik der Freimaurer”, eine Sendung von Ulrike Zöller. Ausstrahlung am Freitag, den 3. November 2017 ab 19:05 Uhr, Wiederholung am Samstag, den 4. November um 14:05 Uhr. Zur Website der Sendereihe.

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Heiterkeit bei Bremer Freimaurern

Der Vorsitzende Friedrich Dodo de Boer moderiert die Veranstaltung im Bremer Logenhaus.

Der Vorsitzende Friedrich Dodo de Boer moderiert die Veranstaltung im Bremer Logenhaus.

In der Bremer Loge “Zur Hansa” waren der Kabarettist Pago Balke und sein Partner Nicolai Thein am Flügel zu Gast mit Ihrem Wilhelm-Busch-Programm.

In einem unterhaltsamen Programm wurden die Gäste im Bremer Logenhaus mit Gedichten, Zeichnungen und Musik an die Geschichten des genialen Humoristen, Dichters und Zeichners Wilhelm Busch, an den Junggessellen Tobias Knopp, den Maler Klecksel, diverse Basen, Tanten, Virtuosen, feindliche Nachbarn und den Affen namens Fips erinnert. Geschichten, die aus der Kindheit vertraut sind, aber hier von Pago Balke und Nicolai Thein in ihrer unnachahmlichen Art präsentiert wurden.

Die “Gnadenlose Heiterkeit” hat bei den Gästen der Hansa im Bremer Logenhaus “Grenzenlose Begeisterung” ausgelöst.

Ein kleines Präsent für den Abend mit der

Ein kleines Präsent für den Abend mit der "Gnadenlosen Heiterkeit".

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Nienburger Freimaurer nahmen an Feier der Bundeswehr teil

Nienburger Freimaurer an ihrem Informationsstand anlässlich der 60-Jahr-Feier der Bundeswehr in Nienburg

Nienburger Freimaurer an ihrem Informationsstand anlässlich der 60-Jahr-Feier der Bundeswehr in Nienburg

(Nienburg/dh) Die Bundeswehr in Nienburg an der Weser feierte 60 Jahre Bundeswehr am Standort Nienburg. Die Freimaurer der örtlichen Loge beteiligten sich mit einem Informationsstand.

Vor 60 Jahren zogen in die neu gebaute Clausewitz-Kaserne in Langendamm, heute ein Ortsteil von Nienburg, Soldaten der Bundeswehr ein. Damals trennte der „Eiserne Vorhang“ Deutschland von Europa und die Bundesrepublik war gerade zwei Jahre zuvor Mitglied der NATO geworden. Heute sind dort u.a. 900 Soldatinnen und Soldaten des Zentrums für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZentrZMZBw), der Elektronischen Kampfführung (EloKa) und eines Sanitätsversorgungszentrums stationiert.

Für die Stadt Nienburg und ihre Bürgerinnen und Bürger war es ein Grund, mit den hier stationierten Bundeswehreinheiten zu feiern. Neben Einheiten der Bundeswehr, Reservistenkameradschaften, dem Technischen Hilfswerkes, Deutschen Roten Kreuz, Arbeiter Samariter Bund und den Johannitern waren zahlreiche Nienburger Gruppen und Vereine in der Innenstadt präsent.

Die Möglichkeit zur Teilnahme nutzte auch die Nienburger Freimaurerloge „Georg zum silbernen Einhorn“ (gegr. 1815), um sich einmal mehr in der Öffentlichkeit zu zeigen und interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Loge und die Freimaurerei zu informieren. Die Brüder hatten 4 Banner mit Informationen über die Freimaurerei aufgebaut, die zu Fragen anregen sollten. Informationen in gedruckter Form – auch über Feldlogen/Militärlogen – wurden vielfach ausgehändigt und viele Fragen beantwortet. Wer wollte, konnte seine Kontaktdaten hinterlegen und wird zu vertiefenden Gesprächen in das Logenhaus eingeladen.

Das frühherbstliche Wetter hielt die Menschen nicht ab, zahlreich in die Innenstadt zu kommen um zu schauen, was die Aussteller zu bieten haben. Ein Platzkonzert des Heeresmusikcorps rundete das Angebot ab. Die lokale Presse, das Stadtfernsehen und Radio Mittelweser haben umfangreich berichtet.

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Logenferien. Saure-Gurken-Zeit für die Redaktion.

Sommerpause (fotolia / VRD)

Sommerpause (fotolia / VRD)

Traditionell zum 24. Juni gehen die Freimaurer in ihre zweimonatige Sommerpause. Das ist schön für die Logen. Für die Redaktion weniger, denn in den zwei Monaten geschieht kaum etwas Berichtenswertes in den Logen. Den Newsletter gibt es trotzdem.

Um den 24. Juni herum feiern alle Logen das sogenannte Johannisfest. Über den Ursprung des Namens gibt es unterschiedliche Ansichten: Die einen führen ihn auf den Geburtstag Johannis des Täufers zurück, der als Schutzpatron der Maurer gilt, andere gedenken der Gründung der ersten Großloge in London vor nunmehr 300 Jahren, oder er wird als längster Tag mit dem meisten Licht und der wenigsten Dunkelheit gefeiert. Manche Logen bezeichnen das Johannisfest lieber neutral als Rosenfest und beziehen sich damit auf den Brauch, dass der Meister vom Stuhl bei der Festarbeit einen kleinen Strauß aus drei Rosen an das Revers heftet.

Mit dem Johannis- oder Rosenfest gehen die Freimaurer traditionell in ihre Logenferien, die den ganzen Juli und August dauern. In diesen Zeiten sind die meisten Logen geschlossen, manche Bruderschaften treffen sich privat oder in den Logen werden Stammtische organisiert. Gerne wird die Zeit für Aufräum- und Verschönerungsarbeiten in den Logenhäusern genutzt. Für die Brüder eine entspannende Zeit, für die Internetredaktion ist es der redaktionelle Ausnahmezustand: es gibt so gut wie keine Neuigkeiten aus den Logen.

Insofern wird auch diese Internetseite in dieser Zeit nicht unbedingt vor Neuigkeiten strotzen. Andererseits gibt diese Zeit Gelegenheit, etliche liegengebliebene und aufgeschobene, nicht zeitgebundene Aufsätze zu veröffentlichen, einige Buchrezensionen einzuschieben und vielleicht Diskussionen anzuschieben. Es soll Ihnen nicht langweilig werden. Auch in der Sommerpause wird an jedem Freitag der Newsletter erscheinen, wenn auch mit dieser Ausgabe beginnend in einer etwas anderen Form.

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