Podcast: Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland stellt sich vor

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Podcast lassen sich auch Unterwegs gut hören (Foto: fotolia/blackzheep)

Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland ist die mitgliederstärkste deutsche Großloge und der Humanität verpflichtet. Aber was ist eigentlich eine Großloge?

Freimaurerlogen sind unabhängige Vereine, die vor Ort, in ihrer Stadt, in ihrer Region wirken, dort im gesellschaftlichen und kulturellen Leben verankert sind. Alle Logen sind im jeweiligen Vereinsregister eingetragen und können von allen an der Freimaurerei interessierten Menschen problemlos gefunden und kontaktiert werden. Nichts da mit „Geheimbund“ und übertriebener Geheimniskrämerei. Viele Logen laden zu Gästeabenden ein, entscheiden selbst über die Aufnahme neuer Mitglieder und halten Kontakt zu befreundeten Logen. Wozu also eine Großloge, ein Dachverband, ein Zusammenschluss verschiedener Logen? Um von oben herab zu bestimmen, wohin die Reise geht?

Ganz und gar nicht. Großlogen sind vor allem dazu da, für weltweite Anerkennung und Verknüpfung unter den Logen – national und international – zu sorgen; eine Aufgabe, die einzelne Logen niemals alleine bewältigen können. Die weltweit erste Großloge moderner Art wurde 1717 in London gegründet. Die heutige United Grand Lodge of England (UGLE) ist die Instanz, bei der alle anderen Großlogen der ganzen Welt gemeldet sind. Wenn sie regulär nach freimaurerischen Regeln arbeiten, werden sie von der UGLE anerkannt und können in gegenseitigen Austausch treten. Üblich ist es, dass alle Logen eines Landes in einer Großloge organisiert und
damit automatisch anerkannt sind. In Deutschland gibt es – aufgrund unserer Geschichte – jedoch gleich mehrere Großlogen. Diese wiederum sind in den Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) zusammengeschlossen und werden von diesem übergeordneten Großlogen-Verband international vertreten.

Eine der Mitgliedsgroßlogen – und mit Abstand die mitgliederstärkste – ist die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. Sie betreibt in Berlin eine Kanzlei, also eine Geschäftsstelle, die sich um alle äußeren Angelegenheiten kümmert und sich als „Dienstleister“ für die einzelnen Logen versteht. Sie fördert die Logenarbeit, berät die Stuhlmeister, verwaltet eine Mitglieder-Datenbank, organisiert Seminare und Veranstaltungen, wie etwa jährlich ein Großlogentreffen bzw. einen Großlogentag, verwaltet karitative Leistungen und gibt die Zeitschrift „Humanität“ als zweimonatliche Information heraus.

Ganz entscheidend für die Arbeit der einzelnen Freimaurerlogen, die unter dem Dach der Großloge A.F.u.A.M. arbeiten und arbeiten wollen, sind die Leitgedanken, auf die sich ihre Mitglieder verständigt haben und die auf der Internetseite der Großloge an exponierter
Stelle nachzulesen sind. Sie beschreiben das Selbstverständnis der humanitären Freimaurerei, wie es weltweite freimaurerische Praxis ist.

„Die Freimaurer der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland bekennen sich zu den auf Würde, Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen ausgerichteten Traditionen ihres Bundes. Dieses Erbe zu bewahren und es angesichts der Herausforderungen der Gegenwart in Denken und Handeln neu zu bestimmen, ist wichtiger Inhalt freimaurerischer Arbeit.

Die Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland öffnet sich kontroversen Ideen und lässt Mitglieder jeder gesellschaftlichen Herkunft zu. Auf der Basis der von ihr vertretenen Überzeugungen vereint sie geistig und menschlich aufgeschlossene Männer unterschiedlicher weltanschaulicher, religiöser und politischer Überzeugungen und erfüllt so den Auftrag der ‚Alten Pflichten‘, Menschen in brüderlicher Eintracht zu verbinden, die sich sonst fremd geblieben wären. Worauf Freimaurer auch immer ihre Überzeugung zurückführen, entscheidend allein ist, wie sich ihr Bekenntnis zum Menschen im Leben bewährt.“

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