Spende an Mutter-Kind-Heim für inhaftierte Frauen

v.l. Christiane von Keutz (Schriftführerin), Ortrud Georg-Pathe, Michaela Wasemüller (Leiterin JVA), Brigitte Schmitz-Rößner (Schatzmeisterin), Rolf Keil, Erich Gebele (stellv. Vorsitzender), Dr. Bernd Schmude (Meister vom Stuhl), Klaus Hermes (Leiter Mutter-Kind-Heim), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (Großmeister)

v.l. Christiane von Keutz (Schriftführerin), Ortrud Georg-Pathe, Michaela Wasemüller (Leiterin JVA), Brigitte Schmitz-Rößner (Schatzmeisterin), Rolf Keil, Erich Gebele (stellv. Vorsitzender), Dr. Bernd Schmude (Meister vom Stuhl), Klaus Hermes (Leiter Mutter-Kind-Heim), Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer (Großmeister)

Die Freimaurerloge Lessing in Frankfurt spendete 5.000 Euro für ein Mutter-und-Kind-Heim für straffällig gewordene Frauen in der Justizvollzugsanstalt Preungesheim. Das Mutter-Kind-Heim im Frankfurter Frauengefängnis besteht bereits seit 1947 und wurde seitdem mit mehreren Auszeichnungen bedacht. Zu den Aufgaben gehört es, den Müttern etwas Normalität in den Gefängnisalltag zu bringen und sich um die Kinder zu kümmern, ihnen im Einvernehmen mit der Mutter schöne Erlebnisse in einer angenehmen Atmosphäre zu vermitteln. Nicht schulpflichtige Kinder können nach dem Hessischen Strafvollzugsgesetz gemeinsam mit der gefangenen Mutter in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht werden, wenn dies dem Kindeswohl entspricht. In der Zwischenzeit sind mehrere Bundesländer dem hessischen Beispiel gefolgt. Der Verein “Mutter-Kind-Heim Preungesheim e.V.” begleitet dieses Vorhaben und hilft bei der Finanzierung. Die Spende der Loge soll zur Einrichtung einer neuen Küche im Mutter-Kind-Heim verwendet werden. “Die Summe hilft uns sehr dabei, unsere vielfältigen Aufgaben im Sinne der Mütter und ihrer Kinder zu erfüllen”, so Ortrud Georg-Pathe, die Vorsitzende des Vereines. Bernd Schmude, der Vorsitzende der Loge, erklärte, seine Loge sei bemüht, “vor allen kleinere Vereine finanziell zu unterstützen, die keine Förderung aus größeren Spendentöpfen erhalten”.
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„Sapere aude“ – aber man muss auch handeln!

Vorn v.li.:  D.Börgers (MvSt), S.Landau (Jüd. Gem.), Dr. Preusse-Hüther (Diltheyschule),W.Nickel (Stadtverordneter), H.Klee (Landtagsabgeordneter), Staatsminister Lorz,  U.Kotthoff (Casinogesellschaft), S.Gerich (Oberbürgermeister), L. Hausberg (Distriktsmeister)

Vorn v.li.: D.Börgers (MvSt), S.Landau (Jüd. Gem.), Dr. Preusse-Hüther (Diltheyschule),W.Nickel (Stadtverordneter), H.Klee (Landtagsabgeordneter), Staatsminister Lorz, U.Kotthoff (Casinogesellschaft), S.Gerich (Oberbürgermeister), L. Hausberg (Distriktsmeister)

Viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, unter ihnen der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden Sven Gerich, der Kommandeur des Landeskommandos Hessen Brigadegeneral Eckart Klink, sowie Ehrengäste aus Landes- und Stadtparlament und Vorsitzende bzw. Dekane der evangelischen und anglikanischen Kirche, der Jüdischen und der Islamischen Gemeinde waren zum 2. Neujahrsempfang der Loge Plato, Wiesbaden, gekommen. Nach einer launigen Begrüßung durch Stuhlmeister Dieter Börgers überbrachte der Distriktsmeister Hessen-Thüringen und Altstuhlmeister der Loge, Dr. Lutz Hausberg, die Grüße der Großloge und des Großmeisters. In einem Grußwort der Stadt Wiesbaden verwies Oberbürgermeister Sven Gerich auf die jahrhundertelange Tradition der Loge, ihre Bedeutung für das kulturelle Leben der Stadt in Geschichte und Gegenwart. Wiesbaden sei eine Stadt, deren Schätze man suchen man sich erarbeiten müsse. Er dankte der Loge für ihr kulturelles und soziales Engagement. Fasziniert folgten die Zuhörer dem Festvortrag des Hessischen Kultusministers, Prof. Dr. R. Alexander Lorz. Er beleuchtete und hinterfragte die Grundbegriffe von Humanität, Brüderlichkeit geistiger Freiheit und Toleranz und sah die Wurzeln alles ethischen, also auch des freimaurerischen Denkens in der antiken Philosophie und dem Christentum. Er zog Parallelen zum Denken des Philosophen Immanuel Kant, denn, auf den Namensgeber der Loge Platon bezogen, bemerkte er: „Zur Zeit Platons gab es noch keine Freimaurerei.“ Toleranz erfordere Demut, müsse aber enden, wo Grundlagen friedlichen Zusammenlebens in einer Gesellschaft gefährdet würden. – Kants kategorischer Imperativ sei da noch immer ein guter Wegweiser. Das „Sapere aude!“ aus Kants Aufsatz über die Aufklärung, vom Minister mit „Wage zu wissen“ übersetzt, genüge aber nicht: man müsse nicht nur wissen, sondern auch tun! Ethische Überzeugungen und Werte müssten vor allem der Jugend vorgelebt werden. Eingerahmt wurden die Programmpunkte mit Werken Mozarts für Violine, Flöte, Gesang und Klavier, dargeboten von jungen Studierenden der Wiesbadener Musik- und Kunstschule.
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Duisburger Freimaurer beziehen neues Logenhaus

Logenhaus der Duisburger Loge

Logenhaus der Duisburger Loge "Zur Deutschen Burg"

Die Freimaurerloge Zur Deutschen Burg bezog am 11. Juni 2016 ein neues Logenhaus auf der Friedenstraße 100 im Duisburger Dellviertel. In fast zwei Jahren Bauzeit wurde eine heruntergekommene städtische Immobilie kernsaniert. Das Ergebnis ist ein schmuckes Logenhaus mit fast 500 m² Nutzfläche für die Loge sowie vier hochwertigen Wohnungen. 

Aus Anlass der Logenhauseröffnung wollten die Brüder der Loge ein sichtbares Zeichen setzen: Man dachte mit dem neuen Logenhaus nicht nur an sich selbst, sondern auch daran, dass nicht der Not und dem Elend in der Welt der Rücken zugekehrt wird. Bei einer Eröffnungsfeier wurde im Kreise der Logenmitglieder, deren Angehöriger und weiterer geladener Gäste, unter anderem dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, Spenden im Gesamtwert von 5.000 € an drei Einrichtungen der Stadt Duisburg übergeben. Mit zwei Spenden von jeweils 1.000 € wurden unter anderem zwei Projekte der beiden langjährig von HUMANITAS – Hilfswerk Duisburger Freimaurer e. V. unterstützten Schulen bedacht.

Mit der Unterstützung der „Prima-Klima“ Projektwoche des Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg folgt HUMANITAS in besonderer Weise dem Zweck des Vereins, der Pflege, Ausbreitung und Realisierung des Humanitätsgedankens zu folgen. „Wir geben den Verantwortlichen am FALB Mittel in die Hand, durch die junge Schüler und Schülerinnen des FALB in die Lage versetzt werden, das Ziel einer einwöchigen Projektarbeit, Verbesserung auch des sozialen Klimas, Erlernen und Einüben von Respekt des Einzelnen vor anderen Menschen, zu unterstützen, betonte Peter Heyden, der Vorsitzende von HUMANITAS, vor der Spendenscheck-Übergabe.

„Mit der Spende für das Projekt der Musik- und Kunstschule Duisburg (MKS) `Musik mit dementiell veränderten Menschen´ wird ein sehr wertvolles und förderungswürdiges Tätigkeitsfeld zur Steigerung und Erhaltung der Lebensqualität dementiell veränderter Menschen unterstützt, betonte die Leiterin der MKS, Frau Johanna Schie.

„DU bist willkommen – Duisburger helfen Neubürgern“ und „DU liest – Öffentliche Bücherschränke“, waren die zwei Projekte der Duisburger Bürgerstiftung gemeinnützige AG, die zu gleichen Teilen mit der dritten Spende des Eröffnungstages über 3.000 € bedacht wurden. Jörg Löbe, der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Bürgerstiftung, beschrieb die Kernziele des bürgerschaftlichen Engagements: 1. Bestandsaufnahme von Aktivitäten, die der Integration von Duisburger Neubürgern – darunter auch Flüchtlinge, die definitiv in Duisburg bleiben – dienen. 2. Des weiteren Unterstützung einer Patenschaftsregelung für Alt- und Neu-Duisburger, mit der niederschwellige Hilfe zur Bewältigung von Alltagsproblemen geleistet wird. 3. Die Vermittlung lebensnaher Informationen, die eine Hilfe zur Integration darstellen, sowie die Begreifbarmachung von Regeln für das Miteinander.

 „Die vom Gedanken der Humanität getragene Hilfe für Duisburger Neubürger eröffnet die Chance, mehr als nur die große Zahl von zu uns gekommenen Flüchtlingen im Auge zu haben. Darüber hinaus können wir ohne religiöse oder weltanschauliche Ideologien zu vertreten, gelebte Menschenliebe zum Motto unserer heutigen Förderung zu machen und die Arbeit von ehrenamtlich Tätigen erleichtern,“ unterstrich der HUMANITAS-Vorsitzende und lenkte die Aufmerksamkeit des Auditoriums auf die Vorstellung des zweiten Projektes der Duisburger Bürgerstiftung:

„DU liest – Öffentliche Bücherschränke“. Das Projekt ist in Duisburg wie in vielen anderen Städten etabliert und wird sehr gut von den Duisburgern angenommen. Es verdient aber eine stärkere Breitenwirkung. Der Ausbau des Projektes eröffnet HUMANITAS die Perspektive, den Übergang von der einmaligen Sonderförderung zu einem unterstützenden bzw. ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder unserer Loge werden zu lassen. Mit späteren Bücherspenden ohne direkten finanziellen Einsatz ist eine Förderung des Projektes mit nachhaltiger Wirkung möglich. Zunächst sollen mit der Spende die Fundamente für zwölf Telefonzellen finanziert werden, die in nächster Zeit in Duisburg aufgestellt mit Bücherregalen ausgestattet werden.

Oberbürgermeister Sören Link bedankte sich sehr herzlich im Namen der Stadt Duisburg bei der Loge und HUMANITAS in seinem Grußwort für die traditionelle Förderung der beiden Schulen und besonders auch dafür, dass die Loge die Eröffnung ihres neuen Hauses mit dem „guten Zweck“ verbindet. Er beendete seine Ansprache mit den Worten: „Meine Damen und Herren, nach der Beginengasse, dem Kuhlenwall, der Mülheimer Straße und der Königsberger Allee wird die Geschichte der Duisburger Freimaurer nun hier an der Friedenstraße fortgeschrieben.“

Am 25. Juni 2016 findet die freimaurerische Einweihung des neuen Tempels der Duisburger Loge durch unsere Großloge AFAM statt. Zu der haben sich bereits mehr als 100 Brüder angemeldet. „Damit ist die Kapazität unseres Tempels leider ausgeschöpft,“ betonte Thomas Bylicki, Meister vom Stuhl der Loge Zur Deutschen Burg.

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Spende an das ambulante Kinderhospiz in Frankfurt am Main

Scheckübergabe
Anlässlich der ungewöhnlichen Feier zu 70 / 85 / 105 Jahren der Loge Lessing in Frankfurt wurde für das ambulante Kinderhospiz gesammelt. Es konnten 1.000 EUR weitergereicht werden. “Das Ambulante Kinder- und Jugendhospiz begleitet und unterstützt lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Familien”, wie es auf der Internetseite der Organisation heißt. Zu den Aufgaben gehören Lebenbegleitung der gesamten Familie zuhause, Sterbebegleitung, Trauerbegleitung, Beratungsgespräche, Unterstützung der Hilfe zur Selbsthilfe. Ausgebildete ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter unterstützen die gesamte Familie ab der Diagnose, im Sterben und darüber hinaus. Mitglieder der Frankfurter Loge “Lessing” engagieren sich im Verein “Stark gegen Krebs”, der mit dem ambulanten Hospiz zusammenarbeitet. Zum einen feierten die Brüder den siebzigsten Geburtstag der Loge, die am 26. September 1945 in den Trümmern von Frankfurt gegründet wurde. Zum Zweiten gedachten sie der Logen, deren überlebende Mitglieder die Loge Lessing gegründet haben. Die 12 Gründer kamen aus zwei Logen der symbolischen Großloge von Deutschland, der Loge Spinoza, die im Januar 1933 gegründet wurde und besonders der Loge „Goethe zu den drei Säulen“ im Orient Offenbach. Die Matrikelnummer und das offizielle Gründungsdatum der Loge Lessing verweisen auf diese Loge, die am 26.09.1930, also vor 85 Jahren, in Offenbach ans Licht trat. Die Loge Goethe zu den drei Säulen gehörte bis zu ihrem Übertritt zur symbolischen Großloge und dem damit verbundenen Namenswechsel dem Freimaurerbund zur aufgehen Sonne (F.Z.A.S.) an. Sie wurde im Oktober 1910 in Offenbach gegründet und führte 20 Jahre lang den Namen „SOKRATES“. Auch dieser „Großmutter“ unserer Loge wollen die Frankfurter Brüder anlässlich ihres 105. Geburtstages gedenken.
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Großlogentag 2016 in Darmstadt

Großlogentag 2016 in Darmstadt

Großlogentag 2016 in Darmstadt

Vom 4. bis 6. Mai 2016 fand der Großlogentag der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland statt, begleitet von großartigem Wetter und ebensolcher Stimmung. Etwas über hundert stimmberechtigte Mitglieder sowie zahlreiche Brüder und Gäste fanden sich in Darmstadt ein, um ein von der ortsansässigen Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” vorbildlich organisiertes Treffen zu besuchen. Der Großlogentag findet alle zwei Jahre an unterschiedlichen Orten statt und ist die satzungsgemäße Mitgliederversammlung der Großloge, dem Verbund von derzeit 275 Logen der humanistischen Richtung in Deutschland. Ein Novum der Versammlung war, dass die zeremonielle Zusammenkunft bereits am Beginn statt wie üblich zum Schluss abgehalten wurde. So sollte der tragende verbindende Gedanke der Bruderschaft in die anstehenden Gespräche getragen werden. Und dies gelang: Die satzungsgemäßen Besprechungen am Folgetag wurden trotz schwieriger Entscheidungen von großer Harmonie und gegenseitiger Achtung getragen. Ein weiteres Novum, das das Grußwort von der Großmeisterin der Frauengroßloge in Deutschland,  Sr. Marita Gründler, gehalten wurde. Den Freimaurern wird gern vorgehalten, sie seien angesichts des reinen Männerbundes rückwärtsgewandt oder sogar frauenfeindlich. Es ist in der Öffentlichkeit oftmals schwierig zu erklären, dass dies in der Realität nicht so ist, aber die Trennung von Männern und Frauen gute Gründe hat, die nicht der Traditionspflege geschuldet sind. Darauf wies auch die Großmeisterin hin: “Dass ihr, meine Brüder, und wir Schwestern in getrennt geschlechtlichen Verbänden arbeiten, ist gut so. Daran soll auch durch diesen Besuch nicht gerüttelt werden.” Und weiter: “Es braucht in einer Gesellschaft, in der vieles nivelliert und damit auch egalisiert und verflacht wird, Räume für Frauen und Räume für Männer. Wir müssen nicht alles gemeinsam machen!” Dass sie dennoch für Zusammenarbeit warb, fand breiten Zuspruch in der Bruderschaft. Ferner wies die Großmeisterin auf die Aufgaben hin, die vor der Freimaurerei liegen. “Wir stehen 2016 deutlich spürbar an einem Entscheidungspunkt: Schon in den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob Freimaurerei ihren Zenit überschritten hat und nur noch aus Clubs besteht, in denen man bei Kerzenschein und schöner Musik Ritualen nachgeht, deren Sinn, Ursprünge und Inhalte nur noch wenige verstehen – oder ob wir Freimaurer und Freimaurerinnen spürbar etwas in unserer Zeit bewirken, so wie es auch vor weitaus mehr als 300 Jahren Ziel unserer Vorgänger und Vorgängerinnen war.” Zur nach dem Grußwort beginnenden Mitgliederversammlung bat der Großmeister, Br. Stephan Roth-Kleyer, nicht nur die Bruderschaft, sondern auch die anwesenden Gäste in die Bruderkette und erklärte “Die Kette, die Bruderkette, ist uns das Symbol für Harmonie. Sie erinnert an die weltweite Verbundenheit aller Brüder auf der Welt. Dieses Symbol ist nicht nur figurativ zu verstehen, sondern entwickelt eine tiefe Bedeutung durch seine reale Umsetzung; ‘Alle Brüder auf dem Erdenrund machen eine Loge aus’, ruft ein altes Ritualwort den Brüdern Freimaurern ins Gedächtnis. Denn der Tempel der Humanität kann nur durch die gleiche Gesinnung und gemeinschaftliche Arbeit vollendet werden.” Der Bericht des amtierenden Großmeisters Br. Stephan Roth-Kleyer wurde von Dank getragen: Der organisierenden Darmstäder Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” dankte er, den zahlreichen Ehrengästen, seinen anwesenden Amtsvorgängern für das “Großmeisterwetter”, der Großmeisterin für das Grußwort, seinen Großbeamten, den Distriktmeistern, Stuhlmeistern und den vielen Mitstreitern für die gute Sache der Freimaurerei. Immer wieder zog sich der Tenor der Dankbarschaft durch seinen Bericht. Er wies hin auf die personelle Erweiterung in der Berliner Kanzlei, lobte die Medienarbeit im Internet und der Mitgliederzeitschrift “Humanität”, wies auf die zwischenzeitlich vergriffene zweite Auflage der “Unterweisungen I” hin und darauf, dass eine dritte Überarbeitung in Vorbereitung sei: “Fehlenes wurde hinzugefügt und die Linie der Lehrart unserer Großloge wird deutlicher sichtbar.” Fertiggestellt ist ebenso ein Logenhandbuch, gearbeitet wird an einem Ritualhandbuch – alles Ergebnisse der Zusage, mehr für die Aus- und Weiterbildung in den Logen zu tun. Weiter wies der Großmeister auf bislang fünf Lichteinbringungen (Neu- oder Wiedergründung von Logen) in Schneeberg, Daaden, Dresden, Kempten und Berlin hin. Als ein “Highlight” bezeichnete Br. Stephan Roth-Kleyer die Verleihung der Gustav-Stresemann-Medaille an den Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt im Januar 2015. Angesichts der Ereignisse weltweit und des steigenden Interesse an der Freimaurerei, damit auch einer Verjüngerung der Mitgliederstruktur wird auch innerhalb des Bundes immer häufiger die Frage nach gesellschaftlicher Einmischung und Relevanz gestellt. “Wenn wir die Geschichte der Freimaurerei anschauen, war die Freimaurerei immer gesellschaftspolitisch. Denkt an die Zeit der Aufklärung, denkt an die uns bekannten Mitwirkungen von Freimaurern bei Staatsgründungen und Verfassungen.” Er wies auf das Großlogentreffen in Osnabrück hin, das eine ganze Zusammenkunft unter das aktuelle Leitthema “Informationszeitalter” stellte, an die gesellschaftspolitischen Beiträge des Großredners und des Redners der Großloge und verwies auf die Vorträge von externen Fachreferenten auf dem Großlogentag in Darmstadt zum Themenkomplex “Flüchtlinge und Integration”. Abschließend dazu äußerte der Großmeister. “Wenn wir gesellschaftliche Relevanz behalten bzw. weiter erlangen wollen, ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen – ich meine hiermit nicht parteipolitischen – Themen unerlässlich. Ohne den Bezug zu gesellschaftspolitischen Themen sind wir gesellschaftlich im Aus.” Er berichtete über das Freimaurermuseum in Bayreuth, um das es angesichts der Unterstützung durch die Großloge gut bestellt sei, warb aber auch für Mitgliedschaften im Museumsverein. “Das Museum ist unser Schaufenster der Freimaurerei, es unser Gedächtnis und eine der wichtigsten Forschungsstätten der Freimaurerei mit hoher nationaler wie internationaler Reputation. […] Mit eurer Mitgliedschaft sichert ihr die Zukunft des Deutschen Freimaurermuseums in Bayreuth.” Ebenso lobte er die Arbeit des Freimaurerischen Hilfswerkes, der karitativen Einrichtung unserer Großloge, das in Zusammenarbeit mit den Logen in vielen kleinen und großen Fällen Not lindern konnte, und das sowohl vor Ort als auch weltweit. Abschließend ging der Großmeister auf das Jahr 2017 ein, in dem sich die Gründung der modernen Freimaurerei zum 300. Male jährt. “Es wird hierzu unterschiedliche Veranstaltungen auf unterschiedlichsten Ebenen geben. Wir werden in diesem Zusammenhang uns den Fragestellungen, die wir an uns selbst haben und an die, die die Gesellschaft an unsere humanitäre Freimaurerei hat, stellen müssen. Wir müssen intensiv weiter daran arbeiten, uns von den Märchen und Mythen, die uns immer noch nachhängen, aktiv zu lösen, wenn wir uns in der Tradition von Aufklärung und Humanismus sehen. Die derzeitige gesellschaftspolitische Situation, ich nenne hier bewusst nur die Stichworte ‘Migranten und multikulturelle Herausforderung’ sollte es uns nicht schwer machen, das Besondere unserer Toleranz und unserer Art der Menschlichkeit und Brüderlichkeit zu kommunizieren und zu leben. […] Meine Brüder, wir haben sicher noch nicht alle Antworten, aber wir müssen wenigstens die richtigen Fragen stellen. Wir dürfen, und hier überzeichne ich bewusst, nicht bei unserer eigenen Administration und unserem Ritual stehen bleiben. Das sind zweifelsohne unsere Grundlagen, das ist richtig. Es gibt jedoch zahlreiche andere Tätigkeitsfelder, in die wir Zeit und Energie investieren müssen. In der sogenannten ‘Modernen Gesellschaft’ bietet die Freimaurerei jedem Einzelnen eine Vielfalt an Benefit.” Im Rahmen der nachfolgenden Mitgliederversammlung wurde nach 17 Jahren gleichbleibenden Beitrages von den Vertretern der Logen eine Erhöhung des Großlogenbeitrages beschlossen, einige interne Themen besprochen und mit dem Br. Hasso Henke ein neuer Zugeordneter Großmeister gewählt. Am Nachmittag gab es hochinteressante Fachvorträge zu den aktuellen Themen Migration und Integration, über die an anderer Stelle noch berichtet wird. Mit dem obligatorischen Schließen der Bruderkette ging der Großlogentag 2016 in großer Harmonie zuende.
Hasso Henke nach der Wahl zum Zugeordneten Großmeister 2016
Der Großmeister hat drei bis vier zugeordnete Großmeister, unterstützende Stellvertreter, für die vielfältigen Aufgaben. Nach dem Rücktritt des zugeordneten Großmeisters Jens Wolfgramm aus privaten Gründen wurde eine Nachwahl notwendig. Der bisherige Distriktmeister des Distriktes Bremen, viele Jahre Redakteur, Sprecher und Moderator bei Radio Bremen und nun im Ruhestand, wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt und nimmt ab sofort die Aufgaben im Vorstand der Großloge wahr. Hasso Henke lebt in Worpswede bei Bremen, ist Mitglied einer Loge in Bremen-Vegesack und Gründungsmitglied einer Loge in Oldenburg.
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Hilfe aus dem Odenwald für Erdbebenopfer in Nepal

Bilck in ein Tal bei Kathmandu

Bilck in ein Tal bei Kathmandu

Am 25. April 2015 begann eine katastrophale Erdbebenserie in Nepal, die weit über 8.000 Todesopfer forderte und Millionen Menschen obdachlos machte. Dieser Tage wird durch viele Medien an die Katastrophe erinnert. Kurz nach den Ereignissen haben auch viele Freimaurer zu helfen versucht, das Freimaurerische Hilfe rief auch über unsere Webseite zu Spenden für Nepal auf, einige Logen haben individuell geholfen, wie beispielsweise die Wetzlarer Loge Wilhelm zu den drei Helmen (wir berichteten). Brüder der Michaelstadter Loge “Zu den drei Sternen”unterstützen eine Helferin vor Ort und schickten den folgenden Bericht. Zurück in Nepal ist Stefanie Selic aus Olfen, um den Erdbebenopfern die versprochene Hilfe persönlich zu überbringen. Die junge Odenwälderin hatte im letzten Jahr auf ihrer Trekking-Tour zum Mount Everest Basislager am 25. April und 12. Mai die beiden katastrophalen Erdbebengeschehen erlebt. Einige Dörfer wurden komplett zerstört, weshalb die Menschen noch heute in Zelten leben müssen. Aus der unmittelbaren Begegnung mit der Not und Verzweiflung der Menschen im Himalayastaat Nepal sind Kontakte zu Familien entstanden, die Haus und Hab und Gut verloren haben. Daher entschloss sich Stefanie Selic, persönliche Hilfe zu leisten. Nun ist sie wieder in Nepal und bereitet ihre Expedition in die weit entlegenen Bergdörfer vor. Im Gepäck hat sie 3.000 €, die sie sowohl bei Vorträgen und durch den Verkauf selbstgebastelter Geschenkartikeln auf Märkten als auch von Spendern eingenommen hatte. Durch die Verbindungen mit dem Nepal-Verein in Frankfurt fand sie in Kathmandu sogleich Aufnahme beim nepalesischen Partnerverein Ganesh New Life Center. Eine besonders hilfreiche Stütze bei der Hilfsaktion ist die Nepalesin Savithri, die als Sprachkundige die erforderlichen Erkundigungen einholt und Kontakte knüpft. Auf diese Weise ergaben sich Kenntnisse über die Situation der Familie Urmila Karki und ihre Nachbarn in dem 12 Stunden entfernte Bergdorf Sanba Danda im Distrikt Ramechhap, in das die Hilfen mit einem Jeep über unwegsame Strecken transportiert werden. Seit den Erdbeben ist dort noch keine einzige Hilfsorganisation tätig gewesen. Den Menschen fehlen Medikamente und vielfach das Allernotwendigste. Inzwischen ist auch Schwester Julia in Kathmandu gelandet und wird die Hilfsaktion begleiten. In den Bergdörfern warten 85 Familien, an die jeweils ein Nahrungsmittel-Paket im Wert von 20 Euro für einen Monat verteilt wird mit einer Monatsration an Reis, Linsen, Öl, Salz, Gewürzen, Zucker, Tee und Seife für Körperpflege und Wäsche. Die Kosten werden mit rund 2.500 nepalesischen Rupien pro Familie angesetzt, was umgerechnet rund 20 Euro entspricht. Die Menschen leben noch immer in Zelten. Aufgrund der hohen Kosten ist an den Wiederaufbau der Häuser gegenwärtig nicht zu denken. Es gehe ihnen vielmehr um die Sicherung des Überlebens, teilten die Bewohner am Telefon mit. Vielmehr hätten die Menschen gewünscht, die beim Erdbeben zerstörte Schule so weit wie möglich wieder aufzubauen, damit die Kinder weiter zur Schule gehen können. Daher sei es wünschenswert, nach Möglichkeit die Schulkinder mit einem warmen Pullover, einem Schulheft und Bleistiften auszustatten. Es handelt sich um eine Grundschule mit 300 Kindern, die teilweise auf langen Fußmärschen aus den umliegenden Dörfern kommen. Nach der Prioritätenliste die Schüler mit einem warmen Pullover, Stiften und einem Schreibheft ausgestattet. Wenn noch Geld übrig ist soll weiteres Schulmaterial beschafft werden. Der Direktor der Schule sowie der Vertreter des Village Development Committee wird am Tag der Verteilung anwesend sein und die Helfer unterstützen, schreibt die Odenwälderin in ihrer E-Mail-Nachricht. Es werde eine Liste geben, auf der alle Familien verzeichnet sind, um eine faire Verteilung zu gewährleisten. Stefanie Selic denkt bereits weiter und will die Menschen in den zerstörten Dörfern Nepals nicht nur einmalig unterstützen. Vielmehr will sie versuchen, nach ihrer Rückkehr aus Nepal „am Ball“ zu bleiben, um am Wiederaufbau der Schule und der Versorgung mit Nahrungsmitteln mitzuwirken bis sich die Situation in der Region wieder normalisiert, sei es durch Unterstützung durch die Regierung oder das Wirken einer Hilfsorganisation vor Ort.
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Benefizkonzert zur Förderung der Schülerbetreuung in Frankfurt

Benefizkonzert Trio Enescu
Es ist kaum zu glauben, dass allein In Frankfurt täglich 20.000 Kinder ohne Frühstück in die Schule gehen. Und auch die Hausaufgabenbetreuung befindet sich in einem bedauernswerten Zustand. Die Frankfurter Loge will zusammen mit dem Verein “Die Arche” diesen Missstand lindern. Ein Benfizkonzert soll Spendengelder bringen. Der Verein “Die Arche” bietet Schülern ein warmes Mittagessen, Hilfe bei den Hausaufgaben, Lernförderung, Freizeitangebote und Frühbetreuung. Die Kooperation mit den Lehrern vor Ort hat einen positiven Einfluss auf das Lernverhalten und die Entwicklung der Kinder. Zu den Zielen gehören das Vermitteln von Selbstwertgefühl, das Wecken von Potentialen der Kinder, soziale Kompetenzen, Selbstverantwortung, Integration u.a., alles in allem soll die Chancengleichheit verbessert werden. Das Benefizkonzert im Logenhaus, so hofft die veranstaltende Loge “Zur Einigkeit in Frankfurt” mit ihrer Stiftung “Wohltätigkeitsanstalt Zur Einigkeit”, soll den Verein bei seinen Aufgaben mit notwendigen Mitteln unterstützen und ausstatten.
Das “Trio Enescu”, bestehend aus Gabriele Gylthe-Hein (Klavier), Edvardas Armonas (Violoncello) und Alina Armonas-Tambrea (Violine) spielt Werke von Edvard Grieg (Andante con moto, c-moll), Fanny Mendelssohn-Hensel (Klaviertrio op. 11) und Anton Arensky (Klaviertrio d-moll, op. 32). Das Trio Enescu wurde von den drei Musikern Alina Armonas-Tambrea (Violine), Edvardas Armonas (Violoncello) und Gabriele Gylyte-Hein (Klavier) in dem Jahr gegründet, in dem sich das Geburtsjahr des legendären Violinisten und Komponisten George Enescu zum 130. Mal jährte. Vom ersten Auftritt an fand das Ensemble höchstes Lob bei Publikum und Presse. Mit ihrem sensiblen Zusammenspiel und einem tief verwurzelten musikalischen Verständnis entwickelten sie eine starke gemeinsame Ausdruckskraft, mit der sie ihrem Publikum die Musik unterschiedlicher Stilepochen nahe bringen. Das Benefizkonzert findet am 20. April 2016 um 20 Uhr im Haus der Freimaurerloge Zur Einigkeit in der Kaiserstraße 37, Frankfurt / Main statt. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintrittspreis beträgt 20 Euro.
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