Düsseldorfer Nacht der Museen großer Erfolg

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Düsseldorf bei Nacht (Foto: alexgres, fotolia)

Düsseldorf bei Nacht (Foto: alexgres, fotolia)

Seit 17 Jahren gibt es die “Nacht der Museen” in Düsseldorf. Zu ungewöhnlicher Zeit öffnen Museen, Kirchen, Kunst- und Kulturstätten für einen attraktiven Preis ihre Türen. Zum ersten Mal nahmen auch die Düsseldorfer Logen teil, mit großem Erfolg.

Viele Mitglieder der neun Düsseldorfer Logen waren am Samstag präsent, als das Logenhaus zur Düsseldorfer Nacht der Museen geöffnet wurde. Rund 20 Freimaurerinnen und Freimaurer besetzten pro Stunde die drei verschiedenen Stationen und leiteten die Führungen durch das Haus. Hauptprogrammpunkte waren eine Einführung mit Musik im Mozartsaal, eine Besichtigung und Erläuterung der freimaurerischen Werkstätte, auch Tempel genannt, sowie ein freimaurerisches Wechselgespräch im Heinesaal. Daneben gab es Schautafeln und Exponate. Trotz guter Vorplanung konnten Wartezeiten für die Besucher nicht vollständig vermieden werden. “Mit einem solch großen Interesse haben wir nicht gerechnet” sagte Ronaldo Brüning, Freimaurer und Organisator des Abends, “über den gesamten Abend hatten wir ein volles Haus.” Brüning zeigt sich beeindruckt von den Fragen der Gäste. “Mit großer Offenheit und echtem Interesse wurde gefragt und diskutiert, so, wie wir es auch bei den regelmäßig stattfindenden öffentlichen Abenden in kleinerem Kreis erleben.”

Vor allem der Blick in die freimaurerische Werkstätte regte zu Fragen an: Was ist das für ein Stab? Ein Zeremonienstab. Warum ist der Raum so aufgebaut? Eine Tradition, die sich aus den mittelalterlichen Bauhütten der Kathedralenbauer ableitet und sich danach natürlich weiterentwickelt hat. Warum gibt es bei den Freimaurern Lehrlinge, Gesellen und Meister? Weil wir die Freimaurerei als Handwerk verstehen, das langsam und sorgfältig erlernt werden will. Der Lehrling beobachtet und fragt, der Geselle kann schon was und der Meister sorgt für die Weitergabe und trägt Verantwortung für die Loge.

“Das ist ja alles gar nicht so geheim!” Über diesen Satz eines Besuchers freut sich Antje Hansen, Freimaurerin und Pressekoordinatorin. “Wir leben im Jahr 2017, Freimaurer und Freimaurerinnen stehen mit beiden Beinen im Leben und bemühen sich um eine aktive Lebensgestaltung für mehr Toleranz, Humanität und Brüderlichkeit.” Dass die Freimaurer ihr Haus geöffnet hätten zeige, dass die Freimaurer selbst den Mythos des Geheimnisses nicht beförderten. “Nicht vermittelbar ist jedoch das individuelle Erleben eines jeden Freimaurers. Wenn Sie so wollen, bleibt das ein Geheimnis.”

Von Januar bis Juni 2017 haben die Düsseldorfer Logen gemeinsam über 20 öffentliche Veranstaltungen geplant. Nach einem Neujahrsempfang in der Tonhalle folgen Lesungen, Konzerte und Vorträge bis zur Jahresmitte. Wer am Samstag keine Gelegenheit zu einem Besuch hatte, kann alle weiteren geplanten Events mit aktuellen Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu den einzelnen Logen auf einer Veranstaltungs-Webseite einsehen.