Ein Fez voller Watt

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Am 30. Juli 2016 fand im Elbschlick vor Brunsbüttel die 12. “Wattolümpiade” statt, ein schmutziges Spektakel für einen guten Zweck. Erstmals war unter den rund 400 “Wattlethen” auch eine Gruppe von Freimaurern.

Vorweg: für einen der vorderen Plätze hat es nicht gereicht. Aber die “Shriners” mit ihren roten Fez haben, wie alle anderen Mannschaften auch, sehr zum Amüsement der mehreren tausend Besucher beigetragen und damit zum Erfolg der Veranstaltung. Wie hoch der Erlös der Charity-Veranstalung in diesem Jahr sein wird, ist noch nicht bekannt. Im letzten Jahr waren es 40.000 € und seit Bestehen dieser Veranstaltung fast 300.000 € für die Behandlung von Krebs und die Begleitung an Krebs Erkrankter.

Die Mannschaft der Freimaurer bestand aus “Shriners”, die man – ganz salopp formuliert – als “Spaßguerilla der Freimaurer” bezeichnen könnte. In den USA gibt es diese Gruppierung bereits seit langer Zeit, sie betreiben durch ihre Spenden namhafte Kinderkliniken, in denen Kinder bei Bedarf kostenlos behandelt werden. In Deutschland sind Shriners ein neues Phänomen, die Kameradschaft mit Spaß und karitativem Engagement verbinden wollen. Mitglied kann jeder Freimaurer werden, der den Meistergrad besitzt.

Sie hatten ihren großen Auftritt bei der Wattolümpiade in Brunsbüttel und setzten damit ein sensibles, aber sehr wichtiges Zeichen. Der Schulterschluss mit der bereits bestehenden Organisation “STARK gegen KREBS e.V.”, deren Vorsitzender Bernd Schmude einen Scheck über 5000 € für die 8. Krebs-Informationstage an die Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft überreichte, unterstrich diese Effektivität.

Weniger erfolgreich waren sie dagegen bei ihrem “schmutzigen Sport für eine saubere Sache” im Watt der Elbmündung. Der watterfahrene Torwart Jens Rusch ließ drei Bälle ins schmutzige Netz und landete anschließend angeschlagen im Krankenhaus.