Erfolgreiches Benefizkonzert in Brunsbüttel

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Helferteam des Benifizkonzerts

Helferteam des Benifizkonzerts “Moin refugees” in Brunsbüttel. Foto: Sönke Dwenger

Am. 24. Oktober traten Künstler von internationalem Rang, lokale Urgesteine und talentierte Newcomer beim Benefizkonzert “Moin Refugees” in Brunsbüttel auf. Dabei kam nicht nur ein ansehnlicher Spendenbetrag zusammen, sondern es wurde ein Zeichen gesetzt für Völkerverständigung und dafür, was gemeinsam in kurzer Zeit erreicht werden kann.

SAT 1-Moderator Harry Schulz brachte es auf den Punkt: “Es ist einfach, sich in Kneipen zu setzen und zu jammern. Man kann es aber auch machen, wie wir: Etwas tun und zusammen feiern”. Das dachten mit ihm an die 600 zahlenden Gäste, die Sponsoren und Mitwirkende wie der Hamburger Musiker “Lotto King Karl”, die britische Rockband “Lake”, der Sänger Norman Keil, die Hamburger Blueslegende Abi Wallenstein, Jack Broadbent, der Husumer Rapper Beliaz und die Bands AlmostNew und Pay Pandora. Sie und das Unterstützerteam hatten ganze Arbeit geleistet.

“Ich bin beeindruckt von solchen Aktivitäten”, sagt dann auch Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Die Eintrittsgelder sollen vorwiegend für Sprachkurse verwendet werden, “denn nur über die Sprache können wir die Fähigkeiten und Kompetenzen der Flüchtlinge nutzen”, so Mohrdieck weiter. “Unsere Aufgabe muss es sein, die Flüchtlinge zu integrieren und sie zu unseren Mitmenschen zu machen”.

Unter den Gästen ist auch Firas. Er war Anwalt in Syrien. Er flüchtete über die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Kosovo, Serbien, Ungarn und Österreich. “Syrien ist ein schönes Land”, sagt er. “Aber jetzt sind die Städte kaputt wie Hamburg und Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg.” Er freut sich auf die Sprachkurse, denn ohne Sprache wird er beruflich nicht Fuß fassen können. Und bedankt sich überschwenglich für das “Welcome in Deutschland”.

Über den Erlös konnten die Veranstalter noch keine abschließende Auskunft geben. Es fehlen noch Abrechnungen mit Gema und Behörden. Aber man hofft, dass es an die 20.000 € werden, die für regionale Integrationsprojekte gespendet werden können.