Erlanger Loge vergibt Preis für Humanitäres Engagement

Preisverleihung ohne die terminlich verhinderte Preisträgering Monika Petersen: Dr. Michael Schöttler, Dr. Elisabeth Preuß und MvSt Prof. Christian Hamsea (von links)

Preisverleihung ohne die terminlich verhinderte Preisträgering Monika Petersen: Dr. Michael Schöttler, Dr. Elisabeth Preuß und MvSt Prof. Christian Hamsea (von links)

Bereits zum siebzehnten Mal hat die Erlanger Freimaurerloge „Libanon zu den drei Cedern“ anlässlich ihres 259. Stiftungsfestes ihren „Preis für Humanitäres Engagement“ verliehen. Er ging in diesem Jahr an Monika Petersen für ihr langjähriges Engagement im Vorstand des Vereins „Ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung EFIE e.V.“

In seiner Begrüßungsansprache ging Meister vom Stuhl Prof. Christian Hamsea auf die Unterstützung und Betreuung Asylsuchender und Flüchtlinge mit dem Ziel, „Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, willkommen zu heißen und ihnen zu helfen, im Alltag zurecht zu kommen.“ Alt-Stuhlmeister Wilhelm Glökler erläuterte den etwa 50 Gästen die nahezu 300-jährige Geschichte, Geist und Wesen der Freimaurer. In EFIE e.V. sehe er die „drei Säulen der Freimaurerei, Toleranz, Brüderlichkeit und Menschenliebe“ beispielhaft verkörpert.

In ihrer engagierten Laudatio hob Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß hervor, wie wichtig eine Anerkennung für ehrenamtliches Wirken sei: „Das sind Menschen, die anpacken, ohne nach Bezahlung zu fragen, und sie tragen dazu bei, dass aus unserem Sozialstaat […] ein Staat wird, in dem auch Menschen, die zu uns geflüchtet sind, oder solche, die zwar ein Dach über dem Kopf haben, aber sozial entwurzelt sind, im Alltag Ansprache, Hilfe, Wertschätzung und – unbezahlbar – ein Lächeln bekommen.“ Aus aktuellem Anlass ging sie auch auf „das massive Auftreten rechter Parolen, von Hetze und Intoleranz“ ein und bezeichnete das Problem im Umgang mit Flüchtlingen als „qualitatives“ nicht „quantitatives“. „Wir hätten ein noch viel größeres Problem, wenn wir in Erlangen nicht den Verein EFIE e.V. hätten, Menschen, die tun, was zu tun ist, die Lücken füllen, die vom Gesetz offen gelassen werden, die Trost und Zuwendung spenden, wo das Gesetz nur Regelsätze vorsieht, die Missstände aufspüren und melden, die in jedem Flüchtling niemals den Fall, sondern immer den Menschen sehen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung durch Banduraspiel und Gesang der ukrainischen Künstlerin Yaroslava Kurochtina. Sie trug Werke von Sergiy Baschan, Platon Mauboroda und Modest Mussorgski vor. Dr. Michael Schöttler, der den Preis stellvertretend für die terminlich verhinderte Preisträgerin Monika Peters entgegennahm, wies in seinen kurzen Dankesworten darauf hin, dass Yaroslava Kurochtina selbst derzeit auf ihre Asylanerkennung warte.

Der „Preis für Humanitäres Engagement“ ist regulär dotiert mit 2500 €, wurde in diesem Jahr aber durch einen in der Schweiz lebenden Bruder der Loge um weitere 1000 € aufgestockt.

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