Frankfurter spendet fast 12.000 Euro für Kinderhospiz

Angela Möschter, Katrin Winter und Rolf Keil

Angela Möschter, Katrin Winter und Rolf Keil

Es ist bereits das dritte Mal, dass Autor Rolf Keil den Erlös aus seinem Buchverkauf dem Frankfurter Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) spendet. Rolf Keil hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schriften des Frankfurter Kinderarztes Emil Selter (1901-1976), Gründer der Frankfurter Lessing Loge, im Eigenverlag zu publizieren.

Selter hatte sich um die Wiedergründung der Freimaurerei in Deutschland sehr bemüht und viel Einsatz für die Loge Lessing, die 1945 von ihm gegründet wurde, gezeigt. Seine zahlreichen Aufzeichnungen, Artikel und Vorträge werden nun von Rolf Keil aufgearbeitet. 2015 erschien „Emil Selter. Von der Freiheit eines Freien Maurers“, das den Brüdern der Logen in Deutschland zum Verkauf angeboten wird. In diesem Jahr konnte Rolf Keil Angela Möschter, Öffentlichkeitsarbeit, und Katrin Winter, Koordinatorin vom AKHD in Frankfurt, stolze 4300 € überreichen. Über diese großherzige Spende freuten sich die Mitarbeiterinnen des AKHD sehr. Insgesamt hat Rolf Keil, Altstuhlmeister der Loge, in den vergangenen Jahren 11880 € gespendet. „Ich bin seit dem 1. Dezember Teil des Teams und freue mich, so engagierte Menschen wie Rolf Keil kennenzulernen“, betont Angela Möschter. „Die Verwendung des Erlöses hätte Emil Selter bestimmt gut geheißen“, erläutert Rolf Keil, „denn Emil Selter verlor auf tragische Weise seinen nur 8jährigen einzigen Sohn“.

Ziel des ambulanten Kinderhospizdienstes ist es, die Lebensqualität der betroffenen Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Die qualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen begleiten die gesamte Familie ab der Diagnose, im Sterben und über den Tod hinaus. Sie orientieren sich dabei an den Bedürfnissen der Familien, für die das Angebot kostenfrei ist. Die Kernaufgabe liegt in der alltagspraktischen Unterstützung und Entlastung, der Förderung der Selbsthilfe sowie der Schaffung von Gesprächsangeboten.

Im Frankfurter Dienst, der 2006 eröffnet wurde, werden 28 Familien begleitet. Es sind 45 ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen in der Begleitung, der Öffentlichkeitsarbeit und im Büro im Einsatz. Die betroffenen Familien wohnen in Frankfurt, im Rhein-Main-Gebiet.

Der Dienst finanziert sich überwiegend durch Spenden. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Frankfurt/Rhein-Main ist einer von über 20 Diensten des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. mit Sitz in Olpe (NRW).

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