Freimaurerei – ein Geheimnis oder Lebenskunst?

Hat sich die Freimauerei – immer wieder als geheimnisvolle ja Geheimgesellschaft bezeichnet und von Dan Brown mystifiziert –mit ihren Idealen in unserer heutigen Spaß- und Beliebigkeitsgesellschaft überlebt? Zu dieser Frage referierte in Freiburg der Distriktmeister des Distriktes Baden-Württemberg, Br. Till Neumann. Die Veranstaltung wurde moderiert vom Meister vom Stuhl der Loge "Aquarius".

Die Freimaurerei ist gegründet auf den Werten der Aufklärung von Humanität, Toleranz, Menschenliebe und Brüderlichkeit. Welche Bedeutung haben diese Werte in einer Welt, einer Gesellschaft, die ihre sittlichen Grundlagen, ihre Werteordnung verloren hat, die einem Egoismus und einer Gleichgültigkeit huldigt? Einer Gesellschaft, die einerseits auf Spaß und andererseits auf Erfolg - oft auf Kosten anderer – gegründet ist?

Der Referent versucht aufzuzeigen, dass Freimaurerei ein Weg ist zur Selbst- und Sinnfindung mit der Forderung nach Selbsterkenntnis, Menschenliebe und Rückbesinnung auf eine Werteordnung, die der Einzelne in Bezug zur Transzendenz finden kann. Menschen unterschiedlichster Meinungen, Überzeugungen und Lebenshaltungen, die sich sonst im Leben nicht begegnet wären, finden hier zusammen im Dialog. Meinungsverschiedenheit ist dabei nichts Trennendes sondern verbindendes. Brüderlichkeit ist nicht nur eine Form der Mitmenschlichkeit, sondern beinhaltet auch die Verantwortung für unsere Umwelt. Freimaurerei ist eine Lebenskunst gegründet auf dem Bemühen um Selbsterkenntnis und Verantwortung für die Gemeinschaft und so aktuell für unsere heutige Gesellschaft wie es die Freimaurerei auch vor 300 Jahren war.

Dem Vortrag wohnten mehr als vierzig Gäste bei, etliche Herren waren offenbar von Vortrag und Diskussion so überzeugt, dass sie im Anschluss um Einladungen zu den regelmäßigen Gästeabenden baten.

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