Humanitärer Preis an Mittelschule Moosach

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MUTIG - MENSCHLICH - MITEINANDER. Unter diesem Leitsatz gestaltet der Preisträger 2018 des Humanitären Preises der Südbayerischen Freimaurer die Mittelschule München Moosach ihre tägliche Erziehungsaufgabe.

(München/vf) Die Preisverleihung fand im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Samstag, dem 10. November 2018 in der Aussenstelle des Polizeipräsidium München statt. Die Laudatio hielt Br∴Peter Litturi von der Loge Franz von Gumer im Orient Bozen, Referent a.D. für die Aus- und Fortbildung der Lehrer der Berufsbildung im Lande Südtirol/Italien.

Die Mittelschule München Moosach bemüht sich seit Jahren erfolgreich, die ihr anvertrauten Jugendlichen zur Eigenverantwortung zu erziehen. Dazu hat sie in Zusammenarbeit mit den Schülern zahlreiche Verhaltenspostulate aufgestellt, auf deren Einhaltung grosser Wert gelegt wird. Vielfältige Arbeitsgemeinschaften, die von aktiven und pensionierten Lehrkräften wie auch Handwerkern unterstützt werden, vermitteln den Jugendlichen, bisweilen auch gegen häusliche Widerstände, die Erkenntnis und Fähigkeit, nach Abschluss der Schulzeit in eine weiterführende (Berufs-) Ausbildung zu gehen, die ihnen ermöglichen soll, selbständig und verantwortungsbewusst ihr Leben zu gestalten und sich ihren Lebensunterhalt zu erarbeiten.

Ziel der Veranstaltung ist es, deutlich heraus zu stellen, dass auch Haupt- und Mittelschüler ihren verantwortungsvollen Platz in der Gesellschaft haben und die Schulbildung durch ein hohes, von Verantwortungsbewusstsein getragenes Engagement der Ausbilder einen wertvollen Betrag zu unserem sozialen Miteinander beiträgt.

Der Preis wurde in Form einer Geldspende in Höhe von 15.000 € übergeben. Diese Summe stammt von den Freimaurern und Freimaurerinnen der südbayerischen Logen und Ateliers und der Bruderhilfe e.V. München.

Dazu sagte Joachim Oberhoff, Altstuhlmeister einer Münchner Loge und Organisator der Veranstaltung, in seiner Rede:  

„Bei der Suche nach einem neuen Preisträger wurden wir durch einen Zeitungsartikel auf die Schule aufmerksam. Da stellte sich eine Schule vor mit ihren diversen Schauplätzen. Beim Nachfassen zur besseren Beurteilung aber kamen immer mehr umgesetzte Gedanken zu Tage, die uns Freimaurer und unsere Ziele berührten. Wir fanden eine Schule, die in die Zukunft denkt, in die Zukunft der ihr anvertrauten Jugendlichen, für die es gilt, einen Weg aufzuzeigen, wie sie ihr Leben gestalten können. Das Ziel zu vermitteln, dass nicht Hartz IV in der zweiten oder dritten Generation zufriedenstellt, sondern eigener Hände Arbeit mit einem erarbeiteten Einkommen und damit einer Grundlage zu einem selbstbestimmten Leben. Dafür praktische Hinweise in Ausbildungs- und Anleitungsform angeleitet durch engagierte Lehrer und praktische Helfer. Dazu einen Codex zum Verhalten in einer Gemeinschaft, erarbeitet und nicht nur vorgegeben, um verantwortungsbewusste Menschen als Ausbildungsziel zu gewinnen.

Und seltsamerweise, auch die Schüler machen mit, nehmen das Angebot ihrer Lehrkräfte auf und merken, dass sie damit einen für sie selbst erfolgversprechenden Weg einschlagen. Und deshalb freut es uns Freimaurer besonders – wie ich es schon eingangs betonte – dass wir heute hier nicht nur die ältere Generation im Saal haben, sondern auch eine stattliche Anzahl dieser jungen Menschen, die uns so wichtig sind

Die Investition in die Zukunft ist für mich das wichtige Argument, in dem wir Freimaurer uns mit der Arbeit der Schule gemein wissen. An der Schule sind nicht die heute so verbreiteten „Gutmenschen“ tätig, die für alle stets verbal das Beste wollen, nur sollte es sie – wenigstens in der Mehrheit – nichts kosten und die eigene Sphäre nicht beeinträchtigen. Hier wird still, aber mit grossem Aufwand gearbeitet, unbürokratisch und ohne grossen finanziellen Rückhalt zugepackt.

 Die Vision dieses aufrechten Tuns, dem Gemeinwohl Dienenden, ohne soziale, religiöse oder gar politische Wertungen, steckt im freimaurerischen Symbol des rechten Winkels, dem Zeichen der Gradlinigkeit, einer Ebene, auf der wir uns offenen Auges begegnen.

 Ein Ideal. Vielleicht, aber offenbar nicht nur, denn sonst stünden wir heute nicht hier mit diesem Preisträger.“