Karlsruher Logen feiern 300 Jahre Freimaurerei

Von links:  OB-Vertreter Parsa Marvi, M.v.St. Evangelos Aneziris (

Von links: OB-Vertreter Parsa Marvi, M.v.St. Evangelos Aneziris (“LzT”) u. M.v.St. Wolfhart Thiel (“FuF”) mit dem Gastgeschenk der Stadt an die Logen (Foto: R. Weller

(Karlsruhe/dm) Die Karlsruher Logen “Leopold zur Treue” und “Friede und Freiheit” (Großloge A.F.u.A.M.v.D.) gingen gemeinsam mit der Loge “Zur Pyramide” (G.L.L.v.D.) an die Öffentlichkeit. Sie luden mit großem Programm zum Festakt am 24. Juni, genau zum Jubiläumstag, ins Karlsruher Schloss. Sie feierten zusammen nicht zuletzt mit vielen geladenen Gästen, Vertretern und Repräsentanten der Gesellschaft aus der Region Karlsruhe und darüber hinaus.

Im Mittelpunkt stand das Angebot zur ausführlichen, objektiven Information und zum Dialog. Am Vorabend trafen sich die Brüder im Karlsruher Logenhaus zu einer gemeinsamen rituellen Arbeit unter Mitwirkung der Vorsitzenden und Beamten der drei beteiligten Logen. Zahlreiche Brüder aus Nah und Fern standen im voll besetzten Tempel in der Kette. Unter ihnen der Zugeordnete Großmeister Arnim Schneider, Großredner Wolfgang Kreis, Distriktmeister Baden-Württemberg Till Neumann und der Zugeordnete Distriktmeister Baden-Württemberg Ralph Meixner.

Der Festakt am Samstagabend im schmucken Gartensaal des Schlosses fand große Resonanz. Die drei Vorsitzenden führten durch das Programm. In einem ambitionierten Grußwort betonte der Vertreter des Karlsruher Oberbürgermeisters, Stadtrat, Kreis- und Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi die traditionell engen Verbindungen zwischen der Stadt und ihren Freimaurern, mindestens seit 1785. Schon wenige Jahre nach der Residenz- und Stadtgründung durch den badischen Markgrafen und Großherzog Karl Friedrich, Namensgeber und Protektor der ersten Loge “Carl zur Einigkeit” (heute “Leopold zur Treue”). Marvi betonte das “große Wirken der Freimaurerei in Karlsruhe und Baden” und den Beiträgen ihrer Persönlichkeiten. Viele hätten die Gestaltung und Entwicklung der Stadt nachhaltig mitgeprägt. Das Verbindende zwischen der Freimaurerei und ihrem Beitrag zur 302-jährigen Geschichte der Stadt bleibe bis heute erhalten. “Nicht jeder Bürgerin und nicht jedem Bürger seien die große Tradition und das Wirken der Freimaurerei in Karlsruhe und in Baden unmittelbar präsent. Manche werden damit gegebenenfalls sogar etwas verbinden, was für sie nicht ganz transparent, ja möglicherweise nicht ganz geheuer erscheint. Dazu bestehe aber überhaupt kein Anlass. Im Gegenteil: Ich sehe den Festakt als willkommenen Anlass für eine sachliche Einordnung und Würdigung der Freimaurerei. Die Freimaurer passen mit ihren Wertevorstellungen und den Grundlagen, auf die sie sich berufen, in hervorragender Weise zu den historischen Wurzeln Karlsruhes, ja zu unserer DNA” sagte Marvi, bevor er das Geschenk der Stadt übergab. “Gemeinsames zwischen der Freimaurerei und der Stadt, ihrer Region, führt weiter in die Zukunft. Toleranz, Nächstenliebe, Humanität, Offenheit gegenüber neu ankommenden Menschen und über Impulse aus Karlsruhe heraus für ein besseres Verständnis unserer Welt und für eine Verbesserung des menschlichen Miteinanders haben sich die Karlsruher und deren Institutionen in Wissenschaft und Kultur in den über 300 Jahren ihrer Stadtgeschichte erhalten”. Damit stehe die Stadt den Zielen der Freimaurerei nahe und umgekehrt die Freimaurerlogen ihr. Die Stadt sei stolz auf die Arbeit und das Engagement der Karlsruher Freimaurerlogen und unterstütze sie dabei gerne”.