Logen und Freimaurer in Erfurt

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Lutz Hausberg: Logen und Freimaurer in Erfurt

Lutz Hausberg: Logen und Freimaurer in Erfurt

Lutz Hausberg: Logen und Freimaurer in Erfurt. Hardcover 16,5 x 23 cm, 162 Seiten, erschienen 2017 im Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-82-0

Lutz Hausberg hat in seinem profunden Buch erstmals die komplette freimaurerische Geschichte der Stadt Erfurt von den Anfaängen im Jahre 1741 bis in die heutige Zeit aufgearbeitet. Nicht nur für regionalgeschichtlich Interessierte ist dieses Buch eine wahre Fundgrube an spannenden Fakten, Hintergründen und Geschichten.

Der erste Freimaurer in Erfurt war Freiherr Gustav Adolf von Gotter auf Schloß Molsdorf. Über die Jahre und Jahrhunderte bestanden in der Folgezeit verschiedene Logen, die von den Nationalsozialisten 1935 in die Selbstauflösung getrieben wurden. Nach dem Ende des Krieges folgten in Erfurt die Besatzung durch die Armee der Sowjetunion und zuletzt das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik. All diese Regime standen der Freimaurerei ablehnend gegenüber und Logengründungen waren verboten. Das änderte sich erst mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990.

Was zunächst als Aufarbeitung der Geschichte nur einer Loge begann, entwickelt sich schon bald zu einem größeren Projekt. Der Autor hat mit großer Akribie, Ausdauer und auch etwas Glück die Geschichte verschiedener Logen in Erfurt aufarbeiten können, beginnend 1741 und vorläufig endend im Jahre 2013. Neben der älteren wurde auch die jüngere Geschichte aufgearbeitet und niedergeschrieben. Schon hier zeigte sich, wovor Historiker warnen: die Zeugnisse der jüngeren Geschichte werden aufgrund der Digitalisierung spärlich werden, auch der Autor berichtet bereits von seinen Schwierigkeiten. Ein Hinweis für viele Logen, ihr Treiben auch für die Nachwelt zu dokumentieren.