Musik und Literatur im Schloss Schillingsfürst

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Die Rothenburger Freimaurerloge präsentiert im Festsaal von Schloss Schillingsfürst das internationale Duo de Roo und den bekannten fränkischen Autor Gerd Scherm.

Angela Isidora Leal Rojas (Kolumbien), Violine, und Manuel de Roo (Niederlande), Gitarre, präsentieren ein abwechslungsreiches Repertoire von Folk bis Klassik, von Renaissance bis zeitgenössischer Musik, von europäisch bis südamerikanisch. Zusammen mit den Texten und Satiren von Gerd Scherm verspricht diese Konzertlesung einen anregenden Abend. Die Freimaurerei setzt bereits seit Jahrhunderten nicht nur philosophische und humanitäre Akzente, sondern hatte auch immer herausragende Künstler und Kulturschaffende in ihren Reihen. Der eng mit dem Schloss Schillingsfürst verbundene Komponist Franz Liszt gehörte seit 1841 ebenfalls zu diesem weltumspannenden Bund und konzertierte oft in Logen. Seit vergangenem September hat die Rothenburger Loge „Zu den 3 Türmen“ ihr Domizil im Schillingsfürster Schloss und möchte mit ihren Aktivitäten auch hier an die kulturelle Tradition der Freimaurerei anknüpfen.

Die kolumbianische Violinistin Angela Isodora Leal Rojas spielte als Solistin und Kammermusikpartnerin auf Konzertbühnen unter anderem in Bogotá, München, Montenegro, Würzburg, Hamburg und Salzburg sowie bei den Internationalen Händelfestspielen in Göttingen, beim Diabelli Sommer in Mattsee und bei den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck. Sie ist Preisträgerin bei der Fundación MUSICALFA in Bogotá und beim Kammermusikwettbewerb des Nürnberger Mozartvereins. Sie ist regelmäßig Gast bei renommierten Ensembles wie der „Hannoverschen Hofkapelle“ und „Musica Alta Ripa“ und ist Dozentin für Violine und Mitbegründerin des Barockorchesters „Armonia dell´Arcadia“.

Manuel de Roo studierte Gitarre am Konservatorium in Innsbruck und Komposition an der Universität Mozarteum in Salzburg. Der Fokus auf Orchester- und Ensemblespiel brachte ihn u.a. zum Klangforum Wien, Camerata Salzburg, OENM – Österreichisches Ensemble für Neue Musik, zuletzt wiederholt zu den Bamberger Symphonikern. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Budapest, Mailand, Stockholm, Venedig, zu den Salzburger Festspielen und ins Konzerthaus Wien. 2003 bekam er den Förderpreis Komposition der Universität Mozarteum. 2005 wurde er als „ein klang“-Stipendiat eingeladen zum Komponistenforum Mittersill. 2008 erhielt er das Jahresstipendium Musik des Landes Salzburg. Im Jahr 2009 wurde ihm der Publicity Preis der SKE verliehen. Kompositionsaufträge erhielt er u.a. vom Festival Klangspuren Schwaz, dem Theater Heidelberg sowie der Salzburg Biennale.

Gerd Scherm ist Schriftsteller und bildender Künstler. Sein reiches literarisches Spektrum umfasst Lyrik, Dramen, Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten, Satiren, Libretti und Essays. Er war u.a. Gastdozent an der Freien Universität Berlin und an der Universität St. Gallen im Fachbereich Kultur- und Religionssoziologie. Zu Gerd Scherms bekanntesten Werken gehören die Nomadengott-Saga und seine Dramen für das Theater Ansbach. Er war Literatur-Stipendiat des Auswärtigen Amtes in Italien und Schottland, Turmschreiber auf Burg Abenberg und wurde u.a. mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis und dem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Im Juni 2013 war er „Künstler des Monats“ der Metropolregion Nürnberg

Freitag, 27. Mai 2016 um 19.30 Uhr, Eintritt 10,- €, ermäßigt 5,- €.