Neujahrsempfang der Wiesbadener Loge Plato

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v.l.n.r.: Prof. Dr. Klaus Horneffer (Altgroßmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland), Wolfgang Nickel (Stadtverordneter), Christa Gabriel (Stadtverordnetenvorsteherin), Dr. Ute Preuße-Hüther (Diltheyschule), Dr. Julia-Maria von Schenck zu Schweinsberg, Dr. Oliver Franz (Stadtrat), Prof. Dr. Christiane Jost (Vizepräsidentin der Hochschule Rhein-Main), Eberhard Seidensticker (Stv. Stadtverordnetenvorsteher), Dieter Börgers  (MvSt Loge Plato zur beständigen Einigkeit)

v.l.n.r.: Prof. Dr. Klaus Horneffer (Altgroßmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland), Wolfgang Nickel (Stadtverordneter), Christa Gabriel (Stadtverordnetenvorsteherin), Dr. Ute Preuße-Hüther (Diltheyschule), Dr. Julia-Maria von Schenck zu Schweinsberg, Dr. Oliver Franz (Stadtrat), Prof. Dr. Christiane Jost (Vizepräsidentin der Hochschule Rhein-Main), Eberhard Seidensticker (Stv. Stadtverordnetenvorsteher), Dieter Börgers (MvSt Loge Plato zur beständigen Einigkeit)

(tf) Für die Logen beginnt das neue “Maurerjahr” nach dem 24. Juni. So legen manche Logen ihre “Neujahrsfeier” folgerichtig in den Frühsommer, so auch die Wiesbadener Loge “Plato zur beständigen Einheit”.

Ein Tag nach dem Johannisfest mit der Aufnahme eines jungen Mannes und der Ehrung zweier Brüder für 50 und 40 Jahre freimaurerischen Wirkens, lud am 25.06.2017 die Wiesbadener Loge „Plato zur beständigen Einigkeit“ zu ihrem 3. Neujahrsempfang ein. Bei sommerlichen Temperaturen folgten etwa 100 Gäste der Einladung aus den Bereichen Soziales, Bildung, Religion, Politik und Wirtschaft, sowie niederländische Brüder und Brüder aus umgebenden Logen.

Dieter Börgers, Meister vom Stuhl der Loge Plato, begrüßte alle Anwesenden und ging im Besonderen auf die Ehrengäste Frau Dr. Julia-Maria von Schenck zu Schweinsberg, den Alt-Großmeister der VGL v. D. Prof. Dr. Klaus Horneffer und Herrn Stadtrat Dr. Oliver Franz (ab dem 01. Juli 2017 Bürgermeister der Stadt Wiesbaden) ein.

Br. Klaus Horneffer, dessen Großvater Ernst Horneffer der Loge Plato von 1922 bis 1952 angehörte, hielt die Einladung zum Neujahrsempfang im Sommer für eine verrückte Idee. Da er aber „… durchaus Sinn für verrückte Ideen…“ hat, war es umso erfreulicher, dass er ein persönliches Grußwort sprach. Neues entspringt oft, wenn man eine Sache aus dem gewohnten Bilde rückt – man etwas „ver-rückt“. So der Einstieg zu seinem Grußwort. Im weiteren Teil stellte er den Neujahrsempfang in den Kontext des Johannisfests, welches für die Freimaurer der Abschluss eines Jahres bedeutet. Somit baute Br. Klaus für einige Gäste die Brücke, die nicht mit der Tradition der Freimaurerei vertraut sind.

Herr Stadtrat Dr. Oliver Franz entrichtete die Grüße der Landeshauptstadt Wiesbaden und verwies dabei auf die feste Integration der Loge in die Wiesbadener Gesellschaft. Stadtrat Dr. Franz hob die Leitgedanken der Freimaurerei Humanität, Toleranz und Brüderlichkeit hervor und wünschte der Loge alles Gute bei der Gewinnung neuer Mitglieder, die sich für offene Gedanken, das Gemeinwohl und das gesellschaftliche Leben in Wiesbaden einsetzen und es erhalten. In Bezug auf die Vorbereitung der 240-Jahrfeier in 2018 wünschte Stadtrat Dr. Franz der Loge ein gutes Gelingen.

Die Hauptrednerin des 3. Neujahrsempfangs der Loge „Plato zur beständigen Einigkeit“ war Frau Dr. phil. Julia-Maria, Freiin von Schenck zu Schweinsberg, welche an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz tätig ist. Sie hat sich unter anderem einen Namen mit der Forschung um die sogenannte „platonische Akademie“ gemacht.

Zu Beginn verwies Frau Dr. phil. Julia-Maria, Freiin von Schenck auf den Umstand hin, dass der Neujahrsempfang der Loge Plato auch mit dem wahrscheinlichen Todestag Platons zusammenfällt. Man vermutet, dass Platon während der 108 Olympiade (was gegen Ende Juni wäre) verstarb. Dass Platon das Steckenpferd von Frau Dr. von Schenck ist, ließ sie die Anwesenden eindrucksvoll spüren, da die mit Leidenschaft vorgetragene Festrede das Handeln und Denken Platons mit entsprechenden überlieferten Dialogen, z.B. zwischen Sokrates und Euthyphron, lebendig werden ließ.

Da Frau von Schenck auf jegliche monetäre Würdigung verzichtete, erbat sie sich etwas Zeit für ein Anliegen in eigener Sache. Sie warb um Spenden für ihr soziales Projekt in Athen, wo sie das Caritas- Zentrum unterstützt, welches für Flüchtlinge und mittellose Einheimische als Kleiderkammer, Suppenküche, Kindergarten und Schwangerenberatung dient.

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang aufgelockert mit Musik von W. A. Mozart, die von Schülern/innen und Studierenden der Wiesbadener Musikakademie vorgetragen wurde.