“Informationen, Geschichte und Gerüchte” in Stade

Der Vorsitzende Gerd Carlson begrüßt die Anwesenden

Der Vorsitzende Gerd Carlson begrüßt die Anwesenden

Unter dem Leitsatz „300 Jahre Freimaurerei – 240 Jahre Freimaurerei in Stade – Informationen, Geschichte und Gerüchte“ veranstalteten die Brüder der Johannisloge „Friederike zur Unsterblichkeit“ im November eine Öffentlichkeitsveranstaltung in der Seminarturnhalle der Stadt Stade. 200 Gäste waren der Einladung gefolgt.

(Stade/hce) Den Abend mit vollbesetztem Haus begann der Vosrsitzende der Loge, Gerd Carlson, mit einer einfühlsamen Begrüßung. Speziell wurden der 1. Stellvertretende Bürgermeister, Herr Hartlef mit Gattin,  der ehemalige Stadtarchivar, Dr. Jürgen Bohmbach und das älteste Mitglied der Loge Gerhard Frankenstein (91) sowie die anwesenden Pressevertreter besonders begrüßt.

Nach der Begrüßung sprach der Distriktmeister Thomas Stuwe über „300 Jahre Freimaurerei und die erste Loge in Hamburg“. Es folgte  der Altstuhlmeister der „Friederike“, H.-Christian Esken; er berichtete über „Die Anfänge der Freimaurerei in Stade“ unter Einbeziehung der sozialen Verhältnisse der Zeit zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Patrick Beier übernahm das Thema „Die Logenhäuser in Stade“. Den Zuhörern konnten die Gebäude mit Bildmaterial per Beamer nahegebracht werden, und es hat wohl so manchen Gast überrascht, welche Häuser im Laufe der Jahrhunderte als Logenhäuser genutzt wurden, Häuser, die es heute auch noch gibt, jedoch mit einer völlig anderen Nutzung.

Durch seine Kontakte zu der Familie des Dr. Reinhold Müller, der 1923 in die Loge „Friederike zur Unsterblichkeit“ aufgenommen wurde, konnte der Vorsitzende Gerd Carlson aus dessen Lebenserinnerungen aus den Jahren 1923 und 1924 zitieren. Es wurden die schöne Stadt Stade, aber auch die damaligen Stader Bürger in ihrer gesellschaftlichen Abgrenzung und „Steifheit“ humorvoll und doch deutlich beschrieben.

Die Referenten (v.l.) Thomas Stuwe, Rolf Grußendorf, Hans-Christian Esken, Jens Rusch, Gerd Carlson, Hellmut von Blücher und Patrick Beier

Die Referenten (v.l.) Thomas Stuwe, Rolf Grußendorf, Hans-Christian Esken, Jens Rusch, Gerd Carlson, Hellmut von Blücher und Patrick Beier

Einen weiteren Beitrag lieferten Rolf Grußendorf und Hellmut von Blücher zum Thema „Freimaurerei und Motorradfahren – geht das?“ Sie schilderten eindrucksvoll  die Geschichte  der “Masonic Biker“ und ihre persönlich erlebten Eindrücke.

Schließlich erhielt Jens Rusch das Wort, um zum Thema „Mythen und Gerüchte“ zu sprechen. Es war ihm wichtig darauf hinzuweisen, dass viele Informationen über die Freimaurerei im Internet  kritisch zu sehen sind und mancher geschriebener Unsinn gar nicht korrigiert werden kann. Daher sei es nützlich, sich der Informationen zu bedienen, die von erfahrenen Freimaurern geliefert werden. Im Kern seiner Ausführungen verwies er auf die Internetseite „Freimaurer-Wiki“, die er vor 10 Jahren – zunächst allein, später mit weiteren Brüdern – entwickelt hat und ständig fortentwickeln wird. Die Freimaurer-Wiki umfasst mittlerweile annähernd 5000 Inhaltsseiten und hat bisher über 30 Millionen Seitenzugriffe.

Mit einem Schlusswort, in dem noch einmal die Ideale und die Ziele der Freimaurerei herausgestellt wurden, beendete der Gastgeber das offizielle Programm und lud die Gäste ein, mit den Brüdern der „Friederike“ ins Gespräch zu gehen, um weitere Informationen zu erhalten. Es ergab sich schnell eine intensive und angeregte Unterhaltung, die fast bis Mitternacht dauerte. Eine dezente Klaviermusik des Pianisten Frederik Feindt begleitete diesen letzten Abschnitt der Veranstaltung.

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Großer Erfolg beim Tag der offenen Tür in Darmstadt

Darmstadt Mathildenhöhe Foto: fotolia, pure-life-pictures

Darmstadt Mathildenhöhe Foto: fotolia, pure-life-pictures

Das hat das Darmstädter Logenhaus in seiner langen Historie noch nie erlebt: Die älteste Darmstädter Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ ludt erstmals in ihrer über 200 Jahre alten Geschichte zu einem „Tag der Offenen Tür“ ein.

(Darmstadt/fr) Rund 500 Bürger folgten an einem Sonntag der Einladung der Brüder und Schwestern. Sie besichtigten die aufwendig renovierten und wieder eröffneten repräsentativen Räumlichkeiten, informierten sich über die drei im Logenhaus arbeitenden Bauhütten, nahmen an zwei Bücher-Lesungen teil und staunten über vorgeführte Zaubertricks und demonstrierte Mentalmagie. Der Darmstädter Bridgeclub, Mieter der Räumlichkeiten, informierte darüber hinaus die Besucher über das faszinierende Kartenspiel.

Der Tag endete mit einer Geburtstagsparty für den Hausintendanten der Loge. An ihr nahmen zahlreihe Mitglieder des „Theaters Moller-Haus“ teil, das im unteren Geschoss des Logenhauses seine Veranstaltungsräume hat.

Als erstes auf dem Programm stand die feierliche Wiedereröffnung des „Moller-Hauses“ mit dem Durchschneiden des roten Bandes durch die Hauseigentümer, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und dem Meister der Loge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“, Armin Hirth. Anschließend fanden Führungen durch das Haus mit Besichtigung der Theaterräumlichkeiten im Erdgeschoss und des Darmstädter Logenhauses im Obergeschoss statt. Zu diesem Anlass stellten sich die drei Darmstädter Logen “Johannes der Evangelist zur Eintracht” (Alte Freie und Angenommene Maurer von Deutschland), “Zum Flammenden Schwert” (Große Landesloge von Deutschland / Freimaurerorden) und “Vier Elemente im Licht” (Feminine Loge) mit Roll Up’s, Infotischen, einer Videopräsentation und Durchführung eines kurzen Zeremoniells im Tempelraum vor. Im Anschluss gab es eine Lesung durch Baronin Riedesel aus ihrem Buch „Geisterkinder“. Sie berichtete an Hand von Originaldokumenten über die Sippenhaft der in einem Kinderheim, in Gefängnissen und Konzentrationslagern versteckten Angehörigen der ermordeten Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Andreas Bummer stellte die kosmopolitischen Vision einer globalen Demokratisierung und Schaffung eines Weltparlamentes bei den Vereinten Nationen vor, niedergeschrieben von Jo Leinen und ihm in dem Werk „Das demokratische Weltparlament“. Abschließend gab es Zauberei und Mentalmagie für Alt und Jung, vorgeführt von Florian und  Janina Scholz, Mannheim sowie eine Demonstration des Bridge-Spiels durch den Darmstädter Bridgeclub.

Die Mitglieder der Loge, an ihrer Spitze deren Vorsitzender Armin Hirth, zogen am Ende ihres ersten „Tages der Offenen Tür“ eine uneingeschränkt positive Bilanz. 500 Besucher, interessante Gespräche, neue Kontakte in die Stadt hinein und zu ihren Repräsentanten, u.a. zum direkten Nachbarn, dem Darmstädter Staatstheater und seinem Intendanten. Im Oktober 2018 wird dort Bruder Mozarts  „Zauberflöte“ zur Aufführung kommen. Über beidseitige Kooperationsmöglichkeiten wird derzeit nachgedacht.

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