Über hundert Brüder bei Belgrader Lessingtagen

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Foto: candy1812/ Adobe Stock

Über 100 Brüder aus fünfzehn Bauhütten und aus fünf verschiedenen europäischen Ländern folgten der Einladung des Meisters vom Stuhl der deutschsprachigen Belgrader Loge „Gotthold Ephraim Lessing zum golden Globus“ zu den „Belgrader Lessingtagen 2019“.

Belgrad (fr). Die perfekte Organisation machte die „Belgrader Lessingtage 2019“ vom 16. bis 19. Mai 2019 zu einem unvergeßlichen Ereignis gelebter Weltbruderkette. Zu einem Zeitpunkt, in dem angesichts der bevorstehenden Europawahl vielerorts über den Sinn von Europa diskutiert und an seiner Organisation bisweilen gezweifelt wird.

Im Mittelpunkt der viertägigen Feierlichkeiten stand eine festliche Ritualarbeit I in deutscher Sprache nach Ritual der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. Anwesend waren im vollbesetzten Tempel der regulären Großloge Serbiens deren Großmeister, Br. Lukas Rasulic mit einigen seiner Großbeamten, VGL-Altgroßmeister Br. Rüdiger Templin, Distriktmeister und  eine Vielzahl an (Alt-) Stuhlmeistern. Bruder Ranko Pavlovic, Meister vom Stuhl der Loge “Kurpfalz” in Mannheim, regte in seiner Zeichnung die Einrichtung eines nachhaltigen gemeinsamen Netzwerkes an und stellte die Entwicklung einer neuen elektronischen Form der gemeinsamen grenzüberschreitenden Diskussion in Aussicht.  

Die stattliche Sammlung wurde der serbischen Stiftung „Dobar Glas“ gewidmet. Diese fördert die Ausbildung und Entwicklung junger und talentierter serbischer Künstler.

Darüber hinaus fand ein „Schwesternfest“ als weißes Ritual in den historischen Räumlichkeiten des UNESCO-Welterbes „Viminacium“, statt. Jede Dame erhielt eine rote Rose aus der Hand des Meisters vom Stuhl. Viminacium, auch als „Pompeji Serbiens“ bezeichnet, ist heute eine imposante archäologische Ausgrabungsstätte einer ehemaligen römischen Großstadt mit dem Mausoleum des römischen Kaisers Hostillian und einem Mammut-Park.

Weder die Geselligkeit, noch die Möglichkeit zum Kennenlernen, zum Gedankenaustausch oder zum Kontakte knüpfen kam zu kurz an diesen Tagen. Am Begrüßungsabend wurde ein traditionelles Balkanmenü serviert. Danach wurde zu serbischen Melodien getanzt. In den prachtvollen Räumlichkeiten  des Belgrader „Aeroklub“ fand das Festabendessen statt, musikalisch begleitet von Bruder Milan Ignjatovic mit seinem „Duo Moderato“. Das Königliche Schloß „Weisser Hof“ in Belgrad wurde in Begleitung von Mitgliedern des Kronrates besichtigt und beim serbischen Kronprinzenpaar fand eine Audienz statt.

Folgende drei Lessing-Logen waren an den „Belgrader Lessingtagen 2019“ vertreten: “Lessing” aus Frankfurt, “Lessing zum Flammenden Stern” aus München und “Lessing zum Sonnenaufgang” aus Sofia, Bulgarien. Darüber hinaus die Logen “Akazia”,  Winterthur (Schweiz); “Alexander zu den drei Sternen”, Ansbach (Deutschland); “Augusta”, Augsburg (Deutschland); “Concordia”, St. Gallen (Schweiz); “Constantia zur Zuversicht”, Konstanz (Deutschland); Frati Buzesti, Craiova (Rumänien); “Generalul Maikern”, Valcea (Rumänien); “Humanitas zum Libertate”, St. Gallen (Schweiz); “Kurpfalz”, Mannheim (Deutschland); “Zukunft an den Quellen”, Villingen-Schwenningen (Deutschland); “Zur Beständigkeit und Eintracht”, Aachen (Deutschland) und “Zora”, Sofia (Bulgarien).

Die deutschsprachige Loge „Gotthold Ephraim Lessing zum golden Globus“ wurde am 7. Juni 2009 von Gründungs- und Ehren-Altstuhlmeister Miodrag Djordjevic gegründet und besteht derzeit aus 26 Brüdern. Sie ist eine Meisterloge und arbeitet in den 3 Graden nach dem AFuAM-Ritual in deutscher Sprache. Am 6. Juni 2015 hat sie eine Jumelage mit der Mannheimer Loge “Kurpfalz” und der Istanbuler deutschsprachigen Loge „Libertas“ geschlossen.