Vom ethischen Dilemma der Ärzte im Klinikalltag

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Die 20. Veranstaltung von „Dialog im Logenhaus“ am 27. November 2013 stand unter dem Thema “Patientenwohl und die Interessenten Dritter — Vom ethischen Dilemma der Ärzte im Klinik-Alltag”. Referent war Herr Dr. Paul Brandenburg. Er arbeitet als freier Vertragsarzt für Kliniken im In- und Ausland vorwiegend in den Bereichen Notfallmedizin und Tauchmedizin.

Ausgehend von seiner Grunderfahrung – „Im Krankenhaus wird nur noch Fließbandarbeit geleistet, der Patient techisch abgearbeitet, alles unter dem Primat des Profits, was gleichermaßen für Patienten, Ärzte und die übrigen Mitarbeiter schädlich ist“ – fokussierte Dr. Paul Brandenburg sein Vortragsthema anhand einer Reihe von Folien auf drei Kernfragen:

  1. Was sind die Ursachen dafür, daß über die Hälfte aller Krankenhäuser in Deutschland, 51 Prozent, rote Zahlen schreiben?
  2. Leistet man sich in Deutschland nicht den Luxus einer Überversorgung mit Krankenhäusern, wenn man bedenkt, daß bei gleicher Einwohnerzahl die Niederlande mit 100 Krankenhäusern auskommen, dagegen das Bundesland Nordrhein-Westfalen über 400 Krankenhäuser verfügt?
  3. Wäre es nicht an der Zeit, einen sinnvollen Strukturwandel einzuleiten, d.h. einen Teil der aufgrund von modernen Therapien überflüssig gewordenen Krankenhäuser z.B. in moderne Altenpflegezentren umzuwidmen?

Die Antworten von Br. Paul Brandenburg auf diese und auf zusätzliche aus dem Teilnehmerkreis gestellte Fragen können hier aus Platzgründen nicht abgedruckt werden. Sie sind aber nachzulesen in seiner jüngsten Publikation, die im Sommer 2013 unter dem Titel „Kliniken und Nebenwirkungen – Überleben in deutschen Krankenhäusern im Fischer-Scherz Verlag erschienen und zum Preis von 13.99 EURO erhältlich ist.