„War Nathan weise“ – Ein Stück des Malteser Fausttheaters

Ensemble des Malteser Fausttheaters in Hamm

Ensemble des Malteser Fausttheaters in Hamm

Auf Anregung der Freimaurerloge „Zum Hellen Licht“ in Hamm inszenierte das Malteser Fausttheater das bekannte Lessing-Stück „Nathan der Weise“ neu und stellt die Frage: „War Nathan weise?“. Kein Schreibfehler also.

Denn Konzept des Ensembles aus dem westfälischen Hamm ist es seit Jahren, klassische Stoffe – in diesem Fall Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ – in aktuelle Verhältnisse zu übertragen. Wieviel Sinn das macht, zeigt das Engagement der jugendlichen Darsteller, die teilweise seit Jahren dem regional etablierten Amateurtheater treu sind.

Der Nathan des Malteser-Fausttheaters lebt in der Gegenwart, er lässt sich weder von der aktuellen Politik noch von den Religionen in seinem Glauben an Frieden beirren. Die Ringparabel Lessings diskutiert er dorthin, wo sie seiner Meinung nach hingehört: ins Mittelalter. Im Gegensatz dazu, dass kluge und einsichtige Menschen sie als eine unbedingte Friedensmöglichkeit sahen, macht er klar, dass auch sie keinen Frieden gebracht hat.

Dieser Nathan verlangt einen Rückzug aller Religionen in das Private und die endgültige Beendigung eines Anspruchs auf Mitsprache. Das Malteser-Fausttheater lässt Zufälle eine Rolle spielen:Nathan lernt Freunde im gleichen Geiste kennen. Das ist ausgerechnet ein Hamas-Offizier namens Saladin, der in unkriegerischer Vorzeit in der Friedensforschung tätig war und den katholischen Patriarchen von Jerusalem, der in seiner Kirche eine Oppositionsrolle spielt. Menschlichkeit und moderne Überlegungen zum Zusammenspiel der Religionen stellt der Patriarch ohne Angst über die Anforderungen des Vatikans. Zu dritt versuchen sie, ihre Friedenvorstellungen in wirklichen Frieden umzusetzen.

Die Freimaurerloge „Zum hellen Licht“ i.Or. Hamm Nr. 169 unterstützt das Malteser-Fausttheater mit seinem Verein Kunst-Kultur-Humanität seit Jahren und ermöglicht so nicht nur qualifizierte Fortbildungen, sondern unterstützt auch die ursprüngliche Idee, dass „gestrauchelte“ junge Menschen gemeinsam mit anderen jungen Erwachsenen einen neuen Lebensinhalt finden.

Für die von Theaterkritikern anerkannte Qualität der Aufführungen sorgen die Spielleiter Peter Lüffe und Norbert Hagen, letzterer schreibt auch die Skripts. Auf Bitte der Hammer Bauhütte inszenieren sie für das 225. Jubiläumsjahr nun also „War Nathan weise?“. Die Uraufführung ist am Freitag, 11. November, um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) im Kurhaus Bad Hamm. Eintrittskarten gibt es international über den Ticketservice www.eventim.de, im Eintrittspresi von 19,70 € ist ein Imbiss enthalten. Im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltung wird es zu Beginn einige kurze Reden zur Freimaurerei im Allgemeinen und der Loge „Zum hellen Licht“ im Speziellen geben.

Der Erlös dieser Veranstaltung kommt dem Hammer Forum zugute, das Kinder in Kriegs- und Krisengebieten medizinische und humanitäre Hilfe zukommen lässt.

Plakat des Malteser Fausttheaters Hamm zum Stück

11. November 2016 im Kurhaus Bad Hamm, Ostenallee 87, 59071 Hamm.

Karten sind an der Abendkasse für 19,70 € einschließlich Imbiss oder für 21,59 € über den Ticketservice Eventim.

Weitere Informationen zum Malteser Fausttheater finden Sie auf deren Internetseite.

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