Warum dürfen Frauen keine Freimaurer werden?

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Selbstverständlich dürfen Frauen Freimaurerinnen werden. Sie dürfen es nur nicht in den regulären Männerbünden.

Das hat weniger mit einer Ablehnung oder gar Mißachtung der Frauen zu tun, sondern in erster Linie mit Traditionen, wie sie seit 1723 in den Alten Pflichten beschrieben sind. Unabhängig davon sind fast alle Mitglieder der regulären (und mutmaßlich auch der männlichen nichtregulären) Freimaurerei der Überzeugung, dass es aufgrund des speziellen sehr persönlichen und freundschaftlichen Charakters der Freimaurerei sinnvoller ist, nach Geschlechtern getrennt zu arbeiten.

Im Übrigen sehen das die in Deutschland arbeitenden Freimaurerinnen der Frauen-Großloge von Deutschland ganz ähnlich, weshalb sie zu ihren Zusammenkünften keine Männer zulassen.

Unabhängig von den Zusammenkünften respektieren die traditionellen Männerlogen die Frauenlogen nicht nur, vielfach arbeitet man in den gleichen Logenhäusern und organisiert Veranstaltungen gemeinsam.

Wer gemischte Freimaurerei, also Logen mit Männern und Frauen sucht, sollte im Internet danach suchen. Es gibt verschiedene kleine Organisationen in Deutschland, über deren Struktur und Arbeitsweise an dieser Stelle keine Aussagen getroffen werden können.

Dies ist im Übrigen eine Diskussion, die mehr außerhalb als innerhalb der Freimaurerei geführt wird. An diesem Thema wird gerne auf eine überkommene Traditionspflege der Freimaurerei hingewiesen. Dabei sind die Freimaurer — männlich wie weiblich — keine Traditionspflegevereine. Sie sind seit 300 Jahren in einem immerwährenden Wandel, führen Änderungen aber im Bewusstsein notwendiger Traditionen durch. Die Trennung der Geschlechter hat sich für die Mehrzahl der Logen bewährt.