Wetzlarer Loge im Endspurt

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Viel Beifall erntete der Schauspieler Rainer Hustedt im Rahmen einer

Viel Beifall erntete der Schauspieler Rainer Hustedt im Rahmen einer “musikalischen Lesung”.

Die finale Phase des Jubiläumsjahres „250 Jahre Freimaurerei in Wetzlar“ wurde mit drei hervorragenden Veranstaltungen in den Städtischen Museen Wetzlar eingeläutet.

(mf) Den Anfang machte dabei der Gießener Schauspieler Rainer Hustedt, der mehr als nur eine angekündigte Lesung bot. Neben Texten von Freimaurern und solchen über den Männerbund drangen auch gleichsam zusammengetragene Musikstücke, auf dem Saxophon vorgetragen, in die Ohren der begeisterten Zuhörer.

Zwei Tage später folgte ein Vortrag zu dem die Städtischen Museen in Kooperation mit dem Wetzlarer Geschichtsverein eingeladen hatten. „Reichskammergericht und Visitation zur Zeit der Logengründung“ lautete die Überschrift der Abendveranstaltung, in der die Leiterin des historischen Archives der Stadt Wetzlar, Frau Dr. Irene Jung, und die Kunsthistorikerin und erste Vorsitzende des Wetzlarer Geschichtsvereins, Frau Oda Peter, referierten. Das vermeintlich trocken klingende Thema wurde sehr lebendig dargebracht, hervorragend gegliedert und durch die Vortragenden im Wechsel präsentiert. Unterstützt wurde die Aufbereitung durch Bilder, die wohldosiert gezeigt wurden und so zusätzlich zur Auflockerung beitrugen.

Dank des Engagements der Städtischen Museen und der Goethegesellschaft konnte ein letzter Themenabend angeboten werden. Der aus Jena angereiste Historiker und Germanist, Dr. Gerhard Müller, sprach über „Goethe und die Freimaurerei“, wobei der Schwerpunkt nicht der Auseinandersetzung des Dichters und Denkers mit den Inhalten des Bundes oder seinen ihm gewidmeten Werken galt. Vielmehr standen Goethes Person im Kontext der gesamtpolitischen Situation und das Nutzen von Kontakten, die sich auf Grund Goethes Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge ergaben, im Vordergrund der Erläuterungen.
Im Rahmen der Finissage zur Sonderausstellung „250 Jahre Freimaurerei in Wetzlar“ am 22. Oktober, die auch den Abschluss des Festwochenendes anlässlich des 250-jährigen Stiftungsfestes der Loge Wilhelm zu den drei Helmen darstellt, wird der Innsbrucker Prof. Dr. Helmut Reinalter die Feierlichkeiten um 11 Uhr mit seinem Vortrag über „Das neue Aufklärungsdenken und die Zukunft der Freimaurerei” beschließen.

Auch zu diesem öffentlichen Vortrag und einer letzten Möglichkeit, die Sonderausstellung zur Freimaurerei im Wetzlarer Stadtmuseum besuchen zu können, sind alle Interessierten noch einmal herzlich eingeladen.

“Reichskammergericht und Visitation zur Zeit der Logengründung”, so der Titel des Vortrages von Frau Dr. Irene Jung und Oda Peter