Zeitzittern — Das neue Buch von Gerd Scherm

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Zeitzittern

Die Aufzeichnungen des Leopold Branntwein

Gerd Scherm

Erschienen bei Books on Demand, Norderstedt

Ca. 186 Seiten, Format der Taschenbuch-Ausgabe 13,5 x 21,5 cm, ISBN 978-3-7528-2890-0

Kindle: 5,40 €, Gebundenes Buch: 25,00 €, Taschenbuch: 10,00 €

“Ist das Wiederauffinden dieses Manuskripts ein Hinweis auf eine gravierende Veränderung in meinem Leben? Will der Kosmos, der Schöpfer, das Karma, der große Weltenspieler mir damit ein Zeichen geben? Ich denke schon, denn Klara ist mit den Kindern zu ihrer Mutter gezogen.”

Das zweihundertfünfzigste Fragment von zweihundertachtzig gibt vielleicht einen Einblick in die Welt dieses Tagebuchromans. Aber worum geht es? Folgen wir dem Klappentext:

“Leopold Branntwein, geboren 1891 in Prag, Schriftsteller, Freimaurer und verzweifelt-hoffender Weltverstehenssüchtiger. Ein Suchender der k.uk.-Zeit, in und zwischen den Weltkriegen, den wilden Zwanzigern und den dunklen Jahren danach.

Er suchte die Wahrheit auf dem Monte Verità ebenso wie in seinen Träumen. Er war ein Cousin von Franz Kafka und stand in Kontakt mit interessanten Zeitgenossen: dem Jugendstil-Künstler Alfons Mucha, dem Esoteriker Theodor Reuß, den Anarchisten Raphael Friedeberg und Fritz Oerter, den Schriftstellern Hermann Hesse, Alfred Kubin, Gustav Meyrink, Leo Perutz und Herzmanovsky-Orlando.

Ende der 1930er emigrierte er nach New York und die WOgen des Schicksals verschlugen ihn nach dem Zweiten Weltkrieg nach Franken. In seinen tagebuchartigen Skizzen spiegeln sich die Facetten einer Odyssee durch ein halbes Jahrhunderts.”

Eine Tänzerin aus dem "Loisitschek", die Dora, hat eingeladen, ihrer baldigen Niederkunft in eben dieser Lokalität beizuwohnen. Ihr Kind solle dort zur Welt kommen, wo sie es empfangen hat. Die Ordnungsmacht versucht diese "Sondervorstellung" der Dora zu verhindern und droht, sie wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses einzusperren. "Soll sie doch ihren Wechselbalg allein in einer Zelle in die Welt werfen", sagte der Amtmann. Die Tänzerin hält dem entgegen, die Zeugung sei ein öffentlicher Akt gewesen und so sei es nur konsequent, allen Beteiligten die Chance zu geben, auch das Finale gemeinsam zu erleben. Außerdem könne sich bei dieser Gelegenheit einer freiwillig als Vater melden.

Einhundertvierundfünfzigstes Fragment

Ein unterhaltsam-skurriler Scherm, ergänzt um 22 Illustrationen des Autors.