Erlanger Freimaurer vergeben Preis für humanitäres Engagement

Zugeordneter Stuhlmeister Winfried Gerum-Nees, die Preisträgerin Frau Maria Yeddes, Bürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuss

Die Freimaurerloge Libanon zu den 3 Cedern verlieh am Sonntag, dem 25. November, ihren diesjährigen Förderpreis für humanitäres Engagement. Dieses Jahr erhielt den Preis Frau Maria Yeddes vom Verein Grünes S.O.f.A.

(Erlangen / ms) Winfried Gerum-Nees, zugeordneter Stuhlmeister der Loge wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Erlanger Freimaurer seit dem Jahr 2000 den Preis für humanitäres Engagement vergeben und sich immer wieder freuen, verdienten Personen eine Unterstützung in ihrer ehrenamtlichen Aufgabe zu geben und sie damit auch zu ehren.

Altstuhlmeister Wilhelm Glökler stellte kurz die nach innen und außen gerichtete Arbeit der Freimaurer dar, die sie, die Freimaurer zu besseren Menschen machen soll und deren Wirken in der Welt, um auch außerhalb der Loge eine Verbesserung zu bewirken.

Bürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuss hielt die Laudatio für die Preisträgerin und lenkte den Blick auf den Giebel des Logenhauses mit der Inschrift “Wahrheit, Recht und Menschenliebe“. Diese Worte seinen nicht nur Inschrift, sondern würden in dieser Loge auch gelebt. Mit Freude würdigte Frau Dr. Preuss auch diesmal die Preisträgerin, die sie auch im Rahmen ihrer Arbeit im Sozialreferat trifft und kennt.

Kurzfassung der Laudatio: Frau Yeddes arbeitet seit vielen Jahren selbstlos und unermüdlich und zielgerichtet für die Alleinerziehenden in unserer Stadt. Als Alleinerziehende stellen sich Dinge des Lebens schwierig dar. Das Armutsrisiko ist groß, der Lebensstandard ist im Vergleich mit Anderen oft niedrig. Auch die organisatorischen Dinge können große Hürden sein, wie z.B. bei bestimmten Berufsgruppen mit Arbeitszeiten in der Nacht oder am Wochenende. Wer kann hierbei helfen, wer hört zu, wer hat einen Rat zu geben, wer hat eine Lösung z.B. für die Betreuung der Kinder?

Die Antwort ist Frau Yeddes mit ihrem Verein, die mit ihrer Einrichtung einen Platz geschaffen hat, an dem alleinerziehende Mütter und Väter Unterstützung, ein offenes Ohr, Zeit für sich selber, Ansprache, Ausflüge, Kaffee und Kuchen, und guten Rat, der hier nicht teuer ist, bekommen. Oder, um aus dem Leitbild des Vereins zu zitieren: Selbsthilfe stärken, kinderfreundliches Umfeld schaffen, Eigeninitiative ermöglichen, Potentiale erkennen, das Miteinander von Generationen, Nationalitäten, Kulturen und Initiativen fördern.

Das Grüne S.O.f.A ist für Alleinerziehende nicht nur ein Ort, wo man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf einem gemütlichen Sofa niederlassen, ausruhen, unterhalten und erholen kann, sondern ein Ort, wo Starthilfe, Lebensmut und ganz praktische Hilfen im Alltag angeboten werden.

Winfried Gerum-Nees überreichte einer strahlenden Preisträgerin den Preis, der für Frau Yeddes und ihren Verein ein weiteres Stück des Weges ermöglichen soll. Der diesjährige Preis war mit 5.000 € dotiert, unterstützt durch die Großloge.

Die musikalische Begleitung des Festaktes durch Alexander Saal und Miriam Winkelmann, mit u.a. Stücken von Bette Midler und Billie Holliday, gab der Veranstaltung einen wunderbaren Rahmen. Zum Abschluss, in entspannter Atmosphäre bei Sekt und Häppchen, ergaben sich zahlreiche Gespräche zur Arbeit der Preisträgerin und zu den Freimaurern. Eine schöne und gelungene Veranstaltung nahm damit ihren Ausklang.

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Weltbruderkette in Erlangen mit Tradition

Giebel des Erlanger Logenhauses

Giebel des Erlanger Logenhauses

Die Erlanger Loge “Libanon zu den drei Cedern” hatte Besucher aus 11 Nationen und drei Kontinenten und bewies damit eindrücklich die sprichwörtliche Weltbruderkette. Am 30. Januar 2018 empfingen der Meister vom Stuhl Michael Reck und die Brüder der Erlanger Loge “Libanon zu den 3 Cedern” eine Delegation der Loge „Coroana din Carpați”aus Brașov (Kronstadt), Rumänien, mit deren Meister vom Stuhl und dem persönlichen Repräsentanten des Großmeisters  der Großloge von Rumänien. Ein weiterer Gast war ein Bruder einer Loge aus Istanbul. Die Tempelarbeit war sehr festlich, unter anderem durch die feierliche Einführung des Zugeordneten Großmeisters Karl Deckart und den Reden und Grüßen der Gastgeber und Gäste. Beim Kettenlied spürte man besonders, dass es eine Weltbruderkette ist. Wie der Stuhlmeister bei seinem Grußwort feststellte, befanden sich Brüder aus 11 Nationen und 3 Kontinenten im Tempel. Ein Versprechen für einen Gegenbesuch in Brasov wurde gegeben und der beiderseitige Wunsch zu einer zukünftigen Logenpartnerschaft formuliert. Dieser Besuch war ein Teil einer Reihe von gegenseitigen Besuchen von weiteren Logen aus Rumänien, einer Loge aus Italien und einem Austausch mit den Großlogen von Monaco und der Republik Moldavien. Darunter sind auch Besuche der Brüder aus Erlangen bei mindestens drei jährlichen, mehrtägigen Ateliers der rumänischen Logen aus Nordwest-Transsilvanien.
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